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	<title>Sachbücher &#8211; tell</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
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	<title>Sachbücher &#8211; tell</title>
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		<title>Ein Held der Neuen Rechten?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Herwig Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jul 2019 08:30:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944 ist im Laufe der Jahrzehnte immer wieder neu bewertet worden. Was ist davon zu halten, dass sich neuerdings auch die sogenannten Neuen Rechten auf Claus Graf Schenk von Stauffenberg berufen? Eine neue Stauffenberg-Biografie von Thomas Karlauf hilft bei der Einordnung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Vor 75 Jahren verübte Claus Graf Schenk von Stauffenberg sein Attentat auf Adolf Hitler. Die Einordnung der Tat und die Motivation des Täters sind bis heute Anlass für Diskussionen. Historische Forschung wird fast immer von ideologischem Hintergrundrauschen begleitet. Bei diesem Thema jedoch scheint dieses Rauschen alles andere zu übertönen – und das seit Jahrzehnten.</p>



<p>In der Positionierung zu Stauffenberg sowie zum militärischen Widerstand gegen das NS-Regime im allgemeinen findet sich das gesamte gesellschaftliche Spektrum abgebildet: Von der ersten Wertung der Tat als Vaterlandsverrat unmittelbar nach dem Krieg über ihre Heroisierung als Ausdruck glühendster Vaterlandsliebe bis hin zur Kritik von linker Seite, das Attentat der „schuldig gewordenen Offizierskaste“ sei erst erfolgt, als die Niederlage absehbar war. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Widerstand im Angesicht der Niederlage</h3>



<p>Bis in die 70er Jahre spielte die Frage, inwieweit der militärische Widerstand gegen Hitler durch die deutschen Verbrechen motiviert war, praktisch keine Rolle. Aber als sich nach der Erstausstrahlung der amerikanischen Serie <em>Holocaust</em> im Jahr 1979 der Fokus der historischen Forschung auf den Mord an den europäischen Juden richtete, behauptete der Historiker Peter Steinbach nur wenige Jahre später, 1984 in der Gedenkrede zum vierzigsten Jahrestag des Attentats, die Tat sei Ausdruck einer „moralischen Rigidität“ des militärischen Widerstands.</p>



<p>Joachim Fest hingegen vertritt in seinem Buch <em>Staatsstreich</em>, anlässlich des fünfzigsten Jahrestags, eine deutlich realistischere Sicht. Danach war der militärische Widerstand immer auch ein Spiegel der militärischen Lage. Während der siegreichen Feldzüge der deutschen Wehrmacht war an eine offene Verweigerung des Militärs nicht zu denken – auch, weil die Verschwörer Angst vor einer neuerlichen Dolchstoßlegende hatten. Erst als die Niederlage sich abzuzeichnen begann, reaktivierte sich der zwischenzeitlich brach liegende Widerstand.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Polierte Geschichtsbilder</h3>



<p>Auffällig ist auch, dass die Protagonisten des Widerstands in der öffentlichen Diskussion gern zu makellosen Heiligen stilisiert werden. Antisemitische Äußerungen Stauffenbergs „erklärt“ dessen Biograf Peter Hoffmann 1994 so: „Die gegenwärtige ‚korrekte‘ sprachliche Scheu vor allem, was als abschätzige Äußerung über Juden aufgefasst werden könnte, die kannte er nicht.“ Es war, als dürften die Offiziersröcke der Verschwörer keinen Fleck aufweisen.</p>



<p>Wem dienen diese gereinigten Geschichtsbilder? Und was hat es zu bedeuten, wenn wir die Verschwörer nur gereinigt und  poliert würdigen können, und nicht als die widersprüchlichen Menschen,  die sie waren? Zumal in den letzten Jahren auch die Neue Rechte an diesem Heldenmythos partizipieren will,  namentlich der Stauffenberg-Verehrer Götz Kubitschek. Er hat hierbei einige Positionsvorteile. Denn Stauffenberg war nicht nur dezidiert antisemitisch, er sah sich und seinen Stand auch als geistige Elite Deutschlands. Hierbei stand ihm vor allem Stefan George und dessen Konzept des „Geheimen Deutschlands“ vor Augen. Gemeint ist eine romantisch verklärte Sicht, nach der unter der flachen und unbedeutenden Oberfläche Deutschlands geistige Strömungen darauf hinwirken, dass das Land durch eine würdige Leitgestalt zu jener Höhe emporgehoben werde, die ihm eigentlich zukomme. Dieses Konzept passt genau in Kubitscheks Denken, wie er in seinem Aufsatz „<a href="https://sezession.de/7416/das-schwert-des-geheimen-deutschland">Das Schwert des Geheimen Deutschland“</a> bereits 2004 dargelegt hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Elite und Pöbelherrschaft</h3>



<p>Diese Nähe des Attentäters zu antidemokratischen Strömungen holt der George-Kenner Thomas Karlauf in seiner soeben erschienenen Stauffenberg-Biografie ins Zentrum, während viele frühere Werke diese problematischen Züge mit Schweigen übergehen.&nbsp; </p>



<p>Karlauf zeigt, dass Stauffenbergs Widerstand gerade aus
seiner elitären Weltsicht im Geiste Georges erwuchs. Nach anfänglicher
Begeisterung für den Nationalsozialismus, auch für dessen „Rassenpolitik“,
sieht er später im Hitlerregime keinen Ausdruck des „Geheimen Deutschlands“
mehr, sondern nur noch „Pöbelherrschaft“.</p>



<p>Vor seiner Tat soll Claus Graf Schenk von Stauffenberg
mehrfach das George-Gedicht „Der Widerchrist“ zitiert haben, in dem von der
Blindheit des Volkes im Angesicht des „Fürst(en) des Geziefers“ die Rede ist:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">[&#8230;] ihr merkt nicht den trug<br> Mit euren geschlagenen sinnen. <br> [&#8230;] <br> Ihr jauchzet · entzückt von dem teuflischen schein ·<br> Verprasset was blieb von dem früheren sein<br> Und fühlt erst die not vor dem ende.</p></blockquote>



<p>In einem weiteren George-Gedicht, dem dritten
„Jahrhundertspruch“, heißt es:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Der mann! die tat! so lechzen volk und hoher rat ·<br> Hofft nicht auf einen der an euren tischen ass!<br> Vielleicht wer jahrlang unter euren mördern sass ·<br> In euren zellen schlief: steht auf und tut die tat.</p></blockquote>



<p>Doch weder „volk“ noch „hoher rat“ „lechzten“ nach der
„tat“. Möglicherweise zeigt sich hier, dass der Faschismus, zu dessen Wesen der
Elitenhass gehört, aus einem elitären Geist heraus nicht zu besiegen ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Wahrnehmungsstörung der neurechten Ideologie</h3>



<p>Dass die Neue Rechte sich als Elite versteht, gehört zu ihren inhärenten Widersprüchen. Kubitschek zählt sich und die Seinen zu den Auserwählten, die das Wissen um das „Geheime Deutschland“ durch die Irrungen der Gegenwart retten müssen. Stauffenberg ist für ihn darüber hinaus offenbar die Blaupause für sein eigenes Engagement gegen den Staat.</p>



<p>Die Gleichsetzung von Diktatur und Demokratie ist eine Wahrnehmungsstörung, ohne welche die neurechte Ideologie nicht zu verstehen ist. Götz Kubitschek nennt die demokratische Bundesrepublik „Merkel-Diktatur“, und aus seiner Sicht ist daher „Widerstand“ gegen den Staat heute ebenso berechtigt wie damals. </p>



<p>Wahnsysteme folgen einer verqueren Wahrnehmung, agieren jedoch innerhalb dieser gestörten Wahrnehmung folgerichtig. In dieser Logik ist das Andocken der Neuen Rechten an den militärischen Widerstand gegen das Hitlerregime nur konsequent: Der AfD-Politiker Uwe Junge hat jüngst von den Bundeswehrgenerälen &#8222;Widerstand&#8220; gegen Annegret Kramp-Karrenbauer <a href="https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/afd-politiker-uwe-junge-gegen-die-neue-verteidigungsministerin-akk-16289612.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (opens in a new tab)">gefordert</a> &#8211; und sich dabei implizit auf den 20.Juli bezogen. Auf seiner <a rel="noreferrer noopener" aria-label="AfD-Website (opens in a new tab)" href="https://www.afd-rlp-fraktion.de/abgeordnete/uwe-junge-afd-zum-20-juli-handlungsmotiv-war-vaterlandsliebe/" target="_blank">AfD-Website</a> schreibt er: „Es darf nicht in Vergessenheit geraten, dass die große Mehrzahl der Widerstandskämpfer konservativ-patriotische Positionen vertrat. Für mich als Offizier war und ist Oberst Graf Schenk von Stauffenberg ein Vorbild in Haltung und Pflichterfüllung, der dem Prinzip von Befehl und Gehorsam durch das eigene Gewissen Grenzen gesetzt hat!“</p>



<p>Gegen diese Wahrnehmungsstörung hilft es aber nicht, Stauffenberg nun zum philosemitischen Demokraten umzuframen. Die Stärke und das historische Selbstverständnis der Demokratie sollte vielmehr darin bestehen, Stauffenbergs Tat als vorbildlich zu sehen, ohne mit allen seinen Motiven übereinstimmen zu müssen. Eine kritische Biografie wie die von Thomas Karlauf kommt daher gerade zur rechten Zeit.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<h6 style="text-align: right;">Bildnachweis:<br>Beitragsbild: Stauffenberg, Hitler und Keitel im Führerhauptquartier.<br>Bundesarchiv, Bild 146-1984-079-02 [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en">CC BY-SA 3.0 de</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_146-1984-079-02,_F%C3%BChrerhauptquartier,_Stauffenberg,_Hitler,_Keitel.jpg">via Wikimedia Commons</a> (bearbeitet)<br>Buchcover: Verlag</h6>





<p>Thomas Karlauf<br><strong>Stauffenberg</strong><br>Porträt eines Attentäters<br>Blessing 2019 · 268 Seiten · 24 Euro<br>ISBN:  978-3896674111 </p>



Bei <a href="https://www.amazon.de/dp/3896674110/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Amazon</a>, <!-- BEGIN PARTNER PROGRAM - DO NOT CHANGE THE PARAMETERS OF THE HYPERLINK --><a href="https://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=776227&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=9783896674111" target="_blank" rel="noopener noreferrer">buecher.de</a><img decoding="async" src="https://banners.webmasterplan.com/view.asp?site=3780&amp;ref=776227&amp;b=0&amp;type=text&amp;tnb=14" width="1" height="1" border="0"><!-- END PARTNER PROGRAM --> oder im lokalen Buchhandel





<figure class="wp-block-image is-resized"><a href="https://www.amazon.de/dp/3896674110/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="95020" data-permalink="https://tell-review.de/cover_karlauf_stauffenberg/" data-orig-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2019/07/cover_Karlauf_Stauffenberg.jpg?fit=1614%2C2560&amp;ssl=1" data-orig-size="1614,2560" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="cover_Karlauf_Stauffenberg" data-image-description="&lt;p&gt;Cover Thomas Karlauf: Stauffenberg&lt;br /&gt;
Blessing 2019&lt;/p&gt;
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<hr class="wp-block-separator"/>



<div class="wp-block-image"><p align="center"><a href="https://steadyhq.com/tell-review?utm_source=publication&amp;utm_medium=banner"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" src="https://i0.wp.com/steady.imgix.net/gfx/banners/unterstuetzen_sie_uns_auf_steady.png?w=900&#038;ssl=1" alt="Unterstützen Sie uns auf Steady"/></a></p></div>
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		<title>Der Faschismus – billiger, schneller, effizienter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Agnese Franceschini]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2019 09:56:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[Faschismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Warum brauchen wir die Demokratie, wenn es mit dem Faschismus so viel einfacher geht? Ganz Italien diskutiert über Michela Murgias „Anleitung, Faschist zu werden“. Doch ob die Provokation der sardischen Autorin ein Umdenken einleitet, bleibt fraglich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="su-note"  style="border-color:#e0e0e0;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;"><div class="su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim" style="background-color:#fafafa;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;">Fast unmerklich hat sich das Wort Faschismus wieder in den politischen Alltagswortschatz eingeschlichen. Der Begriff ist zugleich aufgeladen und unscharf. Lässt er sich für die Debatten der Gegenwart fruchtbar machen oder soll man die Finger von ihm lassen? Und was bedeutet er überhaupt? Wir erkunden diese und weitere Fragen zum Phänomen des Faschismus in einer Reihe von Essays und Rezensionen.</p>
<p>Weitere Beiträge:</p>
<ul>
<li><a href="https://tell-review.de/terror-von-unten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Terror von unten</a></li>
<li><a href="https://tell-review.de/sprache-und-herrschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sprache und Herrschaft</a></li>
<li><a href="https://tell-review.de/dieser-mann-ist-mir-fremd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Dieser Mann ist mir fremd&#8220;</a></div></div></li>
</ul>


<p class="has-drop-cap">Eine Debatte über den Faschismus in Italien ist aus zwei Gründen notwendig. Zum einen wegen der Regierung: Der Innenminister Matteo Salvini von der Rechtspartei Lega donnert fast jeden Tag gegen Ausländer und Migranten. Zum anderen wegen der nicht verarbeiteten Geschichte der Diktatur Mussolinis. So ist es in Italien etwa nicht verboten, Devotionalien des „Duce“ zu verkaufen. Außerdem betrachten die Italiener ihre Beteiligung an der Judenverfolgung als harmlos und von den Nazis erzwungen, nach dem Motto „Italiani brava gente“ („die Italiener sind anständige Menschen“).</p>



<p>Das Buch <em>Istruzioni per diventare fascisti</em>, („Anleitung, Faschist zu werden“) von Michela Murgia entlarvt den wahren Charakter der aktuellen italienischen Gesellschaft und Politik. Unter den italienischen Schriftstellerinnen und Intellektuellen ist Michela Murgia ein Star. Bekannt geworden ist sie mit dem Buch <em>Camilla im Callcenterland</em>.</p>



<p>Diesmal hat sie sich für eine Provokation entschieden:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Das Buch, das ihr in Händen haltet, ist nicht nur entstanden, um zu zeigen, dass die Demokratie völlig unbrauchbar ist, ja sogar schädlich für die Gemeinschaft, sondern auch, um nachzuweisen, dass ihre bewährteste Alternative – der Faschismus – eine wesentlich bessere,  kostensparendere und effizientere Art staatlicher Organisation darstellt. </p></blockquote>



<p>Das Buch sei für die „gebildete Schicht“ gedacht, schreibt sie weiter, denn:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Der breiten Masse musste man schließlich noch nie erklären, dass der Faschismus die überlegenere Alternative ist. </p></blockquote>



<p>Wir sind auf der ersten Seite des Buches, und das Programm ist schon klar: In uns allen steckt mehr oder weniger ein Faschist. Das Coverbild gibt die Richtung vor. Ein stilisierter Forrest Gump, das menschliche Chamäleon schlechthin, sagt: <em>„Fascista é chi il fascista fa“</em>, „Faschist ist der, der Faschistisches tut.“ Im Film heißt es: „Stupid is as stupid does.“ Ein tautologischer Satz, der keinen Widerspruch erlaubt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sprache als Verpackung</h3>



<p>Mit ihren provokanten Aussagen, die dem täglichen Diskurs der italienischen Durchschnittsbürger entstammen, zeigt Murgia, dass die Übergänge zwischen Demokratie und Faschismus fließend sind. Dabei spielt die Sprache eine zentrale Rolle. In ihrem Vorwort erklärt die Autorin, wie man ein ganzes Land faschistisch machen kann, „ohne das Wort Faschismus auszusprechen“. Nicht die faschistischen Inhalte solle man propagieren, sondern die faschistische Sprache.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p> So als wäre sie eine Schachtel ohne Etikett – weder rechts noch links –, die bequem von einer Hand zur anderen wandert, ohne dass jemand unmittelbar mit ihrem Inhalt zu tun hätte.</p></blockquote>



<p>Der heutige italienische Faschismus, so Murgia, hat nichts mehr mit der Überlegenheit der weißen Rasse oder mit der offenen Unterdrückung der Pressefreiheit zu tun. Er braucht auch keinen Putsch, um an die Macht zu kommen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Wenn es uns gelingt, täglich einen Demokraten davon zu überzeugen, ein Wort zu benutzen, das wir ihm eingegeben haben, können wir gewinnen.</p></blockquote>



<p>Auch äußerlich ist das Buch als Anleitung strukturiert. Jedes Kapitel gibt Ratschläge für ein bestimmtes Gebiet, zum Beispiel „Cominciare da capo“ (etwa „Am Anfang beginnen“, aber auch „Mit dem Chef anfangen“). Man sollte sich von einem Capo, einem Chef, führen lassen, also von jemandem, der Entscheidungen treffen kann, ohne von den Abgeordneten aufgehalten zu werden.</p>



<p>In dem Kapitel über die Pressefreiheit ist Murgias Rat gleichzeitig die perfekte Beschreibung der Lage der italienischen Talk-Show-Kultur:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Ist es vielleicht die für den Faschismus geeignetste Lösung, sie einfach reden zu lassen. Und zwar immer. Alle. Auf einmal. Über alles. Ohne die geringste Hierarchie zwischen den Meinungen, ohne Abstufungen in ihrer Maßgeblichkeit. </p></blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Das Faschistometer</h3>



<p>Michela Murgias Provokation ist zugleich eine Analyse der italienischen Gesellschaft. Sie zeigt, wie weit sich das faschistische Gedankengut schon in der italienischen Mehrheitsgesellschaft verbreitet hat. Am Ende des Buches kann man das an sich selbst erproben – mit dem „Faschistometer“: einer Liste von 65 Aussagen und Behauptungen, die man „mit gesundem Menschenverstand“ als richtig oder falsch bewerten soll. Es sind Aussagen, die in Italien in der öffentlichen Diskussion praktisch täglich fallen, gerade im Streit um die Aufnahme und Integration von Zuwanderern.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>„Die Italiener kommen zuerst.“</li><li>&#8222;Ist Vergewaltigung schwerer erträglich, wenn ein Ausländer sie begangen hat?&#8220;</li><li>„Man sollte ihnen in ihrem Heimatland helfen.“</li><li>„Wenn sie dir so gut gefallen, dann nimm sie doch mit nach Hause.“</li></ul>



<p>Jede positive Antwort ergibt einen Punkt. Am Ende werden die Punkte addiert, woraus sich dann der Zahlenwert der tatsächlichen Nähe zum Faschismus ergeben soll – vom „Aspiranten“ (0–15 Punkte) bis zum „bewusst Militanten“ (36–50) und schließlich dem „Patrioten“ (ab 51).</p>



<p>Das „Faschistometer“ war ein großer Erfolg, hunderttausende Italiener haben den Fragebogen ausgefüllt. Murgias Buch gehörte 2018 in Italien zu den meistverkauften Sachbüchern. Michela Murgia hat es geschafft, die Italiener dazu zu bringen, sich mit dem Thema Faschismus zu beschäftigen. Die Frage ist: Reicht das aus, oder ist die nationale Selbsttäuschung, die Italiener seien auf jeden Fall gute Menschen, stärker als jede Evidenz?</p>


<h6 style="text-align: right;">Bildnachweis:<br />Beitragsbild: Hitler und Mussolini in München, Juni 1940 <br />Foto: Eva Braun [gemeinfrei], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hitler_and_Mussolini_June_1940.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">via Wikimedia Commons</a><br />Buchcover: Einaudi</h6>




<p>Michela Murgia <br><strong>Faschist werden</strong> <br>Eine Anleitung <br>Aus dem Italienischen von Julika Brandestini <br>Wagenbach Verlag 2019 · 112 Seiten · 7 Euro <br>ISBN:  978-3803136862  </p>



Bei <a href="https://www.amazon.de/dp/3803136865/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Amazon</a>, <!-- BEGIN PARTNER PROGRAM - DO NOT CHANGE THE PARAMETERS OF THE HYPERLINK --><a href="https://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=776227&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=9783803136862" target="_blank" rel="noopener noreferrer">buecher.de</a><img decoding="async" src="https://banners.webmasterplan.com/view.asp?site=3780&amp;ref=776227&amp;b=0&amp;type=text&amp;tnb=14" width="1" height="1" border="0"><!-- END PARTNER PROGRAM --> oder im lokalen Buchhandel





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		<title>10 x Sachbuch – Mai 2017</title>
		<link>https://tell-review.de/auf-einen-blick-sachbuecher-mai-2017/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 May 2017 12:46:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbücher]]></category>
		<category><![CDATA[tell-Listen]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Demokratie im Zeichen des Populismus. Zukunft. Aus dem literarischen Leben.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div class="su-note"  style="border-color:#e0e0e0;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;"><div class="su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim" style="background-color:#fafafa;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;">Unsere kommentierte Liste mit Neuerscheinungen erscheint zweimal im Monat. Am 1. des Monats stellen wir jeweils zehn Sachbücher vor, am 15. des Monats zehn Belletristik-Titel. Die Auswahl folgt unserer Neugier. Haben wir das Wichtigste übersehen? Dann <a href="mailto://redaktion@tell-review.de">lassen Sie es uns bitte wissen</a>!</div></div></p>
<h2 style="text-align: center;"><strong>Demokratie im Zeichen des Populismus</strong></h2>
<p><a href="https://tell-review.de/auf-einen-blick-sachbuecher-mai-2017/#gallery-9802-1-slideshow">Klicke, um die Diashow aufzurufen.</a></p>
<p>Cihan Tugal<br />
<strong>Das Scheitern des türkischen Modells</strong><br />
<strong>Wie der arabische Frühling den Liberalismus zu Fall brachte<br />
</strong>Aus dem Englischen von Hans Freundl und Karsten Petersen</p>
<p>Die Türkei hätte zum Vorbild für die islamische Welt werden können und zum Hoffnungsträger des Westens. Woran ist die Vereinigung von Islam, Demokratie und einer florierenden Wirtschaft gescheitert? Der in Berkeley lehrende türkisch-amerikanische Soziologe Cihan Tugal bezieht Ägypten, Tunesien und den Iran in seine Analyse mit ein.</p>
<p>Verlag Antje Kunstmann, 400 S., 24 Euro<br />
ISBN: 978-3956141713<br />
(erschienen am 12. April 2017)<br />
In der Buchhandlung Ihres Vertrauens (oder bei <a title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" href="http://www.amazon.de/dp/3956141717/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Amazon</a>, <!-- BEGIN PARTNER PROGRAM - DO NOT CHANGE THE PARAMETERS OF THE HYPERLINK --><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=776227&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=9783956141713" target="_blank" rel="noopener noreferrer">buecher.de</a><img loading="lazy" decoding="async" class="ehmssuzdbtygzoufiixb usntenhhptdtyhrkzdvg" src="http://banners.webmasterplan.com/view.asp?site=3780&amp;ref=776227&amp;b=0&amp;type=text&amp;tnb=14" width="1" height="1" border="0" /><!-- END PARTNER PROGRAM -->)</p>
<hr />
<p>Gilles Kepel<br />
<strong>Der Bruch</strong><br />
<strong>Frankreichs gespaltene Gesellschaft</strong><br />
Aus dem Französischen von Martin Weyerle</p>
<p>Die Politiker, die mit der Bedrohung durch den Islamismus vor der anstehenden Wahl Propaganda machen, gehen damit den Terroristen in die Falle, sagt der Soziologe und Islamwissenschaftler Gilles Kepel, denn das Ziel des islamistischen Terrorismus sei es, die Gesellschaft zu spalten und damit in einen Bürgerkrieg zu treiben. Kepel plädiert für ein Engagement der aufgeklärten Bürger, sich nicht in diese falsche Konfrontation treiben zu lassen.</p>
<p>Verlag Antje Kunstmann, 280 S., 20 Euro<br />
ISBN: 978-3956141881<br />
(erschienen am 8. März 2017)<br />
In der Buchhandlung Ihres Vertrauens (oder bei <a title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" href="http://www.amazon.de/dp/3956141881/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Amazon</a>, <!-- BEGIN PARTNER PROGRAM - DO NOT CHANGE THE PARAMETERS OF THE HYPERLINK --><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=776227&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=9783956141881" target="_blank" rel="noopener noreferrer">buecher.de</a><img loading="lazy" decoding="async" class="ehmssuzdbtygzoufiixb usntenhhptdtyhrkzdvg" src="http://banners.webmasterplan.com/view.asp?site=3780&amp;ref=776227&amp;b=0&amp;type=text&amp;tnb=14" width="1" height="1" border="0" /><!-- END PARTNER PROGRAM -->)</p>
<hr />
<p>Timothy Snyder<br />
<strong>Über Tyrannei<br />
Zwanzig Lektionen für den Widerstand</strong><br />
Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn</p>
<p>Die Demokratie ist gefährdet, in den USA wie in Europa. Was können wir lernen aus der Erfahrung des 20. Jahrhunderts? Timothy Snyder hat einen Leitfaden entworfen für alle, die jetzt handeln wollen.</p>
<p>C. H. Beck, 127 S., 10 Euro<br />
ISBN 978-3-406-71146-6<br />
(erschienen am 18. April 2017)<br />
In der Buchhandlung Ihres Vertrauens (oder bei <a title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" href="http://www.amazon.de/dp/3406711464/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Amazon</a>, <a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=776227&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=9783406711466" target="_blank" rel="noopener noreferrer">buecher.de</a>)</p>
<hr />
<p>Heinrich Geiselberger (Hg.)<br />
<strong>Die große Regression<br />
Eine internationale Debatte über die geistige Situation der Zeit.</strong><strong><br />
</strong></p>
<p>Internationale Intellektuelle untersuchen die Gründe und den historischen Kontext der „Großen Regression“, sie entwerfen Szenarien und Strategien für die Zukunft. Beiträge von Zygmunt Bauman, Eva Illouz, Pankaj Mishra, David van Reybrouck. Slavoj Žižek u.a.</p>
<p>Suhrkamp, 180 S., 18 Euro<br />
ISBN 978-3-518-07291-2<br />
(erschienen am 10. April 2017<strong>)</strong><br />
In der Buchhandlung Ihres Vertrauens (oder bei <a title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" href="http://www.amazon.de/dp/3518072919/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Amazon</a>, <a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=776227&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=9783518072912" target="_blank" rel="noopener noreferrer">buecher.de</a>)</p>
<hr />
<p>Jason Brennan<br />
<strong>Gegen Demokratie<br />
Warum wir Politik nicht den Unvernünftigen überlassen dürfen</strong><br />
Aus dem Englischen von Stephan Gebauer</p>
<p>Ein provokantes Buch: Jason Brennan spricht sich gegen das Wahlrecht als universales Menschenrecht aus. Er plädiert für eine „Epistokratie“, eine Herrschaft der Wissenden. Das Wahlrecht soll verantwortungsvollen, informierten Menschen mit politischen Kompetenzen vorbehalten bleiben. Dies soll verhindern, dass lautstarke Meinungsmacher den Bürgern ihre Entscheidungen aufzwingen.</p>
<p>Ullstein, 360 S., 24 Euro<br />
ISBN 978-3-550-08156-9<br />
(erschienen am 7. April 2017)<br />
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<hr />
<h3><strong>Zukunft</strong></h3>
<p><a href="https://tell-review.de/auf-einen-blick-sachbuecher-mai-2017/#gallery-9802-2-slideshow">Klicke, um die Diashow aufzurufen.</a></p>
<p>Joachim Radkau<br />
<strong>Geschichte der Zukunft<br />
Prognosen, Visionen, Irrungen in Deutschland von 1945 bis heute</strong><strong><br />
</strong></p>
<p>Waldsterben, Sozialismus, der eigene Reaktor im Garten: Im Rückblick staunt man, wie sicher wir zu wissen glauben, was auf uns zukommt. Eine Geschichte von fatalen Irrtümern und unerwarteten Wendungen.</p>
<p>Hanser Verlag, 544 S., 28 Euro<br />
ISBN 978-3-446-25463-3<br />
(erschienen am: 30. Januar 2017)<strong><br />
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<hr />
<p>Yuval Noah Harari<br />
<strong>Homo Deus<br />
Eine Geschichte von Morgen</strong><br />
Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn.</p>
<p>Was ist, wenn wir uns Maschinen bauen, die alles besser können als wir? Wird uns die Technik auf eine neue Stufe der Zivilisation heben? Wie geben wir dem Leben dann noch einen Sinn?</p>
<p>C. H. Beck, 576 S., 24,95 Euro<br />
ISBN 978-3-406-70401-7<br />
(erschienen am 19. April 2017)<br />
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<hr />
<h3><strong>Aus dem literarischen Leben</strong></h3>
<p><a href="https://tell-review.de/auf-einen-blick-sachbuecher-mai-2017/#gallery-9802-3-slideshow">Klicke, um die Diashow aufzurufen.</a></p>
<p>Peter von Matt<br />
<strong>Sieben Küsse<br />
Glück und Unglück in der Literatur</strong><strong><br />
</strong></p>
<p>Jede der sieben Kuss-Szenen nimmt Peter von Matt als Ausgangspunkt eines Lese-Abenteuers. Wie erzählen Heinrich von Kleist, Virginia Woolf oder Anton Tschechow eine Geschichte? Wie bannen sie Glück und Unglück in Handlungen?</p>
<p>Hanser Verlag, 287 S., 22 Euro<br />
ISBN 978-3-446-25462-6<br />
(erschienen am 30. Januar 2017)<strong><br />
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<hr />
<p>Anthony O. Scott<br />
<strong>Kritik üben<br />
Die Kunst des feinen Urteils</strong><br />
Aus dem Englischen von Martin Pfeiffer</p>
<p>Der Filmkritiker der „New York Times“ plädiert dafür, die Kritik als eine Kunst zu betrachten. Nicht der spontane Reflex zählt, sondern die fundierte Kenntnis, dazu das genaue Argument, das zu einem begründeten Urteil führt. Und der Witz, mit dem dieses formuliert wird.</p>
<p>Hanser Verlag, 320 S., 22 Euro<br />
ISBN 978-3-446-25467-1<br />
(erschienen am 20. Februar 2017)<br />
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<hr />
<p>Gert Ueding und Jürgen Wertheimer<br />
<strong>Zurück zur Literatur!<br />
Streitbare Essays</strong><strong><br />
</strong></p>
<p>Die fortschreitende Marginalisierung der Literatur und ihr allmähliches Verschwinden aus den Lehrplänen von Schulen, Hochschulen sowie aus dem populären Kulturbetrieb ist alarmierend. 36 internationale Autorinnen und Autoren denken in ihren Essays über die Rolle der Literatur in der Gegenwart nach.</p>
<p>Dietz- Verlag, 344 S., 22 Euro<br />
ISBN: 978-3-8012-0500-3<br />
(erschienen am 13. März 2017)<strong><br />
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<hr />
<p style="text-align: left;">Wir danken Knud von Harbou für die Hinweise!</p>
<h6 style="text-align: right;">Beitragsbild:<br />
<a href="https://georgbuechnerbuchladen.berlin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Georg-Büchner-Buchhandlung Berlin</a>, Schaufenster zum 1. Mai 2017<br />
Von Sieglinde Geisel</h6>
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