Kategorie: Rezension

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Unstillbares Heimweh

In seinem Essay „Lob der Melancholie“ erkundet László Földényi ein paradoxes Gefühl zwischen Traurigkeit und Transzendenz.

/ 18. September 2019

Ein Gefängnis ohne Dach

Schon zur Zarenzeit war Sibirien das Land der Straflager. Dabei ging es auch um Kolonisierung durch Zwangsarbeit. In seinem enzyklopädischen Sachbuch „Das Totenhaus“ erzählt Daniel Beer die Geschichte dieses kaum zu kontrollierenden russischen "Gefängnisreichs".

/ 11. September 2019

„Dieser Mann ist mir fremd“

Hermann Kurzkes Vater war nicht in der NSDAP, leistete als Physiker aber kriegswichtige Forschung. In „Was mein Vater nicht erzählte“ setzt sich der Sohn mit einem Vater auseinander, der als Mitläufer gelten wollte.

/ 25. Juni 2019

Die narrative Erschaffung der Welt

In seinem Buch „Universalität nach dem Universalismus“ vergleicht der Romanist Markus Messling die frankophonen Literaturen innerhalb und außerhalb Europas. Ein neues "Weltbewusstsein" findet er vor allem bei den Stimmen aus Afrika und der Karibik.

/ 16. Mai 2019

Körperwärme und Schriftlichkeit

Unter dem Titel „Leni weint“ veröffentlicht Péter Nádas Essays aus den Jahren 1989 bis 2014. In ihnen verbindet sich begriffliche Schärfe mit Grenzüberschreitung; unerbittliche Selbsterforschung geht einher mit teilnehmender Beobachtung.

/ 7. Mai 2019

Traum, Wahn und Sex

Johann Heinrich Füssli (1741-1825) ist der Maler des Unbewussten: Seine Gemälde machen die psychischen Energien sichtbar, die unser Innenleben bestimmen. Zwei Katalogpublikationen schaffen neue Zugänge zu seinem Werk.

/ 1. April 2019

Der Faschismus – billiger, schneller, effizienter

Warum brauchen wir die Demokratie, wenn es mit dem Faschismus so viel einfacher geht? Ganz Italien diskutiert über Michela Murgias „Anleitung, Faschist zu werden“. Doch ob die Provokation der sardischen Autorin ein Umdenken einleitet, bleibt fraglich.

/ 27. Februar 2019

„Stella“ – eine erbauliche Geschichte

Wie soll, kann und darf man über den Holocaust schreiben? Die Debatte um Takis Würgers Roman „Stella“ irritiert mindestens so sehr wie der Roman. Auf tell diskutieren wir über beides.

/ 29. Januar 2019

Die Kunst zu vergessen

Warlam Schalamow entwickelte in seinen „Erzählungen aus Kolyma“ eine neue Ästhetik, um das Grauen der Lager des Gulag schildern zu können. Im Band "Über die Kolyma" sind nun auch die Erinnerungen in deutscher Übersetzung erschienen, die er ab Anfang der...

/ 23. Januar 2019

Abschied vom Familienstammbaum

In „Eine kurze Geschichte von jedem, der jemals gelebt hat“ zeigt der britische Genomiker Adam Rutherford, dass Genetik sich nicht für einfache Kausalerklärungen eignet. Vielmehr ist es so, dass uns alle mehr miteinander verbindet, als gedacht.

/ 9. Januar 2019