Der Faschismus – billiger, schneller, effizienter
Warum brauchen wir die Demokratie, wenn es mit dem Faschismus so viel einfacher geht? Ganz Italien diskutiert über Michela Murgias „Anleitung, Faschist zu werden“. Doch ob die Provokation der sardischen Autorin ein Umdenken einleitet, bleibt fraglich.
Wenn mehr Menschen am Tisch sitzen
Alle fordern Integration, doch manche Probleme beginnen damit erst. In „Das Integrationsparadox“ zeigt der Soziologe Aladin El-Mafaalani verborgene Widersprüche auf. Allerdings greift seine Argumentation oft zu kurz.
Grenzen erzählen Geschichte(n)
Kein Land in Europa hat mehr Grenzen als Deutschland. In ihrem Gemeinschaftswerk „Deutsche Grenzen“ besuchen Burkhard Müller und Thomas Steinfeld die früheren und heutigen Landesgrenzen. Eine Geschichtsschreibung der anderen Art.
Wo bleibt Ingeborg Bachmann?
Tratsch über eine Dichterin: In Ina Hartwigs Biographie „Wer war Ingeborg Bachmann?“ geht es vor allem um Sex, Neurosen und Geld.
Das Unzähmbare in uns selbst
Helen Macdonald erzählt von der Beziehung zwischen Mensch und Raubvogel. Ihr Buch „Falke“ handelt nicht nur von der Physiologie und den Jagdstrategien des Falken. Es geht auch der Frage nach, was dieser Greifvogel für uns bedeutet.
Ein „Mann ohne Eigenschaften“ der Antike
Kaiser Hadrian, wie Marguerite Yourcenar ihn in ihrem Roman "Ich zähmte die Wölfin" neu erfunden hat, ist ein Mensch nur für sich. Er lebt in einer Zeit nach den Ideologien. Darin ist er uns verwandt.
Norbert Lammert – Der Gralshüter
Der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert will nicht die bestehende Ordnung bewahren, sondern eine als wertvoll und bedroht angesehene Sache: Die Rolle des Parlaments als Kontrollorgan der Regierung.
Triest – Spiegel der Weltgeschichte
Mit seinem Roman-Essay "Verfahren eingestellt" wendet sich Claudio Magris gegen das Vergessen des Vergessens. Die Stadt Triest spielt für die Aufarbeitung des Faschismus in Italien eine besondere Rolle.
An die Ungeborenen
Pünktlich zum 30. Todestag von Primo Levi sind in Deutschland zwei Bücher erschienen, die den Auschwitz-Überlebenden und Schriftsteller in einem anderen Licht zeigen: als Menschen, der auf sein Leben zurückblickt und als wissenschaftlichen Zeugen.
Feindbild Europa
In seinem Essay „Anti-Europäer“ vergleicht Claus Leggewie die Ideologie von Dschihadisten, Identitären und Eurasiern. Er findet überraschende Gemeinsamkeiten – auch mit der Mainstream-Kultur.
