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	Kommentare zu: Page-99-Test: Georg Klein	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 May 2018 08:31:37 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-914</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2018 08:31:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-913&quot;&gt;Peter&lt;/a&gt;.

Eine interessante These: Dann wäre das Buch so künstlich wie der Büroalltag? Die &quot;Abkehr vom Menschlichen&quot; als literarisches Projekt? Am liebsten würde ich das jetzt gleich am ganzen Roman nachprüfen. Leider fehlt mir im Moment aufgrund von 1001 Dringlichkeit die Zeit dazu - vielleicht gibt es weitere Stimmen von Lesern, die den Page-99-Test am Gesamttext testen können? Würde mich freuen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-913">Peter</a>.</p>
<p>Eine interessante These: Dann wäre das Buch so künstlich wie der Büroalltag? Die &#8222;Abkehr vom Menschlichen&#8220; als literarisches Projekt? Am liebsten würde ich das jetzt gleich am ganzen Roman nachprüfen. Leider fehlt mir im Moment aufgrund von 1001 Dringlichkeit die Zeit dazu &#8211; vielleicht gibt es weitere Stimmen von Lesern, die den Page-99-Test am Gesamttext testen können? Würde mich freuen!</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Peter		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-913</link>

		<dc:creator><![CDATA[Peter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 May 2018 21:39:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Keine Ahnung, ich bin kein Literaturkritiker, dennoch habe ich dieses &quot;seltsame&quot; Buch verschlungen. Wahrscheinlich, weil ich ein Büromensch bin. Seltsam gekünstelt und manieristisch sind bei genauer Betrachtung die ganzen Zwänge und &quot;guten Gepflogenheiten&quot; des menschlichen(?) Büroalltags, das künstliche Korsett, d h. eigentlich die Abkehr vom Menschlichen...dass seltsam gekünstelt wirkende Sätze, den Inhalt mit Nachdruck verstärken...schonmal in Besprechungen in einem Großkonzern teilgenommen? Inhaltsleere Floskeln...aber cool und intelligent müssen sie klingen? Für mich hat sein Buch funktioniert, wenn es mich auch ratlos hinterlassen hat...übrigens Bob Ross zeichnet auch nicht nur mit Bleistift rohe Formen, nein er nimmt Titanium White und Prussian Blue auf seine Palette, um &quot;Farbe&quot; in das was er ausdrücken will zu legen...er endet auch nicht damit, nur einen Busch zu malen (Redundanzen!), sondern er malt viele, sehr viele und er erklärt auch jeden Busch, jeden einzelnen &quot;It&#039;s up to you&quot;...Bob Ross mag man nicht für einen Künstler halten, aber seine &quot;Kunst&quot; besteht nicht nur aus dem Ergebnis, dem reinen, vermittelten Inhalt...es ist seine Person, sein Erklären, sein Sprachduktus, seine Farbwahl, seine Person an sich. Bei dieser Art bleibt auch mehr erhalten, da viele Sinne/Ebenen (Anker?) angesprochen werden...wie auch immer...nur mein 2 cents.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Ahnung, ich bin kein Literaturkritiker, dennoch habe ich dieses &#8222;seltsame&#8220; Buch verschlungen. Wahrscheinlich, weil ich ein Büromensch bin. Seltsam gekünstelt und manieristisch sind bei genauer Betrachtung die ganzen Zwänge und &#8222;guten Gepflogenheiten&#8220; des menschlichen(?) Büroalltags, das künstliche Korsett, d h. eigentlich die Abkehr vom Menschlichen&#8230;dass seltsam gekünstelt wirkende Sätze, den Inhalt mit Nachdruck verstärken&#8230;schonmal in Besprechungen in einem Großkonzern teilgenommen? Inhaltsleere Floskeln&#8230;aber cool und intelligent müssen sie klingen? Für mich hat sein Buch funktioniert, wenn es mich auch ratlos hinterlassen hat&#8230;übrigens Bob Ross zeichnet auch nicht nur mit Bleistift rohe Formen, nein er nimmt Titanium White und Prussian Blue auf seine Palette, um &#8222;Farbe&#8220; in das was er ausdrücken will zu legen&#8230;er endet auch nicht damit, nur einen Busch zu malen (Redundanzen!), sondern er malt viele, sehr viele und er erklärt auch jeden Busch, jeden einzelnen &#8222;It&#8217;s up to you&#8220;&#8230;Bob Ross mag man nicht für einen Künstler halten, aber seine &#8222;Kunst&#8220; besteht nicht nur aus dem Ergebnis, dem reinen, vermittelten Inhalt&#8230;es ist seine Person, sein Erklären, sein Sprachduktus, seine Farbwahl, seine Person an sich. Bei dieser Art bleibt auch mehr erhalten, da viele Sinne/Ebenen (Anker?) angesprochen werden&#8230;wie auch immer&#8230;nur mein 2 cents.</p>
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		<title>
		Von: Mirco		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-907</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mirco]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Apr 2018 20:23:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Klarer Fall von Bewusstseinstrübung durch Altfischvergiftung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klarer Fall von Bewusstseinstrübung durch Altfischvergiftung.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-898</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Apr 2018 13:33:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-895&quot;&gt;Jürgen Theobaldy&lt;/a&gt;.

Vielen Dank, Jürgen Theobaldy, für Ihren Einspruch! Das kommt davon, wenn man Zitate nicht nachprüft, Asche auf mein Haupt. Immerhin weiß ich jetzt, wie die Verwechslung zustande kam (Gedächtnispannen sind ja nie zufällig). Ich hatte dabei an die &quot;freundliche Anpassung ans Gewünschte&quot; gedacht, und ich hoffe jetzt einfach, dass das tatsächlich von Adorno stammt. Ich habe es vor Jahren aufgeschnappt, allerdings aus einer verlässlichen Quelle...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-895">Jürgen Theobaldy</a>.</p>
<p>Vielen Dank, Jürgen Theobaldy, für Ihren Einspruch! Das kommt davon, wenn man Zitate nicht nachprüft, Asche auf mein Haupt. Immerhin weiß ich jetzt, wie die Verwechslung zustande kam (Gedächtnispannen sind ja nie zufällig). Ich hatte dabei an die &#8222;freundliche Anpassung ans Gewünschte&#8220; gedacht, und ich hoffe jetzt einfach, dass das tatsächlich von Adorno stammt. Ich habe es vor Jahren aufgeschnappt, allerdings aus einer verlässlichen Quelle&#8230;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jürgen Theobaldy		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-895</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Theobaldy]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Apr 2018 19:39:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-888&quot;&gt;Sieglinde Geisel&lt;/a&gt;.

Meinen Sie im Ernst, das Zitat von der Absicht, die verstimmt, wenn man sie bemerkt, sei von Adorno? Dann sollten Sie in Ihrem Seminar mal die alte Ware &quot;Torquato Tasso&quot; von Goethe lesen (lassen). Und &quot;Stil ist, wenn man&#039;s nicht merkt&quot;? Also nichts gegen Felicitas Hoppe, aber Stil ist das erste, was man merkt - und weshalb man weiterlesen will oder nicht; da braucht&#039;s keinen Blick auf die Seite 99.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-888">Sieglinde Geisel</a>.</p>
<p>Meinen Sie im Ernst, das Zitat von der Absicht, die verstimmt, wenn man sie bemerkt, sei von Adorno? Dann sollten Sie in Ihrem Seminar mal die alte Ware &#8222;Torquato Tasso&#8220; von Goethe lesen (lassen). Und &#8222;Stil ist, wenn man&#8217;s nicht merkt&#8220;? Also nichts gegen Felicitas Hoppe, aber Stil ist das erste, was man merkt &#8211; und weshalb man weiterlesen will oder nicht; da braucht&#8217;s keinen Blick auf die Seite 99.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-888</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Mar 2018 11:36:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Jürgen Kiel: &quot;Handelt es sich bei Georg Klein lediglich um einen versierten Manieristen, dem es gelungen ist, im Literaturbetrieb sein Markenzeichen zu setzen? Oder um einen bedeutenden Künstler?&quot; Das ist in der Tat die entscheidende Frage. Es gibt die Tendenz, einen Künstler für einen brillanten Stilisten (Stilisten sind immer brillant...) zu halten, allein deshalb, weil er die Sprache zum Thema macht. Doch das kann man eben auch wieder auf belanglose oder bedeutende Weise tun, und das Urteil darüber ist die eigentliche Aufgabe jeder Literaturkritik, die diesen Namen verdient.
Vielleicht liegt es an der Ausbildung von Literaturwissenschaftlern. In meinem Literaturkritikseminar an der FU erlebe ich immer wieder, dass ein Student in seiner Rezension einen Satz zitiert, bei dem alle Alarmglocken bimmeln müssten. Doch das Zitat dient dann nur der eleganten Inhaltsangabe, kein Wort über den Stil Wenn ich darauf hinweise, dass der Satz vom Alltagsdeutschen abweiche, dann ist das dem betreffenden Studenten natürlich auch aufgefallen. Nur weiß er nicht: &quot;Ist das jetzt genial, oder ist es Mist?&quot; Im Literaturstudium lernt man zwar das virtuose Interpretieren und Analysieren von Texten, die zumeist dem Kanon entstammen, also den Test der Zeit bestanden haben. Für das Beurteilen von frischer Ware bekommt man an der Uni keine Handhabe. 
Ich zweifle weder an den guten Absichten von Georg Klein noch an Fleiß und Akribie. Nur hat das in der Kunst nichts zu besagen. Damit kann man auch Kunstgewerbliches herstellen (worum es sich m. E. hier handelt). Wie sagte Adorno: &quot;Man merkt die Absicht und ist verstimmt.&quot; Kunst entsteht nicht durch den Willen zur Kunst, sondern durch alchemistische Vorgänge, die wohl niemand wirklich durchschaut (das ginge auch nicht, sobald es aufzuschlüsseln wäre, wäre es zu begrenzt). 
Mit anderen Worten: &quot;Stil ist, wenn man&#039;s nicht merkt.&quot; (Felicitas Hoppe)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Jürgen Kiel: &#8222;Handelt es sich bei Georg Klein lediglich um einen versierten Manieristen, dem es gelungen ist, im Literaturbetrieb sein Markenzeichen zu setzen? Oder um einen bedeutenden Künstler?&#8220; Das ist in der Tat die entscheidende Frage. Es gibt die Tendenz, einen Künstler für einen brillanten Stilisten (Stilisten sind immer brillant&#8230;) zu halten, allein deshalb, weil er die Sprache zum Thema macht. Doch das kann man eben auch wieder auf belanglose oder bedeutende Weise tun, und das Urteil darüber ist die eigentliche Aufgabe jeder Literaturkritik, die diesen Namen verdient.<br />
Vielleicht liegt es an der Ausbildung von Literaturwissenschaftlern. In meinem Literaturkritikseminar an der FU erlebe ich immer wieder, dass ein Student in seiner Rezension einen Satz zitiert, bei dem alle Alarmglocken bimmeln müssten. Doch das Zitat dient dann nur der eleganten Inhaltsangabe, kein Wort über den Stil Wenn ich darauf hinweise, dass der Satz vom Alltagsdeutschen abweiche, dann ist das dem betreffenden Studenten natürlich auch aufgefallen. Nur weiß er nicht: &#8222;Ist das jetzt genial, oder ist es Mist?&#8220; Im Literaturstudium lernt man zwar das virtuose Interpretieren und Analysieren von Texten, die zumeist dem Kanon entstammen, also den Test der Zeit bestanden haben. Für das Beurteilen von frischer Ware bekommt man an der Uni keine Handhabe.<br />
Ich zweifle weder an den guten Absichten von Georg Klein noch an Fleiß und Akribie. Nur hat das in der Kunst nichts zu besagen. Damit kann man auch Kunstgewerbliches herstellen (worum es sich m. E. hier handelt). Wie sagte Adorno: &#8222;Man merkt die Absicht und ist verstimmt.&#8220; Kunst entsteht nicht durch den Willen zur Kunst, sondern durch alchemistische Vorgänge, die wohl niemand wirklich durchschaut (das ginge auch nicht, sobald es aufzuschlüsseln wäre, wäre es zu begrenzt).<br />
Mit anderen Worten: &#8222;Stil ist, wenn man&#8217;s nicht merkt.&#8220; (Felicitas Hoppe)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jürgen Kiel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-887</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Kiel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Mar 2018 09:59:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Man könnte Georg Klein zu den wenigen Gegenwartsschriftstellern zählen, die Anschluss an die Moderne suchen. Moderne in dem Sinne, dass der Roman nicht die Welt unvermittelt zum Thema macht, sondern die Sprache, ohne deren Vermittlung wir nicht über die Welt verfügen. Dies ist ein explizit künstlerischer Anspruch, da alles der Form untergeordnet wird, daher auch die Genreelemente, die leichter in ein uneigentliches Spiel verwandelt werden können, als das bei gegenwartsrealistischem Material vermutlich möglich wäre. Die Frage, die sich mir bei Georg Klein immer wieder stellt, und auf die ich in der Literaturkritik noch keine Antwort gefunden habe, lautet: Handelt es sich bei Georg Klein lediglich um einen versierten Manieristen, dem es gelungen ist, im Literaturbetrieb sein Markenzeichen zu setzen? Oder um einen bedeutenden Künstler? Letzteres wäre m. E. nur dann der Fall, wenn der Leser die Chance hätte, durch Reflexion seiner spezifischen Romansprache zu deren eigentlicher Semantik durchzudringen. 
Klein wird häufig als akribischer, origineller Stilist gelobt. Parallelen zu Kafka, die auch schon angestellt wurden, gehen m. E. fehl, da Kafkas Prosa geradezu programmatisch antimanieristisch ist. Ein Georg Klein-Kritiker (Ulrich Greiner) schrieb 2004: „Ich verstehe nicht, wie man in solch getüftelten Gespreiztheiten große Sprachkunst erkennen kann.“
Als Klein auftauchte, war ich auf seiner Seite, weil er anders war. Mittlerweile neige ich Greiner zu, es sei denn, jemand käme und bewiese ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man könnte Georg Klein zu den wenigen Gegenwartsschriftstellern zählen, die Anschluss an die Moderne suchen. Moderne in dem Sinne, dass der Roman nicht die Welt unvermittelt zum Thema macht, sondern die Sprache, ohne deren Vermittlung wir nicht über die Welt verfügen. Dies ist ein explizit künstlerischer Anspruch, da alles der Form untergeordnet wird, daher auch die Genreelemente, die leichter in ein uneigentliches Spiel verwandelt werden können, als das bei gegenwartsrealistischem Material vermutlich möglich wäre. Die Frage, die sich mir bei Georg Klein immer wieder stellt, und auf die ich in der Literaturkritik noch keine Antwort gefunden habe, lautet: Handelt es sich bei Georg Klein lediglich um einen versierten Manieristen, dem es gelungen ist, im Literaturbetrieb sein Markenzeichen zu setzen? Oder um einen bedeutenden Künstler? Letzteres wäre m. E. nur dann der Fall, wenn der Leser die Chance hätte, durch Reflexion seiner spezifischen Romansprache zu deren eigentlicher Semantik durchzudringen.<br />
Klein wird häufig als akribischer, origineller Stilist gelobt. Parallelen zu Kafka, die auch schon angestellt wurden, gehen m. E. fehl, da Kafkas Prosa geradezu programmatisch antimanieristisch ist. Ein Georg Klein-Kritiker (Ulrich Greiner) schrieb 2004: „Ich verstehe nicht, wie man in solch getüftelten Gespreiztheiten große Sprachkunst erkennen kann.“<br />
Als Klein auftauchte, war ich auf seiner Seite, weil er anders war. Mittlerweile neige ich Greiner zu, es sei denn, jemand käme und bewiese &#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: soerenheim		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-886</link>

		<dc:creator><![CDATA[soerenheim]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Mar 2018 09:00:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe den Sound des Romans in meiner  
&lt;a href=&quot;https://soerenheim.wordpress.com/2018/03/14/buchpreisprognosen-leipzig-edition-iv-miakro-von-georg-klein/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Leseproben-Prognose&lt;/a&gt; so beschrieben:

 &quot;Miakro klingt, als habe sich Martin Heidegger persönlich entschlossen in Imitation der Sprache epigonaler Autoren des mittleren 19. Jahrhunderts einen Science Fiction Roman zu verfassen.&quot;

Der Klappentext klingt übrigens genauso. Und wirklich zum Setting scheint das auch nicht zu passen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe den Sound des Romans in meiner<br />
<a href="https://soerenheim.wordpress.com/2018/03/14/buchpreisprognosen-leipzig-edition-iv-miakro-von-georg-klein/" rel="nofollow">Leseproben-Prognose</a> so beschrieben:</p>
<p> &#8222;Miakro klingt, als habe sich Martin Heidegger persönlich entschlossen in Imitation der Sprache epigonaler Autoren des mittleren 19. Jahrhunderts einen Science Fiction Roman zu verfassen.&#8220;</p>
<p>Der Klappentext klingt übrigens genauso. Und wirklich zum Setting scheint das auch nicht zu passen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alex Wegener		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-885</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alex Wegener]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2018 12:20:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das kann ich mich nur dem Kommentar von Herrn Schimmang anschließen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das kann ich mich nur dem Kommentar von Herrn Schimmang anschließen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jochen Schimmang		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-georg-klein/#comment-882</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jochen Schimmang]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Mar 2018 08:39:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Oldenburg gibt es einen Shop mit Bastelbedarf, genannt &quot;Der Bastelkönig&quot;. Da kölnnte Georg Klein Geschäftsführer sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Oldenburg gibt es einen Shop mit Bastelbedarf, genannt &#8222;Der Bastelkönig&#8220;. Da kölnnte Georg Klein Geschäftsführer sein.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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