Terror von unten

Noch im Exil schrieb Franz Neumann seine Studie über den Nationalsozialismus 1933-1944. Das Dritte Reich sei kein Staat gewesen, sondern eine politische Bewegung von unten, so seine These in "Behemoth".

/ 5. März 2019

Der Faschismus – billiger, schneller, effizienter

Warum brauchen wir die Demokratie, wenn es mit dem Faschismus so viel einfacher geht? Ganz Italien diskutiert über Michela Murgias „Anleitung, Faschist zu werden“. Doch ob die Provokation der sardischen Autorin ein Umdenken einleitet, bleibt fraglich.

/ 27. Februar 2019

Auf dem Bild bin wir

In ihrem dystopischen Roman „Unser Leben in den Wäldern“ arbeitet und spielt Marie Darrieussecq bewusst mit der Sprache. Das stellt den Übersetzer vor besondere Herausforderungen. Ein Werkstattbericht.

/ 19. Februar 2019

Page-99-Test: Marie Darrieussecq

Marie Darrieussecqs Roman „Unser Leben in den Wäldern“ ist ein virtuos komponiertes Stück Literatur, so der Befund des Page-99-Tests. Eine obsessive Genauigkeit und unerwartete Adjektive prägen den Stil auf dieser Seite.

/ 18. Februar 2019

Freiheit im Stacheldrahtverhau

Jan Neumann inszeniert Schillers "Wilhelm Tell" in Weimar als eine Parabel auf den Niedergang der Demokratie: Tell ist ein skeptischer Held, seine Mitstreiter blökende Lämmer. Gut zweihundert Jahre nach seiner Uraufführung ist das Drama erschreckend aktuell.

/ 12. Februar 2019

Das Trauma wachhalten

Zoltán Danyis Roman „Der Kadaverräumer“ schildert eindringlich das Trauma des Jugoslawienkriegs. Im unaufhörlichen Monolog versucht der Protagonist, sich sein Leben zu erzählen. Doch es will sich nicht mehr zu einer Geschichte fügen lassen.

/ 4. Februar 2019

„Stella“ – eine erbauliche Geschichte

Wie soll, kann und darf man über den Holocaust schreiben? Die Debatte um Takis Würgers Roman „Stella“ irritiert mindestens so sehr wie der Roman. Auf tell diskutieren wir über beides.

/ 29. Januar 2019

Die Kunst zu vergessen

Warlam Schalamow entwickelte in seinen „Erzählungen aus Kolyma“ eine neue Ästhetik, um das Grauen der Lager des Gulag schildern zu können. Im Band "Über die Kolyma" sind nun auch die Erinnerungen in deutscher Übersetzung erschienen, die er ab Anfang der...

/ 23. Januar 2019

Porträts des Künstlers als alter Mann

Nicht das Werk, sondern das Leben des Autors steht im Fokus aktueller Schriftsteller-Romane. Es geht um Fragen des Alterns und des Bilanzierens – eine Retro-Literatur, die offenbar dem Zeitgeist entspricht.

/ 14. Januar 2019

Abschied vom Familienstammbaum

In „Eine kurze Geschichte von jedem, der jemals gelebt hat“ zeigt der britische Genomiker Adam Rutherford, dass Genetik sich nicht für einfache Kausalerklärungen eignet. Vielmehr ist es so, dass uns alle mehr miteinander verbindet, als gedacht.

/ 9. Januar 2019