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	Kommentare zu: Die Angst in der Pandemie	</title>
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	<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/</link>
	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Tue, 25 May 2021 04:59:16 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Herwig Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14363</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herwig Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 May 2021 04:59:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich möchte ausschließlich auf die Punkte in ihrem Kommentar eingehen, die die Pandemie betreffen. Das sind ja nicht so viele. Ihr allgemeines Unbehagen über den Zustand der Gesellschaft lasse ich außen vor.

In einer Pandemie ist selbstverständlich medizinische Expertise gefragt. Ihr Hinterfragen des RKIs und verschiedener, einzelner Personen ist mir nicht nachvollziehbar. Ich hätte als Verantwortlicher genauso gehandelt. 
Ihre durch die Blume geäußerte Unterstellung, die genannten Institutionen seien der Regierung untertan und würden deswegen eine undemokratische Agenda verfolgen, muss ich zurückweisen. Nicht die Regierung oder gar eine Partei, sondern der Staat finanziert die genannten Institutionen. Sie sind offenbar der Meinung, dass es Erkenntnisse außerhalb dieser postulierten Abhängigkeit gar nicht geben kann, dass jede Expertise über jedes Thema immer „politisch“ ist. Das ist ein in der öffentlichen Diskussion häufig kolportierter Fehlschluss. Und so wird dann für die Pandemiemassnahmen Herr Drosten verantwortlich gemacht. Das fällt bei mir unter magisches Denken. Letztlich handelt es sich um den hier schon beschriebenen Denkfehler: Ein Virus ist eine biologische Entität und eben kein Diskurs. Und solche Zeitgenossen wie Christian Drosten oder Melanie Brinkmann sind naturwissenschaftlich unterwegs und nicht diskursiv.

Die Gegenmaßnahmen (Testen, Impfen, Masken) werden doch gerade von den Querdenkern in Frage gestellt. Was hat das denn mit Frau Merkel zu tun? Dass zu Beginn das Wissen über das neue Virus noch gering war und infolgedessen die Maßnahmen noch nicht ausgereift, kann man weder ihr, noch sonst wem vorwerfen.

Ein ursprünglich behauptetes Impfdesaster existiert nicht. Es gab zu Beginn eine kurzes Ruckeln. Aber mittlerweile ist Deutschland weltweit nicht schlecht aufgestellt. Obwohl es Impfstoff exportiert hat. In einer Pandemie reicht es nicht, wenn ein einzelner Staat in Spielplatzmanier sich hinstellt und: Erster! ruft.
Dann wäre es ja eine Nationaldemie. Es ist aber eine Pandemie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte ausschließlich auf die Punkte in ihrem Kommentar eingehen, die die Pandemie betreffen. Das sind ja nicht so viele. Ihr allgemeines Unbehagen über den Zustand der Gesellschaft lasse ich außen vor.</p>
<p>In einer Pandemie ist selbstverständlich medizinische Expertise gefragt. Ihr Hinterfragen des RKIs und verschiedener, einzelner Personen ist mir nicht nachvollziehbar. Ich hätte als Verantwortlicher genauso gehandelt.<br />
Ihre durch die Blume geäußerte Unterstellung, die genannten Institutionen seien der Regierung untertan und würden deswegen eine undemokratische Agenda verfolgen, muss ich zurückweisen. Nicht die Regierung oder gar eine Partei, sondern der Staat finanziert die genannten Institutionen. Sie sind offenbar der Meinung, dass es Erkenntnisse außerhalb dieser postulierten Abhängigkeit gar nicht geben kann, dass jede Expertise über jedes Thema immer „politisch“ ist. Das ist ein in der öffentlichen Diskussion häufig kolportierter Fehlschluss. Und so wird dann für die Pandemiemassnahmen Herr Drosten verantwortlich gemacht. Das fällt bei mir unter magisches Denken. Letztlich handelt es sich um den hier schon beschriebenen Denkfehler: Ein Virus ist eine biologische Entität und eben kein Diskurs. Und solche Zeitgenossen wie Christian Drosten oder Melanie Brinkmann sind naturwissenschaftlich unterwegs und nicht diskursiv.</p>
<p>Die Gegenmaßnahmen (Testen, Impfen, Masken) werden doch gerade von den Querdenkern in Frage gestellt. Was hat das denn mit Frau Merkel zu tun? Dass zu Beginn das Wissen über das neue Virus noch gering war und infolgedessen die Maßnahmen noch nicht ausgereift, kann man weder ihr, noch sonst wem vorwerfen.</p>
<p>Ein ursprünglich behauptetes Impfdesaster existiert nicht. Es gab zu Beginn eine kurzes Ruckeln. Aber mittlerweile ist Deutschland weltweit nicht schlecht aufgestellt. Obwohl es Impfstoff exportiert hat. In einer Pandemie reicht es nicht, wenn ein einzelner Staat in Spielplatzmanier sich hinstellt und: Erster! ruft.<br />
Dann wäre es ja eine Nationaldemie. Es ist aber eine Pandemie.</p>
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		<title>
		Von: wolfgang neidnig		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14351</link>

		<dc:creator><![CDATA[wolfgang neidnig]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 May 2021 13:27:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=100480#comment-14351</guid>

					<description><![CDATA[...und noch ein Wort zur Pandemie-Politik bitte: Die Dunstglocke von solchen Beratern - quasi im &quot;familären&quot; Kreis - und Unterstützern in quasi allen Machtpositionen ergibt keine breite offene, sondern eine enge geschlossene Debattenkultur. Schon gar nicht ist das wissenschftliche Korrektiv eingetreten, was Ulrich Beck 1986 in seinem Auflärungsbuch &quot;Risikogesellschaft&quot; sich wünschte.
Mit Wissen dieser Gesamtsituation  erklärt sich das Dauer-Versagen deutscher Pandemie-Politik, wobei man sich mit &quot;Law and order&quot;-Maximen die Angst der Bürger deutlich zunutze gemacht hat. (Jeden Tag Lauterbach und Brinkmann in den Talkshows!)ABER: Es geht nicht um die Sinnhaftigkeit von Einzelmaßnahmen, sondern um das grundsätzlich Banal-Dreiste der Pandemie-Politik
- mit fatalen Folgen für Alle in diesem Land:
a)Das ewige Abstreiten im Frühjahr 2020, dass Masken hilfreich sind. b.) Die (w)irren Vorhersagen der Politik - von Lauterbach und Co initiiert-, dass der Impfstoff sowieso erst Mitte 2021 auf den Markt käme. Jeder konnte sich ausrechnen, dass die ganze Welt forscht und in 2020 noch wissenschftlicher Vollzug zu erwarten war. Dann im Dezember 2020 so zu tun, als sei man vollkommen überrascht, ist geradezu ein Verbrechen.) c.) Die (lange dauernde)Entwicklung und Gestaltung der dysfunktionalen &quot;Warn-App&quot; ein einzges Desaster d.) Das lange Leugnen der Sinnhaftigkeit von Antigen - und Antikörpertests seit Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 und e.) Die katastrophale (Miss-)Art der Beschaffung und Versorgung mit Vakzinen ist selbst in deutschen Medien hinreichend dargestellt. 

Vor allem die sozialen und psychischen Folgen dieser Politik werden wir in den nächsten Jahren sukzessive aufgetischt bekommen. Ein Volk, das auf Unmündigkeit, Nicht-Verantwortung und unkritisches Obrigkeits-Kuschen getrimmt wird, sollte jedem aufgeklärten Geist Sorge bereiten!


PS zu meiner Person: Ich bin Soziologe M.A.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;und noch ein Wort zur Pandemie-Politik bitte: Die Dunstglocke von solchen Beratern &#8211; quasi im &#8222;familären&#8220; Kreis &#8211; und Unterstützern in quasi allen Machtpositionen ergibt keine breite offene, sondern eine enge geschlossene Debattenkultur. Schon gar nicht ist das wissenschftliche Korrektiv eingetreten, was Ulrich Beck 1986 in seinem Auflärungsbuch &#8222;Risikogesellschaft&#8220; sich wünschte.<br />
Mit Wissen dieser Gesamtsituation  erklärt sich das Dauer-Versagen deutscher Pandemie-Politik, wobei man sich mit &#8222;Law and order&#8220;-Maximen die Angst der Bürger deutlich zunutze gemacht hat. (Jeden Tag Lauterbach und Brinkmann in den Talkshows!)ABER: Es geht nicht um die Sinnhaftigkeit von Einzelmaßnahmen, sondern um das grundsätzlich Banal-Dreiste der Pandemie-Politik<br />
&#8211; mit fatalen Folgen für Alle in diesem Land:<br />
a)Das ewige Abstreiten im Frühjahr 2020, dass Masken hilfreich sind. b.) Die (w)irren Vorhersagen der Politik &#8211; von Lauterbach und Co initiiert-, dass der Impfstoff sowieso erst Mitte 2021 auf den Markt käme. Jeder konnte sich ausrechnen, dass die ganze Welt forscht und in 2020 noch wissenschftlicher Vollzug zu erwarten war. Dann im Dezember 2020 so zu tun, als sei man vollkommen überrascht, ist geradezu ein Verbrechen.) c.) Die (lange dauernde)Entwicklung und Gestaltung der dysfunktionalen &#8222;Warn-App&#8220; ein einzges Desaster d.) Das lange Leugnen der Sinnhaftigkeit von Antigen &#8211; und Antikörpertests seit Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 und e.) Die katastrophale (Miss-)Art der Beschaffung und Versorgung mit Vakzinen ist selbst in deutschen Medien hinreichend dargestellt. </p>
<p>Vor allem die sozialen und psychischen Folgen dieser Politik werden wir in den nächsten Jahren sukzessive aufgetischt bekommen. Ein Volk, das auf Unmündigkeit, Nicht-Verantwortung und unkritisches Obrigkeits-Kuschen getrimmt wird, sollte jedem aufgeklärten Geist Sorge bereiten!</p>
<p>PS zu meiner Person: Ich bin Soziologe M.A.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: wolfgang neidnig		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14350</link>

		<dc:creator><![CDATA[wolfgang neidnig]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 May 2021 13:21:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=100480#comment-14350</guid>

					<description><![CDATA[Lieber Herr Finkeldey, liebe Frau Geisel,
offenbar gibt es Viele, die einer aktuell desaströsen (Un-)Politik zustimmen,und die bereit sind, auf Freiheit und Eigenverantwortung zu verzichten. In conclusio vorab und versus Ihren Zweifeln: Natürlich gibt es seit ca 25 - 30 Jahren erhebliche Erodierungen in unserem politischen System, solche, die die gelebte Demokratie underwandern und funktional beschädigen:
a) Angela Merkel hat das Kohl`she System der instrumentellen Eigenmachtabsicherung sehr umfassend weiter entwickelt. Dazu gehören die &quot;Errungenschaften&quot; wie gezielte personelle Seilschaften um das eigene Machtzentrum. Andersdenkende, Macher und konstruktive Anpacker wurden politisch entmachtet mit Sanktionen, Degradierungen udn Mobbing (Merz, Röttgen etc)Was personell dann verbleibt im Machtzentrum, ist nicht die geistige und politische Leistungselite, sondern eher dessen Gegenteil (Von der Leyen, AKK,Karliczek, Scheuer, Giffey u.v.a.). Merkel´s Strategie: Sammle jene um dich, die brav und unfähig, aber politisch ungefährlich sind. 
b.)Die nach dem Konzentratonsprozess wenigen verbleibenden Medienhäuser sind ebenfalls als regierungsstützende Institutionen integriert. Es dürfen nur die bleiben, die sich für Karriere und gegen Kritischen Journalismus entscheiden haben.  
c.) Dazu kommt eine künstlich gebildete Langzeit-&quot;GroKo&quot;.Sachfragen werden dem Koalitions- und Fraktionszwang geopfert. Es fehlt politischer Gestaltungswille. Ein Land im Stillstand, zuschauend, wenn Frau Merkel die vermeintlichen &quot;Öffnungsdiskussionsorgien&quot; verbietet im März 2020. Kritik gab es kaum für die unwürdige Debattenabwürgerei.
d.) Was ist die Funktion eines politischen Untersuchungsausschusses in einer Demokratie? Dass Minister &quot;Diesel-Gate&quot;, &quot;Maut-Gate&quot;, &quot;Wirecard-Gate&quot;, &quot;Bundeswehr-Gate&quot;  etc. alle unbeschadet überleben und sich von einem Ministeramt erfolgreich ins nächste hangeln dürfen? Oder ist das demokratie-unwürdig?
e.)Und als letzter Punkt dieser undemokratischen Prozesse - von Vielen eher nicht gewusst - ist die angebliche Kompetenz und Autonomie der beratenden Experten zu hinterfragen: Das RKI (Wieler), die Leopoldiner (wo Merkels Ehemann Sauer Mitglied ist) und auch das Helmholtz-Institut (Brinkmann) und die Berliner Charité (Drosten) sind von der Regierung finanziert oder ganz oder teilweise im Eigentum des Bundes. Auch die Mitglieder des Ethikrates sind von der Regierung bestellt. Andersdenkende Experten (u.a. Streeck) bleiben außen vor.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Finkeldey, liebe Frau Geisel,<br />
offenbar gibt es Viele, die einer aktuell desaströsen (Un-)Politik zustimmen,und die bereit sind, auf Freiheit und Eigenverantwortung zu verzichten. In conclusio vorab und versus Ihren Zweifeln: Natürlich gibt es seit ca 25 &#8211; 30 Jahren erhebliche Erodierungen in unserem politischen System, solche, die die gelebte Demokratie underwandern und funktional beschädigen:<br />
a) Angela Merkel hat das Kohl`she System der instrumentellen Eigenmachtabsicherung sehr umfassend weiter entwickelt. Dazu gehören die &#8222;Errungenschaften&#8220; wie gezielte personelle Seilschaften um das eigene Machtzentrum. Andersdenkende, Macher und konstruktive Anpacker wurden politisch entmachtet mit Sanktionen, Degradierungen udn Mobbing (Merz, Röttgen etc)Was personell dann verbleibt im Machtzentrum, ist nicht die geistige und politische Leistungselite, sondern eher dessen Gegenteil (Von der Leyen, AKK,Karliczek, Scheuer, Giffey u.v.a.). Merkel´s Strategie: Sammle jene um dich, die brav und unfähig, aber politisch ungefährlich sind.<br />
b.)Die nach dem Konzentratonsprozess wenigen verbleibenden Medienhäuser sind ebenfalls als regierungsstützende Institutionen integriert. Es dürfen nur die bleiben, die sich für Karriere und gegen Kritischen Journalismus entscheiden haben.<br />
c.) Dazu kommt eine künstlich gebildete Langzeit-&#8222;GroKo&#8220;.Sachfragen werden dem Koalitions- und Fraktionszwang geopfert. Es fehlt politischer Gestaltungswille. Ein Land im Stillstand, zuschauend, wenn Frau Merkel die vermeintlichen &#8222;Öffnungsdiskussionsorgien&#8220; verbietet im März 2020. Kritik gab es kaum für die unwürdige Debattenabwürgerei.<br />
d.) Was ist die Funktion eines politischen Untersuchungsausschusses in einer Demokratie? Dass Minister &#8222;Diesel-Gate&#8220;, &#8222;Maut-Gate&#8220;, &#8222;Wirecard-Gate&#8220;, &#8222;Bundeswehr-Gate&#8220;  etc. alle unbeschadet überleben und sich von einem Ministeramt erfolgreich ins nächste hangeln dürfen? Oder ist das demokratie-unwürdig?<br />
e.)Und als letzter Punkt dieser undemokratischen Prozesse &#8211; von Vielen eher nicht gewusst &#8211; ist die angebliche Kompetenz und Autonomie der beratenden Experten zu hinterfragen: Das RKI (Wieler), die Leopoldiner (wo Merkels Ehemann Sauer Mitglied ist) und auch das Helmholtz-Institut (Brinkmann) und die Berliner Charité (Drosten) sind von der Regierung finanziert oder ganz oder teilweise im Eigentum des Bundes. Auch die Mitglieder des Ethikrates sind von der Regierung bestellt. Andersdenkende Experten (u.a. Streeck) bleiben außen vor.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14228</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 12:49:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14224&quot;&gt;Torsten Ziesche&lt;/a&gt;.

Lieber Torsten Ziesche,
könnten Sie Ihr &quot;Gefühl&quot;, dass Demokratie abgebaut wird, belegen? Welche Maßnahmen sind nicht gegen das Virus, sondern gegen die Demokratie gerichtet? Welche Politiker wollen die Grundrechte länger als nötig beschneiden? 
Niemand bestreitet, dass die Pandemiebekämpfung die Menschen psychisch unter Druck setzt. Das tut aber auch die Krankheit, wenn sie zu schweren Verläufen führt (inkl. Long-Covid), würde man nichts gegen die Ausbreitung des Virus unternehmen, wären auch diese psychischen Verwerfungen viel größer. Das Pflegepersonal auf den Intensivstationen ist jedenfalls schon jetzt an der Belastungsgrenze (auch der psychischen) und darüber hinaus. Das habe ich nicht von irgendwelchen Medien, das können Sie etwa auf Twitter sozusagen live verfolgen. 
Die Selbstmordrate übrgiens scheint während dem Lockdown nicht angestiegen zu sein: https://www.mdr.de/wissen/corona-keine-hoehere-suizidrate-suizide-erster-lockdown-100.html]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14224">Torsten Ziesche</a>.</p>
<p>Lieber Torsten Ziesche,<br />
könnten Sie Ihr &#8222;Gefühl&#8220;, dass Demokratie abgebaut wird, belegen? Welche Maßnahmen sind nicht gegen das Virus, sondern gegen die Demokratie gerichtet? Welche Politiker wollen die Grundrechte länger als nötig beschneiden?<br />
Niemand bestreitet, dass die Pandemiebekämpfung die Menschen psychisch unter Druck setzt. Das tut aber auch die Krankheit, wenn sie zu schweren Verläufen führt (inkl. Long-Covid), würde man nichts gegen die Ausbreitung des Virus unternehmen, wären auch diese psychischen Verwerfungen viel größer. Das Pflegepersonal auf den Intensivstationen ist jedenfalls schon jetzt an der Belastungsgrenze (auch der psychischen) und darüber hinaus. Das habe ich nicht von irgendwelchen Medien, das können Sie etwa auf Twitter sozusagen live verfolgen.<br />
Die Selbstmordrate übrgiens scheint während dem Lockdown nicht angestiegen zu sein: <a href="https://www.mdr.de/wissen/corona-keine-hoehere-suizidrate-suizide-erster-lockdown-100.html" rel="nofollow ugc">https://www.mdr.de/wissen/corona-keine-hoehere-suizidrate-suizide-erster-lockdown-100.html</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Torsten Ziesche		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14224</link>

		<dc:creator><![CDATA[Torsten Ziesche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 10:55:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14218&quot;&gt;Alex&lt;/a&gt;.

Es ist mühsam mit Menschen zu diskutieren, die kein Gefühl dafür haben, dass die Demokratie gerade abgebaut wird. Dass die Regierung sich dabei auf die Mainstream Medien (mit seltenen Ausnahmen der Berliner Zeitung) verlassen kann, ist ein Armutszeugnis einer lobbyistischen Gesellschaft die sich zusätzlich noch der Schreckung der Bevölkerung schuldig macht. Siehe u.a. Kollateralschäden im psychisch-sozialen Bereich bei Jugendlichen und Erwachsenen. Liebe Frau Geisel, wer sich immer noch nicht mit der willkürlichen Panikmache über das Instrument der Fallzahlen versus wirklich Erkrankter auseinandergesetzt hat, braucht sich auch nicht Journalist nennen. Hätten wir in der DDR in unseren unabhängigen Medien so ahnungslos die Regierungspolitik behandelt, hätten wir unsere Berechtigung verloren und wichtige Stimmen wären nie gehört worden. Torsten Ziesche, Psychotherapeut, ehemaliger Mit-Herausgeber von glasnot in Leipzig und Naumburg an der Saale]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14218">Alex</a>.</p>
<p>Es ist mühsam mit Menschen zu diskutieren, die kein Gefühl dafür haben, dass die Demokratie gerade abgebaut wird. Dass die Regierung sich dabei auf die Mainstream Medien (mit seltenen Ausnahmen der Berliner Zeitung) verlassen kann, ist ein Armutszeugnis einer lobbyistischen Gesellschaft die sich zusätzlich noch der Schreckung der Bevölkerung schuldig macht. Siehe u.a. Kollateralschäden im psychisch-sozialen Bereich bei Jugendlichen und Erwachsenen. Liebe Frau Geisel, wer sich immer noch nicht mit der willkürlichen Panikmache über das Instrument der Fallzahlen versus wirklich Erkrankter auseinandergesetzt hat, braucht sich auch nicht Journalist nennen. Hätten wir in der DDR in unseren unabhängigen Medien so ahnungslos die Regierungspolitik behandelt, hätten wir unsere Berechtigung verloren und wichtige Stimmen wären nie gehört worden. Torsten Ziesche, Psychotherapeut, ehemaliger Mit-Herausgeber von glasnot in Leipzig und Naumburg an der Saale</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Herwig Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14222</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herwig Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 May 2021 07:20:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14218&quot;&gt;Alex&lt;/a&gt;.

Lieber Alex, jetzt müsste ich nur noch verstehen, was Sie sagen wollten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14218">Alex</a>.</p>
<p>Lieber Alex, jetzt müsste ich nur noch verstehen, was Sie sagen wollten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Alex		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-14218</link>

		<dc:creator><![CDATA[Alex]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2021 17:40:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-13024&quot;&gt;Herwig Finkeldey&lt;/a&gt;.

?? In Schweden werde keine Grundrechte beschränkt !! Das ist ein wesentlicher Punkt!!
Wenn dann die „Zahlen “ nur signifikante Unterschiede aufweisen, ist für Freunde der Demokratie der Weg doch klar!
Zumal die nächsten Pandemien kommen werden. Was hat die Politik gelernt?: Lockdown  ist alternativlos]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-13024">Herwig Finkeldey</a>.</p>
<p>?? In Schweden werde keine Grundrechte beschränkt !! Das ist ein wesentlicher Punkt!!<br />
Wenn dann die „Zahlen “ nur signifikante Unterschiede aufweisen, ist für Freunde der Demokratie der Weg doch klar!<br />
Zumal die nächsten Pandemien kommen werden. Was hat die Politik gelernt?: Lockdown  ist alternativlos</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Anselm Bühling		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-13539</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anselm Bühling]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Mar 2021 17:17:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-13499&quot;&gt;Wolf-Dieter Busch&lt;/a&gt;.

Wenn ich heute (am 2. März 2021) die Website https://www.euromomo.eu/ aufrufe, sehe ich dort ein Diagramm das über weite Teile des Jahres 2020 und für den Anfang des Jahres 2021 eine sehr hohe Übersterblichkeit ausweist. 

Die Überschrift des Bulletins für die aktuelle Woche lautet: „The increased excess mortality seen in Europe seems to be decreasing“ (Die erhöhte Übersterblichkeit in Europa scheint zurückzugehen). Die Bulletins der neun Wochen davor, die in der Seitenleiste verlinkt sind, haben alle die gleiche Überschrift: „Substantial increased excess mortality seen in Europe“ (Erheblich höhere Übersterblichkeit in Europa).

Die Übersterblichkeit ist selbst mit den Maßnahmen deutlich höher als sie es bei der Grippewelle im Winter 2018 ohne Maßnahmen war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-13499">Wolf-Dieter Busch</a>.</p>
<p>Wenn ich heute (am 2. März 2021) die Website <a href="https://www.euromomo.eu/" rel="nofollow ugc">https://www.euromomo.eu/</a> aufrufe, sehe ich dort ein Diagramm das über weite Teile des Jahres 2020 und für den Anfang des Jahres 2021 eine sehr hohe Übersterblichkeit ausweist. </p>
<p>Die Überschrift des Bulletins für die aktuelle Woche lautet: „The increased excess mortality seen in Europe seems to be decreasing“ (Die erhöhte Übersterblichkeit in Europa scheint zurückzugehen). Die Bulletins der neun Wochen davor, die in der Seitenleiste verlinkt sind, haben alle die gleiche Überschrift: „Substantial increased excess mortality seen in Europe“ (Erheblich höhere Übersterblichkeit in Europa).</p>
<p>Die Übersterblichkeit ist selbst mit den Maßnahmen deutlich höher als sie es bei der Grippewelle im Winter 2018 ohne Maßnahmen war.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Wolf-Dieter Busch		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-13499</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolf-Dieter Busch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Feb 2021 12:23:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=100480#comment-13499</guid>

					<description><![CDATA[Es gibt gute Gründe, die Existenz einer wahren Pandemie zu bezweifeln, beispielsweise die Sterbestatistik Euromomo, die keine Übersterblichkeit nachweist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt gute Gründe, die Existenz einer wahren Pandemie zu bezweifeln, beispielsweise die Sterbestatistik Euromomo, die keine Übersterblichkeit nachweist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Steven Sello		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-13488</link>

		<dc:creator><![CDATA[Steven Sello]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2021 21:39:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=100480#comment-13488</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-13090&quot;&gt;Herwig Finkeldey&lt;/a&gt;.

Lieber Herr Finkeldey, vielen Dank für die beiden Links. Ich sehe es auch so, dass es keinen strikten Gegensatz zwischen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Interessen gibt, wenngleich sie auch nicht deckungsgleich sind.
Mich beschäftigt aber vor allem eine andere Sache. Bei dem Thema, was sie ansprechen, der Angst, geht es nicht in erster Linie um ein Problem der intellektuellen, sondern der emotionalen Verarbeitung.
Sicher mit dem Virus lassen sich keine Verhandlungen führen, ebensowenig wie mit einem Tumor oder mit antibiotikaresistenten Keimen. Dennoch lässt sich unterscheiden in Krankheit, ihre Ursachen und die gebotenen Präventions- Behandlungsansätze. Alle drei Hinsichten können zum Anlass für Ängsten werden, die nach einer spezifischen Antwort verlangen.
 
Wissenschaftler wie Drosten werden nicht müde zu betonen, dass sämtliche NPIs letztlich politische Entscheidungen sind. Damit werden sie zwangsläufig zum Gegenstand von politischer Abwägung und Aushandlung - und von politischer Profilierung. Immerhin konnten in Umfragen lange v.a. die Politiker:innen profitieren, die sich für besonders konsequente NPIs einsetzten. Im Gegensatz zur Wissenschaft steht die Politik unter unmittelbaren Handlungsdruck bei hochgradiger Ungewissheit. Aus epidemiologischer Sicht mögen eine Reihe von Entscheidungen ungünstig gewesen sein. Für den Bestand und die Legitimität des politischen Systems kann es sich aber als bedeutsam erweisen, dass z.B. Gerichte Versammmlungsverbote und pauschale Ausgangssperren kippten oder dass Gottesdienste weiter möglich sind. Es gibt nicht den einen vernünftigen Standpunkt für alle diese Fragen.

Aber zurück zur emotionalen Verarbeitung: Es gibt ja schon längst genug Anlass dafür, dass wir eine Gesellschaft der Trauernden sein könnten und - was die psychische Gesundheit betrifft - auch irgendwann sein sollten. Es sind schon so viele Menschen gestorben, so viele chronisch erkrankt. Hinzukommen die Folgen der NPIs. Dadurch kommen viele Menschen psychisch und sozial in extreme Notlagen. Für die emotionale Verarbeitung ist es wichtig, das zu sehen. Das trifft die Menschen je nach biographischer Erfahrung, psychischen Ressourcen und sozialer Lage sehr unterschiedlich. Wegefallen sind ja nicht nur einige nette Kulturveranstaltungen, sondern ganz viele alltägliche Abläufe, Kontakte und Beschäftigungen, die fester Teil der Selbstregulation waren. Die meisten haben wohl erst jetzt gemerkt, welche Entlastungen z.B. Schulen und Kinderläden bringen. Einige geraten wohl derart in Ohnmachtserfahrungen, dass sie als Umgang den Weg des radikalen Protests wählen. Das mag in vielerlei Hinsicht unvernünftig sein, ist aber eine Methode der Druck- und Frustrationsentlastung. Sichtbar wird kein besonders erfreuliches Bild der emotionalen Kapazitäten unserer Gesellschaft. Sichtbar wird, wie verletztlich wird sind. Und mehr als Vielen lieb ist, sind wir mehr als sonst mit Themen wie Krankheit und Tod konfrontiert.
 
Wenn es psychologisch betrachtet günstig verläuft,kommt hinter der Wut irgendwann die Trauer und hinter der Trauer ein tiefer Schmerz zum Vorschein. Doch dafür wirklich tief zu trauern, stehen wohl die Meisten noch zu sehr unter Schock. Dafür sind wir wohl insgesamt - in dem Punkt stimme ich zu - noch zu sehr von einer lähmenden Angst gepackt. Bei einer Gefahr, die sich nicht einfach beseitigen lässt, die über Monate hinweg als diffuse Bedrohung über dem Alltag hängt, ist das eine typische Reaktion. Natürlich brauchen wir vernünftige und möglichst sachliche und gut informierte Entscheidungen. Allerdings sind im Umgang mit starken Emotionen sowohl moralische Vorwürfe als auch Appelle an die Vernunft nicht ausreichend und manchmal sogar kontraproduktiv.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/die-angst-in-der-pandemie/#comment-13090">Herwig Finkeldey</a>.</p>
<p>Lieber Herr Finkeldey, vielen Dank für die beiden Links. Ich sehe es auch so, dass es keinen strikten Gegensatz zwischen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Interessen gibt, wenngleich sie auch nicht deckungsgleich sind.<br />
Mich beschäftigt aber vor allem eine andere Sache. Bei dem Thema, was sie ansprechen, der Angst, geht es nicht in erster Linie um ein Problem der intellektuellen, sondern der emotionalen Verarbeitung.<br />
Sicher mit dem Virus lassen sich keine Verhandlungen führen, ebensowenig wie mit einem Tumor oder mit antibiotikaresistenten Keimen. Dennoch lässt sich unterscheiden in Krankheit, ihre Ursachen und die gebotenen Präventions- Behandlungsansätze. Alle drei Hinsichten können zum Anlass für Ängsten werden, die nach einer spezifischen Antwort verlangen.</p>
<p>Wissenschaftler wie Drosten werden nicht müde zu betonen, dass sämtliche NPIs letztlich politische Entscheidungen sind. Damit werden sie zwangsläufig zum Gegenstand von politischer Abwägung und Aushandlung &#8211; und von politischer Profilierung. Immerhin konnten in Umfragen lange v.a. die Politiker:innen profitieren, die sich für besonders konsequente NPIs einsetzten. Im Gegensatz zur Wissenschaft steht die Politik unter unmittelbaren Handlungsdruck bei hochgradiger Ungewissheit. Aus epidemiologischer Sicht mögen eine Reihe von Entscheidungen ungünstig gewesen sein. Für den Bestand und die Legitimität des politischen Systems kann es sich aber als bedeutsam erweisen, dass z.B. Gerichte Versammmlungsverbote und pauschale Ausgangssperren kippten oder dass Gottesdienste weiter möglich sind. Es gibt nicht den einen vernünftigen Standpunkt für alle diese Fragen.</p>
<p>Aber zurück zur emotionalen Verarbeitung: Es gibt ja schon längst genug Anlass dafür, dass wir eine Gesellschaft der Trauernden sein könnten und &#8211; was die psychische Gesundheit betrifft &#8211; auch irgendwann sein sollten. Es sind schon so viele Menschen gestorben, so viele chronisch erkrankt. Hinzukommen die Folgen der NPIs. Dadurch kommen viele Menschen psychisch und sozial in extreme Notlagen. Für die emotionale Verarbeitung ist es wichtig, das zu sehen. Das trifft die Menschen je nach biographischer Erfahrung, psychischen Ressourcen und sozialer Lage sehr unterschiedlich. Wegefallen sind ja nicht nur einige nette Kulturveranstaltungen, sondern ganz viele alltägliche Abläufe, Kontakte und Beschäftigungen, die fester Teil der Selbstregulation waren. Die meisten haben wohl erst jetzt gemerkt, welche Entlastungen z.B. Schulen und Kinderläden bringen. Einige geraten wohl derart in Ohnmachtserfahrungen, dass sie als Umgang den Weg des radikalen Protests wählen. Das mag in vielerlei Hinsicht unvernünftig sein, ist aber eine Methode der Druck- und Frustrationsentlastung. Sichtbar wird kein besonders erfreuliches Bild der emotionalen Kapazitäten unserer Gesellschaft. Sichtbar wird, wie verletztlich wird sind. Und mehr als Vielen lieb ist, sind wir mehr als sonst mit Themen wie Krankheit und Tod konfrontiert.</p>
<p>Wenn es psychologisch betrachtet günstig verläuft,kommt hinter der Wut irgendwann die Trauer und hinter der Trauer ein tiefer Schmerz zum Vorschein. Doch dafür wirklich tief zu trauern, stehen wohl die Meisten noch zu sehr unter Schock. Dafür sind wir wohl insgesamt &#8211; in dem Punkt stimme ich zu &#8211; noch zu sehr von einer lähmenden Angst gepackt. Bei einer Gefahr, die sich nicht einfach beseitigen lässt, die über Monate hinweg als diffuse Bedrohung über dem Alltag hängt, ist das eine typische Reaktion. Natürlich brauchen wir vernünftige und möglichst sachliche und gut informierte Entscheidungen. Allerdings sind im Umgang mit starken Emotionen sowohl moralische Vorwürfe als auch Appelle an die Vernunft nicht ausreichend und manchmal sogar kontraproduktiv.</p>
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