“After the camps, nothing is strange”

Aharon Appelfeld spricht über das Schreiben, das Leben nach dem Lager und über die Unzulänglichkeit der Sprache. Sein Interview, gefunden in der Paris Review 2014, ist eine Einladung zum Mit- und Weiterdenken.

/ 7. Juni 2016

„Das Grundeinkommen ist kein Anreiz. Auch kein falscher.“

Das Grundeinkommen ist viel mehr als ein ökonomisches Projekt. Es konfrontiert uns mit der Frage, wie wir leben wollen. Eine Rezension des Buchs "Grundeinkommen von A bis Z".

/ 2. Juni 2016

Schule des Sehens

Die Welt des Grafen ist die Schönheit: Die Ausstellung "Harry Graf Kessler – Flaneur der Moderne" zeigt uns den Ästheten und Tagebuchschreiber Kessler.

/ 30. Mai 2016

Li Shangyin 2: Aschenes Herz

Die Kröte nimmt den Duftstab auf, der Jadetiger zieht am Strang – in seinen Gedichten von Liebe und Liebesverlust gelingt es Li Shangyin, pornographisch anmutende Bilder in Alltagsgegenstände zu schmuggeln.

/ 28. Mai 2016

Page-99-Test: William Gaddis

Ein schöner Satz, der nicht aufgeht: Was eine Passage auf Seite 99 über den Stil von William Gaddis offenbart – und was von diesem Stil in der deutschen Übersetzung übrigbleibt.

/ 24. Mai 2016

Das Narrenschiff

Wenige Jahre nach der Oktoberrevolution leben Ossip Mandelstam, Anna Achmatowa, Nikolaj Gumiljow und andere Schriftsteller, Gelehrte und Künstler gemeinsam im Petrograder Haus der Künste. Sie hungern und arbeiten zusammen. Und sie sind unterwegs in eine neue Zeit, in der nicht...

/ 21. Mai 2016

Zwischen Abschied und Aufbruch

Meral Kureyshis "Elefanten im Garten" ist kein Roman, sondern ein Requiem. Das Buch erzählt vom Ende der Kindheit im Kosovo, es zelebriert den Abschied vom toten Vater und erkundet die Ankunft in einer fremden Welt.

/ 19. Mai 2016

Satz für Satz 5: Reden auf Papier

Sobald eine Romanfigur den Mund aufmacht, schlägt die Stunde der Wahrheit. Warum glauben wir der einen Rede und der anderen nicht?

/ 17. Mai 2016

Vom Herzschlag der Bücher

Seit 2010 gibt es in Neuruppin das Reiseliteratur-Festival „Neben der Spur“, im Rahmen der Fontane-Festspiele. Abseits vom Literaturbetrieb ist hier ein Treffpunkt neugieriger Leser entstanden, mitten in der Provinz und kein bisschen provinziell.

/ 16. Mai 2016

Li Shangyin 1: Gehen ohne Spur

Nicht die Liebenden stehen in diesem altchinesischen Liebesgedicht im Zentrum, sondern die Beziehung: Sie ist unterbrochen, besteht aus Sehnsucht, Begehren und Ferne. Im chinesischen Original fehlen die Personalpronomen – eine Herausforderung für den Übersetzer.

/ 13. Mai 2016