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	Kommentare zu: Die dunkle Seite unserer Seele	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Sun, 03 Jan 2021 16:11:23 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-dunkle-seite-unserer-seele/#comment-12393</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Dec 2020 13:36:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe in einem Interview von Sam Keen mit dem Psychologen Ernest Becker aus dem Jahr 1974 eine Passage gefunden, die den scheinbaren Widerspruch zwischen der &quot;wunderbaren Hoffnung&quot; und dem &quot;Bösen&quot; erklärt (sort of). 
Becker vertritt die These, dass alle Bestrebungen des Menschen darauf abzielen, die Tatsache seiner Sterblichkeit zu bewältigen. 

Ich zitiere die Passage auf Englisch:

&quot;Man is an animal that has to do something about his ephemerality. He wants to overcome and be able to say, &#039;You see, I&#039;ve made a contribution to life. I&#039;ve advanced life, I&#039;ve beaten death, I&#039;ve made the world pure.&#039; (...)
The popularity of cults like Nazism stems from the need for a heroic role. People never thrive as well as when they feel they are bringing purity and goodness into the world and overcoming limitation and accident.&quot;

Später im Interview stellt Becker dann die Frage: 
&quot;How do you get people to feel that society is set up on a heroic order without grinding up some other society, or finding scapegoats the way the Nazis did?&quot;

(Quelle: &quot;The Heroics of Everyday Life&quot;, in Sam Keen: Voices and Visions. New York 1974)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe in einem Interview von Sam Keen mit dem Psychologen Ernest Becker aus dem Jahr 1974 eine Passage gefunden, die den scheinbaren Widerspruch zwischen der &#8222;wunderbaren Hoffnung&#8220; und dem &#8222;Bösen&#8220; erklärt (sort of).<br />
Becker vertritt die These, dass alle Bestrebungen des Menschen darauf abzielen, die Tatsache seiner Sterblichkeit zu bewältigen. </p>
<p>Ich zitiere die Passage auf Englisch:</p>
<p>&#8222;Man is an animal that has to do something about his ephemerality. He wants to overcome and be able to say, &#8218;You see, I&#8217;ve made a contribution to life. I&#8217;ve advanced life, I&#8217;ve beaten death, I&#8217;ve made the world pure.&#8216; (&#8230;)<br />
The popularity of cults like Nazism stems from the need for a heroic role. People never thrive as well as when they feel they are bringing purity and goodness into the world and overcoming limitation and accident.&#8220;</p>
<p>Später im Interview stellt Becker dann die Frage:<br />
&#8222;How do you get people to feel that society is set up on a heroic order without grinding up some other society, or finding scapegoats the way the Nazis did?&#8220;</p>
<p>(Quelle: &#8222;The Heroics of Everyday Life&#8220;, in Sam Keen: Voices and Visions. New York 1974)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Giulio		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-dunkle-seite-unserer-seele/#comment-12386</link>

		<dc:creator><![CDATA[Giulio]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Dec 2020 23:59:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wieder eine Perle in diesen &quot;Seiten&quot; entdeckt. Danke tell und danke Agnese Franceschini]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wieder eine Perle in diesen &#8222;Seiten&#8220; entdeckt. Danke tell und danke Agnese Franceschini</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hartmut Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-dunkle-seite-unserer-seele/#comment-12126</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hartmut Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2020 14:13:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/die-dunkle-seite-unserer-seele/#comment-12119&quot;&gt;Laubeiter&lt;/a&gt;.

Disclaimer-Disclaimer: nicht persönlich, sondern als gelegentlich Schreibender... (Das Denken in Disclaimern wäre auch mal ein Kurzessay wert...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/die-dunkle-seite-unserer-seele/#comment-12119">Laubeiter</a>.</p>
<p>Disclaimer-Disclaimer: nicht persönlich, sondern als gelegentlich Schreibender&#8230; (Das Denken in Disclaimern wäre auch mal ein Kurzessay wert&#8230;)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hartmut Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-dunkle-seite-unserer-seele/#comment-12125</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hartmut Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2020 14:11:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=99686#comment-12125</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/die-dunkle-seite-unserer-seele/#comment-12119&quot;&gt;Laubeiter&lt;/a&gt;.

Ich denke, darum geht es Wolfe nicht (und Agnese macht das doch m.E. auch sehr klar). In seinem Roman &quot;Es führt kein Weg zurück&quot; (derzeit auf deutsch, wenn ich es richtig sehe, nicht erhältlich absurderweise) gibt es die berühmte Passage Olympia 1936 (Wolfe war damals tatsächlich in Berlin). Es geht ihm um dies Problem: Dass ein Volk all sein Hoffen, Sehnen, Glauben ins &quot;so offenkundig Makabre&quot; (Thomas Mann 1934) und Verbrecherische investierte. Und dabei gläubig war. Spannend, dass Wolfe und Thomas Mann zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommen. Und zwar vor Auschwitz, vor dem, was Nazi-Deutschland von anderen miesen, gewaltbereiten Diktaturen trennt und so einzigartig macht. Wolfe war germanophil, zweifellos. Gerade deswegen aber spricht er - gestorben September 1938 - Nazi-Deutschland das Gericht! Man lese die Seiten in &quot;Es führt kein Weg zurück&quot;, in der am Grenzbahnhof Aachen ein Jude verhaftet wird, der offenbar fliehen will. Ein Jahrhunderttext, m.E.

Agnese: Vielen Dank, it rang a bell, Du hast mir Thomas Wolfe wieder nahe gebracht. 

Disclaimer: Ich bin mit Tell und Agnese verbandelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/die-dunkle-seite-unserer-seele/#comment-12119">Laubeiter</a>.</p>
<p>Ich denke, darum geht es Wolfe nicht (und Agnese macht das doch m.E. auch sehr klar). In seinem Roman &#8222;Es führt kein Weg zurück&#8220; (derzeit auf deutsch, wenn ich es richtig sehe, nicht erhältlich absurderweise) gibt es die berühmte Passage Olympia 1936 (Wolfe war damals tatsächlich in Berlin). Es geht ihm um dies Problem: Dass ein Volk all sein Hoffen, Sehnen, Glauben ins &#8222;so offenkundig Makabre&#8220; (Thomas Mann 1934) und Verbrecherische investierte. Und dabei gläubig war. Spannend, dass Wolfe und Thomas Mann zu ganz ähnlichen Ergebnissen kommen. Und zwar vor Auschwitz, vor dem, was Nazi-Deutschland von anderen miesen, gewaltbereiten Diktaturen trennt und so einzigartig macht. Wolfe war germanophil, zweifellos. Gerade deswegen aber spricht er &#8211; gestorben September 1938 &#8211; Nazi-Deutschland das Gericht! Man lese die Seiten in &#8222;Es führt kein Weg zurück&#8220;, in der am Grenzbahnhof Aachen ein Jude verhaftet wird, der offenbar fliehen will. Ein Jahrhunderttext, m.E.</p>
<p>Agnese: Vielen Dank, it rang a bell, Du hast mir Thomas Wolfe wieder nahe gebracht. </p>
<p>Disclaimer: Ich bin mit Tell und Agnese verbandelt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Laubeiter		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-dunkle-seite-unserer-seele/#comment-12119</link>

		<dc:creator><![CDATA[Laubeiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2020 11:17:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Widersprüche, die unfassbar sind&quot; - ist damit gemeint, dass Hitler and his henchman Deutsche waren, Beethoven auch? Oder ist damit gemeint, dass ein Deutscher, eine Detusche in sich Widersprüche vereinigt, die unfassbar sind? Ich glaube nicht daran, dass bildende Kunst und schöne Literatur etwas anzuhalten vermögen, wenn Gewalt fortschreitet, daher ist es für mich kein Widerspruch, dass die Deutschen Europa mit Gewalt überzogen haben und zu Haus Dirigenten wir Furtwängler Beethoven zur Aufführung brachten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Widersprüche, die unfassbar sind&#8220; &#8211; ist damit gemeint, dass Hitler and his henchman Deutsche waren, Beethoven auch? Oder ist damit gemeint, dass ein Deutscher, eine Detusche in sich Widersprüche vereinigt, die unfassbar sind? Ich glaube nicht daran, dass bildende Kunst und schöne Literatur etwas anzuhalten vermögen, wenn Gewalt fortschreitet, daher ist es für mich kein Widerspruch, dass die Deutschen Europa mit Gewalt überzogen haben und zu Haus Dirigenten wir Furtwängler Beethoven zur Aufführung brachten.</p>
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