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	Kommentare zu: Polit-Sekte und Facebook-Partei	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Wed, 05 Sep 2018 12:12:20 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>
		Von: Laubeiter		</title>
		<link>https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1479</link>

		<dc:creator><![CDATA[Laubeiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Sep 2018 12:12:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zur Diskussion über den Twitter-Eintrag zum Anteil von Kopftuchträgerinnen in der U7 in Berlin haben und der Aufforderung an Politiker, diesen Anteil zu ändern: Der Autor des Twitter-Eintrags beschreibt nicht nur einen hohen Anteil an Kopftuchträgerinnen in der U7 in Berlin, sondern der richtet an die Politiker die Aufforderung, diesen Anteil zu senken. Der Twitter-Autor schreibt aber nichts darüber, was er empfindet, wenn er in einer U-Bahn fährt, in der die Mehrheit der Frauen Kopftuchträgerinnen sind, er überspringt also einen Schritt. Der Twitter-Autor setzt wohl voraus, dass wir ahnen, dass ihm dieser Anteil nicht gefällt und dass ein geringerer Anteil an Kopftuchträgerinnen nicht nur von ihm, sondern auch noch von vielen anderen gewünscht würde. Politiker können vielleicht den Anteil an Einwanderern an der Gesamtbevölkerung steuern, aber die Segregation von BürgerInnen in Stadtteile und damit ein Anstieg von Kopftuchträgerinnen in Stadtteilen und U-Bahnen ist überall auf der Welt Alltag, in New York, London, Paris, Dakar, Johannisburg, Delhi, Singapur. Wem Kopftuchträgerinnen unheimlich sind, dem ist nicht so leicht zu helfen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Diskussion über den Twitter-Eintrag zum Anteil von Kopftuchträgerinnen in der U7 in Berlin haben und der Aufforderung an Politiker, diesen Anteil zu ändern: Der Autor des Twitter-Eintrags beschreibt nicht nur einen hohen Anteil an Kopftuchträgerinnen in der U7 in Berlin, sondern der richtet an die Politiker die Aufforderung, diesen Anteil zu senken. Der Twitter-Autor schreibt aber nichts darüber, was er empfindet, wenn er in einer U-Bahn fährt, in der die Mehrheit der Frauen Kopftuchträgerinnen sind, er überspringt also einen Schritt. Der Twitter-Autor setzt wohl voraus, dass wir ahnen, dass ihm dieser Anteil nicht gefällt und dass ein geringerer Anteil an Kopftuchträgerinnen nicht nur von ihm, sondern auch noch von vielen anderen gewünscht würde. Politiker können vielleicht den Anteil an Einwanderern an der Gesamtbevölkerung steuern, aber die Segregation von BürgerInnen in Stadtteile und damit ein Anstieg von Kopftuchträgerinnen in Stadtteilen und U-Bahnen ist überall auf der Welt Alltag, in New York, London, Paris, Dakar, Johannisburg, Delhi, Singapur. Wem Kopftuchträgerinnen unheimlich sind, dem ist nicht so leicht zu helfen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Herwig Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1428</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herwig Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2018 18:54:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Passendes Zitat! 
Wichtig in dieser Diskussion: Natürlich ist nicht jeder Wähler ein Sektenmitglied.
Zur Aufklärung über die AfD gehört aber unbedingt auch die Demonstration des Sektencharakters.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Passendes Zitat!<br />
Wichtig in dieser Diskussion: Natürlich ist nicht jeder Wähler ein Sektenmitglied.<br />
Zur Aufklärung über die AfD gehört aber unbedingt auch die Demonstration des Sektencharakters.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: T. Franke		</title>
		<link>https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1427</link>

		<dc:creator><![CDATA[T. Franke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2018 17:07:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1403&quot;&gt;Fritz Iff&lt;/a&gt;.

Von &quot;Kult&quot; sprach man zuletzt eher bei Obama. Eine Google-Suche nach &quot;Obama cult&quot; fördert zahllose Artikel zutage. Ich verlinke nur zwei:

Zitat: &quot;Barack Obama is a singular figure in the sense that his persona has been promoted and protected by major cultural institutions as no other political figure in our national history, to the extent of inviting moral indictments against anyone bringing any critique forward. This is, in essence, a true definition and characterization of worship.  The concept is not ill used or wrongly applied with regard to the Obama Cult.&quot;
https://www.americanthinker.com/articles/2017/05/the_obama_cult.html

Zitat: &quot;Obama lied to the American public, ended civil liberties as we know it, bombed the entire world but with a fantastic PR and social media page — and the liberal left including the media celebrated him.&quot;
https://tribune.com.pk/story/1329339/rise-obamas-cult/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1403">Fritz Iff</a>.</p>
<p>Von &#8222;Kult&#8220; sprach man zuletzt eher bei Obama. Eine Google-Suche nach &#8222;Obama cult&#8220; fördert zahllose Artikel zutage. Ich verlinke nur zwei:</p>
<p>Zitat: &#8222;Barack Obama is a singular figure in the sense that his persona has been promoted and protected by major cultural institutions as no other political figure in our national history, to the extent of inviting moral indictments against anyone bringing any critique forward. This is, in essence, a true definition and characterization of worship.  The concept is not ill used or wrongly applied with regard to the Obama Cult.&#8220;<br />
<a href="https://www.americanthinker.com/articles/2017/05/the_obama_cult.html" rel="nofollow ugc">https://www.americanthinker.com/articles/2017/05/the_obama_cult.html</a></p>
<p>Zitat: &#8222;Obama lied to the American public, ended civil liberties as we know it, bombed the entire world but with a fantastic PR and social media page — and the liberal left including the media celebrated him.&#8220;<br />
<a href="https://tribune.com.pk/story/1329339/rise-obamas-cult/" rel="nofollow ugc">https://tribune.com.pk/story/1329339/rise-obamas-cult/</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: T. Franke		</title>
		<link>https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1426</link>

		<dc:creator><![CDATA[T. Franke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2018 16:06:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1412&quot;&gt;Sieglinde Geisel&lt;/a&gt;.

Hallo Frau Geisel, 

ich glaube, Ihre Analyse ist falsch, und ich will versuchen, das zu erklären. 

Die &quot;Rechten&quot; (Sie meinten natürlich die Rechtsradikalen, aber warum sagen Sie es dann nicht so?) waren in den letzten Jahrzehnten keineswegs nur in Umfragen sichtbar, sondern immer wieder auch in Wahlergebnissen. Am bekanntesten der Aufstieg der Republikaner zur Zeit der Asylkrise um 1991. Diese Parteien haben immer dann Konjunktur, wenn die etablierten Parteien die Probleme nicht lösen. Ein anderes Beispiel ist Ronald Schill, den ich allerdings nicht als Rechtsradikalen einstufen möchte (seine Partei später dann schon). Auch hier wurden die Probleme in Hamburg einfach nicht gelöst. Es ging um Kriminalität, weniger um Zuwanderung.

Das Wahlergebnis der AfD in Neukölln war bei 11%. Allerdings muss man beachten, dass in Neukölln natürlich nur noch knapp die Hälfte der Einwohner &quot;Biodeutsche&quot; sind. Um es mit den Ostländern vergleichen zu können, muss man das Ergebnis der AfD also praktisch verdoppeln. Und schon sind Ost- und West-Ergebnisse auf gleichem Niveau.

In Freiburg im Breisgau wurde übrigens bei den Landtagswahlen 2016 eine Analyse gemacht, wie die Wähler mit Migrationshintergrund gewählt haben. Ergebnis: Während die etablierten Parteien alle etwa 10% Wähler mit MiHiGru hatten, waren es bei der AfD über 30%. Vermutlich viele Russlanddeutsche. Aber auch kemalistisch orientierte Türken sollen an den Ständen der AfD Interesse gezeigt haben, weil sie die Islampolitik in Deutschland nicht mehr verstehen. Die These, dass AfD gerade dort gewählt wird, wo wenig Migranten wohnen, ist also in vieler Hinsicht grundfalsch.

Zu den Kopftüchern gab es gerade eine Initiative von Terre des Femmes: Kopftücher sind also sehr wohl ein Problem, gerade bei Mädchen. Ich verlinke Ihnen den Artikel der Tagesschau (ja, das kommt in der Tagesschau, nicht nur bei facebook), und lade Sie ein, die dazu gehörige Petition zu unterzeichnen:
https://www.tagesschau.de/inland/kopftuch-143.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1412">Sieglinde Geisel</a>.</p>
<p>Hallo Frau Geisel, </p>
<p>ich glaube, Ihre Analyse ist falsch, und ich will versuchen, das zu erklären. </p>
<p>Die &#8222;Rechten&#8220; (Sie meinten natürlich die Rechtsradikalen, aber warum sagen Sie es dann nicht so?) waren in den letzten Jahrzehnten keineswegs nur in Umfragen sichtbar, sondern immer wieder auch in Wahlergebnissen. Am bekanntesten der Aufstieg der Republikaner zur Zeit der Asylkrise um 1991. Diese Parteien haben immer dann Konjunktur, wenn die etablierten Parteien die Probleme nicht lösen. Ein anderes Beispiel ist Ronald Schill, den ich allerdings nicht als Rechtsradikalen einstufen möchte (seine Partei später dann schon). Auch hier wurden die Probleme in Hamburg einfach nicht gelöst. Es ging um Kriminalität, weniger um Zuwanderung.</p>
<p>Das Wahlergebnis der AfD in Neukölln war bei 11%. Allerdings muss man beachten, dass in Neukölln natürlich nur noch knapp die Hälfte der Einwohner &#8222;Biodeutsche&#8220; sind. Um es mit den Ostländern vergleichen zu können, muss man das Ergebnis der AfD also praktisch verdoppeln. Und schon sind Ost- und West-Ergebnisse auf gleichem Niveau.</p>
<p>In Freiburg im Breisgau wurde übrigens bei den Landtagswahlen 2016 eine Analyse gemacht, wie die Wähler mit Migrationshintergrund gewählt haben. Ergebnis: Während die etablierten Parteien alle etwa 10% Wähler mit MiHiGru hatten, waren es bei der AfD über 30%. Vermutlich viele Russlanddeutsche. Aber auch kemalistisch orientierte Türken sollen an den Ständen der AfD Interesse gezeigt haben, weil sie die Islampolitik in Deutschland nicht mehr verstehen. Die These, dass AfD gerade dort gewählt wird, wo wenig Migranten wohnen, ist also in vieler Hinsicht grundfalsch.</p>
<p>Zu den Kopftüchern gab es gerade eine Initiative von Terre des Femmes: Kopftücher sind also sehr wohl ein Problem, gerade bei Mädchen. Ich verlinke Ihnen den Artikel der Tagesschau (ja, das kommt in der Tagesschau, nicht nur bei facebook), und lade Sie ein, die dazu gehörige Petition zu unterzeichnen:<br />
<a href="https://www.tagesschau.de/inland/kopftuch-143.html" rel="nofollow ugc">https://www.tagesschau.de/inland/kopftuch-143.html</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lars Hartmann		</title>
		<link>https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1425</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lars Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2018 15:49:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe heute zudem noch beim Stöbern ein schönes Zitat gefunden, das den Unterschied zwischen einer Sekte und einer Partei gut skizziert. Es stammt von dem süddeutschen Demokraten Julius Fröbel. Er war Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und wirkte bereits im Vormärz aktiv als Demokrat:

„Die Partei will ihren Separatzweck im Staate geltend machen, die Sekte den Staat mit ihrem Separatzweck überwinden. Die Partei will im Staate zur Herrschaft kommen, die Sekte den Staat ihrer Existenzform unterwerfen. Indem sie im Staate zur Herrschaft kommt, will die Partei sich in ihm auflösen, die Sekte will, indem sie den Staat in sich auflöst, zur Herrschaft kommen.“ (J. Fröbel, System der socialen Politik, S. 277)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe heute zudem noch beim Stöbern ein schönes Zitat gefunden, das den Unterschied zwischen einer Sekte und einer Partei gut skizziert. Es stammt von dem süddeutschen Demokraten Julius Fröbel. Er war Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und wirkte bereits im Vormärz aktiv als Demokrat:</p>
<p>„Die Partei will ihren Separatzweck im Staate geltend machen, die Sekte den Staat mit ihrem Separatzweck überwinden. Die Partei will im Staate zur Herrschaft kommen, die Sekte den Staat ihrer Existenzform unterwerfen. Indem sie im Staate zur Herrschaft kommt, will die Partei sich in ihm auflösen, die Sekte will, indem sie den Staat in sich auflöst, zur Herrschaft kommen.“ (J. Fröbel, System der socialen Politik, S. 277)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lars Hartmann		</title>
		<link>https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1420</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lars Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Aug 2018 07:35:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Deine Erläuterung, Sieglinde, scheint mir zu einfach in der Analyse. Facebook ist ein Medium, ein Katalysator für Fragen, die in der Luft lieg. Aber es ist nicht die Ursache. Ein Dammbruch war das Jahr 2015 als eine Vielzahl Flüchtlinge nach Deutschland kam. Angefangen bei den Bilder. Was von vielen Politikern dem Volk als Bereicherung nahegebracht wurde, ist als solche im Lauf des Prozesses nicht wahr- und angenommen worden, sondern führte im Gegenteil zu großen Verunsicherungen. Teils zu recht. Das reicht von nicht vorhandenen Geldern im Bereich von Schulen und anderen Gebieten der öffentlichen Daseinsvorsorge, die nun plötzlich, so im Denken der Leute für Flüchtlinge, lockergemacht werden können. Und auch wenn man sich die Kriminalstatistik für Straftaten besonders bei Sexualdelikten anguckt, ist dieser Verdacht, daß da eine Veränderung durchs Land geht, nicht ganz zu unrecht vorhanden. Da finden sich für das Jahr 2016 bei dem Tatbestand Vergewaltigung und sexuelle Nötigung fast ein Drittel der Tatverdächtigen aus migrantischem Milieu (2512 nichtdeutsche TV, 3964 deutsche TV, nachzulesen in der BKA-Statistik fürs Jahr 2016). Wer also auf diese von vielen Wählern gestellten Fragen keine Antwort geben mag oder kann, wird sich damit abfinden müssen, daß eine neue starke Kraft im Parlament mitmischt. Das politische Feld hat sich auf unabsehbare Zeit verschoben. Die AfD wird sogar trotz ihrer Fehler oder teils hanebüchener Aussagen wie von Höcke und Gauland gewählt. Das hat viele Ursachen: Teils weil die AfD als Partei wahrgenommen wird, die das etablierte Parteiensystem provoziert und herausfordert. Teils weil bei der SPD einerseits die alte sozialdemokratische Seite weggebrochen ist und bei der CDU der konservative Part abhandengekommen ist. Diese Lücke füllt die AfD. Das alles hat sehr wenig mit Facebook zu tun, viel aber mit der Flüchtlingskrise, die das Land veränderte. Zumal auf Fb sowieso von Linken bis Rechten die merkwürdigsten Milieus unterwegs sind, die ihre Meinungen zur Schau stellen, und Blasenbildungen sind dort über die Parteigrenzen hinweg anzutreffen. Man verlinkt die Artikel, die einem genehm sind und gibt sie als eine Wahrheit aus. Das eint alle Seiten dort. Selten entspinnen sich echte Debatten.

Ich weiß nicht, wann und wo Du zuletzt in Sachsen warst, Sieglinde, aber zunächst einmal gibt es auch im Osten bereits genügend &quot;Kopftücher&quot; - soviele zumindest, daß es ausreicht, Leute zu irritieren. Als Synonym für diese Spannungen mögen ansonsten Cottbus und Bautzen stehen, wobei ja die eigentlichen Troublemaker nicht die „Kopftücher“ sind, sondern jugendliche aggressive Migranten. Weiterhin haben Neukölln und Kreuzberg eine ganz andere Bevölkerungsstruktur und damit auch eine ganz andere Wählerschaft. Insofern hinkt der Vergleich. Bremerhaven übrigens und Wilhelmsburg in Hamburg hatten seinerzeit in den 80ern hohe Ausländeranteile. Und dort gab es auch eine (relativ) hohe Wählerschaft für rechtsextreme Parteien. Drittens ist die AfD kein Phänomen, das auf den Osten beschränkt ist. Diese Milieus sind immer schon da. Insofern ist Herwigs Hinweis auf die Sinus-Studie wichtig. Es ist nur die Frage, wer diese Menschen politisch einhegt oder eben freidrehen läßt. Und da sind jetzt die etablierten Parteien gefragt. Wegducken vor Problemen und das Verharren im alten Schema hilft inzwischen nicht mehr weiter. Die AfD hat nun nämlich genügend Geld, um aufzurüsten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deine Erläuterung, Sieglinde, scheint mir zu einfach in der Analyse. Facebook ist ein Medium, ein Katalysator für Fragen, die in der Luft lieg. Aber es ist nicht die Ursache. Ein Dammbruch war das Jahr 2015 als eine Vielzahl Flüchtlinge nach Deutschland kam. Angefangen bei den Bilder. Was von vielen Politikern dem Volk als Bereicherung nahegebracht wurde, ist als solche im Lauf des Prozesses nicht wahr- und angenommen worden, sondern führte im Gegenteil zu großen Verunsicherungen. Teils zu recht. Das reicht von nicht vorhandenen Geldern im Bereich von Schulen und anderen Gebieten der öffentlichen Daseinsvorsorge, die nun plötzlich, so im Denken der Leute für Flüchtlinge, lockergemacht werden können. Und auch wenn man sich die Kriminalstatistik für Straftaten besonders bei Sexualdelikten anguckt, ist dieser Verdacht, daß da eine Veränderung durchs Land geht, nicht ganz zu unrecht vorhanden. Da finden sich für das Jahr 2016 bei dem Tatbestand Vergewaltigung und sexuelle Nötigung fast ein Drittel der Tatverdächtigen aus migrantischem Milieu (2512 nichtdeutsche TV, 3964 deutsche TV, nachzulesen in der BKA-Statistik fürs Jahr 2016). Wer also auf diese von vielen Wählern gestellten Fragen keine Antwort geben mag oder kann, wird sich damit abfinden müssen, daß eine neue starke Kraft im Parlament mitmischt. Das politische Feld hat sich auf unabsehbare Zeit verschoben. Die AfD wird sogar trotz ihrer Fehler oder teils hanebüchener Aussagen wie von Höcke und Gauland gewählt. Das hat viele Ursachen: Teils weil die AfD als Partei wahrgenommen wird, die das etablierte Parteiensystem provoziert und herausfordert. Teils weil bei der SPD einerseits die alte sozialdemokratische Seite weggebrochen ist und bei der CDU der konservative Part abhandengekommen ist. Diese Lücke füllt die AfD. Das alles hat sehr wenig mit Facebook zu tun, viel aber mit der Flüchtlingskrise, die das Land veränderte. Zumal auf Fb sowieso von Linken bis Rechten die merkwürdigsten Milieus unterwegs sind, die ihre Meinungen zur Schau stellen, und Blasenbildungen sind dort über die Parteigrenzen hinweg anzutreffen. Man verlinkt die Artikel, die einem genehm sind und gibt sie als eine Wahrheit aus. Das eint alle Seiten dort. Selten entspinnen sich echte Debatten.</p>
<p>Ich weiß nicht, wann und wo Du zuletzt in Sachsen warst, Sieglinde, aber zunächst einmal gibt es auch im Osten bereits genügend &#8222;Kopftücher&#8220; &#8211; soviele zumindest, daß es ausreicht, Leute zu irritieren. Als Synonym für diese Spannungen mögen ansonsten Cottbus und Bautzen stehen, wobei ja die eigentlichen Troublemaker nicht die „Kopftücher“ sind, sondern jugendliche aggressive Migranten. Weiterhin haben Neukölln und Kreuzberg eine ganz andere Bevölkerungsstruktur und damit auch eine ganz andere Wählerschaft. Insofern hinkt der Vergleich. Bremerhaven übrigens und Wilhelmsburg in Hamburg hatten seinerzeit in den 80ern hohe Ausländeranteile. Und dort gab es auch eine (relativ) hohe Wählerschaft für rechtsextreme Parteien. Drittens ist die AfD kein Phänomen, das auf den Osten beschränkt ist. Diese Milieus sind immer schon da. Insofern ist Herwigs Hinweis auf die Sinus-Studie wichtig. Es ist nur die Frage, wer diese Menschen politisch einhegt oder eben freidrehen läßt. Und da sind jetzt die etablierten Parteien gefragt. Wegducken vor Problemen und das Verharren im alten Schema hilft inzwischen nicht mehr weiter. Die AfD hat nun nämlich genügend Geld, um aufzurüsten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: T. Franke		</title>
		<link>https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1416</link>

		<dc:creator><![CDATA[T. Franke]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2018 21:28:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=13669#comment-1416</guid>

					<description><![CDATA[Man sollte nicht vergessen, dass die AfD eine Reaktion auf reale Probleme ist, deren Lösung von den etablierten Parteien bis heute nicht geleistet wird. Das Buch von Franziska Schreiber beschreibt dieses Phänomen leider nur am Anfang, nicht aber am Ende des Buches. Am Anfang war die AfD nämlich keine Sekte und auch nicht rechtsradikal. Das entwickelte sich erst im Laufe der Zeit. Das Scheitern der AfD (ich meine ihre Rechtsradikalwerdung) bedeutet deshalb leider zugleich auch ein Stück weit das Scheitern unserer Demokratie, weil es nicht gelungen ist, legitime Anliegen demokratisch zu organisieren und auf angemessene Weise ins Parlament zu bringen.

-- Die Probleme sind immer noch nicht gelöst, und deshalb wählen auch viele AfD. Dass sie damit den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben versuchen, ist vielen nicht klar. Oder sie wissen es, und sehen den Unterschied zwischen Teufel und Beelzebub nicht mehr. Die AfD wird in dem Moment verzwergen und aufgrund ihrer lächerlichen Inkompetenz und erschreckenden Radikalität auch wieder ganz verschwinden, in dem die wichtigsten Probleme gelöst sind. Eurokrise. Asylkrise. Integrationskrise. Usw. usf.

-- Da unsere etablierten Parteien aber offenbar lieber ein Siechtum unseres politischen Systems hinnehmen, als sich ideologisch in Richtung Realität bewegen zu wollen, dürfte uns die AfD noch etwas länger erhalten bleiben.

-- Für Bayern kann man auf ein gutes Abschneiden der Freien Wähler hoffen: Eine demokratische Alternative. Warum gibt es das nur in Bayern?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man sollte nicht vergessen, dass die AfD eine Reaktion auf reale Probleme ist, deren Lösung von den etablierten Parteien bis heute nicht geleistet wird. Das Buch von Franziska Schreiber beschreibt dieses Phänomen leider nur am Anfang, nicht aber am Ende des Buches. Am Anfang war die AfD nämlich keine Sekte und auch nicht rechtsradikal. Das entwickelte sich erst im Laufe der Zeit. Das Scheitern der AfD (ich meine ihre Rechtsradikalwerdung) bedeutet deshalb leider zugleich auch ein Stück weit das Scheitern unserer Demokratie, weil es nicht gelungen ist, legitime Anliegen demokratisch zu organisieren und auf angemessene Weise ins Parlament zu bringen.</p>
<p>&#8212; Die Probleme sind immer noch nicht gelöst, und deshalb wählen auch viele AfD. Dass sie damit den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben versuchen, ist vielen nicht klar. Oder sie wissen es, und sehen den Unterschied zwischen Teufel und Beelzebub nicht mehr. Die AfD wird in dem Moment verzwergen und aufgrund ihrer lächerlichen Inkompetenz und erschreckenden Radikalität auch wieder ganz verschwinden, in dem die wichtigsten Probleme gelöst sind. Eurokrise. Asylkrise. Integrationskrise. Usw. usf.</p>
<p>&#8212; Da unsere etablierten Parteien aber offenbar lieber ein Siechtum unseres politischen Systems hinnehmen, als sich ideologisch in Richtung Realität bewegen zu wollen, dürfte uns die AfD noch etwas länger erhalten bleiben.</p>
<p>&#8212; Für Bayern kann man auf ein gutes Abschneiden der Freien Wähler hoffen: Eine demokratische Alternative. Warum gibt es das nur in Bayern?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1412</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2018 18:24:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=13669#comment-1412</guid>

					<description><![CDATA[Warum die Rechten plötzlich aus ihren Löchern kommen, nachdem sie jahrzehntelang nur in Umfragen sichtbar wurden? Offenbar spielt Facebook dabei eine wichtige Rolle. Früher schafften es einschlägige Wortmeldungen nicht einmal auf die Leserbriefseiten der Zeitungen, geschweige denn in den redaktionellen Teil, doch heute gibt es mit Facebook ein Forum, wo jeder sich äußern kann, so oft und so laut er möchte. Gerade sogenannte Superposter können die Stimmung in ihrem Fb-Umfeld nach rechts verschieben. Da geht es in der Tat nicht mehr um Argumente, sondern um Herdentrieb und Anpassung. Man bekommt das Gefühl, das sei jetzt die allgemeine Meinung. (Mich erstaunt ja auch, dass z.B. das zivilgesellschaftliche Engagement in Bezug auf Flüchtlinge im öffentlichen Diskurs kaum gespiegelt wird.) In der New York Times gab es zum Einfluss von Facebook auf die Gewalt gegen Flüchtlinge eine aufschlussreiche Recherche: https://www.nytimes.com/2018/08/21/world/europe/facebook-refugee-attacks-germany.html

Mit den von Lars bemühten Kopftüchern hat der Rechtsruck m. E. nichts zu tun. Sonst wäre die AfD nicht in Sachsen stärkste Partei (dort gibt es kaum Kopftücher), sondern in Kreuzberg und Neukölln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum die Rechten plötzlich aus ihren Löchern kommen, nachdem sie jahrzehntelang nur in Umfragen sichtbar wurden? Offenbar spielt Facebook dabei eine wichtige Rolle. Früher schafften es einschlägige Wortmeldungen nicht einmal auf die Leserbriefseiten der Zeitungen, geschweige denn in den redaktionellen Teil, doch heute gibt es mit Facebook ein Forum, wo jeder sich äußern kann, so oft und so laut er möchte. Gerade sogenannte Superposter können die Stimmung in ihrem Fb-Umfeld nach rechts verschieben. Da geht es in der Tat nicht mehr um Argumente, sondern um Herdentrieb und Anpassung. Man bekommt das Gefühl, das sei jetzt die allgemeine Meinung. (Mich erstaunt ja auch, dass z.B. das zivilgesellschaftliche Engagement in Bezug auf Flüchtlinge im öffentlichen Diskurs kaum gespiegelt wird.) In der New York Times gab es zum Einfluss von Facebook auf die Gewalt gegen Flüchtlinge eine aufschlussreiche Recherche: <a href="https://www.nytimes.com/2018/08/21/world/europe/facebook-refugee-attacks-germany.html" rel="nofollow ugc">https://www.nytimes.com/2018/08/21/world/europe/facebook-refugee-attacks-germany.html</a></p>
<p>Mit den von Lars bemühten Kopftüchern hat der Rechtsruck m. E. nichts zu tun. Sonst wäre die AfD nicht in Sachsen stärkste Partei (dort gibt es kaum Kopftücher), sondern in Kreuzberg und Neukölln.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Fritz Iff		</title>
		<link>https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1411</link>

		<dc:creator><![CDATA[Fritz Iff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2018 16:55:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=13669#comment-1411</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1403&quot;&gt;Fritz Iff&lt;/a&gt;.

Trump als Cult-Leader - das scheint ja momentan besonders offensichtlich zu sein, wobei man vermutlich auch solche &quot;Erklärungen&quot; als ungelöste Rätsel betrachten muss, frei nach Büchner: &quot;Was ist das, was da in uns so stupide ist, so herumlügt, den narzisstischen Milliardär, der noch nie irgendeinem etwas Gutes getan hat, als Volkshelden erscheinen lässt?&quot;
Im Juni hat ein Senator Aufsehen erregt, als er den Republikaner die Verkultung Trumps vorwarf: https://edition.cnn.com/2018/06/13/politics/bob-corker-cult-republicans/index.html
Hier war was im Independent: https://www.independent.co.uk/news/world/americas/donald-trump-cult-leader-make-america-great-again-alt-right-religion-nationalist-us-president-a8053996.html 
Hier sehr interessant: https://www.the-american-interest.com/2017/05/11/the-trump-cult/
Ebenfalls: https://psmag.com/news/a-sociologist-explains-the-similarities-between-cults-and-trumps-gop 
https://www.gq.com/story/the-cult-of-trump
Und im New York Magazine war auch was: http://nymag.com/daily/intelligencer/2018/06/the-gop-is-a-trump-cult-boasts-donald-trump-jr.html 
Das Kult-Ähnliche ist natürlich bei Trump am deutlichsten zu bemerken, in D erscheint die AfD-Kirche im Vergleich fast führungslos. Den &quot;unerschüttlichen Glauben&quot; scheinen aber trotzdem auch viele AfD-Fans zu haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1403">Fritz Iff</a>.</p>
<p>Trump als Cult-Leader &#8211; das scheint ja momentan besonders offensichtlich zu sein, wobei man vermutlich auch solche &#8222;Erklärungen&#8220; als ungelöste Rätsel betrachten muss, frei nach Büchner: &#8222;Was ist das, was da in uns so stupide ist, so herumlügt, den narzisstischen Milliardär, der noch nie irgendeinem etwas Gutes getan hat, als Volkshelden erscheinen lässt?&#8220;<br />
Im Juni hat ein Senator Aufsehen erregt, als er den Republikaner die Verkultung Trumps vorwarf: <a href="https://edition.cnn.com/2018/06/13/politics/bob-corker-cult-republicans/index.html" rel="nofollow ugc">https://edition.cnn.com/2018/06/13/politics/bob-corker-cult-republicans/index.html</a><br />
Hier war was im Independent: <a href="https://www.independent.co.uk/news/world/americas/donald-trump-cult-leader-make-america-great-again-alt-right-religion-nationalist-us-president-a8053996.html" rel="nofollow ugc">https://www.independent.co.uk/news/world/americas/donald-trump-cult-leader-make-america-great-again-alt-right-religion-nationalist-us-president-a8053996.html</a><br />
Hier sehr interessant: <a href="https://www.the-american-interest.com/2017/05/11/the-trump-cult/" rel="nofollow ugc">https://www.the-american-interest.com/2017/05/11/the-trump-cult/</a><br />
Ebenfalls: <a href="https://psmag.com/news/a-sociologist-explains-the-similarities-between-cults-and-trumps-gop" rel="nofollow ugc">https://psmag.com/news/a-sociologist-explains-the-similarities-between-cults-and-trumps-gop</a><br />
<a href="https://www.gq.com/story/the-cult-of-trump" rel="nofollow ugc">https://www.gq.com/story/the-cult-of-trump</a><br />
Und im New York Magazine war auch was: <a href="http://nymag.com/daily/intelligencer/2018/06/the-gop-is-a-trump-cult-boasts-donald-trump-jr.html" rel="nofollow ugc">http://nymag.com/daily/intelligencer/2018/06/the-gop-is-a-trump-cult-boasts-donald-trump-jr.html</a><br />
Das Kult-Ähnliche ist natürlich bei Trump am deutlichsten zu bemerken, in D erscheint die AfD-Kirche im Vergleich fast führungslos. Den &#8222;unerschüttlichen Glauben&#8220; scheinen aber trotzdem auch viele AfD-Fans zu haben.</p>
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		<title>
		Von: Herwig Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1409</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herwig Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Aug 2018 07:49:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=13669#comment-1409</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1408&quot;&gt;Lars Hartmann&lt;/a&gt;.

Das Potential für rechtes Denken hat es immer gegeben, es gibt nun die dazu passende Partei. Immer wieder fast schon redundant weise ich auf die SINUS-Studie von 1981 hin:
https://www.google.com/url?sa=t&#038;rct=j&#038;q=&#038;esrc=s&#038;source=web&#038;cd=1&#038;cad=rja&#038;uact=8&#038;ved=2ahUKEwiy9rC31ILdAhUB3KQKHchABzQQFjAAegQIARAB&#038;url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2F1981%2F20%2Fkeine-gefahr-von-rechts&#038;usg=AOvVaw167LJwX4RXz41EJSlDjS_Z

Politsekten kannte ich sonst eher von links, übrigens mit keinem geringeren Wahrheitsanspruch als die AfD ausgestattet. Mit einem klitzekleinen Unterschied: Die bekamen höchstens 0,5% der abgegebenen Stimmen. 

Warum eine so große Scharr einer rechten Politsekte hinterherläuft, bleibt erklärungsbedürftig. Verführbarkeit spielt sicherlich hinein. Entwertungserfahrungen. Sicher. Aber das erklärt lediglich, warum sie die afd WÄHLEN, nicht aber, warum sie die A F D! wählen. 

Wieso traut sich nun das oben beschriebene, völkische Potential an die Öffentlichkeit, das offenbar jahrzehntelang gehemmt-aggressiv an der Kette lag? Gibt es auch hier Zusammenhänge zur deutschen Einheit? Könnte es sein, das diejenigen, die sich als Hüter der Beißhemmung in der deutschen Gesellschaft verstanden - also die Linke -  durch den Sturm der deutschen Einheit historisch unglaubwürdig geworden waren? Oder durch ein merkwürdiges Diskursgebaren, oder durch beides? Jedenfalls schein mir, ganz allgemein gespochen, wichtig zu sein, dass die (west)deutsche Linke 1989 nicht verstanden hat, bis heute nicht. Und nicht verstanden hat, warum sie in Ostdeutschland kaum das Bein auf die Erde bekam.
Das sind so improvisierte Fragen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/polit-sekte-und-facebook-partei/#comment-1408">Lars Hartmann</a>.</p>
<p>Das Potential für rechtes Denken hat es immer gegeben, es gibt nun die dazu passende Partei. Immer wieder fast schon redundant weise ich auf die SINUS-Studie von 1981 hin:<br />
<a href="https://www.google.com/url?sa=t&#038;rct=j&#038;q=&#038;esrc=s&#038;source=web&#038;cd=1&#038;cad=rja&#038;uact=8&#038;ved=2ahUKEwiy9rC31ILdAhUB3KQKHchABzQQFjAAegQIARAB&#038;url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2F1981%2F20%2Fkeine-gefahr-von-rechts&#038;usg=AOvVaw167LJwX4RXz41EJSlDjS_Z" rel="nofollow ugc">https://www.google.com/url?sa=t&#038;rct=j&#038;q=&#038;esrc=s&#038;source=web&#038;cd=1&#038;cad=rja&#038;uact=8&#038;ved=2ahUKEwiy9rC31ILdAhUB3KQKHchABzQQFjAAegQIARAB&#038;url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2F1981%2F20%2Fkeine-gefahr-von-rechts&#038;usg=AOvVaw167LJwX4RXz41EJSlDjS_Z</a></p>
<p>Politsekten kannte ich sonst eher von links, übrigens mit keinem geringeren Wahrheitsanspruch als die AfD ausgestattet. Mit einem klitzekleinen Unterschied: Die bekamen höchstens 0,5% der abgegebenen Stimmen. </p>
<p>Warum eine so große Scharr einer rechten Politsekte hinterherläuft, bleibt erklärungsbedürftig. Verführbarkeit spielt sicherlich hinein. Entwertungserfahrungen. Sicher. Aber das erklärt lediglich, warum sie die afd WÄHLEN, nicht aber, warum sie die A F D! wählen. </p>
<p>Wieso traut sich nun das oben beschriebene, völkische Potential an die Öffentlichkeit, das offenbar jahrzehntelang gehemmt-aggressiv an der Kette lag? Gibt es auch hier Zusammenhänge zur deutschen Einheit? Könnte es sein, das diejenigen, die sich als Hüter der Beißhemmung in der deutschen Gesellschaft verstanden &#8211; also die Linke &#8211;  durch den Sturm der deutschen Einheit historisch unglaubwürdig geworden waren? Oder durch ein merkwürdiges Diskursgebaren, oder durch beides? Jedenfalls schein mir, ganz allgemein gespochen, wichtig zu sein, dass die (west)deutsche Linke 1989 nicht verstanden hat, bis heute nicht. Und nicht verstanden hat, warum sie in Ostdeutschland kaum das Bein auf die Erde bekam.<br />
Das sind so improvisierte Fragen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
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