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	Kommentare zu: Wer darf, wer soll, wer kann?	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Sun, 11 Apr 2021 09:07:05 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Frank Heibert		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13933</link>

		<dc:creator><![CDATA[Frank Heibert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Apr 2021 15:52:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13929&quot;&gt;Udo Houben&lt;/a&gt;.

Lieber Udo Houben, ich halte es, wo immer möglich, mit dem Optimismus. Und so denke ich, diese ganze Debatte lenkt auch viel willkommene Aufmerksamkeit auf das literarische Übersetzen und die Lyrik. In Kommentar-Threads finde ich Lyrik allerdings nicht ganz am richtigen Platz, da ist sie doch verschenkt -- und sie ist ja, streng genommen, auch kein Diskussionsbeitrag.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13929">Udo Houben</a>.</p>
<p>Lieber Udo Houben, ich halte es, wo immer möglich, mit dem Optimismus. Und so denke ich, diese ganze Debatte lenkt auch viel willkommene Aufmerksamkeit auf das literarische Übersetzen und die Lyrik. In Kommentar-Threads finde ich Lyrik allerdings nicht ganz am richtigen Platz, da ist sie doch verschenkt &#8212; und sie ist ja, streng genommen, auch kein Diskussionsbeitrag.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Udo Houben		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13929</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo Houben]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Apr 2021 12:12:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13881&quot;&gt;Frank Heibert&lt;/a&gt;.

Lieber Herr Heibert,
die Macht der Sprache im Kontext der amerikanischen Geschichte
wird durch das Gedicht von Frau Gorman nahe gebracht. Ich freue mich,Ihre Texte und Antworten zu lesen. Ungewöhnlich (oder auch nicht), dass ein poeticher Text diese Aufmerksamkeit erfährt. Ob der Lyrik diese weltweite Resonanz gut tut? Ich wünsche es mir. 

goldmarie

sonnengelb ihr festtagskleid
anmutig schön
präsentierte sie dem neuen herrn
ein loblied in der muttersprache
eine hymne voller stolz
unvergleichlich groß das land

mit poesie und macht bekränzt

schwungvoll tanzen ihre finger 
zu vertrauten schönen worten
hin und her auf und nieder
das fingerballett verbeugte sich
(oder waren es marionetten)
wörter segelten dahin

U.H.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13881">Frank Heibert</a>.</p>
<p>Lieber Herr Heibert,<br />
die Macht der Sprache im Kontext der amerikanischen Geschichte<br />
wird durch das Gedicht von Frau Gorman nahe gebracht. Ich freue mich,Ihre Texte und Antworten zu lesen. Ungewöhnlich (oder auch nicht), dass ein poeticher Text diese Aufmerksamkeit erfährt. Ob der Lyrik diese weltweite Resonanz gut tut? Ich wünsche es mir. </p>
<p>goldmarie</p>
<p>sonnengelb ihr festtagskleid<br />
anmutig schön<br />
präsentierte sie dem neuen herrn<br />
ein loblied in der muttersprache<br />
eine hymne voller stolz<br />
unvergleichlich groß das land</p>
<p>mit poesie und macht bekränzt</p>
<p>schwungvoll tanzen ihre finger<br />
zu vertrauten schönen worten<br />
hin und her auf und nieder<br />
das fingerballett verbeugte sich<br />
(oder waren es marionetten)<br />
wörter segelten dahin</p>
<p>U.H.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Frank Heibert		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13881</link>

		<dc:creator><![CDATA[Frank Heibert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2021 07:34:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=101125#comment-13881</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13864&quot;&gt;liestdochkeiner&lt;/a&gt;.

Danke für Ihre Erinnerung an Gormans Geist. Ganz genau; zumal wir Übersetzer:innen uns ja auch als Brückenbauer sehen. Ich hoffe, dass Ihr Nick sich hier nicht bewahrheitet, sondern dass das jede:r liest ... :)))]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13864">liestdochkeiner</a>.</p>
<p>Danke für Ihre Erinnerung an Gormans Geist. Ganz genau; zumal wir Übersetzer:innen uns ja auch als Brückenbauer sehen. Ich hoffe, dass Ihr Nick sich hier nicht bewahrheitet, sondern dass das jede:r liest &#8230; :)))</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: M.Fürböter		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13868</link>

		<dc:creator><![CDATA[M.Fürböter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2021 21:38:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Neuer Übersetzervorschlag: Peter Handke!

Heinz Sichrovski: Haben Sie mitbekommen, dass mehreren Übersetzern das Gedicht „The Hill We Climb“ von Amanda Gorman entzogen wurde?

Peter Handke: Wer ist das?

Heinz Sichrovski:Die dunkelhäutige Dame, die zu Bidens Inauguration ein Gedicht 
vorgetragen hat. Es darf reihenweise nicht mehr übersetzt werden, weil nur schwarze Menschen die darin enthaltenen Emotionen nachvollziehen könnten.

Peter Handke: Dann biete ich mich als Übersetzer an. Ich bin auch ein
schwarzer Mensch. Der Schwarze Peter.

NEWS 12/2021, S. 144-149]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neuer Übersetzervorschlag: Peter Handke!</p>
<p>Heinz Sichrovski: Haben Sie mitbekommen, dass mehreren Übersetzern das Gedicht „The Hill We Climb“ von Amanda Gorman entzogen wurde?</p>
<p>Peter Handke: Wer ist das?</p>
<p>Heinz Sichrovski:Die dunkelhäutige Dame, die zu Bidens Inauguration ein Gedicht<br />
vorgetragen hat. Es darf reihenweise nicht mehr übersetzt werden, weil nur schwarze Menschen die darin enthaltenen Emotionen nachvollziehen könnten.</p>
<p>Peter Handke: Dann biete ich mich als Übersetzer an. Ich bin auch ein<br />
schwarzer Mensch. Der Schwarze Peter.</p>
<p>NEWS 12/2021, S. 144-149</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: liestdochkeiner		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13864</link>

		<dc:creator><![CDATA[liestdochkeiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Mar 2021 19:36:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=101125#comment-13864</guid>

					<description><![CDATA[Freut mich sehr, Herr Heibert, dass Sie in der Sache &#039;jenseits von schwarz und weiß&#039; so kompetent wie ausführlich Ihre Sicht darstellen. Eine solche für mein Empfinden sehr an Abwägung und Vermittlung interessierte Position tut gut, gerade weil andernorts voreilige, polarisierende, teils unredliche und/oder selbst beleidigende Meinungen zu diesem Thema laut wurden. Manche scheinen leider übersehen zu haben, dass Amanda Gorman gerade die Vermittlung wünscht: 

... victory won’t lie in the blade, but in all the bridges we’ve made.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freut mich sehr, Herr Heibert, dass Sie in der Sache &#8218;jenseits von schwarz und weiß&#8216; so kompetent wie ausführlich Ihre Sicht darstellen. Eine solche für mein Empfinden sehr an Abwägung und Vermittlung interessierte Position tut gut, gerade weil andernorts voreilige, polarisierende, teils unredliche und/oder selbst beleidigende Meinungen zu diesem Thema laut wurden. Manche scheinen leider übersehen zu haben, dass Amanda Gorman gerade die Vermittlung wünscht: </p>
<p>&#8230; victory won’t lie in the blade, but in all the bridges we’ve made.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Frank Heibert		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13785</link>

		<dc:creator><![CDATA[Frank Heibert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2021 10:23:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe EvaClaudia, die Macht der Sprache im Zusammenhang mit Amanda Gormans Text konnten wir alle miterleben, als sie so mitreißend bei Bidens Amtseinführung performte. Da wir Übersetzer:innen immer Text im (historischen, politischen) Kontext übersetzen, ist ein Bewusstsein für Sprache und Macht hier also keineswegs überflüssig, und um die verschiedenen &#039;Mächte&#039; innerhalb der US-amerikanischen Gesellschaft und ihrer Geschichte geht es auch im Text selbst. Um Gormans Gedicht zu übersetzen, braucht es Kompetenz im Englischen, wie Sie ganz richtig schreiben, es braucht Hintergrundwissen (dito, danke für die detaillierten Hinweise) -- was übrigens zur grundlegenden Jobbeschreibung des Übersetzungsberufs gehört. Außerdem aber, das haben Sie nicht aufgeführt, gehört Kompetenz im Deutschen dazu UND Kompetenz darin, die Übertragung zwischen den beiden Sprachen und Kulturen hinzukriegen (so banal es klingen mag, so wahr ist es: Zum Übersetzen sollte man/frau übersetzen können). Bei diesem Text mit seinem so beeindruckenden rhythmischen, performativen Stil braucht es also die Fähigkeit, einen kulturell sehr amerikanischen Text überzeugend in den kulturellen und sprachlichen Kontext der Zielsprache Deutsch überführen zu können. Diese Kompetenzen ergeben sich, wie bereits im Artikel ausgeführt, nicht automatisch aus Identitätszuschreibungen, auch &quot;Deutsch-Amerikanerin&quot; garantiert für nichts. Wenn wir die Arbeit der drei Frauen, die zusammen für &quot;Den Hügel hinauf&quot; verantwortlich zeichnen, kritisch in den Blick nehmen wollen, würde ich empfehlen, statt Hypothesen über deren Reiseerfahrung anzustellen, einfach in den nunmehr vorliegenden Text zu schauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe EvaClaudia, die Macht der Sprache im Zusammenhang mit Amanda Gormans Text konnten wir alle miterleben, als sie so mitreißend bei Bidens Amtseinführung performte. Da wir Übersetzer:innen immer Text im (historischen, politischen) Kontext übersetzen, ist ein Bewusstsein für Sprache und Macht hier also keineswegs überflüssig, und um die verschiedenen &#8218;Mächte&#8216; innerhalb der US-amerikanischen Gesellschaft und ihrer Geschichte geht es auch im Text selbst. Um Gormans Gedicht zu übersetzen, braucht es Kompetenz im Englischen, wie Sie ganz richtig schreiben, es braucht Hintergrundwissen (dito, danke für die detaillierten Hinweise) &#8212; was übrigens zur grundlegenden Jobbeschreibung des Übersetzungsberufs gehört. Außerdem aber, das haben Sie nicht aufgeführt, gehört Kompetenz im Deutschen dazu UND Kompetenz darin, die Übertragung zwischen den beiden Sprachen und Kulturen hinzukriegen (so banal es klingen mag, so wahr ist es: Zum Übersetzen sollte man/frau übersetzen können). Bei diesem Text mit seinem so beeindruckenden rhythmischen, performativen Stil braucht es also die Fähigkeit, einen kulturell sehr amerikanischen Text überzeugend in den kulturellen und sprachlichen Kontext der Zielsprache Deutsch überführen zu können. Diese Kompetenzen ergeben sich, wie bereits im Artikel ausgeführt, nicht automatisch aus Identitätszuschreibungen, auch &#8222;Deutsch-Amerikanerin&#8220; garantiert für nichts. Wenn wir die Arbeit der drei Frauen, die zusammen für &#8222;Den Hügel hinauf&#8220; verantwortlich zeichnen, kritisch in den Blick nehmen wollen, würde ich empfehlen, statt Hypothesen über deren Reiseerfahrung anzustellen, einfach in den nunmehr vorliegenden Text zu schauen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: evaclaudia		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13774</link>

		<dc:creator><![CDATA[evaclaudia]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2021 13:04:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13770&quot;&gt;Frank Heibert&lt;/a&gt;.

Das Gedicht von Amanda handelt nicht von &quot;Sprache und Macht&quot;, es handelt von dem Aufstieg Amerikas gegen widrige Rückschläge — die (nicht direkt angesprochenen) Indianerkriege, Naturkatastrophen, Pearl Harbor, Vietnam, die Bürgerrechtsbewegung und zuletzt, die Präsidentschaft von Donald Trump. &quot;The Hill We Climb&quot; etwa geht zurüch auf die Bibel, die Bergpredigt also, bezieht sich aber auch auf Ronald Reagans &quot;Shining City on the Hill&quot;. Um das Gedicht übersetzen zu können, muss man Englisch können und Ahnung von christlicher und amerikanische Geschichte haben. Wenn der Verlag alle bedienen will, dann sollen sie eine Deutsch-Amerikanerin engagieren und nicht drei Leute, die wahrscheinlich noch nie länger in Amerika waren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13770">Frank Heibert</a>.</p>
<p>Das Gedicht von Amanda handelt nicht von &#8222;Sprache und Macht&#8220;, es handelt von dem Aufstieg Amerikas gegen widrige Rückschläge — die (nicht direkt angesprochenen) Indianerkriege, Naturkatastrophen, Pearl Harbor, Vietnam, die Bürgerrechtsbewegung und zuletzt, die Präsidentschaft von Donald Trump. &#8222;The Hill We Climb&#8220; etwa geht zurüch auf die Bibel, die Bergpredigt also, bezieht sich aber auch auf Ronald Reagans &#8222;Shining City on the Hill&#8220;. Um das Gedicht übersetzen zu können, muss man Englisch können und Ahnung von christlicher und amerikanische Geschichte haben. Wenn der Verlag alle bedienen will, dann sollen sie eine Deutsch-Amerikanerin engagieren und nicht drei Leute, die wahrscheinlich noch nie länger in Amerika waren.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Thomas Kern		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13772</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thomas Kern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2021 09:53:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13770&quot;&gt;Frank Heibert&lt;/a&gt;.

Frank Heibert for President! Die Art und Weise, wie Sie, Herr Heibert, auf die Empörung von EvaClaudia eingehen finde ich wirklich vorbildlich, gerade in Zeiten in denen in Debatten viel öfter polarisiert wird und Deeskalierung keinen hohen Stellenwert hat. Dabei gelingt es Ihnen EvaClaudias Emotionen ernst zu nehmen und dennoch und parallel dazu auch Ihre Sicht der Dinge einzubringen. Wunderbare Diskussionskultur! Wenn&#039;s nur immer und überall so wäre...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13770">Frank Heibert</a>.</p>
<p>Frank Heibert for President! Die Art und Weise, wie Sie, Herr Heibert, auf die Empörung von EvaClaudia eingehen finde ich wirklich vorbildlich, gerade in Zeiten in denen in Debatten viel öfter polarisiert wird und Deeskalierung keinen hohen Stellenwert hat. Dabei gelingt es Ihnen EvaClaudias Emotionen ernst zu nehmen und dennoch und parallel dazu auch Ihre Sicht der Dinge einzubringen. Wunderbare Diskussionskultur! Wenn&#8217;s nur immer und überall so wäre&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Frank Heibert		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13770</link>

		<dc:creator><![CDATA[Frank Heibert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2021 09:41:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=101125#comment-13770</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13767&quot;&gt;evaclaudia&lt;/a&gt;.

Daran, dass ich diese Frage gestellt habe, sehen Sie, dass mich die Entscheidung des deutschen Verlags, Kübra Gümüşay hinzuzuengagieren, ebenfalls nachdenklich macht -- weil sie das Risiko mit sich bringt, in dem stark auf Identitätsfragen fokussierten Kontext besagte implizite Gleichsetzung dahinter zu vermuten. Nun gilt auch: Kübra Gümüşay hat ein spannendes Buch über Sprache und Macht geschrieben, bringt also für die politischen Hintergründe der Gorman-Thematik Reflexionskompetenz mit. Das gerät aus dem Blick, wenn wir nur auf die Identität einer Person schauen -- mit einem Mal nehmen wir Gümüşay vor allem als Türkischstämmige wahr, und aus der Frage nach einer möglichen impliziten Gleichsetzung (als vermutlich ungewollte Nebenwirkung) wird Empörung über cultural appropriation. Ich stimme Ihnen zu, dass eine Parallelisierung der Erfahrung von Schwarzen in den USA und Türkischstämmigen in Deutschland historisch und politisch falsch liegt. Mir ist aber auch deutlich unwohl dabei, den deutschen Verlag nun durch einen (hypothetischen) &quot;Keulen-Vergleich&quot; anzugreifen; niemand hat Kübra Gümüşay mit Anne Frank verglichen oder käme auch nur von weitem auf die Idee. Ihr Engagement in allen Ehren, aber der Anteil Empörung dabei wirkt vor allem eskalierend, was nicht zu konstruktiver Nachdenklichkeit führen kann, nur zu den abwechselnden Modi von Attacke und Verteidigung. Das lenkt am Ende davon ab, worum es eigentlich ging, nämlich um das Bemühen des Verlags, bei der Gorman-Übersetzung alles richtig zu machen. Selbst wenn das in diesem konkreten Fall nach teilweisem Übers-Ziel-Hinausschießen aussehen könnte, bin ich persönlich froh darüber, dass derzeit eine Sensibilisierung beim Übersetzungscasting stattfindet. Nicht jedes Buch hat eine so große Bühne wie Gormans Gedicht, ein sensibles Übersetzungscasting muss also auch nicht immer ganz so plakativ gehandhabt werden wie in diesem Fall.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13767">evaclaudia</a>.</p>
<p>Daran, dass ich diese Frage gestellt habe, sehen Sie, dass mich die Entscheidung des deutschen Verlags, Kübra Gümüşay hinzuzuengagieren, ebenfalls nachdenklich macht &#8212; weil sie das Risiko mit sich bringt, in dem stark auf Identitätsfragen fokussierten Kontext besagte implizite Gleichsetzung dahinter zu vermuten. Nun gilt auch: Kübra Gümüşay hat ein spannendes Buch über Sprache und Macht geschrieben, bringt also für die politischen Hintergründe der Gorman-Thematik Reflexionskompetenz mit. Das gerät aus dem Blick, wenn wir nur auf die Identität einer Person schauen &#8212; mit einem Mal nehmen wir Gümüşay vor allem als Türkischstämmige wahr, und aus der Frage nach einer möglichen impliziten Gleichsetzung (als vermutlich ungewollte Nebenwirkung) wird Empörung über cultural appropriation. Ich stimme Ihnen zu, dass eine Parallelisierung der Erfahrung von Schwarzen in den USA und Türkischstämmigen in Deutschland historisch und politisch falsch liegt. Mir ist aber auch deutlich unwohl dabei, den deutschen Verlag nun durch einen (hypothetischen) &#8222;Keulen-Vergleich&#8220; anzugreifen; niemand hat Kübra Gümüşay mit Anne Frank verglichen oder käme auch nur von weitem auf die Idee. Ihr Engagement in allen Ehren, aber der Anteil Empörung dabei wirkt vor allem eskalierend, was nicht zu konstruktiver Nachdenklichkeit führen kann, nur zu den abwechselnden Modi von Attacke und Verteidigung. Das lenkt am Ende davon ab, worum es eigentlich ging, nämlich um das Bemühen des Verlags, bei der Gorman-Übersetzung alles richtig zu machen. Selbst wenn das in diesem konkreten Fall nach teilweisem Übers-Ziel-Hinausschießen aussehen könnte, bin ich persönlich froh darüber, dass derzeit eine Sensibilisierung beim Übersetzungscasting stattfindet. Nicht jedes Buch hat eine so große Bühne wie Gormans Gedicht, ein sensibles Übersetzungscasting muss also auch nicht immer ganz so plakativ gehandhabt werden wie in diesem Fall.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: evaclaudia		</title>
		<link>https://tell-review.de/wer-darf-wer-soll-wer-kann/#comment-13767</link>

		<dc:creator><![CDATA[evaclaudia]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2021 21:27:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=101125#comment-13767</guid>

					<description><![CDATA[&quot;Geht das, die Erfahrung von Schwarzen in den USA mit der Erfahrung von Türkischstämmigen in Deutschland implizit gleichzusetzen? &quot;

Das geht absolut überhaupt nicht, das ist cultural appropriation der übelsten Sorte. Das ist praktisch blackfacing. Türken sind weiße Einwanderer, die freiwillig gekommen sind und sich, trotz Rassismus im Einzelfall, ökonomisch erheblich verbessert haben. Die Afro-Amerikaner gehen auf verschleppte Sklaven zurück, die ausgepeitscht und umgebracht wurden und gegen die jahrhundertelang diskriminiert wurde und die heute noch darunter leiden. Das ist ungefähr so, als würde man Kübra Gümüşay mit Anne Frank vergleichen. Das ist grob beleidigend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Geht das, die Erfahrung von Schwarzen in den USA mit der Erfahrung von Türkischstämmigen in Deutschland implizit gleichzusetzen? &#8220;</p>
<p>Das geht absolut überhaupt nicht, das ist cultural appropriation der übelsten Sorte. Das ist praktisch blackfacing. Türken sind weiße Einwanderer, die freiwillig gekommen sind und sich, trotz Rassismus im Einzelfall, ökonomisch erheblich verbessert haben. Die Afro-Amerikaner gehen auf verschleppte Sklaven zurück, die ausgepeitscht und umgebracht wurden und gegen die jahrhundertelang diskriminiert wurde und die heute noch darunter leiden. Das ist ungefähr so, als würde man Kübra Gümüşay mit Anne Frank vergleichen. Das ist grob beleidigend.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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