Alle Artikel von Jörg Plath

Jörg Plath ist Kritiker und Literaturredakteur bei Deutschlandfunk Kultur. (Foto: © Fotostudio gezett)

Glück und Schrecken

Die ungarische Autorin Zsófia Bán wagt avancierte Konstruktionen: Brüche, Montagen und Reflexionen prägen die Erzählungen des Bandes „weiter atmen“.

/ 3. Februar 2021

Ein postmodernes Epos für Galizien

Exzentrische Figuren, karnevalistisches Erzählen - in „Die Lieblinge der Justiz“ lässt der ukrainische Autor Juri Andruchowytsch eine quasi-mythologische Vergangenheit seines Landes erstehen.

/ 5. Januar 2021

Eine Terroristin der Selbstbehauptung

Im Roman „Von Verschlungenen verschlungen“ erzählt Réjean Ducharme von der zerstörerischen Identitätssuche einer Heranwachsenden. Alles an diesem Roman ist radikal - eine Entdeckung der kanadischen Literatur.

/ 1. Dezember 2020

„TRRR…“, „RAM“, „PAM“ und „HMMM“

Wenn László Krasznahorkai einen Roman in seinem Heimatland Ungarn spielen lässt, öffnen sich Abgründe. „Baron Wenckheims Rückkehr“ ist komisch, derb – und für die Leser eine Herausforderung.

/ 31. März 2020

Höllensturz und Himmelfahrt

Mircea Cărtărescus Roman „Solenoid“ spielt in einem fantastisch aufgeladenen spätsozialistischen Bukarest. Insekten, Menschen und Riesen besiedeln Welten, die sich ineinander verschieben. Dabei verschmelzen Hochkultur und Horror, Mystik und Moderne.

/ 12. Februar 2020

Sex, Drugs & Poems

Der Titel ist Programm in Juri Andruchowytschs Erstling von 1992, der nun erstmals auf Deutsch vorliegt. In „Karpatenkarneval“ feiern vier exaltierte Dichter in den ukrainischen Bergen ein „Fest des Auferstehenden Geistes“.

/ 14. Januar 2020

Der Geruch des Schicksals

Andor Endre Gelléri (1906–1945) erzählt in dem Band "Stromern" vom Leben der Armen in den Randbezirken von Budapest. So präzise die Beobachtungen, so märchenhaft ist der Ton dieser durchweg kurzen Erzählungen.

/ 3. Dezember 2019

Körperwärme und Schriftlichkeit

Unter dem Titel „Leni weint“ veröffentlicht Péter Nádas Essays aus den Jahren 1989 bis 2014. In ihnen verbindet sich begriffliche Schärfe mit Grenzüberschreitung; unerbittliche Selbsterforschung geht einher mit teilnehmender Beobachtung.

/ 7. Mai 2019

Verlassen und Verlassenwerden

Goran Vojnovićs Roman „Unter dem Feigenbaum“ handelt von der Unbehaustheit in der (post-)jugoslawischen Gesellschaft. Die familiäre Gemeinschaft bietet so wenig Schutz wie die nationale. Um sich selbst zu verstehen und um lieben zu können, braucht es die Fiktion.

/ 18. März 2019

Das Trauma wachhalten

Zoltán Danyis Roman „Der Kadaverräumer“ schildert eindringlich das Trauma des Jugoslawienkriegs. Im unaufhörlichen Monolog versucht der Protagonist, sich sein Leben zu erzählen. Doch es will sich nicht mehr zu einer Geschichte fügen lassen.

/ 4. Februar 2019