Kategorie: Essay

Auf dem Bild bin wir

In ihrem dystopischen Roman „Unser Leben in den Wäldern“ arbeitet und spielt Marie Darrieussecq bewusst mit der Sprache. Das stellt den Übersetzer vor besondere Herausforderungen. Ein Werkstattbericht.

/ 19. Februar 2019

Freiheit im Stacheldrahtverhau

Jan Neumann inszeniert Schillers "Wilhelm Tell" in Weimar als eine Parabel auf den Niedergang der Demokratie: Tell ist ein skeptischer Held, seine Mitstreiter blökende Lämmer. Gut zweihundert Jahre nach seiner Uraufführung ist das Drama erschreckend aktuell.

/ 12. Februar 2019

„Stella“ – eine erbauliche Geschichte

Wie soll, kann und darf man über den Holocaust schreiben? Die Debatte um Takis Würgers Roman „Stella“ irritiert mindestens so sehr wie der Roman. Auf tell diskutieren wir über beides.

/ 29. Januar 2019

Porträts des Künstlers als alter Mann

Nicht das Werk, sondern das Leben des Autors steht im Fokus aktueller Schriftsteller-Romane. Es geht um Fragen des Alterns und des Bilanzierens – eine Retro-Literatur, die offenbar dem Zeitgeist entspricht.

/ 14. Januar 2019

Ein Meister des Kitschs

Claas Relotius schrieb seine Reportagen, als wären es Romane. Er erzählt aus der Perspektive des allwissenden Erzählers – und er zieht alle Register des Kitschs. Eine Stilkritik.

/ 28. Dezember 2018

Relotius gibt es nicht

Den Namen Claas Relotius haben viele zum ersten Mal gehört, als der "Spiegel" seine Fälschungen offenbarte. Die Affäre um den gefallenen Reporter hat etwas Irreales.

/ 26. Dezember 2018

Alptraum Krieg

Der britische Dichter Wilfred Owen starb 1918 kurz vor dem Waffenstillstand. Er hat mit „Dulce et Decorum“ eines der ergreifendsten Gedichte über den Wahnsinn des Kriegs geschrieben.

/ 12. November 2018

Wem gehört das Hocharabische?

Das Hocharabische ist eine der sechs Amtssprachen der UNO, und es ist die Sprache des Koran. Der Linguist Hossam Abouzahr erklärt im Interview, warum es bei den Muttersprachlern trotzdem nicht hoch im Kurs steht.

/ 7. November 2018

Vers für Vers 6: Das Trauma des verlorenen Seelenheils

Es ist eines der berühmtesten Gedichte über den Dreißigjährigen Krieg: Andreas Gryphius' „Tränen des Vaterlands 1636“. Wie die Analyse zeigt, negiert die erste, rohere Fassung jede Hoffnung. Sie sagt: Das Seelenheil ist übrigens auch noch futsch!

/ 31. Oktober 2018

Übersetzen – im Geist des Originals

Darf Übersetzungskritik mit dem Maßband arbeiten? Geht es nicht vielmehr um Fragen der Interpretation, die sich nicht vermessen lassen? Eine Replik auf eine Replik.

/ 17. Juli 2018