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	Kommentare zu: Satz für Satz 8: Trivialliteratur (II)	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Sat, 18 Jul 2020 13:28:20 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9975</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Jul 2020 13:28:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9958&quot;&gt;Laubeiter&lt;/a&gt;.

Ich habe ja seinerzeit auf tell einen &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/&quot;&gt;Page-99-Tex&lt;/a&gt;t zum ersten Band von Elena Ferrantes Saga geschrieben und bin zum Schluss gekommen, dass es ein hoch raffinierter Text ist. 
Später habe ich dann alle Bände gelesen, allerdings fand ich, dass der erste Band für sich steht: Die Kindheitsperspektive bietet erzählerische Möglichkeiten, die die späteren Bände nicht mehr ausloten. Der letzte Band erzählt teilweise aus großer Distanz, oberflächlich und pauschal. Es ist eben gerade das Hineinzoomen in den Moment, in das akute und doppelbödig erzählte Erleben, das diese Prosa auszeichnet (jedenfalls dort, wo Ferrante ihre Möglichkeiten ausschöpft).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9958">Laubeiter</a>.</p>
<p>Ich habe ja seinerzeit auf tell einen <a href="https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/">Page-99-Tex</a>t zum ersten Band von Elena Ferrantes Saga geschrieben und bin zum Schluss gekommen, dass es ein hoch raffinierter Text ist.<br />
Später habe ich dann alle Bände gelesen, allerdings fand ich, dass der erste Band für sich steht: Die Kindheitsperspektive bietet erzählerische Möglichkeiten, die die späteren Bände nicht mehr ausloten. Der letzte Band erzählt teilweise aus großer Distanz, oberflächlich und pauschal. Es ist eben gerade das Hineinzoomen in den Moment, in das akute und doppelbödig erzählte Erleben, das diese Prosa auszeichnet (jedenfalls dort, wo Ferrante ihre Möglichkeiten ausschöpft).</p>
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		<title>
		Von: Laubeiter		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9958</link>

		<dc:creator><![CDATA[Laubeiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2020 09:19:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es gibt, so weit ich weiss, ein paar Texte, die überlegen, ob sich an Ferrantes Texten erkennen lässt, ob der Text einfach ist, weil die Autorin mit mehr nicht klar kommt, oder ob er einfach ist, weil die Autorin ihn so will. Für mich ist es so: Wenn die beschriebenen Gefühle komplex erfasst sind, mag die Sprache einfach oder nicht sein, es ist dann für mich ein größerer Gewinn zu lesen als die Fälle, in denen die Gefühle einfach sind und die Sprache elaboriert. Nachdem jetzt schon Hoppers Gegenständlichkeit als Beispiel genannt wird für einen Weg, der klassische Themen beibehält statt neue zu gestalten, möchte ich den Film hier als ähnliches Feld heranziehen. Für mich sind die Filme aus Hollywood seit Jahren, vielleicht Jahrzehnten triviale Kunst. Sie wollen keine reflektierte Kunst sein und sind es auch nicht. So ähnlich sehe ich auch die Spiegelbestseller.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt, so weit ich weiss, ein paar Texte, die überlegen, ob sich an Ferrantes Texten erkennen lässt, ob der Text einfach ist, weil die Autorin mit mehr nicht klar kommt, oder ob er einfach ist, weil die Autorin ihn so will. Für mich ist es so: Wenn die beschriebenen Gefühle komplex erfasst sind, mag die Sprache einfach oder nicht sein, es ist dann für mich ein größerer Gewinn zu lesen als die Fälle, in denen die Gefühle einfach sind und die Sprache elaboriert. Nachdem jetzt schon Hoppers Gegenständlichkeit als Beispiel genannt wird für einen Weg, der klassische Themen beibehält statt neue zu gestalten, möchte ich den Film hier als ähnliches Feld heranziehen. Für mich sind die Filme aus Hollywood seit Jahren, vielleicht Jahrzehnten triviale Kunst. Sie wollen keine reflektierte Kunst sein und sind es auch nicht. So ähnlich sehe ich auch die Spiegelbestseller.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Jürgen Kielj		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9948</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Kielj]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2020 09:27:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es kommt darauf an, ob ein Text einen vorhandenen Werkzeugkasten mehr oder weniger virtuos anwendet, um ein Kundenbedürfnis zu befriedigen (Handwerk) oder darüber hinaus ein reflektiertes Verhältnis zu seinen Mitteln hat (Kunst). Es ist wie bei der Ausbildung von Spitzenmusikern: zunächst jahrelang das Handwerk erlernen und dann lernen, man selbst zu sein. Das kann sogar dazu führen, dass der betreffende Künstler seine eigene Virtuosität unterdrückt. Die hohe Kunst der Kritik besteht darin, nicht nur das gut Gemachte zu benennen, sondern darüber hinaus die Individualität (Subjektivität) zu entdecken. Reime, Gegenständlichkeit und Melodien machen Kunst nicht schlecht, solange sie im Werk als Ausdruck von Subjektivität erscheinen. Ein Beispiel: die (gegenständlichen) Bilder von Edward Hopper „wissen“, was die abstrakte Kunst ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt darauf an, ob ein Text einen vorhandenen Werkzeugkasten mehr oder weniger virtuos anwendet, um ein Kundenbedürfnis zu befriedigen (Handwerk) oder darüber hinaus ein reflektiertes Verhältnis zu seinen Mitteln hat (Kunst). Es ist wie bei der Ausbildung von Spitzenmusikern: zunächst jahrelang das Handwerk erlernen und dann lernen, man selbst zu sein. Das kann sogar dazu führen, dass der betreffende Künstler seine eigene Virtuosität unterdrückt. Die hohe Kunst der Kritik besteht darin, nicht nur das gut Gemachte zu benennen, sondern darüber hinaus die Individualität (Subjektivität) zu entdecken. Reime, Gegenständlichkeit und Melodien machen Kunst nicht schlecht, solange sie im Werk als Ausdruck von Subjektivität erscheinen. Ein Beispiel: die (gegenständlichen) Bilder von Edward Hopper „wissen“, was die abstrakte Kunst ist.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Laubeiter		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9945</link>

		<dc:creator><![CDATA[Laubeiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2020 08:04:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9940&quot;&gt;Sieglinde Geisel&lt;/a&gt;.

Lassen wir Ferrante zur Seite, nehmen wir Lyrik. Ich kann nicht folgen, dass Traditionen ausgereizt werden können. Bob Dylans Like a rolling stone nimmt Country Musik auf, Seamus Heaney setzt auf Reime und Strophen. Heaneys Werke erfreuen mich, weil sie dichte Geflechte sind, bei denen Worte wie Ranken die Form fast zum Verschwinden bringen und sie damit zum Vorschein bringen.
Für Ferrante heisst dass für mich: Ihre Form ist nicht traditioneller als die Vargas Llosas. Ihre Figur steht sowohl am Rand der Gesellschaft als auch mittendrin. Vargas Llosas Figuren sind häufiger entweder hier oder dort, so dass ich Ferrantes Erfindung komplexer finde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9940">Sieglinde Geisel</a>.</p>
<p>Lassen wir Ferrante zur Seite, nehmen wir Lyrik. Ich kann nicht folgen, dass Traditionen ausgereizt werden können. Bob Dylans Like a rolling stone nimmt Country Musik auf, Seamus Heaney setzt auf Reime und Strophen. Heaneys Werke erfreuen mich, weil sie dichte Geflechte sind, bei denen Worte wie Ranken die Form fast zum Verschwinden bringen und sie damit zum Vorschein bringen.<br />
Für Ferrante heisst dass für mich: Ihre Form ist nicht traditioneller als die Vargas Llosas. Ihre Figur steht sowohl am Rand der Gesellschaft als auch mittendrin. Vargas Llosas Figuren sind häufiger entweder hier oder dort, so dass ich Ferrantes Erfindung komplexer finde.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Matthias Hagedorn		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9943</link>

		<dc:creator><![CDATA[Matthias Hagedorn]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jul 2020 03:29:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=6099#comment-9943</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9940&quot;&gt;Sieglinde Geisel&lt;/a&gt;.

Ein weiterer Hinweis. Auf KUNO beschreibt Constanze Schmidt die Entfernung von Proust zu Pulp http://www.editiondaslabor.de/blog/2014/11/30/proust_and_pulp/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9940">Sieglinde Geisel</a>.</p>
<p>Ein weiterer Hinweis. Auf KUNO beschreibt Constanze Schmidt die Entfernung von Proust zu Pulp <a href="http://www.editiondaslabor.de/blog/2014/11/30/proust_and_pulp/" rel="nofollow ugc">http://www.editiondaslabor.de/blog/2014/11/30/proust_and_pulp/</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9940</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2020 20:11:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was ist eigentlich das Gegenteil von trivial? Anspruchsvoll? Seriös? Oder einfach Kunst? Es gibt Fälle, wo man die Unterscheidung m. E. klar treffen kann. Spannend wird es natürlich dort, wo es sich überschneidet. 
Die Frage nach dem Epigonalen, ob Ferrante ein Flaubert-Abklatsch sei, entscheidet sich für mich daran, ob daraus etwas Neues entsteht. Manchmal ist eine Tradition ausgereizt. In der Musik beispielsweise war die Tonalität irgendwann vorbei, man konnte sich in A-Dur nicht mehr weiterentwickeln, das Gleiche gilt für viele Formen der Lyrik. 
Trivial wird es ja oft dann, wenn eine verbrauchte Form weiter benutzt wird, als wäre sie noch frisch. Gerade der trash hat ja oft eine ironische Brechung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist eigentlich das Gegenteil von trivial? Anspruchsvoll? Seriös? Oder einfach Kunst? Es gibt Fälle, wo man die Unterscheidung m. E. klar treffen kann. Spannend wird es natürlich dort, wo es sich überschneidet.<br />
Die Frage nach dem Epigonalen, ob Ferrante ein Flaubert-Abklatsch sei, entscheidet sich für mich daran, ob daraus etwas Neues entsteht. Manchmal ist eine Tradition ausgereizt. In der Musik beispielsweise war die Tonalität irgendwann vorbei, man konnte sich in A-Dur nicht mehr weiterentwickeln, das Gleiche gilt für viele Formen der Lyrik.<br />
Trivial wird es ja oft dann, wenn eine verbrauchte Form weiter benutzt wird, als wäre sie noch frisch. Gerade der trash hat ja oft eine ironische Brechung.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Matthias Hagedorn		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9937</link>

		<dc:creator><![CDATA[Matthias Hagedorn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2020 15:14:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9930&quot;&gt;Laubeiter&lt;/a&gt;.

Dem Begriff &quot;Trash&quot; haftet der Hauch der Verruchtheit und des Nonkonformismus an. In Musik, Kunst oder Film gilt Trash als Bewegung, die im Klandestinen stattfindet und an der nur ein exklusiver Kreis nonkonformistischer Aussenseiter partizipiert. Dieser angeschmutzte Realismus entzieht sich der Rezeption in einer öffentlichen Institution. In der Reihe Gossenhefte zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsmöglichkeiten von populärkulturellen Tugenden nahe genug kommen http://www.editiondaslabor.de/blog/2014/11/11/perlen-des-trash-%c2%b7-revisited/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9930">Laubeiter</a>.</p>
<p>Dem Begriff &#8222;Trash&#8220; haftet der Hauch der Verruchtheit und des Nonkonformismus an. In Musik, Kunst oder Film gilt Trash als Bewegung, die im Klandestinen stattfindet und an der nur ein exklusiver Kreis nonkonformistischer Aussenseiter partizipiert. Dieser angeschmutzte Realismus entzieht sich der Rezeption in einer öffentlichen Institution. In der Reihe Gossenhefte zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsmöglichkeiten von populärkulturellen Tugenden nahe genug kommen <a href="http://www.editiondaslabor.de/blog/2014/11/11/perlen-des-trash-%c2%b7-revisited/" rel="nofollow ugc">http://www.editiondaslabor.de/blog/2014/11/11/perlen-des-trash-%c2%b7-revisited/</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Laubeiter		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-9930</link>

		<dc:creator><![CDATA[Laubeiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2020 11:59:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=6099#comment-9930</guid>

					<description><![CDATA[Wenn Hochliteratur und Trivialliteratur die Gegensätze wären, bei denen man mathematisch sagen kann, hier endet das Hohe und darunter beginnt das Niedere, dann ist es für viele Diskutierende eine Quelle der Zerstreuung zu streiten, in welche Schublade ein Buch zu werfen sei. Zwei Sachen: Ein Buch kann doch auch beides sein, hoch und trivial, oder? Entweder in Teilen so, in Teilen so, oder sogar in einem einzigen Teil so und so. Für mich eignen sich Borchert, Böll und Hemingway für solche Betrachtungen. Das Zweite: Ich finde die Behauptung absurd, Ferrantes Erzählperspektive habe etwas gemeinsam mit der Flauberts und sei deshalb trivial, weil eine Imitation nicht hoch sein könne sondern als trivial eingeordnet werden müsse. Was ist mit Fontanes Klau der Bovary? Was ist mit Smiths Adaptation von Forsters Howards End? Ich beurteile Bücher so wie Musik nach ihrem Klang. Wenn für jemand wie Steinfeld Ferrant abgedroschen klingt, sein Ding. Für mich klang sie neu und der Klang, den ihre Figuren erzeugen, hat in mir eine Weile Resonanz gehabt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Hochliteratur und Trivialliteratur die Gegensätze wären, bei denen man mathematisch sagen kann, hier endet das Hohe und darunter beginnt das Niedere, dann ist es für viele Diskutierende eine Quelle der Zerstreuung zu streiten, in welche Schublade ein Buch zu werfen sei. Zwei Sachen: Ein Buch kann doch auch beides sein, hoch und trivial, oder? Entweder in Teilen so, in Teilen so, oder sogar in einem einzigen Teil so und so. Für mich eignen sich Borchert, Böll und Hemingway für solche Betrachtungen. Das Zweite: Ich finde die Behauptung absurd, Ferrantes Erzählperspektive habe etwas gemeinsam mit der Flauberts und sei deshalb trivial, weil eine Imitation nicht hoch sein könne sondern als trivial eingeordnet werden müsse. Was ist mit Fontanes Klau der Bovary? Was ist mit Smiths Adaptation von Forsters Howards End? Ich beurteile Bücher so wie Musik nach ihrem Klang. Wenn für jemand wie Steinfeld Ferrant abgedroschen klingt, sein Ding. Für mich klang sie neu und der Klang, den ihre Figuren erzeugen, hat in mir eine Weile Resonanz gehabt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jürgen Kiel		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-563</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Kiel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Dec 2016 11:00:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=6099#comment-563</guid>

					<description><![CDATA[Ihrer Beschreibung des Künstlerischen in der Literatur stimme ich grundsätzlich zu. Ich befürchte allerdings die Konsequenz, dass die Literaturkritik unter Verwendung des Trivialen als des einzigen Gegenbegriffs zur Kunst ihre kritischen Segel streichen müsste, denn dann wäre so gut wie alles, was man auf den Rezensionstisch bekäme, vom Trivialen zumindest infiziert. Hinzu kommt die Erfahrung, dass der künstlerische Gehalt von Werken wie etwa der von Robert Walser erst nach einer gewissen Zeit wahrnehmbar wird, und zwar dann, wenn der Unterschied zu seinerzeit als irgendwie ähnlich empfundenen Texten erkennbar wird und sich die Form gegen den Stoff so durchgesetzt hat, dass das Werk „haltbar“ geworden ist.

Im Folgenden - lediglich als Anregung - meine persönlichen (naturgemäß großen und groben) Schubladen, welche sich immer dann knarrend öffnen, wenn ich Literaturbesprechungen lese oder höre:

1. Trivialliteratur: nach vorgegebenen Rezepten geschriebene Romane, deren einzige Botschaft ihr Schematismus ist. Findet man in Bahnhofsbuchhandlungen und wird fast nie im Feuilleton besprochen.

2. Infotainment-Literatur: in der Regel Romane, welche „Themen“ bzw. „Inhalte“, die in der Welt außerhalb der Literatur (also der Welt der Medien) zu einem gewissen Zeitpunkt als „wichtig“ erachtet werden, in bekannte Romanschemata „umsetzen“. Dieses „Wichtige“ wird manchmal fälschlicher Weise als das über reine Unterhaltung Hinausgehende gedeutet. (Solche Romane führen Sie unter „Irrtum Nr. 3“ an.) Darunter findet man gelegentlich Werke, die als Romane außerordentlich gut sind (und zu Recht gelobt werden). Allerdings sind sie als Kunst uninteressant, und zwar nicht wegen des schriftstellerischen Könnens des Autors, sondern wegen der „Einwickelästhetik“ (Albrecht Fabri), der sich diese Romane unterwerfen (und zwar auch dann, wenn sie keine plakative „These“ vor sich her tragen). Auch der dicke Roman über Frauenunterdrückung in Weitwegistan gehört hierher - das Unkünstlerische ist nicht die Frauenunterdrückung, sondern das „Über“.

3. Unterhaltungsliteratur: in der Regel Romane, die in erster Linie auf die Erzeugung kalkulierter Emotionen abzielen. Heutzutage finden sich darunter auch Werke nachweisbarer künstlerischer Qualität, die unter diesem Aspekt die Kategorie 2 (und 1 ohnehin) weit hinter sich lassen. Allerdings ist die Unterhaltungsliteratur dadurch definiert, dass sie Genreliteratur ist, d. h. sie muss sich an außerkünstlerische Gesetze halten. Dennoch sollte man bedenken, dass es eindeutige U-Literatur gibt, die von E-Literaten geschätzt und ausgebeutet wird (P. D. Wodehouse) und Schriftsteller mit künstlerischer Intention, die sich im Genre maskieren (Wolf Haas).

4. Literatur aller Genres und Formen, die als E-Literatur wahrgenommen werden möchte und aus diesem Grunde gern jene Mittel verwendet, die von anspruchsvollen Lesern und dem gehobenen Feuilleton als entsprechende Signale erkannt werden (z. B. extrem verschachtelte und komplexe Romane mit tausenden literarischen Anspielungen). Siehe „Irrtum Nr. 5“ (gute Beispiele, ich würde noch C. Kracht nennen).

5. Alle Literatur, in der sich vor allem die Subjektivität eines Künstlers ausdrückt. Literatur, die keine Zielgruppe im Sinne hat, sondern sich ihre Zielgruppe selbst schafft, zum Beispiel den Arno Schmidt-Leser. Wenn Peter Handke einen Krimi schriebe, würde auch dieser vor allem ein Werk von Peter Handke sein und keineswegs in Kategorie 3 landen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihrer Beschreibung des Künstlerischen in der Literatur stimme ich grundsätzlich zu. Ich befürchte allerdings die Konsequenz, dass die Literaturkritik unter Verwendung des Trivialen als des einzigen Gegenbegriffs zur Kunst ihre kritischen Segel streichen müsste, denn dann wäre so gut wie alles, was man auf den Rezensionstisch bekäme, vom Trivialen zumindest infiziert. Hinzu kommt die Erfahrung, dass der künstlerische Gehalt von Werken wie etwa der von Robert Walser erst nach einer gewissen Zeit wahrnehmbar wird, und zwar dann, wenn der Unterschied zu seinerzeit als irgendwie ähnlich empfundenen Texten erkennbar wird und sich die Form gegen den Stoff so durchgesetzt hat, dass das Werk „haltbar“ geworden ist.</p>
<p>Im Folgenden &#8211; lediglich als Anregung &#8211; meine persönlichen (naturgemäß großen und groben) Schubladen, welche sich immer dann knarrend öffnen, wenn ich Literaturbesprechungen lese oder höre:</p>
<p>1. Trivialliteratur: nach vorgegebenen Rezepten geschriebene Romane, deren einzige Botschaft ihr Schematismus ist. Findet man in Bahnhofsbuchhandlungen und wird fast nie im Feuilleton besprochen.</p>
<p>2. Infotainment-Literatur: in der Regel Romane, welche „Themen“ bzw. „Inhalte“, die in der Welt außerhalb der Literatur (also der Welt der Medien) zu einem gewissen Zeitpunkt als „wichtig“ erachtet werden, in bekannte Romanschemata „umsetzen“. Dieses „Wichtige“ wird manchmal fälschlicher Weise als das über reine Unterhaltung Hinausgehende gedeutet. (Solche Romane führen Sie unter „Irrtum Nr. 3“ an.) Darunter findet man gelegentlich Werke, die als Romane außerordentlich gut sind (und zu Recht gelobt werden). Allerdings sind sie als Kunst uninteressant, und zwar nicht wegen des schriftstellerischen Könnens des Autors, sondern wegen der „Einwickelästhetik“ (Albrecht Fabri), der sich diese Romane unterwerfen (und zwar auch dann, wenn sie keine plakative „These“ vor sich her tragen). Auch der dicke Roman über Frauenunterdrückung in Weitwegistan gehört hierher &#8211; das Unkünstlerische ist nicht die Frauenunterdrückung, sondern das „Über“.</p>
<p>3. Unterhaltungsliteratur: in der Regel Romane, die in erster Linie auf die Erzeugung kalkulierter Emotionen abzielen. Heutzutage finden sich darunter auch Werke nachweisbarer künstlerischer Qualität, die unter diesem Aspekt die Kategorie 2 (und 1 ohnehin) weit hinter sich lassen. Allerdings ist die Unterhaltungsliteratur dadurch definiert, dass sie Genreliteratur ist, d. h. sie muss sich an außerkünstlerische Gesetze halten. Dennoch sollte man bedenken, dass es eindeutige U-Literatur gibt, die von E-Literaten geschätzt und ausgebeutet wird (P. D. Wodehouse) und Schriftsteller mit künstlerischer Intention, die sich im Genre maskieren (Wolf Haas).</p>
<p>4. Literatur aller Genres und Formen, die als E-Literatur wahrgenommen werden möchte und aus diesem Grunde gern jene Mittel verwendet, die von anspruchsvollen Lesern und dem gehobenen Feuilleton als entsprechende Signale erkannt werden (z. B. extrem verschachtelte und komplexe Romane mit tausenden literarischen Anspielungen). Siehe „Irrtum Nr. 5“ (gute Beispiele, ich würde noch C. Kracht nennen).</p>
<p>5. Alle Literatur, in der sich vor allem die Subjektivität eines Künstlers ausdrückt. Literatur, die keine Zielgruppe im Sinne hat, sondern sich ihre Zielgruppe selbst schafft, zum Beispiel den Arno Schmidt-Leser. Wenn Peter Handke einen Krimi schriebe, würde auch dieser vor allem ein Werk von Peter Handke sein und keineswegs in Kategorie 3 landen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Elke Heinemann		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-8-trivialliteratur-ii/#comment-562</link>

		<dc:creator><![CDATA[Elke Heinemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Dec 2016 16:35:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Sieglinde:

dass Umkehrschlüsse nicht zwangsläufig zur Wahrheit führen, sondern häufig eher ins Absurde, liegt für mich auf der Hand: Nicht jeder, der alkoholabhängig ist, kann komponieren wie Beethoven - um ein triviales Beispiel zu bemühen. 

Ein paar Gedanken zu deinen Ausführungen:  

1. 
Autoren, die &quot;wieder erzählen können&quot;, erhalten doch seit rund zweieinhalb Jahrzehnten von der Literaturkritik kräftigen Applaus. Man kann etwas in großen Bögen nacherzählen, das nicht nur dem Fachpublikum zugänglich ist und daher verkäuflich - ein Labsal für Rezensenten, die sich auf diese Weise auch einen Namen machen. Auch Elena Ferrante ist umjubelt worden. Thomas Steinfeld hat hingegen erkannt, dass es sich hier um eine Erzählkonstruktion des 19. Jahrhunderts handelt, aus dem ja auch die von dir zitierte Flaubertsche Maxime stammt. Dass Ferrantes Prosa keine Hochliteratur ist, kann man genau an einem Beispiel erkennen, das du nennst: 

&quot;diese verbitterte, hasserfüllte, gefügige Angst&quot; 

Ein Mensch kann verbittert, hasserfüllt und gefügig sein, aber Angst ist ein Gefühl, das schwerlich selbst Gefühle haben kann wie Verbitterung und Hass; auch gefügig kann Angst nur in personalisierter Form sein, also in trivialisierter Form, die von einer Autorin bewusst gewählt werden kann aufgrund einer künstlerischen Absicht. Doch darauf lässt sich hier nicht schließen; vielmehr wird deutlich, dass Elena Ferrante schlichtweg solche Stilfehler unterlaufen. Und die &quot;effektvollen Lücken&quot;, die du in ihrem Text bewunderst, finden sich in jedem gut gemachten Fernsehkrimi auf Tatort-Niveau.

2.
Stephen King hat mich als Schreibratgeber auch beeindruckt, wobei seine Romane bei mir keine schlaflosen Nächte hervorriefen, sondern eher gegen Schlaflosigkeit halfen. Aber das ist sicher kein maßgebliches Kriterium des Trivialen, wobei ich Kings Werk, wie die meisten der von dir erwähnten Titel von Ferrante, Zeh etc., der Unterhaltungsliteratur zuordnen würde, die eben zwischen dem Trivialen und der Hochliteratur steht. Theoretisch. Praktisch sind die Übergänge sicher fließend. Klaus Modick schreibt sinngemäß, dass er sich nach einigen avantgardistischen Projekten, die sich schlecht verkaufen ließen, für eine intelligente Art der Unterhaltung abseits des Trivialen entschieden habe, weil er nicht nur vom Leben schreiben, sondern auch vom Schreiben leben wolle. 

3.
Die &quot;Heldenreise&quot;, die einem Drehbuchautor als Grundmuster für einen Unterhaltungsfilm dienen mag, wird ein gewitzter Interpret sicher sowohl in den Grimmschen Märchen als auch im &quot;Ulysses&quot; entdecken. Aber gerade &quot;Ulysses&quot; ist ein Beispiel dafür, dass Heldenreisen wie Märchen O-Ton-Literatur früherer Zeiten sind und daher formal und inhaltlich aktualisiert werden müssen, um eben nicht die Wiederholung der Wiederholung zu sein, wie sie sich in der Trivialliteratur findet, in der noch heute bitterarme Bauernmädchen als russische Großfürstinnen enttarnt werden.

4.
Jeder liest jeden Text  auf seine eigene Weise, egal, ob man ihn trivial, unterhaltsam, avantgardistisch o.ä. nennt. Und wenn Literaturkritik homogen ist, dann liegt es daran, dass sie innerhalb ihrer Lektürekonventionen bleiben muss, da die Zeitung einem literarischen Laienpublikum verkauft wird, das die Bücher, um die es in den Kritiken geht, verstehen möchte. 

5.
Tiefe ... &quot;das ist ein zu weites Feld.&quot; Denn nicht nur liest jeder einen Text auf seine eigene Weise, sondern empfindet auch Tiefe auf seine eigene Weise. Was dem einen bedeutungsvoll erscheint, mag auf den anderen unnötig verrätselt und banal wirken.

Soweit mit lieben Grüßen, Elke]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Sieglinde:</p>
<p>dass Umkehrschlüsse nicht zwangsläufig zur Wahrheit führen, sondern häufig eher ins Absurde, liegt für mich auf der Hand: Nicht jeder, der alkoholabhängig ist, kann komponieren wie Beethoven &#8211; um ein triviales Beispiel zu bemühen. </p>
<p>Ein paar Gedanken zu deinen Ausführungen:  </p>
<p>1.<br />
Autoren, die &#8222;wieder erzählen können&#8220;, erhalten doch seit rund zweieinhalb Jahrzehnten von der Literaturkritik kräftigen Applaus. Man kann etwas in großen Bögen nacherzählen, das nicht nur dem Fachpublikum zugänglich ist und daher verkäuflich &#8211; ein Labsal für Rezensenten, die sich auf diese Weise auch einen Namen machen. Auch Elena Ferrante ist umjubelt worden. Thomas Steinfeld hat hingegen erkannt, dass es sich hier um eine Erzählkonstruktion des 19. Jahrhunderts handelt, aus dem ja auch die von dir zitierte Flaubertsche Maxime stammt. Dass Ferrantes Prosa keine Hochliteratur ist, kann man genau an einem Beispiel erkennen, das du nennst: </p>
<p>&#8222;diese verbitterte, hasserfüllte, gefügige Angst&#8220; </p>
<p>Ein Mensch kann verbittert, hasserfüllt und gefügig sein, aber Angst ist ein Gefühl, das schwerlich selbst Gefühle haben kann wie Verbitterung und Hass; auch gefügig kann Angst nur in personalisierter Form sein, also in trivialisierter Form, die von einer Autorin bewusst gewählt werden kann aufgrund einer künstlerischen Absicht. Doch darauf lässt sich hier nicht schließen; vielmehr wird deutlich, dass Elena Ferrante schlichtweg solche Stilfehler unterlaufen. Und die &#8222;effektvollen Lücken&#8220;, die du in ihrem Text bewunderst, finden sich in jedem gut gemachten Fernsehkrimi auf Tatort-Niveau.</p>
<p>2.<br />
Stephen King hat mich als Schreibratgeber auch beeindruckt, wobei seine Romane bei mir keine schlaflosen Nächte hervorriefen, sondern eher gegen Schlaflosigkeit halfen. Aber das ist sicher kein maßgebliches Kriterium des Trivialen, wobei ich Kings Werk, wie die meisten der von dir erwähnten Titel von Ferrante, Zeh etc., der Unterhaltungsliteratur zuordnen würde, die eben zwischen dem Trivialen und der Hochliteratur steht. Theoretisch. Praktisch sind die Übergänge sicher fließend. Klaus Modick schreibt sinngemäß, dass er sich nach einigen avantgardistischen Projekten, die sich schlecht verkaufen ließen, für eine intelligente Art der Unterhaltung abseits des Trivialen entschieden habe, weil er nicht nur vom Leben schreiben, sondern auch vom Schreiben leben wolle. </p>
<p>3.<br />
Die &#8222;Heldenreise&#8220;, die einem Drehbuchautor als Grundmuster für einen Unterhaltungsfilm dienen mag, wird ein gewitzter Interpret sicher sowohl in den Grimmschen Märchen als auch im &#8222;Ulysses&#8220; entdecken. Aber gerade &#8222;Ulysses&#8220; ist ein Beispiel dafür, dass Heldenreisen wie Märchen O-Ton-Literatur früherer Zeiten sind und daher formal und inhaltlich aktualisiert werden müssen, um eben nicht die Wiederholung der Wiederholung zu sein, wie sie sich in der Trivialliteratur findet, in der noch heute bitterarme Bauernmädchen als russische Großfürstinnen enttarnt werden.</p>
<p>4.<br />
Jeder liest jeden Text  auf seine eigene Weise, egal, ob man ihn trivial, unterhaltsam, avantgardistisch o.ä. nennt. Und wenn Literaturkritik homogen ist, dann liegt es daran, dass sie innerhalb ihrer Lektürekonventionen bleiben muss, da die Zeitung einem literarischen Laienpublikum verkauft wird, das die Bücher, um die es in den Kritiken geht, verstehen möchte. </p>
<p>5.<br />
Tiefe &#8230; &#8222;das ist ein zu weites Feld.&#8220; Denn nicht nur liest jeder einen Text auf seine eigene Weise, sondern empfindet auch Tiefe auf seine eigene Weise. Was dem einen bedeutungsvoll erscheint, mag auf den anderen unnötig verrätselt und banal wirken.</p>
<p>Soweit mit lieben Grüßen, Elke</p>
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