Kategorie: Belletristik

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Der Geruch des Schicksals

Andor Endre Gelléri (1906–1945) erzählt in dem Band "Stromern" vom Leben der Armen in den Randbezirken von Budapest. So präzise die Beobachtungen, so märchenhaft ist der Ton dieser durchweg kurzen Erzählungen.

/ 3. Dezember 2019

Was Briefe nicht sagen

Die Edition des Briefwechsels zwischen Ingeborg Bachmann und Hans Magnus Enzensberger lässt viele Fragen offen. Gerade dadurch leistet sie einem biografischen Voyeurismus Vorschub.

/ 11. November 2019

Page-99-Test: Nora Bossong

Auf der Seite 99 von Nora Bossongs Roman „Schutzzone“ sieht man, wie literarische Intensität erzeugt werden kann. Zum Beispiel durch den Verzicht auf Anführungszeichen.

/ 9. Oktober 2019

Die Kunst zu vergessen

Warlam Schalamow entwickelte in seinen „Erzählungen aus Kolyma“ eine neue Ästhetik, um das Grauen der Lager des Gulag schildern zu können. Im Band "Über die Kolyma" sind nun auch die Erinnerungen in deutscher Übersetzung erschienen, die er ab Anfang der...

/ 23. Januar 2019

Den Schmerz plündern

Im Roman "Der Südelefant" erzählt der georgische Autor Archil Kikodze von den Wunden seines Landes. Dabei ist eine Anleitung zum Überleben entstanden.

/ 13. Oktober 2018

Wow oder Geil oder Toll oder so

In seinem Debütroman erzählt Dirk Knipphals von den Irrtümern eines jugendlichen Lesers. Zugleich ist „Der Wellenreiter“ das abgründige Porträt einer vermeintlich heilen Welt.

/ 8. Oktober 2018

Wo bleibt Ingeborg Bachmann?

Tratsch über eine Dichterin: In Ina Hartwigs Biographie „Wer war Ingeborg Bachmann?“ geht es vor allem um Sex, Neurosen und Geld.

/ 30. April 2018

Magische Fluchten

Der pakistanische Autor Mohsin Hamid hat mit „Exit West“ einen surrealistisch gefärbten Zeitroman geschrieben: Zwei Liebende fliehen aus ihrem muslimischen Heimatland – und landen in einem utopischen Großbritannien.

/ 11. Januar 2018

Achterbahnfahrten der Existenz

Was hat Literatur mit Schuld zu tun? In David Albaharis Roman „Das Tierreich“ geht es um ein Verbrechen in der Jugoslawischen Volksarmee. Der Erzähler ist weder Täter noch Opfer. Er ist Zeuge – bis er unwiderruflich die Seiten wechselt.

/ 7. Dezember 2017

Das Verschwinden festhalten

Cécile Wajsbrot spannt in ihrem Roman Eclipse ein feines Netz von Verweisen. Fotografie, Songs und Texte erhellen einander und bringen im allmählichen Erscheinen und Verlöschen das Unsichtbare in uns zum Vorschein.

/ 8. November 2017