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	Kommentare zu: Page-99-Test: Frank Schätzing	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Mon, 25 Jun 2018 08:55:55 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-frank-schaetzing/#comment-965</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jun 2018 08:55:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-99-test-frank-schaetzing/#comment-964&quot;&gt;Martin Lechner&lt;/a&gt;.

Das ist ein berechtigter Einwand. Es gibt für mich das Kriterium der Plausibilität. Im Roman wird eine eigene Welt geschaffen, die ihren eigenen Gesetzen folgt, jedenfalls wenn wir es tatsächlich mit Kunst zu tun haben und nicht mit einer nach Schema X hergestellten, konsumierbaren Ware. Doch diese Welt muss in sich stimmig sein. &quot;Was, wenn es einen gibt, der so redet?&quot; Den muss es natürlich nicht in der Welt außerhalb des Romans geben, aber es muss in der Welt des Romans glaubwürdig sein. Das meinen Sie ja mit der Frage, ob es einen Sinn hat, dass die Schätzingfiguren so reden, wie sie reden. 
In diesem Sinn müsste ich mein Urteil dahingehend präzisieren, dass ich mir auch innerhalb des Romans nicht vorstellen kann, dass jemand so redet. Es wirkte für mich in diesem Roman unnatürlich, papieren, ausgedacht. Wobei mir klar ist, dass der Roman ohnehin etwas Ausgedachtes, also Gemachtes ist - nur: Kunst ist es eben dann, wenn man ihm das Gemachte nicht mehr ansieht (außer natürlich, wenn der Verweis auf das eigene Gemachtsein Teil des Kunstwerks ist, also eine innere Gesetzmäßigkeit entwickelt). Flaubert hat das in seinen Briefen sehr schön formuliert: Der Autor sollte in seinem Werk anwesend sein wie Gott, er hat alles geschaffen, ist jedoch selbst unsichtbar. Und diese Forderung (die ja nur für irgendwie &quot;realistische&quot; Literatur gelten kann), wird für mich nicht erfüllt, wenn ich in der Figurenrede den Autor spüre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-99-test-frank-schaetzing/#comment-964">Martin Lechner</a>.</p>
<p>Das ist ein berechtigter Einwand. Es gibt für mich das Kriterium der Plausibilität. Im Roman wird eine eigene Welt geschaffen, die ihren eigenen Gesetzen folgt, jedenfalls wenn wir es tatsächlich mit Kunst zu tun haben und nicht mit einer nach Schema X hergestellten, konsumierbaren Ware. Doch diese Welt muss in sich stimmig sein. &#8222;Was, wenn es einen gibt, der so redet?&#8220; Den muss es natürlich nicht in der Welt außerhalb des Romans geben, aber es muss in der Welt des Romans glaubwürdig sein. Das meinen Sie ja mit der Frage, ob es einen Sinn hat, dass die Schätzingfiguren so reden, wie sie reden.<br />
In diesem Sinn müsste ich mein Urteil dahingehend präzisieren, dass ich mir auch innerhalb des Romans nicht vorstellen kann, dass jemand so redet. Es wirkte für mich in diesem Roman unnatürlich, papieren, ausgedacht. Wobei mir klar ist, dass der Roman ohnehin etwas Ausgedachtes, also Gemachtes ist &#8211; nur: Kunst ist es eben dann, wenn man ihm das Gemachte nicht mehr ansieht (außer natürlich, wenn der Verweis auf das eigene Gemachtsein Teil des Kunstwerks ist, also eine innere Gesetzmäßigkeit entwickelt). Flaubert hat das in seinen Briefen sehr schön formuliert: Der Autor sollte in seinem Werk anwesend sein wie Gott, er hat alles geschaffen, ist jedoch selbst unsichtbar. Und diese Forderung (die ja nur für irgendwie &#8222;realistische&#8220; Literatur gelten kann), wird für mich nicht erfüllt, wenn ich in der Figurenrede den Autor spüre.</p>
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		<title>
		Von: Martin Lechner		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-frank-schaetzing/#comment-964</link>

		<dc:creator><![CDATA[Martin Lechner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jun 2018 08:09:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Schätze, das Buch werde ich nicht lesen. Eine Frage hat mich allerdings verwundert: Reden Menschen so? Nun, wer kann das wissen? Was, wenn es einen gibt, der so redet? Müssten wir ihm dann sagen, dass Menschen eigentlich so nicht reden? Natürlich nicht. Was ist also gewonnen mit dieser Blickrichtung? Oder besser: Was ist verloren? Müsste man nicht, wie es weiteren auch getan wird, genauer schauen, warum die Schätzingfiguren so reden, was damit gesagt wird, dass sie so reden? Falls damit etwas gesagt wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schätze, das Buch werde ich nicht lesen. Eine Frage hat mich allerdings verwundert: Reden Menschen so? Nun, wer kann das wissen? Was, wenn es einen gibt, der so redet? Müssten wir ihm dann sagen, dass Menschen eigentlich so nicht reden? Natürlich nicht. Was ist also gewonnen mit dieser Blickrichtung? Oder besser: Was ist verloren? Müsste man nicht, wie es weiteren auch getan wird, genauer schauen, warum die Schätzingfiguren so reden, was damit gesagt wird, dass sie so reden? Falls damit etwas gesagt wird.</p>
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		<title>
		Von: Anke		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-frank-schaetzing/#comment-918</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anke]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 May 2018 10:02:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Absolute zutreffend. Stilistisch einer der schlechtesten Texte, die ich seit langem gelesen habe. Ich hatte erst gedacht, versehentlich eine stümpferhafte englische Übersetzung auf meinen US-Kindle geladen zu haben. Aber offenbar hat das einzig Frank Schätzing selbst zu verantworten. Die Frage, die sich mir stellt, ist, warum er in Deutschland dennoch so hochgejubelt wird?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Absolute zutreffend. Stilistisch einer der schlechtesten Texte, die ich seit langem gelesen habe. Ich hatte erst gedacht, versehentlich eine stümpferhafte englische Übersetzung auf meinen US-Kindle geladen zu haben. Aber offenbar hat das einzig Frank Schätzing selbst zu verantworten. Die Frage, die sich mir stellt, ist, warum er in Deutschland dennoch so hochgejubelt wird?</p>
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