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	Kommentare zu: Page 99 Test: Elena Ferrante	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Tue, 13 Mar 2018 12:45:19 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Raul Regenzwei		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-880</link>

		<dc:creator><![CDATA[Raul Regenzwei]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Mar 2018 12:45:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Man könnte beim Lesen von Steinfeld meinen, es handele sich um einen Erwachsenen, der beschlossen hat, die Süssigkeiten seiner Kindheit nicht mehr anzurühren, weil er von ihnen schon genug verspeist hat, und der dann doch wieder eine gegessen hat und nun, anstatt in sich hineinzuhören und der Frage nachzugehen, wie denn die Süssigkeiten der Kindheit schmecken, wie sie jetzt für ihn schmecken, wie sie früher mal geschmeckt haben, ganz einfach kurzen Prozess mach mit Süssigkeiten, sie in die Tonne haut und als minderwertigen Süsskram allen anderen madig macht, die auch vielleicht gerne Süssigkeiten essen. Ich gebe zu, bei mir regt sich beim Lesen Ferrantes keine spontane Abneigung, auch keine reflektierte, deshalb begegne ich Steinfelds Rezension auch mit Skepsis. Ist er vielleicht neidisch? Es ist die Frage, ob das, was Steinfeld an Ferrante als Mängel beschreibt, nicht vielleicht Eigenschaften sind, die keine Mängel sind.
Mich fasziniert an Ferrante die scheinbar mühelosen Wechsel der Ebenen und die Introspektion der Erzählerin. Mir scheint, als nerve Steinfeld die dreifache Kombination aus äußerem Erzählen, die eine Handlung hat und jede Menge Prügeleien, Beschimpfungen, Küsse, Herumgerenne, Telefoniererei, dazu kommen vergleichsweise einfache Gefühle wie Verliebtsein, Neid, Aufstiegswünsche, Aufstiegsängste, Konkurrenz, Scham, und als drittes aber Introspektion, Selbstbeobachtung, Auftrennung von einfachen Gefühlen in ein Spektrum von Zeitebenen, Gefühlen.
Steinfeld scheint mir zu sagen, dass Ferrante, weil sie sich mit einfachen Handlungen überhaupt abgibt und diese anschaulich werden lässt, schon zu billig ins Feld von Kino begibt, und dass er dann andere Ebenen nicht mehr sehen oder anerkennen oder gut finden will.
Ich finde es gut, dass Steinfeld wenigstens einen Versuch macht, sich gegen die Überrumpelung durch Kunst zu wehren. Mein Ansatz bei Ferrante war bei den Bänden 1-3 eher, mich überrumpeln zu lassen, bei Band 4 bin ich jetzt so weit, dass ich das, was mich da überrumpelt, auch ganz gerne anschauen und verstehen wollen würde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man könnte beim Lesen von Steinfeld meinen, es handele sich um einen Erwachsenen, der beschlossen hat, die Süssigkeiten seiner Kindheit nicht mehr anzurühren, weil er von ihnen schon genug verspeist hat, und der dann doch wieder eine gegessen hat und nun, anstatt in sich hineinzuhören und der Frage nachzugehen, wie denn die Süssigkeiten der Kindheit schmecken, wie sie jetzt für ihn schmecken, wie sie früher mal geschmeckt haben, ganz einfach kurzen Prozess mach mit Süssigkeiten, sie in die Tonne haut und als minderwertigen Süsskram allen anderen madig macht, die auch vielleicht gerne Süssigkeiten essen. Ich gebe zu, bei mir regt sich beim Lesen Ferrantes keine spontane Abneigung, auch keine reflektierte, deshalb begegne ich Steinfelds Rezension auch mit Skepsis. Ist er vielleicht neidisch? Es ist die Frage, ob das, was Steinfeld an Ferrante als Mängel beschreibt, nicht vielleicht Eigenschaften sind, die keine Mängel sind.<br />
Mich fasziniert an Ferrante die scheinbar mühelosen Wechsel der Ebenen und die Introspektion der Erzählerin. Mir scheint, als nerve Steinfeld die dreifache Kombination aus äußerem Erzählen, die eine Handlung hat und jede Menge Prügeleien, Beschimpfungen, Küsse, Herumgerenne, Telefoniererei, dazu kommen vergleichsweise einfache Gefühle wie Verliebtsein, Neid, Aufstiegswünsche, Aufstiegsängste, Konkurrenz, Scham, und als drittes aber Introspektion, Selbstbeobachtung, Auftrennung von einfachen Gefühlen in ein Spektrum von Zeitebenen, Gefühlen.<br />
Steinfeld scheint mir zu sagen, dass Ferrante, weil sie sich mit einfachen Handlungen überhaupt abgibt und diese anschaulich werden lässt, schon zu billig ins Feld von Kino begibt, und dass er dann andere Ebenen nicht mehr sehen oder anerkennen oder gut finden will.<br />
Ich finde es gut, dass Steinfeld wenigstens einen Versuch macht, sich gegen die Überrumpelung durch Kunst zu wehren. Mein Ansatz bei Ferrante war bei den Bänden 1-3 eher, mich überrumpeln zu lassen, bei Band 4 bin ich jetzt so weit, dass ich das, was mich da überrumpelt, auch ganz gerne anschauen und verstehen wollen würde.</p>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-547</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Nov 2016 08:53:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-546&quot;&gt;Elke Heinemann&lt;/a&gt;.

Steinfeld stellt elegante Behauptungen auf, die er aber nicht am Text belegt. Würde mich interessieren, was Du zu meinem Page-99-Test sagst - der Befund hat sich in der Gesamtlektüre bestätigt. Ferrante spielt souverän mit der Erwartung des Lesers.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-546">Elke Heinemann</a>.</p>
<p>Steinfeld stellt elegante Behauptungen auf, die er aber nicht am Text belegt. Würde mich interessieren, was Du zu meinem Page-99-Test sagst &#8211; der Befund hat sich in der Gesamtlektüre bestätigt. Ferrante spielt souverän mit der Erwartung des Lesers.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Elke Heinemann		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-546</link>

		<dc:creator><![CDATA[Elke Heinemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2016 19:38:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Thomas Steinfelds Reaktion auf Ferrante ist die gehaltvollste, die ich bisher gelesen habe - vor, während und nach der Ferrante-Lektüre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas Steinfelds Reaktion auf Ferrante ist die gehaltvollste, die ich bisher gelesen habe &#8211; vor, während und nach der Ferrante-Lektüre.</p>
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		<title>
		Von: Anne Tilkorn		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-374</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anne Tilkorn]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Aug 2016 08:37:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ja, hoffentlich liest es auch der Herr Steinfeld, der die Frauengeschichte doch so gerne einfach unter Kitsch abgehakt hatte, aber der Haken hat nicht gehalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, hoffentlich liest es auch der Herr Steinfeld, der die Frauengeschichte doch so gerne einfach unter Kitsch abgehakt hatte, aber der Haken hat nicht gehalten.</p>
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		<title>
		Von: ankedoersam		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-371</link>

		<dc:creator><![CDATA[ankedoersam]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2016 12:01:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Oder Stefan Mesch  https://stefanmesch.wordpress.com/2016/06/16/elena-ferrante-meine-geniale-freundin-die-neapolitanische-saga/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder Stefan Mesch  <a href="https://stefanmesch.wordpress.com/2016/06/16/elena-ferrante-meine-geniale-freundin-die-neapolitanische-saga/" rel="nofollow ugc">https://stefanmesch.wordpress.com/2016/06/16/elena-ferrante-meine-geniale-freundin-die-neapolitanische-saga/</a></p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-370</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2016 10:31:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-369&quot;&gt;ankedoersam&lt;/a&gt;.

Schöner Hinweis auf die Tempi-Wechsel. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich hier um einen gestalteten Text handelt und nicht um Trivialliteratur, wie &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/kultur/welterfolg-neapolitanische-suite-von-elena-ferrante-puppenspiel-1.3128011&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Thomas Steinfeld in der SZ &lt;/a&gt;&lt;/a&gt;behauptet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-369">ankedoersam</a>.</p>
<p>Schöner Hinweis auf die Tempi-Wechsel. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass es sich hier um einen gestalteten Text handelt und nicht um Trivialliteratur, wie <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/welterfolg-neapolitanische-suite-von-elena-ferrante-puppenspiel-1.3128011" rel="nofollow">Thomas Steinfeld in der SZ </a>behauptet.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<item>
		<title>
		Von: ankedoersam		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-elena-ferrante/#comment-369</link>

		<dc:creator><![CDATA[ankedoersam]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Aug 2016 09:29:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=3956#comment-369</guid>

					<description><![CDATA[danke für diesen Beitrag! Ich wollte gerade am liebsten gleich zwei Sternchen als &quot;Gefällt mir&quot; hinterlassen, so verfasse ich eben einen Kommentar. Beim Lesen der abgebildeten Auszugsseite fiel mir die geschickte Verwendung von Fokus und Abschweifung auf, die Zeitraffung und Zeitdehnung, bei der das Bild von jemandem an der Nähmaschine vor meinen Augen entstand, der oder die Stoff glattzieht oder bauscht, bevor die Nadel sich setzt, danke für die ausführliche Beschreibung und Begründung der bei mir nur kurz aufgekommenen Impression, es ist sehr interessant zu lesen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>danke für diesen Beitrag! Ich wollte gerade am liebsten gleich zwei Sternchen als &#8222;Gefällt mir&#8220; hinterlassen, so verfasse ich eben einen Kommentar. Beim Lesen der abgebildeten Auszugsseite fiel mir die geschickte Verwendung von Fokus und Abschweifung auf, die Zeitraffung und Zeitdehnung, bei der das Bild von jemandem an der Nähmaschine vor meinen Augen entstand, der oder die Stoff glattzieht oder bauscht, bevor die Nadel sich setzt, danke für die ausführliche Beschreibung und Begründung der bei mir nur kurz aufgekommenen Impression, es ist sehr interessant zu lesen!</p>
]]></content:encoded>
		
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