Der unerklärbare Überschuss der Poesie

In Krisenzeiten ist die Poesie als schöpferische Lebenshaltung unverzichtbar. Das Buch „Poetisch denken: Jetzt“ des Sprachwissenschaftlers Marko Pajević ist in diesem Sinn ein Manifest für das Sprachdenken und gegen die Sprachskepsis.

/ 17. Januar 2023

Vorweihnacht in Plötzensee

Zwei Tage vor Heiligabend werden 1942 in Berlin-Plötzensee mehrere Männer und Frauen des politischen Widerstandes hingerichtet. In seinem Roman „Die Ästhetik des Widerstands“ stellt Peter Weiss im Verweis auf den Kreuzigungsstod die quälende Frage nach dem Sinn dieses Sterbens.

/ 20. Dezember 2022

Weihnachtstipps 2022

Dieses Jahr bringen wir zu Weihnachten lauter Bücher, die wir selbst geschrieben oder übersetzt haben: Saunders (Heibert), Plokhy (Bühling), Geisel, Finkeldey, Hahn.

/ 9. Dezember 2022

tell-Liste Kinderbücher – Weihnachten 2022

Fuchs, Ferkel und ein Kröterich - das sind die Bilderbuchhelden für die Kleineren. Den Größeren bieten wir Bücher zu philosophischen Fragen über Krieg, Gott - und das Leben überhaupt.

/ 7. Dezember 2022

Visionen des Entsetzens

Was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn das Gute nicht mehr selbstverständlich ist? Zur Aktualität von Vladimir Nabokov in Zeiten des Krieges anhand dreier Werke: "Tyrannenvernichtung", "Einladung zur Enthauptung" und "Das Bastardzeichen"

/ 22. November 2022

Genesen, nicht geheilt

Über LongCovid ist immer noch viel zu wenig bekannt. Manche führen psychische Ursachen ins Feld, andere leugnen die Krankheit ganz. Ein Arzt erklärt, warum die Ignoranz gegenüber LongCovid für die Gesellschaft fatal ist.

/ 9. November 2022

Page-99-Test Annie Ernaux

"Show, don't tell" lautet ein universales Prinzip des kreativen Schreibens. Auf der Seite 99 von Annie Ernaux' Roman "Die Jahre" (2008) kann man mitverfolgen, wie dieses Prinzip umgesetzt wird: Die Schilderung einer Partyszene lässt uns die Entfremdung der Generationen unmittelbar...

/ 12. Oktober 2022

Page-99-Test: Abdulrazak Gurnah

Der Roman "Nachleben" des Nobelpreisträgers Abdelrazak Gurnah ist effizient und lebendig erzählt. Die Analyse der Beiwörter verrät, dass es dem Autor dabei wohl nicht um stilistische Raffinesse geht.

/ 14. September 2022

Die bejubelte leere Hand

Irmgard Keun schrieb 1936 einen erstaunlichen Roman über die Verfassung der faschistisch gewordenen deutschen Gesellschaft. Als Zeitzeugin erzählt sie in "Nach Mitternacht" von Verschwörungstheorien und Denunziantentum.

/ 7. September 2022

Im Hallraum der Sieben Schwestern

Im Humboldt-Forum in Berlin ist derzeit Kunst der australischen Aborigines zu sehen. Die "Songlines" enthalten Geschichten der Schöpfung. Für westliche Besucher:innen ist die Verwebung von Erzählungen und Artefakten nicht leicht zu entschlüsseln.

/ 18. Juli 2022