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	Kommentare zu: „Stella“ – eine erbauliche Geschichte	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Thu, 28 Feb 2019 16:16:22 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>
		Von: Alain Claude Sulzer		</title>
		<link>https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-3703</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alain Claude Sulzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Feb 2019 16:16:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Vergleich Würger-Kertesz war ein ausschliesslich formaler. Würger gehört literarisch einfach nicht in die gleiche Kategorie wie Kertesz. Würger gehört zu jenen, die es sich gewiss nicht allzu schwer machen wollen, Kertesz hingegen konnte gar nicht anders, als es sich schwer zu machen; eine Folge nicht nur seiner Zeit in Auschwitz, sondern auch seiner Zeit unter der kommunistischen Diktatur in Ungarn.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Vergleich Würger-Kertesz war ein ausschliesslich formaler. Würger gehört literarisch einfach nicht in die gleiche Kategorie wie Kertesz. Würger gehört zu jenen, die es sich gewiss nicht allzu schwer machen wollen, Kertesz hingegen konnte gar nicht anders, als es sich schwer zu machen; eine Folge nicht nur seiner Zeit in Auschwitz, sondern auch seiner Zeit unter der kommunistischen Diktatur in Ungarn.</p>
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		<title>
		Von: Irlik		</title>
		<link>https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-3044</link>

		<dc:creator><![CDATA[Irlik]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Feb 2019 19:28:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Buch wie Stella wird auf einmal zum Skandal gemacht. Meine Sicht: Im Land D hat eine Mehrheit seiner Bevölkerung zwölf Jahre das Ziel verfolgt, eine Minderheit auszulöschen. Dabei sind Tausende der Minderheit ausgelöscht worden, und zum Teil haben dabei Angehörige der Minderheit der Mehrheit bei ihren Verbrechen geholfen. Vierundsiebzig Jahre, nachdem die Verbrecher entwaffnet und ihr Handeln zum einem Stop gebracht wurde, erscheint ein Buch, das sich mit jemand aus der Minderheit beschäftigt, der geholfen hat, unter anderem deshalb überlebt hat und dafür zweimal vor Gericht stand. Sulzer sagt, dass dies Buch in eine andere Kategorie gehöre als das von eine Verfolgten, der nicht mitgeholfen hat, überlegt hat und die Umstände seines Überlebens aufgeschrieben hat. Ja, da stimme ich zu, das sind zwei Kategorien von Büchern. Es scheint mir dennoch kein  gemachter Skandal, sondern ein natürlicher Skandal, denn moralische Verfehlungen zu banalisieren, aber so zu tun, als sei das ein Leistung, ist das kein Skandal? Es erscheint mir möglich, über die beklagenswerten Menschen zu erzählen, die als Verfolgte den Verfolgern halfen. Ein Mitschüler Goldschlags, der nicht in D überlebte, sondern durch Flucht, hat ein Buch geschrieben über Goldschlag. Vielleicht ist ein Vergleich der gleich betitelten Bücher Würgers und Wydens erhellender als einer zwischen den Büchern Würgers und Kertesz&#039;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Buch wie Stella wird auf einmal zum Skandal gemacht. Meine Sicht: Im Land D hat eine Mehrheit seiner Bevölkerung zwölf Jahre das Ziel verfolgt, eine Minderheit auszulöschen. Dabei sind Tausende der Minderheit ausgelöscht worden, und zum Teil haben dabei Angehörige der Minderheit der Mehrheit bei ihren Verbrechen geholfen. Vierundsiebzig Jahre, nachdem die Verbrecher entwaffnet und ihr Handeln zum einem Stop gebracht wurde, erscheint ein Buch, das sich mit jemand aus der Minderheit beschäftigt, der geholfen hat, unter anderem deshalb überlebt hat und dafür zweimal vor Gericht stand. Sulzer sagt, dass dies Buch in eine andere Kategorie gehöre als das von eine Verfolgten, der nicht mitgeholfen hat, überlegt hat und die Umstände seines Überlebens aufgeschrieben hat. Ja, da stimme ich zu, das sind zwei Kategorien von Büchern. Es scheint mir dennoch kein  gemachter Skandal, sondern ein natürlicher Skandal, denn moralische Verfehlungen zu banalisieren, aber so zu tun, als sei das ein Leistung, ist das kein Skandal? Es erscheint mir möglich, über die beklagenswerten Menschen zu erzählen, die als Verfolgte den Verfolgern halfen. Ein Mitschüler Goldschlags, der nicht in D überlebte, sondern durch Flucht, hat ein Buch geschrieben über Goldschlag. Vielleicht ist ein Vergleich der gleich betitelten Bücher Würgers und Wydens erhellender als einer zwischen den Büchern Würgers und Kertesz&#8216;.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-3029</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Feb 2019 10:18:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-3015&quot;&gt;Laubeiter&lt;/a&gt;.

tell ist nicht nur eine Seite über Bücher, lieber Laubeiter, sondern durchaus auch eine Seite über das öffentliche Reden über Bücher. Uns interessieren die Hypes, wir wollten herausfinden, warum ein Buch wie &quot;Stella&quot; auf einmal zum Skandal gemacht wird (Alain Claude Sulzer spricht in seinem Kommentar sogar von einer &quot;Kampagne&quot;). In unserer Auseinandersetzung zu &quot;Stella&quot; kommt das Buch durchaus vor, in die einzelnen Statements sind ja auch Kurzkritiken eingewoben.
Es tut mir leid, wenn Sie den Zugang dazu verstellt finden - Sie haben Recht mit: Das ist in der Tat immer das Risiko, wenn man sich an solchen Feuilleton-Debatten beteiligt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-3015">Laubeiter</a>.</p>
<p>tell ist nicht nur eine Seite über Bücher, lieber Laubeiter, sondern durchaus auch eine Seite über das öffentliche Reden über Bücher. Uns interessieren die Hypes, wir wollten herausfinden, warum ein Buch wie &#8222;Stella&#8220; auf einmal zum Skandal gemacht wird (Alain Claude Sulzer spricht in seinem Kommentar sogar von einer &#8222;Kampagne&#8220;). In unserer Auseinandersetzung zu &#8222;Stella&#8220; kommt das Buch durchaus vor, in die einzelnen Statements sind ja auch Kurzkritiken eingewoben.<br />
Es tut mir leid, wenn Sie den Zugang dazu verstellt finden &#8211; Sie haben Recht mit: Das ist in der Tat immer das Risiko, wenn man sich an solchen Feuilleton-Debatten beteiligt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Laubeiter		</title>
		<link>https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-3015</link>

		<dc:creator><![CDATA[Laubeiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2019 12:06:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Hysterie&quot;, &quot;Aufgeregtheit&quot;, &quot;Erregung&quot; &quot;überdreht&quot; - es scheint, als fänden die anderswo veröffentlichten Beiträge zum Buch bei den Autoren hier kein Gefallen. Ich finde es gut, dass tell review Beiträge zu dem Buch bringt, sehe aber in den vielen Beiträgen, die sich anderswo mit dem Buch beschäftigen, keine Hysterie sondern eine Bestimmung von Positionen. Hanser hat das Buch verlegt - also die Position, es sei ein lesenswertes Buch. Die Autoren hier finden es nicht lesenwert. tell review ist für mich eine Seite über Bücher. Wenn man eine Seite über Literaturkritiken, Rezensionen, Feuilletons, Verrisse, Hymnen machen will, verstellt man Leuten wie mir, die Feuilletons sporadisch lesen, den Zugang.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Hysterie&#8220;, &#8222;Aufgeregtheit&#8220;, &#8222;Erregung&#8220; &#8222;überdreht&#8220; &#8211; es scheint, als fänden die anderswo veröffentlichten Beiträge zum Buch bei den Autoren hier kein Gefallen. Ich finde es gut, dass tell review Beiträge zu dem Buch bringt, sehe aber in den vielen Beiträgen, die sich anderswo mit dem Buch beschäftigen, keine Hysterie sondern eine Bestimmung von Positionen. Hanser hat das Buch verlegt &#8211; also die Position, es sei ein lesenswertes Buch. Die Autoren hier finden es nicht lesenwert. tell review ist für mich eine Seite über Bücher. Wenn man eine Seite über Literaturkritiken, Rezensionen, Feuilletons, Verrisse, Hymnen machen will, verstellt man Leuten wie mir, die Feuilletons sporadisch lesen, den Zugang.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-2974</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 18:07:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Einverstanden, Alain Claude Sulzer, die Auseinandersetzung, das Geschrei, die Polemik um Takis Würgers &quot;Stella&quot; hat die Bezeichung &quot;Debatte&quot; nicht verdient. Eine Kampagne allerdings wäre eine Aktion mit einem festgelegten Ziel, die ein &quot;geplantes und koordiniertes Zusammenwirken mehrerer Personen oder Akteure&quot; voraussetzt (Wikipedia). Was wäre denn das Ziel, und inwiefern wäre das Vorgehen der Kritikermeute geplant? 
Mein Eindruck ist vielmehr, dass das eine Eigendynamik entwickelt, zum einen, weil man hier mit wenig Lese-Aufwand mitreden und zeigen kann, wie klug man ist, zum anderen, weil es eben leider Quote bringt. 
Wir haben auch auf tell überlegt, ob wir uns hier überhaupt zu Wort melden sollen, denn man gibt ja damit nolens volens einem Buch eine Bühne, das es nicht verdient hat. Doch dann hat es uns, wie ich geschrieben habe, keine Ruhe gelassen. Es ist auch etwas Mysteriöses mit diesen &quot;Debatten&quot; (auch für einen &quot;Literaturstreit&quot; ist der Streitwert ja gering).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einverstanden, Alain Claude Sulzer, die Auseinandersetzung, das Geschrei, die Polemik um Takis Würgers &#8222;Stella&#8220; hat die Bezeichung &#8222;Debatte&#8220; nicht verdient. Eine Kampagne allerdings wäre eine Aktion mit einem festgelegten Ziel, die ein &#8222;geplantes und koordiniertes Zusammenwirken mehrerer Personen oder Akteure&#8220; voraussetzt (Wikipedia). Was wäre denn das Ziel, und inwiefern wäre das Vorgehen der Kritikermeute geplant?<br />
Mein Eindruck ist vielmehr, dass das eine Eigendynamik entwickelt, zum einen, weil man hier mit wenig Lese-Aufwand mitreden und zeigen kann, wie klug man ist, zum anderen, weil es eben leider Quote bringt.<br />
Wir haben auch auf tell überlegt, ob wir uns hier überhaupt zu Wort melden sollen, denn man gibt ja damit nolens volens einem Buch eine Bühne, das es nicht verdient hat. Doch dann hat es uns, wie ich geschrieben habe, keine Ruhe gelassen. Es ist auch etwas Mysteriöses mit diesen &#8222;Debatten&#8220; (auch für einen &#8222;Literaturstreit&#8220; ist der Streitwert ja gering).</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alain Claude Sulzer		</title>
		<link>https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-2966</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alain Claude Sulzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 11:21:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=14806#comment-2966</guid>

					<description><![CDATA[Auch Sieglinde Geisel nennt in ihrer kurzen Einführung die Würger-Kampagne, der sich keiner entziehen konnte, der lieber Verrisse als Lobeshymnen liest, eine Debatte.
Aber das war natürlich so wenig eine Debatte wie die kurz zuvor entzündete Erregung um Robert Menasse, auf die die etwas schwächliche um Christoph Hein folgte; auf die nächste werden wir sicher nicht lange warten müssen. Reiner Zufall, wen es trifft. Hauptsache, er (seltener sie) missfällt.
Aber nein, es handelt sich nicht um eine Debatte, wenn sich neun von zehn Kritikern fraßbegierig wie die hungrige Meute in Heinrich Heines Tugendhaftem Hund über  einen Autor hermachen, von dem meines Wissens niemand ernstlich erwartet hatte, er sei ein zweiter Imre Kertesz. Dass eine Debatte etwas ganz anderes ist, brauche ich sicher niemandem zu erklären.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch Sieglinde Geisel nennt in ihrer kurzen Einführung die Würger-Kampagne, der sich keiner entziehen konnte, der lieber Verrisse als Lobeshymnen liest, eine Debatte.<br />
Aber das war natürlich so wenig eine Debatte wie die kurz zuvor entzündete Erregung um Robert Menasse, auf die die etwas schwächliche um Christoph Hein folgte; auf die nächste werden wir sicher nicht lange warten müssen. Reiner Zufall, wen es trifft. Hauptsache, er (seltener sie) missfällt.<br />
Aber nein, es handelt sich nicht um eine Debatte, wenn sich neun von zehn Kritikern fraßbegierig wie die hungrige Meute in Heinrich Heines Tugendhaftem Hund über  einen Autor hermachen, von dem meines Wissens niemand ernstlich erwartet hatte, er sei ein zweiter Imre Kertesz. Dass eine Debatte etwas ganz anderes ist, brauche ich sicher niemandem zu erklären.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-2963</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 10:14:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vielen Dank für den Hinweis! Hier noch der Link zur Veranstaltung: http://brotfabrik-berlin.de/programmuebersicht/blonde-poison-2-2-2/?occurrence=2019-02-21]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für den Hinweis! Hier noch der Link zur Veranstaltung: <a href="http://brotfabrik-berlin.de/programmuebersicht/blonde-poison-2-2-2/?occurrence=2019-02-21" rel="nofollow ugc">http://brotfabrik-berlin.de/programmuebersicht/blonde-poison-2-2-2/?occurrence=2019-02-21</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stephanie Jaeckel		</title>
		<link>https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-2962</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Jaeckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Feb 2019 09:39:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Anregung: Ab dem 21.02.2019 gibt es in der Brotfabrik für knapp zwei Wochen noch einmal das Einpersonenstück &quot;Blond Poison&quot; von Gail Louw zu sehen, das die Geschichte der Stella Goldschlag aus vermeintlicher Ich-Perspektive erzählt. Mit einer fantastischen Dulcie Smart als Stella.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Anregung: Ab dem 21.02.2019 gibt es in der Brotfabrik für knapp zwei Wochen noch einmal das Einpersonenstück &#8222;Blond Poison&#8220; von Gail Louw zu sehen, das die Geschichte der Stella Goldschlag aus vermeintlicher Ich-Perspektive erzählt. Mit einer fantastischen Dulcie Smart als Stella.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-2933</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2019 15:01:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vielen Dank, Jürgen Kiel, für diesen erhellenden Kommentar. Sie haben Recht, wir hätten Hanser noch erwähnen sollen, zumal das Buch in einer Weise beworben und von Jo Lendle unterstützt wird, dass es sich keineswegs um ein Versehen handelt. Das grenzt schon an Selbst-Sabotage. 
Mir war schon beim Durchsehen der Vorschau aufgefallen, dass das Sachbuch-Programm sehr in Richtung Ratgeber (sprich Kommerz) geht. Lukas Bärfuss hat einmal über das Feuilleton der NZZ gesagt, es sei &quot;dramatisch, wie diese Zeitung von innen heraus sturmreif geschossen wird&quot;. Ich hoffe, dass man das nicht irgendwann auch von Hanser sagen kann. (Zugleich finde ich die Debatte nach wie vor überzogen.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank, Jürgen Kiel, für diesen erhellenden Kommentar. Sie haben Recht, wir hätten Hanser noch erwähnen sollen, zumal das Buch in einer Weise beworben und von Jo Lendle unterstützt wird, dass es sich keineswegs um ein Versehen handelt. Das grenzt schon an Selbst-Sabotage.<br />
Mir war schon beim Durchsehen der Vorschau aufgefallen, dass das Sachbuch-Programm sehr in Richtung Ratgeber (sprich Kommerz) geht. Lukas Bärfuss hat einmal über das Feuilleton der NZZ gesagt, es sei &#8222;dramatisch, wie diese Zeitung von innen heraus sturmreif geschossen wird&#8220;. Ich hoffe, dass man das nicht irgendwann auch von Hanser sagen kann. (Zugleich finde ich die Debatte nach wie vor überzogen.)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jürgen Kiel		</title>
		<link>https://tell-review.de/stella-eine-erbauliche-geschichte/#comment-2930</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Kiel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2019 11:03:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hinsichtlich der Aufgeregtheit des Feuilletons ist es m. E. nicht ganz unwichtig, in welchem Verlag „Stella“ erschienen ist. Der überwiegende Teil der Romanproduktion ist Handwerk, d. h. ein Profi verfertigt mit bekannten Mitteln ein Produkt, das einer Kundenerwartung entspricht. Im Unterschied zum Industrieprodukt gibt es im Handwerksprodukt Elemente von Individualität. Diese sind Markenzeichen des jeweiligen Handwerkers bzw. Autors. Da die Medien definieren, was bedeutsam ist, wird die Kundenerwartung durch die Medien definiert. Entsprechend funktioniert das Marketingprinzip des Infotainmentromans. Themen, die außerhalb der Literatur als wichtig definiert sind (durch die Medien), werden mit vorhandenen Mitteln in einen Roman umgesetzt (zynisch formuliert: verwurstet).

Demgegenüber wird ein literarischer Text im engeren Sinne, also ein künstlerischer Text, bedeutsam allein durch seine Individualität. Bearbeitet ein Autor mit künstlerischer Ambition ein Thema, das in der Welt außerhalb der Literatur als wichtig gilt, entsteht ein Konflikt, der in einem großen Roman enden kann, aber häufig unterliegt der Autor, weil er das Thema nicht künstlerisch bewältigt, er ihm also seine Individualität nicht aufzuzwingen vermag. Die Kritik sagt dann, der Autor habe sich überhoben. Im gegensätzlichsten Fall gelingt es dem (genialen) Autor, ein Thema so in seine Kunst zu verwandeln, dass es außerhalb des Romans überhaupt nicht mehr zu existieren vermag.

Das bedeutsamste Thema ist der Holocaust, und zwar derart, dass viele meinen, man könne über dieses Thema nicht literarisch schreiben, es sei denn, man sei ein Zeuge gewesen. Dieses Thema muss der Frivolität entzogen sein. Um diesen Tabubereich zu umgehen, schreibt der Infotainment-Handwerker (man könnte auch sagen: der literarisierende Journalist) über Randbereiche bzw. Detailthemen des Nationalsozialismus auf eine Weise, dass ihm weder der Holocaust, noch die historische Forschung noch eine irgendwie eigene (individuelle, kritisierbare, frivole) Position in die Quere kommt, er aber von der Unterhaltsamkeit des absolut Bösen profitiert. 

Sind die Hebel entsprechend justiert, ist es nicht erstaunlich, dass die Verwurstungsmaschine ein Produkt wie „Stella“ entlässt. In diesem Fall ist aber das Handwerk offenbar so mittelmäßig, andererseits das Thema ungeachtet aller Vorsicht so kontaminiert, dass diejenigen, die die kleineren Verwurstungsmaschinen der anderer Verlage wie selbstverständlich akzeptieren, die brüllende Riesenverwurstungsmaschine eines Verlags, der als Leuchtturm der künstlerischen Literatur gilt, in ihrer Vulgarität als überaus peinlich empfinden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hinsichtlich der Aufgeregtheit des Feuilletons ist es m. E. nicht ganz unwichtig, in welchem Verlag „Stella“ erschienen ist. Der überwiegende Teil der Romanproduktion ist Handwerk, d. h. ein Profi verfertigt mit bekannten Mitteln ein Produkt, das einer Kundenerwartung entspricht. Im Unterschied zum Industrieprodukt gibt es im Handwerksprodukt Elemente von Individualität. Diese sind Markenzeichen des jeweiligen Handwerkers bzw. Autors. Da die Medien definieren, was bedeutsam ist, wird die Kundenerwartung durch die Medien definiert. Entsprechend funktioniert das Marketingprinzip des Infotainmentromans. Themen, die außerhalb der Literatur als wichtig definiert sind (durch die Medien), werden mit vorhandenen Mitteln in einen Roman umgesetzt (zynisch formuliert: verwurstet).</p>
<p>Demgegenüber wird ein literarischer Text im engeren Sinne, also ein künstlerischer Text, bedeutsam allein durch seine Individualität. Bearbeitet ein Autor mit künstlerischer Ambition ein Thema, das in der Welt außerhalb der Literatur als wichtig gilt, entsteht ein Konflikt, der in einem großen Roman enden kann, aber häufig unterliegt der Autor, weil er das Thema nicht künstlerisch bewältigt, er ihm also seine Individualität nicht aufzuzwingen vermag. Die Kritik sagt dann, der Autor habe sich überhoben. Im gegensätzlichsten Fall gelingt es dem (genialen) Autor, ein Thema so in seine Kunst zu verwandeln, dass es außerhalb des Romans überhaupt nicht mehr zu existieren vermag.</p>
<p>Das bedeutsamste Thema ist der Holocaust, und zwar derart, dass viele meinen, man könne über dieses Thema nicht literarisch schreiben, es sei denn, man sei ein Zeuge gewesen. Dieses Thema muss der Frivolität entzogen sein. Um diesen Tabubereich zu umgehen, schreibt der Infotainment-Handwerker (man könnte auch sagen: der literarisierende Journalist) über Randbereiche bzw. Detailthemen des Nationalsozialismus auf eine Weise, dass ihm weder der Holocaust, noch die historische Forschung noch eine irgendwie eigene (individuelle, kritisierbare, frivole) Position in die Quere kommt, er aber von der Unterhaltsamkeit des absolut Bösen profitiert. </p>
<p>Sind die Hebel entsprechend justiert, ist es nicht erstaunlich, dass die Verwurstungsmaschine ein Produkt wie „Stella“ entlässt. In diesem Fall ist aber das Handwerk offenbar so mittelmäßig, andererseits das Thema ungeachtet aller Vorsicht so kontaminiert, dass diejenigen, die die kleineren Verwurstungsmaschinen der anderer Verlage wie selbstverständlich akzeptieren, die brüllende Riesenverwurstungsmaschine eines Verlags, der als Leuchtturm der künstlerischen Literatur gilt, in ihrer Vulgarität als überaus peinlich empfinden.</p>
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