Kategorie: Essay

Der Kanon in den Köpfen

Die Zeiten des repräsentativen Bildungskanons sind vorbei – das scheint allgemeiner Konsens zu sein. Und doch erlangen manche Werke kanonische Bedeutung. Wie ist das zu erklären?

/ 22. Juli 2021

In den Verästelungen des menschlichen Gemüts

Marcel Prousts „Recherche“ gehört zum Himalaya-Gebirge der Literatur. Mit Anfang zwanzig hat unser Autor die sieben Bände gleich zwei Mal gelesen, als junger Schwuler: mit einem Auge sowohl auf die Haltung als auch den Stil des Texts.

/ 12. Juli 2021

Vom Schreiben in Mann-Form

Ist Max Frisch noch unser Zeitgenosse? Beim Wiederlesen der 1975 erschienenen Erzählung „Montauk“ melden sich aus feministischer Sicht Zweifel: Das Werk erscheint vor allem als Dokument der Begrenztheit des männlichen Blicks.

/ 26. Mai 2021

Die Anklägerin

Die Mannheimer Staatsanwältin Barbara Just-Dahlmann hat für Prozesse gegen NS-Verbrecher polnischsprachige Zeugenaussagen ausgewertet und übersetzt. Aus einem nebenberuflichen Einsatz wurde für sie eine Lebensaufgabe. Eine Erinnerung.

/ 4. Mai 2021

Literatur für Journalisten

Ein Kritiker schaut auf Bücher und vermisst den Debattenanschluss. Was sagt das über die Bücher und was über die Kritik? Ein Einwurf anlässlich der Nominierungen für den Leipziger Buchpreis.

/ 16. April 2021

Briefe nach Patmos

Wie umgehen mit den Zumutungen der Pandemie? Die Protagonistin von Thea Dorns Briefroman „Trost“ sieht sich als Heldin der Freiheit inmitten einer Gesellschaft, die sich vor Todesangst in eine blökende Herde verwandelt. Sie setzt auf das Pathos des Aufstands. Eine...

/ 25. März 2021

Zahlen und Atem

Die Corona-Pandemie wirft Fragen auf, die das Spirituelle berühren. Die Vorstellung der vollständigen Kontrolle erweist sich als Illusion. Aber darin liegt auch eine Chance: Wir können lernen, mit Grenzen umzugehen und uns der eigenen Vergänglichkeit zu stellen.

/ 22. März 2021

Wer darf, wer soll, wer kann?

Darf Marieke Lucas Rijneveld – weiß und nicht-binär – die schwarze Frau Amanda Gorman übersetzen? Und wie wird darüber debattiert? Versuch einer Klärung jenseits von schwarz und weiß.

/ 12. März 2021

Jenseits des Elfenbeinturms

In Zeiten, in denen das Verständnis für wissenschaftliche Arbeit immer mehr abnimmt, werden Public Intellectuals dringender benötigt denn je. Im Online-Magazin „Geschichte der Gegenwart“ treten die Geisteswissenschaften in einen produktiven Dialog mit der Öffentlichkeit. Ein Geburtstagsgruß zum fünfjährigen Bestehen.

/ 8. Februar 2021

Die Angst in der Pandemie

Zu Beginn der Pandemie war die Einsicht in die Maßnahmen größer als in der zweiten Welle. Die Angst ist diffus geworden - ein Zustand, der die Populisten auf den Plan ruft.

/ 28. Januar 2021