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	Kommentare zu: Page-7-Test: Sharon Dodua Otoo	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Fri, 02 Feb 2018 00:30:17 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Manuel Clemens		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-297</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manuel Clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 20:02:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-294&quot;&gt;Sieglinde Geisel&lt;/a&gt;.

@Geisel: Der Satz ist mir aber wirklich unter die Haut gegangen und somit muss die Metapher doch auch funktionieren. Die Luft selbst schwingt vielleicht keine Messer, aber atmosphärisch kann sie mit Messern aufgeladen sein. Damit meine ich, dass die Stille genauso nervtötend ist wie die Beziehung zum Gegenüber, und von dort aus kann ich mir eine vergiftete Luft vorstellen, weil jeder Blick, Geste oder Gesprächsversuch einem weh tut oder einschneidend. Ich stelle mir das z.B. so vor: A sagt &quot;Nimm nicht so viel Wurst&quot;. B bereut in diesem Augenblick überhaupt Wurst genommen zu haben und hat daraufhin Angst (hier beginnt ist das Messer!) in die Richtung vom Käse zu schauen, weil er dann wieder einen Satz in dieser Art befürchtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-294">Sieglinde Geisel</a>.</p>
<p>@Geisel: Der Satz ist mir aber wirklich unter die Haut gegangen und somit muss die Metapher doch auch funktionieren. Die Luft selbst schwingt vielleicht keine Messer, aber atmosphärisch kann sie mit Messern aufgeladen sein. Damit meine ich, dass die Stille genauso nervtötend ist wie die Beziehung zum Gegenüber, und von dort aus kann ich mir eine vergiftete Luft vorstellen, weil jeder Blick, Geste oder Gesprächsversuch einem weh tut oder einschneidend. Ich stelle mir das z.B. so vor: A sagt &#8222;Nimm nicht so viel Wurst&#8220;. B bereut in diesem Augenblick überhaupt Wurst genommen zu haben und hat daraufhin Angst (hier beginnt ist das Messer!) in die Richtung vom Käse zu schauen, weil er dann wieder einen Satz in dieser Art befürchtet.</p>
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		<title>
		Von: Reinhard Matern		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-296</link>

		<dc:creator><![CDATA[Reinhard Matern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 12:40:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-295&quot;&gt;Reinhard Matern&lt;/a&gt;.

Sorry, da ist was schief gelaufen. Nochmal.

Ob ein Verfassen von literarischer Kunst noch eine Voraussetzung ist, um zum Wettbewerb eingeladen zu werden? Ich habe die Kritik gerne und mit einem Schmunzeln gelesen, doch eventuell könnte sie verfehlt sein, weil sie nicht trifft. Wenn der Kunstanspruch von außen herangetragen wird, wäre der Fall ähnlich, wie bei einem Vorwurf gegenüber sprachlicher Kunst, sie nicht umgangssprachlich. Der Kreis von Kunstinteressierten ist offenbar kleiner, wesentlich kleiner geworden. – Gegen einen Detailreichtum (Hubert Winkels) hätte ich innerhalb von Prosa übrigens nichts einzuwenden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-295">Reinhard Matern</a>.</p>
<p>Sorry, da ist was schief gelaufen. Nochmal.</p>
<p>Ob ein Verfassen von literarischer Kunst noch eine Voraussetzung ist, um zum Wettbewerb eingeladen zu werden? Ich habe die Kritik gerne und mit einem Schmunzeln gelesen, doch eventuell könnte sie verfehlt sein, weil sie nicht trifft. Wenn der Kunstanspruch von außen herangetragen wird, wäre der Fall ähnlich, wie bei einem Vorwurf gegenüber sprachlicher Kunst, sie nicht umgangssprachlich. Der Kreis von Kunstinteressierten ist offenbar kleiner, wesentlich kleiner geworden. – Gegen einen Detailreichtum (Hubert Winkels) hätte ich innerhalb von Prosa übrigens nichts einzuwenden.</p>
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		<title>
		Von: Reinhard Matern		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-295</link>

		<dc:creator><![CDATA[Reinhard Matern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 12:35:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ob ein Verfassen von literarischer Kunst noch eine Voraussetzung ist, um zum Wettbewerb eingeladen zu werden? Ich habe die Kritik gerne und mit einem Schmunzeln gelesen, doch eventuell könnte sie verfehlt sein, weil sie nicht trifft. Wenn der Kunstanspruch von außen herangetragen wird, wäre der Fall ähnlich, sie bei einem Vorwurf gegenüber sprachlicher Kunst, sie nicht umgangssprachlich. Der Kreis von Kunstinteressierten ist offenbar kleiner, wesentlich kleiner geworden. - Gegen einen Detailreichtum (Hubert Winkels) hätte ich innerhalb von Prosa übrigens nichts einzuwenden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ob ein Verfassen von literarischer Kunst noch eine Voraussetzung ist, um zum Wettbewerb eingeladen zu werden? Ich habe die Kritik gerne und mit einem Schmunzeln gelesen, doch eventuell könnte sie verfehlt sein, weil sie nicht trifft. Wenn der Kunstanspruch von außen herangetragen wird, wäre der Fall ähnlich, sie bei einem Vorwurf gegenüber sprachlicher Kunst, sie nicht umgangssprachlich. Der Kreis von Kunstinteressierten ist offenbar kleiner, wesentlich kleiner geworden. &#8211; Gegen einen Detailreichtum (Hubert Winkels) hätte ich innerhalb von Prosa übrigens nichts einzuwenden.</p>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-294</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 07:53:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-293&quot;&gt;Manuel Clemens&lt;/a&gt;.

Der Satz &quot;Either you kill the silence, or the silence kills you&quot; ist viel besser, weil er die Mordwaffe nicht benennt. Stille kann töten, aber sie schwingt kein Messer, kann weder stumpf noch scharf sein. Metaphern rufen Bilder wach, und die müssen stimmen. Sonst taugt es literarisch nichts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-293">Manuel Clemens</a>.</p>
<p>Der Satz &#8222;Either you kill the silence, or the silence kills you&#8220; ist viel besser, weil er die Mordwaffe nicht benennt. Stille kann töten, aber sie schwingt kein Messer, kann weder stumpf noch scharf sein. Metaphern rufen Bilder wach, und die müssen stimmen. Sonst taugt es literarisch nichts.</p>
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		<title>
		Von: Manuel Clemens		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-7-test-sharon-dodua-otoo/#comment-293</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manuel Clemens]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2016 05:52:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=3214#comment-293</guid>

					<description><![CDATA[Eine sehr gute, berechtigte und wunderbar detaillierte Kritik. Dies war auch mein Eindruck von der Lesung und der Kritikerrunde und ihrer Nichtigkeiten, denen ich wütend und staunend zugehört habe. Den Bachmann-Preis kann man wohl nicht mehr ernst nehmen. Das einzige, was allerdings sehr positiv bei mir hängengeblieben ist, ist ausgerechnet der Satz: &quot;Die Stille in der Küche war inzwischen messerscharf.&quot; Den konnte ich sehr gut nachvollziehen, à la &quot;Either you kill the silence, or the silence kills you&quot;, wenn man also ein Gespräch anfängt, weil der Sound of Silence unerträglich wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine sehr gute, berechtigte und wunderbar detaillierte Kritik. Dies war auch mein Eindruck von der Lesung und der Kritikerrunde und ihrer Nichtigkeiten, denen ich wütend und staunend zugehört habe. Den Bachmann-Preis kann man wohl nicht mehr ernst nehmen. Das einzige, was allerdings sehr positiv bei mir hängengeblieben ist, ist ausgerechnet der Satz: &#8222;Die Stille in der Küche war inzwischen messerscharf.&#8220; Den konnte ich sehr gut nachvollziehen, à la &#8222;Either you kill the silence, or the silence kills you&#8220;, wenn man also ein Gespräch anfängt, weil der Sound of Silence unerträglich wird.</p>
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