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	Kommentare zu: Kleine Pilzkunde der Literaturkritik	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Sep 2024 13:28:25 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/kleine-pilzkunde-der-literaturkritik/#comment-36550</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 13:28:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Und hier über den Verriss (ich bin mit Ihnen einig: die Literaturkritik ist viel zu zahm geworden):
https://tell-review.de/der-verriss-eine-selbstreinigungsmassnahme-der-literaturkritik/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und hier über den Verriss (ich bin mit Ihnen einig: die Literaturkritik ist viel zu zahm geworden):<br />
<a href="https://tell-review.de/der-verriss-eine-selbstreinigungsmassnahme-der-literaturkritik/" rel="ugc">https://tell-review.de/der-verriss-eine-selbstreinigungsmassnahme-der-literaturkritik/</a></p>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/kleine-pilzkunde-der-literaturkritik/#comment-36549</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Sep 2024 13:27:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Über Adjektive habe ich mir hier mal ein paar Gedanken gemacht:
https://tell-review.de/satz-fuer-satz-6-glanz-und-elend-des-adjektivs/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über Adjektive habe ich mir hier mal ein paar Gedanken gemacht:<br />
<a href="https://tell-review.de/satz-fuer-satz-6-glanz-und-elend-des-adjektivs/" rel="ugc">https://tell-review.de/satz-fuer-satz-6-glanz-und-elend-des-adjektivs/</a></p>
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		<title>
		Von: Thorn Kray		</title>
		<link>https://tell-review.de/kleine-pilzkunde-der-literaturkritik/#comment-36120</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thorn Kray]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Sep 2024 08:56:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bei den wilden Messerstechereien und gefühligen Lobhudeleien des letzten Bachmann-Preises in Klagenfurt, so erinnere ich mich, stritten ein wie immer bissiger Philip Tingler und eine wie meistens über/anti-sympathische Mithu Sanyal anlässlich des Textes von Sophie Stein (&quot;Die Schakalin&quot;).

Man diskutierte über Passagen wie: 

&quot;Und im Sommer, hatte sie gefragt – sie spazierten durch die geriffelten Dünen, vorbei an getrockneten Kuhfladen, die im Zwielicht an Wespennester erinnerten. Die Grillen erzeugten ein ohrenbetäubendes elektrisches Knistern.&quot;

Stein verwende zu viele Adjektive (Tingler). Aber wenn die Verwendeten doch passen würden, sei es nicht so schlimm, gar gut (Sanyal).

In der Sache gebe ich Tingler, diesem bunt bemalten Pitbull des Literaturbetriebes, recht. Steins Text wirkt durch die Adjektive wie ein Vertrauensverlust hinsichtlich der Vorstellungskraft des Lesers. Adjektive im Übermaß wirken auf mich wie Freiheitsberaubung - ich darf die Lücken nicht selber füllen, der Text sperrt mich ein und zugleich aus, wie in dieser Passage von Stein: 

&quot;Und als er bestürzt nachfragte, wie das denn passiert sei, demonstrierte sie ihm als Antwort, begleitet von diesem schelmisch-verlegenen Grinsen, nur die zupfende Bewegung ihrer Finger.&quot;

Dass die Nachfrage &quot;bestürzt&quot; ist, das Grinsen &quot;schelmisch-verlegen&quot;, die Bewegung &quot;zupfend&quot;, darf ich mir nicht mehr anders vorstellen. Entweder so, wie es die Autorin will, oder ich muss den fiktionalen Pakt aufkündigen, das Buch weg legen und mir woanders meine Unterhaltung suchen. 

Die Kritik hat also recht, wenn sie Adjektive kritisiert.

Sicher ist damit zum eigentlichen Thema des Artikels nichts gesagt. 
Oder doch?  
Denn: Sie, lieber Herr Kiel, schließen mit dem Aufruf an die Literaturkritik: Show, don&#039; tell, und verstoßen gleichzeitig gegen Ihre eigene Prämisse!

Wo, frage ich mich, sind Ihre Beispiele?!
Alles, was ich bis auf ein mageres Kafka-Zitat finde, ist eine recht blutleere Taxonomie.
Mag sie schon im Untertitel angekündigt sein, bräuchte eine solche &quot;Übersicht&quot; die Lebendigkeit rezenter Beispiele, die furchtlos auseinandergenommen werden.
Wer und wo sind denn die Kritiker, die es drauf haben? Wessen kongeniale Sprachgewalt verdient meine Aufmerksamkeit? Wer traut sich zum Verriss, und weiß mit Genuss zu vernichten? Wo soll ich hin, wenn ich belehrt, erfreut und bewegt werden will?

Ins zahnlos gewordenen Literarische Quartett, in dem eine Thea D. sich spracharme Prominente einlädt? Im geschwätzigen, jetzt abgesetzten &quot;Lesenswert&quot; unseres halbgaren Marcel Reich-Ranicki Epigonen Denis S.?
Wenn ich für meinen literarischen Hunger zu Ihnen ins tell kommen oder dort bleiben soll, müssen Sie mich mit mehr füttern als anonymisierten Klassifikationen.

Also: auf auf!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den wilden Messerstechereien und gefühligen Lobhudeleien des letzten Bachmann-Preises in Klagenfurt, so erinnere ich mich, stritten ein wie immer bissiger Philip Tingler und eine wie meistens über/anti-sympathische Mithu Sanyal anlässlich des Textes von Sophie Stein (&#8222;Die Schakalin&#8220;).</p>
<p>Man diskutierte über Passagen wie: </p>
<p>&#8222;Und im Sommer, hatte sie gefragt – sie spazierten durch die geriffelten Dünen, vorbei an getrockneten Kuhfladen, die im Zwielicht an Wespennester erinnerten. Die Grillen erzeugten ein ohrenbetäubendes elektrisches Knistern.&#8220;</p>
<p>Stein verwende zu viele Adjektive (Tingler). Aber wenn die Verwendeten doch passen würden, sei es nicht so schlimm, gar gut (Sanyal).</p>
<p>In der Sache gebe ich Tingler, diesem bunt bemalten Pitbull des Literaturbetriebes, recht. Steins Text wirkt durch die Adjektive wie ein Vertrauensverlust hinsichtlich der Vorstellungskraft des Lesers. Adjektive im Übermaß wirken auf mich wie Freiheitsberaubung &#8211; ich darf die Lücken nicht selber füllen, der Text sperrt mich ein und zugleich aus, wie in dieser Passage von Stein: </p>
<p>&#8222;Und als er bestürzt nachfragte, wie das denn passiert sei, demonstrierte sie ihm als Antwort, begleitet von diesem schelmisch-verlegenen Grinsen, nur die zupfende Bewegung ihrer Finger.&#8220;</p>
<p>Dass die Nachfrage &#8222;bestürzt&#8220; ist, das Grinsen &#8222;schelmisch-verlegen&#8220;, die Bewegung &#8222;zupfend&#8220;, darf ich mir nicht mehr anders vorstellen. Entweder so, wie es die Autorin will, oder ich muss den fiktionalen Pakt aufkündigen, das Buch weg legen und mir woanders meine Unterhaltung suchen. </p>
<p>Die Kritik hat also recht, wenn sie Adjektive kritisiert.</p>
<p>Sicher ist damit zum eigentlichen Thema des Artikels nichts gesagt.<br />
Oder doch?<br />
Denn: Sie, lieber Herr Kiel, schließen mit dem Aufruf an die Literaturkritik: Show, don&#8216; tell, und verstoßen gleichzeitig gegen Ihre eigene Prämisse!</p>
<p>Wo, frage ich mich, sind Ihre Beispiele?!<br />
Alles, was ich bis auf ein mageres Kafka-Zitat finde, ist eine recht blutleere Taxonomie.<br />
Mag sie schon im Untertitel angekündigt sein, bräuchte eine solche &#8222;Übersicht&#8220; die Lebendigkeit rezenter Beispiele, die furchtlos auseinandergenommen werden.<br />
Wer und wo sind denn die Kritiker, die es drauf haben? Wessen kongeniale Sprachgewalt verdient meine Aufmerksamkeit? Wer traut sich zum Verriss, und weiß mit Genuss zu vernichten? Wo soll ich hin, wenn ich belehrt, erfreut und bewegt werden will?</p>
<p>Ins zahnlos gewordenen Literarische Quartett, in dem eine Thea D. sich spracharme Prominente einlädt? Im geschwätzigen, jetzt abgesetzten &#8222;Lesenswert&#8220; unseres halbgaren Marcel Reich-Ranicki Epigonen Denis S.?<br />
Wenn ich für meinen literarischen Hunger zu Ihnen ins tell kommen oder dort bleiben soll, müssen Sie mich mit mehr füttern als anonymisierten Klassifikationen.</p>
<p>Also: auf auf!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Jochen Schimmang		</title>
		<link>https://tell-review.de/kleine-pilzkunde-der-literaturkritik/#comment-12603</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jochen Schimmang]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jan 2021 12:36:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;O wie ist die Schönheit schön und das Hinreißende hinreißend!&quot;

Robert Walser, Der Spaziergang]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;O wie ist die Schönheit schön und das Hinreißende hinreißend!&#8220;</p>
<p>Robert Walser, Der Spaziergang</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sabine Paqué		</title>
		<link>https://tell-review.de/kleine-pilzkunde-der-literaturkritik/#comment-12570</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sabine Paqué]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jan 2021 08:23:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wieder etwas gelernt bei &quot;tell&quot; - und das mit Vergnügen. Danke.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder etwas gelernt bei &#8222;tell&#8220; &#8211; und das mit Vergnügen. Danke.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: damals		</title>
		<link>https://tell-review.de/kleine-pilzkunde-der-literaturkritik/#comment-12291</link>

		<dc:creator><![CDATA[damals]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2020 15:43:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Um nicht missverstanden zu werden: Mit Engstirnigkeit meine ich nicht den Autor des obigen Beitrags. Dessen Beobachtung ist schon treffend. Ich meine das, was er beobachtet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um nicht missverstanden zu werden: Mit Engstirnigkeit meine ich nicht den Autor des obigen Beitrags. Dessen Beobachtung ist schon treffend. Ich meine das, was er beobachtet.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: damals		</title>
		<link>https://tell-review.de/kleine-pilzkunde-der-literaturkritik/#comment-12289</link>

		<dc:creator><![CDATA[damals]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Dec 2020 14:59:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Lyrik ist nie relevant&quot; - treffender kann man die Engstirnigkeit des öffentlichen Bewusstseins kaum charakterisieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Lyrik ist nie relevant&#8220; &#8211; treffender kann man die Engstirnigkeit des öffentlichen Bewusstseins kaum charakterisieren.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: glumm		</title>
		<link>https://tell-review.de/kleine-pilzkunde-der-literaturkritik/#comment-11753</link>

		<dc:creator><![CDATA[glumm]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Nov 2020 06:31:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Vergriffen&quot; ist immer  noch das schönste Adjektiv.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Vergriffen&#8220; ist immer  noch das schönste Adjektiv.</p>
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