Kategorie: Belletristik

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Briefe nach Patmos

Wie umgehen mit den Zumutungen der Pandemie? Die Protagonistin von Thea Dorns Briefroman „Trost“ sieht sich als Heldin der Freiheit inmitten einer Gesellschaft, die sich vor Todesangst in eine blökende Herde verwandelt. Sie setzt auf das Pathos des Aufstands. Eine...

/ 25. März 2021

Glück und Schrecken

Die ungarische Autorin Zsófia Bán wagt avancierte Konstruktionen: Brüche, Montagen und Reflexionen prägen die Erzählungen des Bandes „weiter atmen“.

/ 3. Februar 2021

Eine Terroristin der Selbstbehauptung

Im Roman „Von Verschlungenen verschlungen“ erzählt Réjean Ducharme von der zerstörerischen Identitätssuche einer Heranwachsenden. Alles an diesem Roman ist radikal - eine Entdeckung der kanadischen Literatur.

/ 1. Dezember 2020

Eine Heldin betritt das weiße Blatt

Anne Webers "Annette, ein Heldinnenepos" ist für den Deutschen Buchpreis nominiert. Es geht um das Leben einer politisch denkenden Frau zwischen Kampf und Aufopferung, Idealismus und Zweifel. Anne Weber würdigt ihre Heldin nicht mit Prosa, sondern mit Gesang.

/ 12. Oktober 2020

Lesen als ein Akt des Widerstands

Cécile Wajsbrots Roman „Zerstörung“ liest sich in den Tagen der Coronavirus-Pandemie wie eine Beschreibung unserer Gegenwart. Die Zeitdiagnose reicht tiefer, als es zunächst scheint. Am Ende erscheint das Lesen als Rettung.

/ 23. April 2020

„Schleife um Schleife, mit Riesenumwegen…“

Der Ich-Erzähler in Peter Handkes neuem Buch "Das zweite Schwert" will sich rächen – und schweift doch nur ziellos umher. Bewusstseinserweiternde Wahrnehmungspoesie oder leere Virtuosität? Eine Stilkritik.

/ 19. Februar 2020

Höllensturz und Himmelfahrt

Mircea Cărtărescus Roman „Solenoid“ spielt in einem fantastisch aufgeladenen spätsozialistischen Bukarest. Insekten, Menschen und Riesen besiedeln Welten, die sich ineinander verschieben. Dabei verschmelzen Hochkultur und Horror, Mystik und Moderne.

/ 12. Februar 2020

Der Geruch des Schicksals

Andor Endre Gelléri (1906–1945) erzählt in dem Band "Stromern" vom Leben der Armen in den Randbezirken von Budapest. So präzise die Beobachtungen, so märchenhaft ist der Ton dieser durchweg kurzen Erzählungen.

/ 3. Dezember 2019

Was Briefe nicht sagen

Die Edition des Briefwechsels zwischen Ingeborg Bachmann und Hans Magnus Enzensberger lässt viele Fragen offen. Gerade dadurch leistet sie einem biografischen Voyeurismus Vorschub.

/ 11. November 2019

Page-99-Test: Nora Bossong

Auf der Seite 99 von Nora Bossongs Roman „Schutzzone“ sieht man, wie literarische Intensität erzeugt werden kann. Zum Beispiel durch den Verzicht auf Anführungszeichen.

/ 9. Oktober 2019