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	Kommentare zu: Wer spielt wessen Spiel?	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Fri, 02 Feb 2018 21:47:32 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Sandro Abbate		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-573</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sandro Abbate]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jan 2017 07:34:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Ihr Pseudonym war (und ist) ein Statement gegen die Zumutung, dass ein Buch vom Betrieb nicht als Kunstwerk, sondern als Ware behandelt wird.&quot;  Absolut, so wird der Autor zur Marke und das Buch (wie Sie sagen) zum Produkt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Ihr Pseudonym war (und ist) ein Statement gegen die Zumutung, dass ein Buch vom Betrieb nicht als Kunstwerk, sondern als Ware behandelt wird.&#8220;  Absolut, so wird der Autor zur Marke und das Buch (wie Sie sagen) zum Produkt.</p>
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		<title>
		Von: Stephanie Jaeckel		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-458</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Jaeckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Oct 2016 11:54:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe das Buch noch nicht gelesen, weiß also nicht, ob es sich um Literatur handelt, um Unterhaltung, um vielleicht beides oder anderes. Ich habe das Enthüllungsspektakel aus einer - zugegeben kindlichen - Perspektive gesehen, denn Verstecken ist für mich (auch) ein Spiel aus der Kindheit. Und es gab dabei nichts öderes, als einfach nicht gefunden zu werden. Den Autor/innen gehört ein Schutz der Privatsphäre zugestanden. D&#039;accord in jeder Hinsicht. Aber wer ein Buch in einem Verlag für ein großes Publikum veröffentlicht - ? Vielleicht war der falsche Name ein weiteres Experiment, Literatur ins Leben zu verlängern? Dann wäre allerdings die Ankündigung, nach der Veröffentlichung der Autorinnenidentität mit dem Schreiben aufzuhören, eine doch sehr große Reaktion. Als Literaturkritikerin hätte ich nicht nach ihr gesucht. Mir reicht ein Pseudonym. Dass sie &quot;enttarnt&quot; wurde ist jedoch meiner Ansicht nach nur eine Frage der Zeit gewesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe das Buch noch nicht gelesen, weiß also nicht, ob es sich um Literatur handelt, um Unterhaltung, um vielleicht beides oder anderes. Ich habe das Enthüllungsspektakel aus einer &#8211; zugegeben kindlichen &#8211; Perspektive gesehen, denn Verstecken ist für mich (auch) ein Spiel aus der Kindheit. Und es gab dabei nichts öderes, als einfach nicht gefunden zu werden. Den Autor/innen gehört ein Schutz der Privatsphäre zugestanden. D&#8217;accord in jeder Hinsicht. Aber wer ein Buch in einem Verlag für ein großes Publikum veröffentlicht &#8211; ? Vielleicht war der falsche Name ein weiteres Experiment, Literatur ins Leben zu verlängern? Dann wäre allerdings die Ankündigung, nach der Veröffentlichung der Autorinnenidentität mit dem Schreiben aufzuhören, eine doch sehr große Reaktion. Als Literaturkritikerin hätte ich nicht nach ihr gesucht. Mir reicht ein Pseudonym. Dass sie &#8222;enttarnt&#8220; wurde ist jedoch meiner Ansicht nach nur eine Frage der Zeit gewesen.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-454</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2016 12:43:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-451&quot;&gt;Elke Heinemann&lt;/a&gt;.

Warum tell dabei ist? Zum einen, weil es sich m. E. nicht um Trivialliteratur handelt (wer ein Buch in dieser Weise abqualifiziert, ohne es selbst gelesen zu haben, gibt der Literatur, gelinde gesagt, keine Chance), zum anderen, weil ich die Debatte spannender finde als die meisten anderen Hypes. Es gibt in der deutschen Kritik eine Reflexhandlung: nämlich auf alles zu schießen, was erzählt. Als würde sich Qualität am Genre entscheiden. Es gibt triviale Avantgarde und es gibt großartige Literatur, die erzählt und unter den Riesenschirm &quot;Realismus&quot; passt. Was einen erzählten Text zu einem trivialen Text macht, würde mich ebenso interessieren wie die Frage, ob ein Text, der spannend erzählt ist, deshalb notwendigerweise seine Ansprüche preisgeben muss.
Was Ferrante macht, ist &quot;geschriebene Wirklichkeit&quot; (Flaubert), sie zeigt uns &quot;eine Welt, wie wir sie bisher nie sahen&quot; (@Lars Hartmann), beispielsweise indem sie nicht sagt, sondern zeigt, wie Gewalt alltäglich werden kann, und zwar vermittels ihrer Sprache, in der Architektur des Gesagten. Ferrante bedient die Erwartungen des Lesers nicht (jedenfalls nicht meine), sondern spielt damit, auf eine, wie ich finde, virtuose Weise. Wer ihre Interviews liest, erkennt, welcher Geist dahintersteckt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-451">Elke Heinemann</a>.</p>
<p>Warum tell dabei ist? Zum einen, weil es sich m. E. nicht um Trivialliteratur handelt (wer ein Buch in dieser Weise abqualifiziert, ohne es selbst gelesen zu haben, gibt der Literatur, gelinde gesagt, keine Chance), zum anderen, weil ich die Debatte spannender finde als die meisten anderen Hypes. Es gibt in der deutschen Kritik eine Reflexhandlung: nämlich auf alles zu schießen, was erzählt. Als würde sich Qualität am Genre entscheiden. Es gibt triviale Avantgarde und es gibt großartige Literatur, die erzählt und unter den Riesenschirm &#8222;Realismus&#8220; passt. Was einen erzählten Text zu einem trivialen Text macht, würde mich ebenso interessieren wie die Frage, ob ein Text, der spannend erzählt ist, deshalb notwendigerweise seine Ansprüche preisgeben muss.<br />
Was Ferrante macht, ist &#8222;geschriebene Wirklichkeit&#8220; (Flaubert), sie zeigt uns &#8222;eine Welt, wie wir sie bisher nie sahen&#8220; (@Lars Hartmann), beispielsweise indem sie nicht sagt, sondern zeigt, wie Gewalt alltäglich werden kann, und zwar vermittels ihrer Sprache, in der Architektur des Gesagten. Ferrante bedient die Erwartungen des Lesers nicht (jedenfalls nicht meine), sondern spielt damit, auf eine, wie ich finde, virtuose Weise. Wer ihre Interviews liest, erkennt, welcher Geist dahintersteckt.</p>
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		<title>
		Von: Lars Hartmann		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-453</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lars Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2016 12:32:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-451&quot;&gt;Elke Heinemann&lt;/a&gt;.

Das stimmt so nicht, Elke Heinemann. Sieglinde Geisel hat hier bereits etwas zu Ferrante geschrieben, bevor die Identiät enthüllt wurde. Und auch die meisten Feuilletons brachten bereits Kritiken. Die These von Volltext klingt schön steil, aber sie ist dünn - zumindest, wenn ich das Zitat so aus dem Zusammenhang und in diesem Kontext lese.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-451">Elke Heinemann</a>.</p>
<p>Das stimmt so nicht, Elke Heinemann. Sieglinde Geisel hat hier bereits etwas zu Ferrante geschrieben, bevor die Identiät enthüllt wurde. Und auch die meisten Feuilletons brachten bereits Kritiken. Die These von Volltext klingt schön steil, aber sie ist dünn &#8211; zumindest, wenn ich das Zitat so aus dem Zusammenhang und in diesem Kontext lese.</p>
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		<title>
		Von: Hartmut		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-452</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hartmut]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2016 11:46:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-451&quot;&gt;Elke Heinemann&lt;/a&gt;.

Tut &quot;Tell&quot; das? Hier geht es doch eher um die verlogenen Mechismen des Betriebs; zufällig am &quot;Fall&quot; Ferrante (der gar keiner ist) abgearbeitet. 

Viel spannender Ihre Diskussion rund um das Trviale. Mangels Masse - ich kannte bis gestern nicht einmal den Namen - kann ich in Bezug auf Ferrantes Werk darüber natürlich nicht diskutieren. Wohl aber kann ich diskutieren über Steinfelds Begriff des Trivialen: &quot;Der scheinbar ungebrochene Realismus dieses Romanwerks ist aber ein nostalgisches Projekt. Er bedient den Wunsch, die Epoche des großen realistischen Erzählens hätte nie geendet. Oder es möge sie wieder geben, unter anderen, womöglich weiblichen Voraussetzungen. Diese Nostalgie kostet etwas: Sie ist nur um den Preis einer sentimentalen Konstruktion zu haben.&quot; 
Und das würde ich bestreiten. Per 2016 wäre dann schlicht alles trivial - ein Sonett, ein Lautgedicht, absurdes Theater, Piktogramme, echte Scheiße auf der Bühne, alles, alles, alles schon mal dagewesen. Alles pure Nostalgie, jahrzehntealt, dada hat sogar Centenar. Wir können natürlich aufhören zu schreiben...es gibt ja übergenug Bücher; eine ganze Lebenszeit reicht nicht aus, sie alle zu lesen. Also: es müsste sich schon konkret bei Ferrante nachweisen lassen, ob sie und wie sie trivial ist. Eine realistische Schreibweise als solche würde ich da als Beleg nicht akzeptieren, denn dann ist per 2016 alles trivial.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-451">Elke Heinemann</a>.</p>
<p>Tut &#8222;Tell&#8220; das? Hier geht es doch eher um die verlogenen Mechismen des Betriebs; zufällig am &#8222;Fall&#8220; Ferrante (der gar keiner ist) abgearbeitet. </p>
<p>Viel spannender Ihre Diskussion rund um das Trviale. Mangels Masse &#8211; ich kannte bis gestern nicht einmal den Namen &#8211; kann ich in Bezug auf Ferrantes Werk darüber natürlich nicht diskutieren. Wohl aber kann ich diskutieren über Steinfelds Begriff des Trivialen: &#8222;Der scheinbar ungebrochene Realismus dieses Romanwerks ist aber ein nostalgisches Projekt. Er bedient den Wunsch, die Epoche des großen realistischen Erzählens hätte nie geendet. Oder es möge sie wieder geben, unter anderen, womöglich weiblichen Voraussetzungen. Diese Nostalgie kostet etwas: Sie ist nur um den Preis einer sentimentalen Konstruktion zu haben.&#8220;<br />
Und das würde ich bestreiten. Per 2016 wäre dann schlicht alles trivial &#8211; ein Sonett, ein Lautgedicht, absurdes Theater, Piktogramme, echte Scheiße auf der Bühne, alles, alles, alles schon mal dagewesen. Alles pure Nostalgie, jahrzehntealt, dada hat sogar Centenar. Wir können natürlich aufhören zu schreiben&#8230;es gibt ja übergenug Bücher; eine ganze Lebenszeit reicht nicht aus, sie alle zu lesen. Also: es müsste sich schon konkret bei Ferrante nachweisen lassen, ob sie und wie sie trivial ist. Eine realistische Schreibweise als solche würde ich da als Beleg nicht akzeptieren, denn dann ist per 2016 alles trivial.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Elke Heinemann		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-451</link>

		<dc:creator><![CDATA[Elke Heinemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2016 11:16:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zitat aus der Literaturzeitung Volltext: „Alle, die bislang nichts zu Ferrante gesagt haben, tun es heute.“ 

Warum muss „tell“ dabei sein?

Wer mehr über die Definition von Trivialliteratur erfahren möchte, möge in Fachlexika nachschlagen oder – in diesem Fall besser - Thomas Steinfelds hervorragenden Aufsatz über Ferrantes Werk in der Süddeutschen Zeitung lesen: 

http://www.sueddeutsche.de/kultur/welterfolg-neapolitanische-suite-von-elena-ferrante-puppenspiel-1.3128011]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zitat aus der Literaturzeitung Volltext: „Alle, die bislang nichts zu Ferrante gesagt haben, tun es heute.“ </p>
<p>Warum muss „tell“ dabei sein?</p>
<p>Wer mehr über die Definition von Trivialliteratur erfahren möchte, möge in Fachlexika nachschlagen oder – in diesem Fall besser &#8211; Thomas Steinfelds hervorragenden Aufsatz über Ferrantes Werk in der Süddeutschen Zeitung lesen: </p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/welterfolg-neapolitanische-suite-von-elena-ferrante-puppenspiel-1.3128011" rel="nofollow ugc">http://www.sueddeutsche.de/kultur/welterfolg-neapolitanische-suite-von-elena-ferrante-puppenspiel-1.3128011</a></p>
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		<item>
		<title>
		Von: Lars Hartmann		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-450</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lars Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2016 09:45:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Markt geht nun einmal nichts am Markt vorbei, weil alles, was als Ware gehandelt wird, nur auf dem Markt gehandelt werden kann. Auch der Name eines Autors ist in diesen Prozessen von Wert- und Marktgesetzen ein handelbares Gut. Insofern bin ich in diesem Sinne nicht verwundert.

Meine Kritik fällt vielmehr von der Kunst selbst her aus, denn es handelt sich um das immergleiche Spiel: Die Gier nach dem Autor als Instanz und Autorität sowie die Sucht nach dem authentischen Text. Abgesehen davon, daß der Begriff Authentizität - insbesondere in der Literatur - ein Trug ist und Ideologie, weil er inzwischen dem Vokabular des Neoliberalismus angehört, spielt es für einen gelungenen Text keinerlei Rolle, ob das Geschilderte persönlich gelebt oder persönlich und authentisch erfunden wurde. (Zumal bei Ferrante ja wohl keine Persönlichkeitsrechte verletzt wurden, wie in den Fällen Biller und Herbst.) Was anders als die Qualität des Textes und die Art, wie er gemacht ist, kann denn Kriterium sein? Ein Text ist ästhetisch gelungen, in Stil und Sprache gekonnt und innovativ vielleicht sogar. Der Text hat etwas zu sagen und er zeigt uns eine Welt, wie wir sie bisher nie sahen: Das sind die Kriterien für gelungene Literatur. Wer diese Prosa schrieb und was die Motive des Schreibers sind, ist zunächst mal akzidentiell. Was nicht bedeutet, wir müßten nichts über den Autor und seine Zeit wissen. 

Mal ganz unabhängig von der Qualität des Ferrante-Textes genommen. Es manifestiert sich hier ein Problem, das besteht, seit sich Literatur zur autonomen Instanz erhob. Angefangen beim Don Quijote und dem Spiel mit der Urheberschaft.

Die Enthüllungsjournalisten hätten ihre Zeit lieber auf Besseres und anderes verwendet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Markt geht nun einmal nichts am Markt vorbei, weil alles, was als Ware gehandelt wird, nur auf dem Markt gehandelt werden kann. Auch der Name eines Autors ist in diesen Prozessen von Wert- und Marktgesetzen ein handelbares Gut. Insofern bin ich in diesem Sinne nicht verwundert.</p>
<p>Meine Kritik fällt vielmehr von der Kunst selbst her aus, denn es handelt sich um das immergleiche Spiel: Die Gier nach dem Autor als Instanz und Autorität sowie die Sucht nach dem authentischen Text. Abgesehen davon, daß der Begriff Authentizität &#8211; insbesondere in der Literatur &#8211; ein Trug ist und Ideologie, weil er inzwischen dem Vokabular des Neoliberalismus angehört, spielt es für einen gelungenen Text keinerlei Rolle, ob das Geschilderte persönlich gelebt oder persönlich und authentisch erfunden wurde. (Zumal bei Ferrante ja wohl keine Persönlichkeitsrechte verletzt wurden, wie in den Fällen Biller und Herbst.) Was anders als die Qualität des Textes und die Art, wie er gemacht ist, kann denn Kriterium sein? Ein Text ist ästhetisch gelungen, in Stil und Sprache gekonnt und innovativ vielleicht sogar. Der Text hat etwas zu sagen und er zeigt uns eine Welt, wie wir sie bisher nie sahen: Das sind die Kriterien für gelungene Literatur. Wer diese Prosa schrieb und was die Motive des Schreibers sind, ist zunächst mal akzidentiell. Was nicht bedeutet, wir müßten nichts über den Autor und seine Zeit wissen. </p>
<p>Mal ganz unabhängig von der Qualität des Ferrante-Textes genommen. Es manifestiert sich hier ein Problem, das besteht, seit sich Literatur zur autonomen Instanz erhob. Angefangen beim Don Quijote und dem Spiel mit der Urheberschaft.</p>
<p>Die Enthüllungsjournalisten hätten ihre Zeit lieber auf Besseres und anderes verwendet.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-449</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Oct 2016 05:39:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-443&quot;&gt;Elke Heinemann&lt;/a&gt;.

Die Frage, ob es sich hier einen Unterhaltungsroman (und damit Trivialliteratur?) handelt, ist interessant. In diesem Zusammenhang habe ich zwei Wünsche:
1) eine Definition für Unterhaltungsliteratur
2) eine Begründung, inwiefern &quot;Meine geniale Freundin&quot; Unterhaltungsliteratur sei]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-443">Elke Heinemann</a>.</p>
<p>Die Frage, ob es sich hier einen Unterhaltungsroman (und damit Trivialliteratur?) handelt, ist interessant. In diesem Zusammenhang habe ich zwei Wünsche:<br />
1) eine Definition für Unterhaltungsliteratur<br />
2) eine Begründung, inwiefern &#8222;Meine geniale Freundin&#8220; Unterhaltungsliteratur sei</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hartmut		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-448</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hartmut]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2016 21:58:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-445&quot;&gt;Hartmut&lt;/a&gt;.

Weisskirchen hieß er, sorry: https://youtu.be/qUG5VHhKT9U]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-445">Hartmut</a>.</p>
<p>Weisskirchen hieß er, sorry: <a href="https://youtu.be/qUG5VHhKT9U" rel="nofollow ugc">https://youtu.be/qUG5VHhKT9U</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hartmut		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-447</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hartmut]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2016 20:18:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=4901#comment-447</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-443&quot;&gt;Elke Heinemann&lt;/a&gt;.

ich habe - man glaube es oder lasse es bleiben - den  Namen Ferrante gestern zum ersten Mal gehört. Neuerscheinungen interessieren mich nur selten (weswegen ich auch nicht zum Bücherblogger tauge, obwohl man es mir nahe gelegt hat). Mich würde interessieren, wie Sie den Begriff &quot;Autoreninszenierung&quot; verstehen. Wir sind vermutlich gar nicht so weit auseinander.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-spielt-wessen-spiel/#comment-443">Elke Heinemann</a>.</p>
<p>ich habe &#8211; man glaube es oder lasse es bleiben &#8211; den  Namen Ferrante gestern zum ersten Mal gehört. Neuerscheinungen interessieren mich nur selten (weswegen ich auch nicht zum Bücherblogger tauge, obwohl man es mir nahe gelegt hat). Mich würde interessieren, wie Sie den Begriff &#8222;Autoreninszenierung&#8220; verstehen. Wir sind vermutlich gar nicht so weit auseinander.</p>
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