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	Kommentare zu: PS zu Roman Ehrlich	</title>
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	<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/</link>
	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Wed, 24 May 2017 14:07:50 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>
		Von: Lars Hartmann		</title>
		<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-692</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lars Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2017 13:28:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Auch ich will es nochmal in diese Richtung wiederholen: Literaturkritik in einem gelungenen Sinne – also nicht bloß eine den Inhalt nacherzählende Besprechung – situiert den Roman im Feld der Literatur, also im Verhältnis zu anderen Büchern, sie zeigt seinen Kontext, weist darauf, was ästhetisch neu ist, wo das Buch etwas macht, was es bisher so nicht gab: in Sprache, in der Erzählperspektive, in der Geschichte, in der ästhetischen Form. Um diese Sezierarbeit zu leisten und im Detail zu unternehmen, ist eine Sache wie der Page 99-Test hilfreich. Aber Sprache ist eben nicht gleich Sprache: Das Sujet Clemens Meyers bedingt eine lakonische Erzählhaltung, erfordert ein ganz anderes poetisches Sprechen als etwa in Peter Handkes schweifendem Spaziergang vom Rande der Stadt in deren Zentrum hinein. Insofern hängt die Sprache eines Textes mit dem Sujet und dem zusammen, was erzählt wird. Das kann eine Sprache sein, die eigentlich nicht typisch für eine Figur ist oder eben eine Sprache, die das Milieu der Figur einfängt. Solche Aspekte gelungenen Stils entscheiden sich im Detail.

Diesen Kontext und den Blick aufs Gesamte des Buches kann ein solcher Page 99-Test freilich nicht leisten. Insofern sehe ich diesen Test als ein heuristisches Mittel für eine umfassende Literaturkritik. Denn Stilanalyse kann man an jeder beliebigen Stelle des Buches vornehmen. Page 99 spielt damit. Eine in die Tiefe gehende Kritik würde sich dann eine Passage heraussuchen, anhand derer etwas zu zeigen und nachzuweisen ist: Gelingende oder mißlingende Sprache.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ich will es nochmal in diese Richtung wiederholen: Literaturkritik in einem gelungenen Sinne – also nicht bloß eine den Inhalt nacherzählende Besprechung – situiert den Roman im Feld der Literatur, also im Verhältnis zu anderen Büchern, sie zeigt seinen Kontext, weist darauf, was ästhetisch neu ist, wo das Buch etwas macht, was es bisher so nicht gab: in Sprache, in der Erzählperspektive, in der Geschichte, in der ästhetischen Form. Um diese Sezierarbeit zu leisten und im Detail zu unternehmen, ist eine Sache wie der Page 99-Test hilfreich. Aber Sprache ist eben nicht gleich Sprache: Das Sujet Clemens Meyers bedingt eine lakonische Erzählhaltung, erfordert ein ganz anderes poetisches Sprechen als etwa in Peter Handkes schweifendem Spaziergang vom Rande der Stadt in deren Zentrum hinein. Insofern hängt die Sprache eines Textes mit dem Sujet und dem zusammen, was erzählt wird. Das kann eine Sprache sein, die eigentlich nicht typisch für eine Figur ist oder eben eine Sprache, die das Milieu der Figur einfängt. Solche Aspekte gelungenen Stils entscheiden sich im Detail.</p>
<p>Diesen Kontext und den Blick aufs Gesamte des Buches kann ein solcher Page 99-Test freilich nicht leisten. Insofern sehe ich diesen Test als ein heuristisches Mittel für eine umfassende Literaturkritik. Denn Stilanalyse kann man an jeder beliebigen Stelle des Buches vornehmen. Page 99 spielt damit. Eine in die Tiefe gehende Kritik würde sich dann eine Passage heraussuchen, anhand derer etwas zu zeigen und nachzuweisen ist: Gelingende oder mißlingende Sprache.</p>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-691</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 May 2017 06:54:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-687&quot;&gt;franziska trute&lt;/a&gt;.

Einverstanden: Das Abklopfen einzelner Sätze wird einem Buch noch nicht gerecht, deshalb ersetzt der Page-99-Test ja auch keine Rezension. Doch halte ich Stilkritik keineswegs für veraltet. Wer liest, setzt sich der Sprache des Autors aus. Die unmittelbare Begegnung mit dem Kunstwerk findet nun einmal im Medium der Sprache statt, da gebe ich Jürgen Kiel in seinem &lt;a href=&quot;http://tell-review.de/der-weisse-elefant-der-literaturkritik/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Essay&lt;/a&gt; recht. Am Stil kommt man nur dann vorbei, wenn man sich beim Lesen taub stellt. Warum sollte man sich und der Literatur das antun? Es wäre der Verzicht auf Ästhetik. Doch das ist vielleicht genau das, was uns beim Lesen belebt, aufweckt, verstört oder verzückt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-687">franziska trute</a>.</p>
<p>Einverstanden: Das Abklopfen einzelner Sätze wird einem Buch noch nicht gerecht, deshalb ersetzt der Page-99-Test ja auch keine Rezension. Doch halte ich Stilkritik keineswegs für veraltet. Wer liest, setzt sich der Sprache des Autors aus. Die unmittelbare Begegnung mit dem Kunstwerk findet nun einmal im Medium der Sprache statt, da gebe ich Jürgen Kiel in seinem <a href="http://tell-review.de/der-weisse-elefant-der-literaturkritik/" target="_blank">Essay</a> recht. Am Stil kommt man nur dann vorbei, wenn man sich beim Lesen taub stellt. Warum sollte man sich und der Literatur das antun? Es wäre der Verzicht auf Ästhetik. Doch das ist vielleicht genau das, was uns beim Lesen belebt, aufweckt, verstört oder verzückt.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: franziska trute		</title>
		<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-687</link>

		<dc:creator><![CDATA[franziska trute]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 May 2017 10:33:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tatsächlich hinkt die Literatur-bzw Stilkritik im Vergleich mit einem Weißwein-Vergleich. Oder wie es selbst Peyman im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk sagte: Es ist eine veraltete Art von Kritik. Das Abhangeln an einzelnen Sätzen, Formulierungen wird nicht mehr den vielschichtigen Ebenen der jungen Literatur gerecht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tatsächlich hinkt die Literatur-bzw Stilkritik im Vergleich mit einem Weißwein-Vergleich. Oder wie es selbst Peyman im Öffentlich-rechtlichen Rundfunk sagte: Es ist eine veraltete Art von Kritik. Das Abhangeln an einzelnen Sätzen, Formulierungen wird nicht mehr den vielschichtigen Ebenen der jungen Literatur gerecht.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-686</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 May 2017 08:51:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-684&quot;&gt;Louisa Chandra Esser&lt;/a&gt;.

Wir haben auf tell auch schon verschiedentlich über Sinn und Zweck des Page-99-Test diskutiert: &lt;a href=&quot;http://tell-review.de/wo-stoesst-der-page-99-test-an-seine-grenzen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;Wo stößt der Page-99-Test an seine Grenzen?&quot;&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://tell-review.de/das-kerngeschaeft-der-literaturkritik/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;Das Kerngeschäft der Literaturkritik&quot;&lt;/a&gt; (dies als Replik auf eine kritische &lt;a href=&quot;http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buchseite-99-die-qualitaet-des-ganzen-14494737.html&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Glosse &lt;/a&gt;in der FAZ).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-684">Louisa Chandra Esser</a>.</p>
<p>Wir haben auf tell auch schon verschiedentlich über Sinn und Zweck des Page-99-Test diskutiert: <a href="http://tell-review.de/wo-stoesst-der-page-99-test-an-seine-grenzen/" target="_blank">&#8222;Wo stößt der Page-99-Test an seine Grenzen?&#8220;</a> und <a href="http://tell-review.de/das-kerngeschaeft-der-literaturkritik/" target="_blank">&#8222;Das Kerngeschäft der Literaturkritik&#8220;</a> (dies als Replik auf eine kritische <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buchseite-99-die-qualitaet-des-ganzen-14494737.html" target="_blank" rel="nofollow">Glosse </a>in der FAZ).</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-685</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 May 2017 07:42:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-684&quot;&gt;Louisa Chandra Esser&lt;/a&gt;.

Sie stellen spannende Fragen. Nach welchen Kriterien beurteile ich den Stil eines Texts/Textausschnitts? Genau darüber möchte ich auf tell nachdenken (und andere zum Nachdenken anregen). Ich tue es einerseits in der Reihe &lt;a href=&quot;http://tell-review.de/category/rubriken/satz-fuer-satz/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;Satz für Satz&quot;&lt;/a&gt;, andererseits implizit im Page-99-Test. Es gibt kein Kriterium, das immer gilt, und die subjektive Wahrnehmung lässt sich nie ausschalten, im Gegenteil: Mit ihr beginnt jedes Urteil. Ein Vergleich: Man trinkt einen Schluck Wein und weiß sofort, ob der gut ist... je mehr Erfahrung im Wein-Trinken man hat, desto besser kann man es erkennen. Dann stellt sich natürlich sofort die Frage: Ist das zufällig ein Wein, der MIR schmeckt, oder hat er Eigenschaften, die ihn aus der Masse der Weine herausheben? Das ist dann der zweite Schritt: &quot;begreifen, was mich ergreift&quot; (Emil Staiger)
Ich bin so vermessen zu sagen, dass es Gründe dafür gibt, wenn ein Text mich entflammt oder kalt lässt. Ich erwarte von guter Literatur, dass sie mich in einen anderen (sprich: wacheren, gesteigerten, d.h. irgendwie intensivierten) Bewusstseinszustand versetzt. Ist das ein taugliches Kriterium? Virginia Woolf schreibt irgendwo (ich kann die Stelle nicht mehr finden), dass ein Text ihr entweder Energie entzieht oder zufügt, es geht um &lt;a href=&quot;http://tell-review.de/satz-fuer-satz-2-aufladung/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Aufladung&lt;/a&gt;. Das ist natürlich subjektiv, doch dann kommt eben der zweite Schritt (jedenfalls in der Literaturkritik): herausfinden, mit welchen objektiv nachweisbaren Eigenschaften der Text diese subjektive Wirkung auslöst.
Um bei diesen Begriffen zu bleiben (man könnte es auch anders beschreiben): Die Lektüre der ersten 100 Seiten von Roman Ehrlichs Roman habe ich als Energie-Abfall erlebt - was genau mit dem zu tun hat, was Sie so genau beschreiben: Die Figurenrede &quot;eines einfältigen, mit Halbwissen vollgestopftem Anfang Dreißigjährigen&quot;, nachher geht es mit dem Regisseur Christoph offenbar in ähnlichem Stil weiter. Das kann man machen - es ist dann jedoch eine denunzierende Art des Schreibens, von der ich mir nicht sicher bin, ob sie literarisch viel wert ist (heikle Frage!). Ich anerkenne, dass hier möglicherweise ein Typus vorgeführt wird, doch das mag ich nicht 600 Seiten lang lesen, d.h. die Figurenrede ist für mich uninteressant, ich habe es nach ein paar Seiten kapiert, und so einem würde ich auch im &quot;realen&quot; Leben nicht stundenlang zuhören wollen. Vielleicht ist Roman Ehrlichs Roman ein ähnliches Projekt wie Flauberts &quot;Bouvard et Pécuchet&quot;. Auch diesen Roman übrigens habe ich nicht zu Ende gelesen, denn das Denunzieren menschlicher Dummheit langweilt mich (sprich: entzieht mir Energie).
Ehrlichs Konzept, wie Sie es beschreiben, mag genial sein. Aber ist der Roman nicht insgesamt etwas Ausgedachtes, Konstruiertes (ein weiteres Kriterium...)? Das hat ja bereits Jürgen Kiel in seinem Beitrag &lt;a href=&quot;http://tell-review.de/der-weisse-elefant-der-literaturkritik/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&quot;Der weiße Elefant der Literaturkritik&quot;&lt;/a&gt; konstatiert. Selbst wenn damit ein geniales Konzept durchexerziert wird: Ich mag mir keine Filme nacherzählen lassen (außer sie würden auf geniale Weise nacherzählt, so dass damit wieder ein eigener, energiegeladener Text entsteht). Kann es sein, dass dieser Roman mit sehr viel Absicht geschrieben wurde? Dabei leidet meistens die Kunst (noch ein Kriterium, über das man länger nachdenken könnte/sollte).
Was mich interessieren würde: Wie ging es Ihnen beim Lesen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-684">Louisa Chandra Esser</a>.</p>
<p>Sie stellen spannende Fragen. Nach welchen Kriterien beurteile ich den Stil eines Texts/Textausschnitts? Genau darüber möchte ich auf tell nachdenken (und andere zum Nachdenken anregen). Ich tue es einerseits in der Reihe <a href="http://tell-review.de/category/rubriken/satz-fuer-satz/" target="_blank">&#8222;Satz für Satz&#8220;</a>, andererseits implizit im Page-99-Test. Es gibt kein Kriterium, das immer gilt, und die subjektive Wahrnehmung lässt sich nie ausschalten, im Gegenteil: Mit ihr beginnt jedes Urteil. Ein Vergleich: Man trinkt einen Schluck Wein und weiß sofort, ob der gut ist&#8230; je mehr Erfahrung im Wein-Trinken man hat, desto besser kann man es erkennen. Dann stellt sich natürlich sofort die Frage: Ist das zufällig ein Wein, der MIR schmeckt, oder hat er Eigenschaften, die ihn aus der Masse der Weine herausheben? Das ist dann der zweite Schritt: &#8222;begreifen, was mich ergreift&#8220; (Emil Staiger)<br />
Ich bin so vermessen zu sagen, dass es Gründe dafür gibt, wenn ein Text mich entflammt oder kalt lässt. Ich erwarte von guter Literatur, dass sie mich in einen anderen (sprich: wacheren, gesteigerten, d.h. irgendwie intensivierten) Bewusstseinszustand versetzt. Ist das ein taugliches Kriterium? Virginia Woolf schreibt irgendwo (ich kann die Stelle nicht mehr finden), dass ein Text ihr entweder Energie entzieht oder zufügt, es geht um <a href="http://tell-review.de/satz-fuer-satz-2-aufladung/" target="_blank">Aufladung</a>. Das ist natürlich subjektiv, doch dann kommt eben der zweite Schritt (jedenfalls in der Literaturkritik): herausfinden, mit welchen objektiv nachweisbaren Eigenschaften der Text diese subjektive Wirkung auslöst.<br />
Um bei diesen Begriffen zu bleiben (man könnte es auch anders beschreiben): Die Lektüre der ersten 100 Seiten von Roman Ehrlichs Roman habe ich als Energie-Abfall erlebt &#8211; was genau mit dem zu tun hat, was Sie so genau beschreiben: Die Figurenrede &#8222;eines einfältigen, mit Halbwissen vollgestopftem Anfang Dreißigjährigen&#8220;, nachher geht es mit dem Regisseur Christoph offenbar in ähnlichem Stil weiter. Das kann man machen &#8211; es ist dann jedoch eine denunzierende Art des Schreibens, von der ich mir nicht sicher bin, ob sie literarisch viel wert ist (heikle Frage!). Ich anerkenne, dass hier möglicherweise ein Typus vorgeführt wird, doch das mag ich nicht 600 Seiten lang lesen, d.h. die Figurenrede ist für mich uninteressant, ich habe es nach ein paar Seiten kapiert, und so einem würde ich auch im &#8222;realen&#8220; Leben nicht stundenlang zuhören wollen. Vielleicht ist Roman Ehrlichs Roman ein ähnliches Projekt wie Flauberts &#8222;Bouvard et Pécuchet&#8220;. Auch diesen Roman übrigens habe ich nicht zu Ende gelesen, denn das Denunzieren menschlicher Dummheit langweilt mich (sprich: entzieht mir Energie).<br />
Ehrlichs Konzept, wie Sie es beschreiben, mag genial sein. Aber ist der Roman nicht insgesamt etwas Ausgedachtes, Konstruiertes (ein weiteres Kriterium&#8230;)? Das hat ja bereits Jürgen Kiel in seinem Beitrag <a href="http://tell-review.de/der-weisse-elefant-der-literaturkritik/" target="_blank">&#8222;Der weiße Elefant der Literaturkritik&#8220;</a> konstatiert. Selbst wenn damit ein geniales Konzept durchexerziert wird: Ich mag mir keine Filme nacherzählen lassen (außer sie würden auf geniale Weise nacherzählt, so dass damit wieder ein eigener, energiegeladener Text entsteht). Kann es sein, dass dieser Roman mit sehr viel Absicht geschrieben wurde? Dabei leidet meistens die Kunst (noch ein Kriterium, über das man länger nachdenken könnte/sollte).<br />
Was mich interessieren würde: Wie ging es Ihnen beim Lesen?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Louisa Chandra Esser		</title>
		<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-684</link>

		<dc:creator><![CDATA[Louisa Chandra Esser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 May 2017 17:27:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-683&quot;&gt;Sieglinde Geisel&lt;/a&gt;.

Danke wiederum für Ihre Antwort und die Erklärung Ihrer Vorgehensweise! Ein interessanter Ansatz, nur würde ich gerne noch genauer wissen, nach welchen Maßstäben und Kriterien Sie sich Stilfragen widmen. An dem obigen Beispiel kann ich Ihre Irritation bei Schlagwörtern wie „soziale Situation“, „öffentliche Interaktion“ „sich integrieren“ verstehen, mir persönlich kommt es aber wie die authentische Figurenrede eines einfältigen, mit Halbwissen vollgestopftem Anfang Dreißigjährigen vor, der seine Umgebung auf eine naive und seltsam verkopfte Weise wahrnimmt. Diese Wahrnehmungsweise wird jedoch als solche ausgestellt, erscheint mir symptomatisch für diese Generation, weshalb ich den Erzählton in seiner Konzeption durchaus relevant finde, obwohl das natürlich keine wohlklingenden Sätze à la Flaubert sind. Deswegen die ehrliche Frage, was Ihre Maßstäbe für die Stilkritik sind.

Was ich mit der &quot;von romanesken Strukturen überlagerten Welt&quot; meine ich, was sich hier schon andeutet: Der Ich-Erzähler befindet sich im Zug und inszeniert den Moment und sich selbst auf eine Art und Weise, wie er sie unmöglich selbst aus dem Moment heraus erfunden hat, sondern nach einer Ästhetik, die er aus Büchern und Filmen kennt. Er sieht die herbstliche Landschaft und weiß sofort, welchen symbolischen Gehalt er ihr zuzuordnen hat, der Blick aus dem Fenster und die gesehene Überblendung von Realität und einer Filmsequenz ist hier fast wortwörtlich zu verstehen.
Max Frisch hat in Montauk einige Überlegungen dahingehend angestellt, dass der Autor sich vor Gefühlen und Gegebenheiten scheut, die sich nicht literarisch verwerten lassen, dass er ununterbrochen dabei ist, seine Wahrnehmung nach romanesken Strukturen zu ordnen. 
Roman Ehrlich führt diesen Gedanken fort, indem er diese ständig literarisierende Verarbeitung der Realität nicht nur beim Schriftsteller, sondern bei allen in irgendeiner Art und Weise Fiktion konsumierenden Menschen diagnostiziert. Dass wir zu ständigem Erzählen über uns selbst und unser Leben neigen, darüber schrieb auch Max Frisch schon, Roman Ehrlich bezieht dieses Erzählen nun noch auf die konkreten Geschichten unserer Zeit, indem er real existierende Filme nacherzählt, Bücher erfindet, die es geben könnte und damit eine fiktionale Ebene innerhalb des Roman konstituiert, die die Lebensrealität des Ich-Erzählers im Kontrast vermeintlich realer erscheinen lässt. Im Laufe des Romans nimmt die fiktionale Ebene und die literarisch verarbeitende Sichtweise des Ich-Erzählers überhand, wie gesagt fangen die Mitwirkenden im „Schrecklichen Grauen“ an, Geschichten aus Filmen und Büchern als eigene zu erzählen. Sie spinnen sich - wie der Ich-Erzähler - selbst in die Fiktion hinein. 
Natürlich sind die Passagen, in denen Regisseur Christoph zu Wort kommt, wahnsinnig abgedroschen - aber meines Erachtens dient das nur der Charakterisierung Christophs als &quot;wandelnde Fiktion&quot;.
Sicher hat der Roman einige Schwächen, aber konzeptuell finde ich ihn genial und auch thematisch hochaktuell.
Deswegen kann ich nicht ganz nachvollziehen, was Sie an dem Stil bemängeln, der ja lediglich einen bestimmten Personentypus auf eine - wie ich finde - gelungene Art und Weise - ausstellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-683">Sieglinde Geisel</a>.</p>
<p>Danke wiederum für Ihre Antwort und die Erklärung Ihrer Vorgehensweise! Ein interessanter Ansatz, nur würde ich gerne noch genauer wissen, nach welchen Maßstäben und Kriterien Sie sich Stilfragen widmen. An dem obigen Beispiel kann ich Ihre Irritation bei Schlagwörtern wie „soziale Situation“, „öffentliche Interaktion“ „sich integrieren“ verstehen, mir persönlich kommt es aber wie die authentische Figurenrede eines einfältigen, mit Halbwissen vollgestopftem Anfang Dreißigjährigen vor, der seine Umgebung auf eine naive und seltsam verkopfte Weise wahrnimmt. Diese Wahrnehmungsweise wird jedoch als solche ausgestellt, erscheint mir symptomatisch für diese Generation, weshalb ich den Erzählton in seiner Konzeption durchaus relevant finde, obwohl das natürlich keine wohlklingenden Sätze à la Flaubert sind. Deswegen die ehrliche Frage, was Ihre Maßstäbe für die Stilkritik sind.</p>
<p>Was ich mit der &#8222;von romanesken Strukturen überlagerten Welt&#8220; meine ich, was sich hier schon andeutet: Der Ich-Erzähler befindet sich im Zug und inszeniert den Moment und sich selbst auf eine Art und Weise, wie er sie unmöglich selbst aus dem Moment heraus erfunden hat, sondern nach einer Ästhetik, die er aus Büchern und Filmen kennt. Er sieht die herbstliche Landschaft und weiß sofort, welchen symbolischen Gehalt er ihr zuzuordnen hat, der Blick aus dem Fenster und die gesehene Überblendung von Realität und einer Filmsequenz ist hier fast wortwörtlich zu verstehen.<br />
Max Frisch hat in Montauk einige Überlegungen dahingehend angestellt, dass der Autor sich vor Gefühlen und Gegebenheiten scheut, die sich nicht literarisch verwerten lassen, dass er ununterbrochen dabei ist, seine Wahrnehmung nach romanesken Strukturen zu ordnen.<br />
Roman Ehrlich führt diesen Gedanken fort, indem er diese ständig literarisierende Verarbeitung der Realität nicht nur beim Schriftsteller, sondern bei allen in irgendeiner Art und Weise Fiktion konsumierenden Menschen diagnostiziert. Dass wir zu ständigem Erzählen über uns selbst und unser Leben neigen, darüber schrieb auch Max Frisch schon, Roman Ehrlich bezieht dieses Erzählen nun noch auf die konkreten Geschichten unserer Zeit, indem er real existierende Filme nacherzählt, Bücher erfindet, die es geben könnte und damit eine fiktionale Ebene innerhalb des Roman konstituiert, die die Lebensrealität des Ich-Erzählers im Kontrast vermeintlich realer erscheinen lässt. Im Laufe des Romans nimmt die fiktionale Ebene und die literarisch verarbeitende Sichtweise des Ich-Erzählers überhand, wie gesagt fangen die Mitwirkenden im „Schrecklichen Grauen“ an, Geschichten aus Filmen und Büchern als eigene zu erzählen. Sie spinnen sich &#8211; wie der Ich-Erzähler &#8211; selbst in die Fiktion hinein.<br />
Natürlich sind die Passagen, in denen Regisseur Christoph zu Wort kommt, wahnsinnig abgedroschen &#8211; aber meines Erachtens dient das nur der Charakterisierung Christophs als &#8222;wandelnde Fiktion&#8220;.<br />
Sicher hat der Roman einige Schwächen, aber konzeptuell finde ich ihn genial und auch thematisch hochaktuell.<br />
Deswegen kann ich nicht ganz nachvollziehen, was Sie an dem Stil bemängeln, der ja lediglich einen bestimmten Personentypus auf eine &#8211; wie ich finde &#8211; gelungene Art und Weise &#8211; ausstellt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-683</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 May 2017 14:41:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=9750#comment-683</guid>

					<description><![CDATA[Vielen Dank für die Konkretisierung! Ich wüsste gern genauer, was es mit der von romanesken Strukturen überlagerten Welt auf sich hat (was ich übrigens nicht für Geschwafel halte...). 
Kurz ein Wort zu dieser Art von Literaturkritik: Der Page-99-Test und die davon abgeleiteten Texte drehen den Spieß der herkömmlichen Literaturkritik sozusagen um und verzichten auf die Inhaltsangabe zugunsten der reinen Stilkritik - was fragwürdig ist, jedoch unter der Lupe Dinge sichtbar macht, die man sonst nicht sieht. In diesem Sinn sind Wortmeldungen von Leserinnen, die das ganze Buch kennen, ein willkommenes Gegengewicht. 
Nun zur Passage, auf die Sie verweisen. Das Wetter-Zitat (auf S. 24) endet mit: 
&quot;... und auf dem offenen Land zwischen München und Augsburg riss der Himmel dann richtig auf, und ein Wind ging durch die Felder, es wurde geerntet, was reif war, bunte Blätter überall, mir wurde richtig großartig ums Herz, ich dachte: Das ist jetzt.&quot; 
Einverstanden: Das ist Pathos und Ironie. Ein paar Zeilen weiter heißt es: &quot;... ein phantastischer Moment, fand ich, und hielt es kaum aus&quot;. Das geht in die gleiche Richtung der Selbstbeobachtung. Das ist ein interessanter Ansatz, gerade als Figurenrede.
Trotzdem tue ich mich mit der Sprache schwer. Der Ich-Erzähler erlebt die Zugfahrt (bzw. den Blick aus dem Fenster) als Überblendung von Realität und einer Filmsequenz, und der nächste Satz heißt dann: &quot;Ich musste immer wieder hinsehen und mich wieder abwenden, um sicherzugehen, dass ich nicht aus der sozialen Situation, ein Mensch unter anderen in diesem Zug zu sein, völlig verlorenging.&quot; Später heißt es: &quot;... der Kleber, der mich und die Welt dieser öffentlichen Interaktion zusammenhält, schien mir ohnehin schon reichlich ausgetrocknet.&quot; Er überlegt sich, ob er lesen soll, weil das &quot;gut geeignet war, um sich hier in die Fahrgastgesellschaft zu integrieren&quot;.
Sind das literarisch gelungene Sätze? &quot;soziale Situation&quot;, &quot;öffentliche Interaktion&quot; &quot;sich integrieren&quot; - das sind Formeln, an denen ich beim Lesen abrutsche.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für die Konkretisierung! Ich wüsste gern genauer, was es mit der von romanesken Strukturen überlagerten Welt auf sich hat (was ich übrigens nicht für Geschwafel halte&#8230;).<br />
Kurz ein Wort zu dieser Art von Literaturkritik: Der Page-99-Test und die davon abgeleiteten Texte drehen den Spieß der herkömmlichen Literaturkritik sozusagen um und verzichten auf die Inhaltsangabe zugunsten der reinen Stilkritik &#8211; was fragwürdig ist, jedoch unter der Lupe Dinge sichtbar macht, die man sonst nicht sieht. In diesem Sinn sind Wortmeldungen von Leserinnen, die das ganze Buch kennen, ein willkommenes Gegengewicht.<br />
Nun zur Passage, auf die Sie verweisen. Das Wetter-Zitat (auf S. 24) endet mit:<br />
&#8222;&#8230; und auf dem offenen Land zwischen München und Augsburg riss der Himmel dann richtig auf, und ein Wind ging durch die Felder, es wurde geerntet, was reif war, bunte Blätter überall, mir wurde richtig großartig ums Herz, ich dachte: Das ist jetzt.&#8220;<br />
Einverstanden: Das ist Pathos und Ironie. Ein paar Zeilen weiter heißt es: &#8222;&#8230; ein phantastischer Moment, fand ich, und hielt es kaum aus&#8220;. Das geht in die gleiche Richtung der Selbstbeobachtung. Das ist ein interessanter Ansatz, gerade als Figurenrede.<br />
Trotzdem tue ich mich mit der Sprache schwer. Der Ich-Erzähler erlebt die Zugfahrt (bzw. den Blick aus dem Fenster) als Überblendung von Realität und einer Filmsequenz, und der nächste Satz heißt dann: &#8222;Ich musste immer wieder hinsehen und mich wieder abwenden, um sicherzugehen, dass ich nicht aus der sozialen Situation, ein Mensch unter anderen in diesem Zug zu sein, völlig verlorenging.&#8220; Später heißt es: &#8222;&#8230; der Kleber, der mich und die Welt dieser öffentlichen Interaktion zusammenhält, schien mir ohnehin schon reichlich ausgetrocknet.&#8220; Er überlegt sich, ob er lesen soll, weil das &#8222;gut geeignet war, um sich hier in die Fahrgastgesellschaft zu integrieren&#8220;.<br />
Sind das literarisch gelungene Sätze? &#8222;soziale Situation&#8220;, &#8222;öffentliche Interaktion&#8220; &#8222;sich integrieren&#8220; &#8211; das sind Formeln, an denen ich beim Lesen abrutsche.</p>
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		<title>
		Von: Louisa Chandra Esser		</title>
		<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-682</link>

		<dc:creator><![CDATA[Louisa Chandra Esser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 May 2017 11:31:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-681&quot;&gt;Sieglinde Geisel&lt;/a&gt;.

Die von Ihnen auf &quot;Wetterbeschreibung&quot; runtergebrochene Passage beispielsweise mündet in einen Moment von pathetisch empfundener Gegenwärtigkeit, die aber durch die Erzählhaltung ironisch gebrochen wird. Dieses Konstituieren und Relativieren von Pathos, das Sich-Einfühlen in eine Romanheldenrolle, sich dabei aber auch nicht ganz ernst nehmen können, der Einzug der Fiktion in die Wirklichkeit (im weiteren Verlauf des Buchs antworten Personen mit Szenen aus Filmen auf persönliche Fragen etc.), die Frage nach der Authentizität in einer von romanesken Strukturen überlagerten Welt...jetzt komme ich wiederum ein wenig ins schwafeln, aber für mich war Roman Ehrlichs Buch mit Abstand die Beste Veröffentlichung junger Literatur im diesjährigen Frühjahrsprogramm.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-681">Sieglinde Geisel</a>.</p>
<p>Die von Ihnen auf &#8222;Wetterbeschreibung&#8220; runtergebrochene Passage beispielsweise mündet in einen Moment von pathetisch empfundener Gegenwärtigkeit, die aber durch die Erzählhaltung ironisch gebrochen wird. Dieses Konstituieren und Relativieren von Pathos, das Sich-Einfühlen in eine Romanheldenrolle, sich dabei aber auch nicht ganz ernst nehmen können, der Einzug der Fiktion in die Wirklichkeit (im weiteren Verlauf des Buchs antworten Personen mit Szenen aus Filmen auf persönliche Fragen etc.), die Frage nach der Authentizität in einer von romanesken Strukturen überlagerten Welt&#8230;jetzt komme ich wiederum ein wenig ins schwafeln, aber für mich war Roman Ehrlichs Buch mit Abstand die Beste Veröffentlichung junger Literatur im diesjährigen Frühjahrsprogramm.</p>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-681</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 May 2017 11:03:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=9750#comment-681</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-680&quot;&gt;Louisa Chandra Esser&lt;/a&gt;.

Was wäre &quot;das Wesentliche&quot;, das ich nicht erfasst habe?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-680">Louisa Chandra Esser</a>.</p>
<p>Was wäre &#8222;das Wesentliche&#8220;, das ich nicht erfasst habe?</p>
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		<title>
		Von: Louisa Chandra Esser		</title>
		<link>https://tell-review.de/ps-zu-roman-ehrlich/#comment-680</link>

		<dc:creator><![CDATA[Louisa Chandra Esser]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 May 2017 10:54:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe den Roman in Gänze gelesen. Die Zitate sind sinnentfremdet verkürzt, das Wesentliche darin einfach nicht erkannt und auf &quot;Gelaber&quot; runtergebrochen. Tut mir leid, aber ich halte diesen Artikel für absolut unprofessionell. Da wollte jemand Reich-Ranicki spielen, ohne sich wirklich mit dem Buch zu beschäftigen. Daumen runter für diese Art von Literaturkritik!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe den Roman in Gänze gelesen. Die Zitate sind sinnentfremdet verkürzt, das Wesentliche darin einfach nicht erkannt und auf &#8222;Gelaber&#8220; runtergebrochen. Tut mir leid, aber ich halte diesen Artikel für absolut unprofessionell. Da wollte jemand Reich-Ranicki spielen, ohne sich wirklich mit dem Buch zu beschäftigen. Daumen runter für diese Art von Literaturkritik!</p>
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