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	Kommentare zu: Wie literarischen Figuren der Schnabel wächst	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Fri, 12 Jul 2019 07:02:48 +0000</lastBuildDate>
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		Von: Frank Heibert		</title>
		<link>https://tell-review.de/wie-literarischen-figuren-der-schnabel-waechst/#comment-4906</link>

		<dc:creator><![CDATA[Frank Heibert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2019 07:02:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wie-literarischen-figuren-der-schnabel-waechst/#comment-4839&quot;&gt;Dieter kief&lt;/a&gt;.

Wenn man als Sprach-Arbeiter sein Tun und seine Methode öffentlich reflektiert, ist es nicht verwunderlich, dass da auch die Überzeugung mitschwingt, man sei nicht ganz auf dem falschen Dampfer, meinen Sie nicht, Herr Kief? Aber gut, dass Sie Ihre andere Meinung äußern, denn darum geht es ja, um eine Einladung, gemeinsam nachzudenken und zu debattieren.
Meine methodische Reihenfolge war allerdings andersherum. Nicht „Ich mach’s jetzt modern und muss dazu Helmlé dissen“, sondern: 1. Was macht Queneau? - Er lässt die Figuren unmittelbar werden, mit dem Anschein realistischer Glaubwürdigkeit, ob sie nun derb-direkt oder ironisch-umständlich reden. 2. Wie setze ich das um? - Es ist eine Entscheidung, ob ich versuche, die Sprache der Zeit nachzubilden oder die Mündlichkeit so frisch wie möglich zu gestalten, ohne dabei erkennbar heutig zu werden, was krampfhaft wäre und in der Tat leugnen würde, dass das Buch an einen historischen Zeitpunkt gehört. (Die Mündlichkeit aufzufrischen heißt nicht, das ganze Buch in ahistorischer Weise anzugehen, da haben Sie mich missverstanden.)
Wie bekannt, habe ich mich gegen den Versuch entschieden, ein realistisch-glaubwürdiges Deutsch von 1960 nachzubilden. Der Punkt (und die Kritik an Helmlé, das war dann Schritt 3.) ist, dass er das sehr oft auch nicht versucht, d.h. seine Übersetzung war in mancher Hinsicht schon damals problematisch (auch wenn es viele m. E. gelungene Lösungen gibt). Es bleibt Ihnen unbenommen, z.B. den oben zitierten Begrüßungssatz von Zazies Mutter in Helmlés Übersetzung „gut gemacht“ zu finden; ich finde, so hat vermutlich auch damals niemand geredet, und das wird Queneau und dem Original nicht gerecht – ein Ergebnis meiner vergleichenden Analyse NACH Fertigstellung meiner Übersetzung.
Und zu Ihrer letzten Frage: Die Neuübersetzung ist nach wenigen Wochen in die zweite Auflage gegangen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wie-literarischen-figuren-der-schnabel-waechst/#comment-4839">Dieter kief</a>.</p>
<p>Wenn man als Sprach-Arbeiter sein Tun und seine Methode öffentlich reflektiert, ist es nicht verwunderlich, dass da auch die Überzeugung mitschwingt, man sei nicht ganz auf dem falschen Dampfer, meinen Sie nicht, Herr Kief? Aber gut, dass Sie Ihre andere Meinung äußern, denn darum geht es ja, um eine Einladung, gemeinsam nachzudenken und zu debattieren.<br />
Meine methodische Reihenfolge war allerdings andersherum. Nicht „Ich mach’s jetzt modern und muss dazu Helmlé dissen“, sondern: 1. Was macht Queneau? &#8211; Er lässt die Figuren unmittelbar werden, mit dem Anschein realistischer Glaubwürdigkeit, ob sie nun derb-direkt oder ironisch-umständlich reden. 2. Wie setze ich das um? &#8211; Es ist eine Entscheidung, ob ich versuche, die Sprache der Zeit nachzubilden oder die Mündlichkeit so frisch wie möglich zu gestalten, ohne dabei erkennbar heutig zu werden, was krampfhaft wäre und in der Tat leugnen würde, dass das Buch an einen historischen Zeitpunkt gehört. (Die Mündlichkeit aufzufrischen heißt nicht, das ganze Buch in ahistorischer Weise anzugehen, da haben Sie mich missverstanden.)<br />
Wie bekannt, habe ich mich gegen den Versuch entschieden, ein realistisch-glaubwürdiges Deutsch von 1960 nachzubilden. Der Punkt (und die Kritik an Helmlé, das war dann Schritt 3.) ist, dass er das sehr oft auch nicht versucht, d.h. seine Übersetzung war in mancher Hinsicht schon damals problematisch (auch wenn es viele m. E. gelungene Lösungen gibt). Es bleibt Ihnen unbenommen, z.B. den oben zitierten Begrüßungssatz von Zazies Mutter in Helmlés Übersetzung „gut gemacht“ zu finden; ich finde, so hat vermutlich auch damals niemand geredet, und das wird Queneau und dem Original nicht gerecht – ein Ergebnis meiner vergleichenden Analyse NACH Fertigstellung meiner Übersetzung.<br />
Und zu Ihrer letzten Frage: Die Neuübersetzung ist nach wenigen Wochen in die zweite Auflage gegangen.</p>
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		<title>
		Von: Dieter kief		</title>
		<link>https://tell-review.de/wie-literarischen-figuren-der-schnabel-waechst/#comment-4839</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dieter kief]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2019 21:35:12 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das neigt sich ein bißchen nach der Auto-Reklame und ist gegenüber Helmlé unfair, wie ich finde. Der macht das doch gut! Ihre Idee, Herr Heibert, ein altes Buch solle zeitgemäss wirken, ist zudem ahistorisch. Alte Bücher sind alt; iss so. Iss ok so - befördert deren &quot;Alterität&quot;, mit Jauss &#038; Isern zu feixen, hehe.

Liest die &quot;Zazie&quot; überhaupt noch wer?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das neigt sich ein bißchen nach der Auto-Reklame und ist gegenüber Helmlé unfair, wie ich finde. Der macht das doch gut! Ihre Idee, Herr Heibert, ein altes Buch solle zeitgemäss wirken, ist zudem ahistorisch. Alte Bücher sind alt; iss so. Iss ok so &#8211; befördert deren &#8222;Alterität&#8220;, mit Jauss &amp; Isern zu feixen, hehe.</p>
<p>Liest die &#8222;Zazie&#8220; überhaupt noch wer?</p>
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