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Arbeit, Hunger, Kälte

Warlam Schalamow war 17 Jahre lang Häftling im GULag. Seine Erzählungen gehen an die Grenze des Erträglichen. In dichter Sprache schildert Schalamow den Überlebenskampf in den Lagern.

/ 2. Dezember 2016
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Die Zukunft vor Augen

Heike Steinweg wagt mit ihrer Ausstellung „Frauen im Exil“ einen Blick hinter die Fassade der gängigen Opferrhetorik. In ihren Porträts schauen uns geflüchtete Frauen ins Gesicht. Sie erzählen uns, was es bedeutet, im Exil zu leben.

/ 30. November 2016
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Die Ironie des menschlichen Treibens

E.T.A. Hoffmanns Märchen „Klein Zaches genannt Zinnober“ erzählt von der Macht der Zuschreibung und ist damit erstaunlich aktuell. Hoffmanns Erzählstil ist ein Balanceakt: Das Erhabene ist immer auch komisch, das Alltägliche zugleich fantastisch.

/ 27. November 2016
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„wer sitzt, weiß, wo die antwort ist“

Zeitgenössische chinesische Lyrik ist in Deutschland weitgehend unbekannt. Mit dem Sammelband „Chinabox“ soll sich das ändern. Die Buchvorstellung im Haus für Poesie in Berlin war ein Ausflug in fremdes Gelände.

/ 25. November 2016
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Kameradschaft, Zusammenhalt, Rache

Hooligans sind unsicher und gewalttätig. Sie haben ein antiquiertes Frauenbild und lieben den Fußball nicht. So viel ist bekannt. Erfahren wir in Philipp Winklers Roman "Hool" etwas Neues?

/ 23. November 2016
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Der Faschismus des Herzens

Zwanzig Jahre vor der Wahl von Donald Trump hat William H. Gass in seinem ästhetisch avancierten Roman "Der Tunnel" bereits ein Porträt der "Enttäuschten" des Midwest entworfen: Sie haben nicht das richtige Leben geführt.

/ 19. November 2016
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Eingesperrter Engel

Buenos Aires, 50er Jahre: In César Airas Novelle "Wie ich Nonne wurde" zwingt ein Mann seine Tochter, vergiftetes Erdbeereis zu essen. Wie ein Wunder überlebt die sechsjährige Erzählerin. Doch wie flieht man vor der traumatischen Wirklichkeit?

/ 15. November 2016
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Der dunkle Spiegel

Zeitgenossenschaft ist mehr als das bloße Zusammentreffen von Mensch und Zeit. Zum Zeitgenossen wird ein Mensch erst, wenn er oder sie sich der eigenen Zeit zuwendet. Ein Essay über das Kunstwerk „YOU ARE RIGHT HERE RIGHT NOW“ von Jeppe Hein.

/ 12. November 2016
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Wenn nichts mehr stimmt

In seinem Bericht "Die Welt im Rücken" tritt Thomas Melle eine Reise ins völlig Unbekannte an, den Absturz in die bipolare Störung. Die Ränder dieses Unbekannten kennen die meisten von uns. Gerade deshalb bedeutet die Lektüre Knochenarbeit.

/ 10. November 2016
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Wir können auch anders!

Die Gekränkten Amerikas haben sich einen starken Mann gewählt und die Welt damit schockiert. Was heißt das für die Zukunft der Demokratie?

/ 9. November 2016