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	Kommentare zu: Der literarische Akzess	</title>
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	<link>https://tell-review.de/der-literarische-akzess/</link>
	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Wed, 17 Dec 2025 15:59:49 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/der-literarische-akzess/#comment-64782</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Dec 2025 15:59:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/der-literarische-akzess/#comment-55068&quot;&gt;Klaus Weimar&lt;/a&gt;.

Dieser Kommentar von Klaus Weimar ist sehr berechtigt. 
Ich hatte bei Klaus Weimar an der Universität Zürich studiert und bei ihm mehr gelernt als bei vielen anderen. Ich wollte genauer wissen, wie die Akzessliste zustande gekommen ist, und er hat die langjährige Entstehungsgeschichte dankenswerterweise genauer aufgeschrieben - verbunden mit der Bitte, den Text als Kommentar zu veröffentlichen und nicht als eigenständigen Beitrag, wie ich es ursprünglich vorgeschlagen hatte. 

Hier nun also der Text von Klaus Weimar:

Ich bin in meinem vierten Semester, das war das Sommersemester 1963, zum ersten Mal an die Universität Zürich gekommen. Da gab es noch kein Akzeßexamen und auch keine Zwischenprüfung wie an deutschen Universitäten. Wer ein Seminar des einzigen Professors Emil Staiger besuchen wollte, mußte nur nachweisen, zwei neugermanistische Proseminare mit Erfolg absolviert zu haben.

1964 oder vielleicht auch erst 1965, nachdem Wolfgang Binder nach Zürich berufen worden war, hat Staiger das Akzeßexamen als Zugangsbedingung für Seminare eingeführt und eine recht umfangreiche Liste der zu lesenden Werke (mit wenigen Auswahlmöglichkeiten) vorgegeben. Die damaligen Assistenten Manfred Hoppe (bei Staiger), Rolf Tarot (bei Binder) und nach dem Ausscheiden von Hoppe auch Peter von Matt (bei Staiger) haben das Akzeßexamen als eine Art Lektürekontrolle durchgeführt mit Fragen nach Namen, Ereignissen, Beziehungen, Handlungen usw. in einigen der zu lesenden Texte.

Die zweite Assistentengeneration, seit 1969 bestehend aus Heinrich Mettler (bei Staiger), Urs Herzog (bei Max Wehrli) und mir (bei Binder), hat die Leseliste nicht angetastet, aber das Akzeßexamen von sich aus und ohne Rückfrage bei den Professoren von einer Lektürekontrolle umgestaltet zu einem Gespräch über unter Umständen nur einen Text oder Textausschnitt aus der Leseliste, in dem die Prüflinge zu zeigen hatten, was sie damit anzufangen wissen. Das Verfahren wurde ihnen in einer Besprechung bei der Anmeldung erläutert.

Nach Staigers Emeritierung 1976 hat die dritte Assistentengeneration ab 1978 die Informationen über Art und Ablauf des Akzeßexamens in den neuen Akzeßbrief übernommen und die Leseliste einer gründlichen Revision unterzogen in der nicht ganz (aber doch) unberechtigten Annahme, es handle sich dabei um den Kanon des Bildungbürgertums früherer Jahrzehnte. Das Konzept dazu stammte von Arthur Zimmermann (Assistent bei Tarot), an der Ausarbeitung beteiligt waren Angelika Kieser (bei Michael Böhler) und Antonie Schreier-Hornung (bei Herzog). Er jedenfalls hat das Ganze sozusagen zur Vernehmlassung an die neugermanistischen Mitglieder der Seminarkonferenz verteilt (das waren neben den damals fünf Professoren [nach Anciennität: Binder, Tarot, von Matt, Herzog], die Privatdozenten und der studentische Germanistenvorstand). Die Seminarkonferenz hat dann wohl 1980 den Akzeßbrief und die Akzeßliste per Abstimmung als offizielle Dokumente des Deutschen Seminars approbiert. 
Wie ich Peter von Matt gekannt habe, kann ich nicht glauben, daß er an seinen Kollegen und der Seminarkonferenz vorbei die Akzeßliste, wie Sie schreiben, &quot;alle paar Jahre aktualisiert&quot; hat. Unkollegiales Verhalten war nicht seine Sache.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/der-literarische-akzess/#comment-55068">Klaus Weimar</a>.</p>
<p>Dieser Kommentar von Klaus Weimar ist sehr berechtigt.<br />
Ich hatte bei Klaus Weimar an der Universität Zürich studiert und bei ihm mehr gelernt als bei vielen anderen. Ich wollte genauer wissen, wie die Akzessliste zustande gekommen ist, und er hat die langjährige Entstehungsgeschichte dankenswerterweise genauer aufgeschrieben &#8211; verbunden mit der Bitte, den Text als Kommentar zu veröffentlichen und nicht als eigenständigen Beitrag, wie ich es ursprünglich vorgeschlagen hatte. </p>
<p>Hier nun also der Text von Klaus Weimar:</p>
<p>Ich bin in meinem vierten Semester, das war das Sommersemester 1963, zum ersten Mal an die Universität Zürich gekommen. Da gab es noch kein Akzeßexamen und auch keine Zwischenprüfung wie an deutschen Universitäten. Wer ein Seminar des einzigen Professors Emil Staiger besuchen wollte, mußte nur nachweisen, zwei neugermanistische Proseminare mit Erfolg absolviert zu haben.</p>
<p>1964 oder vielleicht auch erst 1965, nachdem Wolfgang Binder nach Zürich berufen worden war, hat Staiger das Akzeßexamen als Zugangsbedingung für Seminare eingeführt und eine recht umfangreiche Liste der zu lesenden Werke (mit wenigen Auswahlmöglichkeiten) vorgegeben. Die damaligen Assistenten Manfred Hoppe (bei Staiger), Rolf Tarot (bei Binder) und nach dem Ausscheiden von Hoppe auch Peter von Matt (bei Staiger) haben das Akzeßexamen als eine Art Lektürekontrolle durchgeführt mit Fragen nach Namen, Ereignissen, Beziehungen, Handlungen usw. in einigen der zu lesenden Texte.</p>
<p>Die zweite Assistentengeneration, seit 1969 bestehend aus Heinrich Mettler (bei Staiger), Urs Herzog (bei Max Wehrli) und mir (bei Binder), hat die Leseliste nicht angetastet, aber das Akzeßexamen von sich aus und ohne Rückfrage bei den Professoren von einer Lektürekontrolle umgestaltet zu einem Gespräch über unter Umständen nur einen Text oder Textausschnitt aus der Leseliste, in dem die Prüflinge zu zeigen hatten, was sie damit anzufangen wissen. Das Verfahren wurde ihnen in einer Besprechung bei der Anmeldung erläutert.</p>
<p>Nach Staigers Emeritierung 1976 hat die dritte Assistentengeneration ab 1978 die Informationen über Art und Ablauf des Akzeßexamens in den neuen Akzeßbrief übernommen und die Leseliste einer gründlichen Revision unterzogen in der nicht ganz (aber doch) unberechtigten Annahme, es handle sich dabei um den Kanon des Bildungbürgertums früherer Jahrzehnte. Das Konzept dazu stammte von Arthur Zimmermann (Assistent bei Tarot), an der Ausarbeitung beteiligt waren Angelika Kieser (bei Michael Böhler) und Antonie Schreier-Hornung (bei Herzog). Er jedenfalls hat das Ganze sozusagen zur Vernehmlassung an die neugermanistischen Mitglieder der Seminarkonferenz verteilt (das waren neben den damals fünf Professoren [nach Anciennität: Binder, Tarot, von Matt, Herzog], die Privatdozenten und der studentische Germanistenvorstand). Die Seminarkonferenz hat dann wohl 1980 den Akzeßbrief und die Akzeßliste per Abstimmung als offizielle Dokumente des Deutschen Seminars approbiert.<br />
Wie ich Peter von Matt gekannt habe, kann ich nicht glauben, daß er an seinen Kollegen und der Seminarkonferenz vorbei die Akzeßliste, wie Sie schreiben, &#8222;alle paar Jahre aktualisiert&#8220; hat. Unkollegiales Verhalten war nicht seine Sache.</p>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/der-literarische-akzess/#comment-63590</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Oct 2025 15:51:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/der-literarische-akzess/#comment-63347&quot;&gt;Gabriel Guimarães&lt;/a&gt;.

Ein Scan der gesamten Liste ist im Artikel verlinkt:
chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://tell-review.de/wp-content/uploads/2025/04/Der-literarische-Akzess-Universitaet-Zuerich.pdf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/der-literarische-akzess/#comment-63347">Gabriel Guimarães</a>.</p>
<p>Ein Scan der gesamten Liste ist im Artikel verlinkt:<br />
chrome-extension://efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://tell-review.de/wp-content/uploads/2025/04/Der-literarische-Akzess-Universitaet-Zuerich.pdf</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Gabriel Guimarães		</title>
		<link>https://tell-review.de/der-literarische-akzess/#comment-63347</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gabriel Guimarães]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Oct 2025 13:28:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Frau Geisel, 
wäre es die Bereitstellung des vollständigen Digitalisats möglich? Ich hätte großes Interesse an dieser Liste. :)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Geisel,<br />
wäre es die Bereitstellung des vollständigen Digitalisats möglich? Ich hätte großes Interesse an dieser Liste. :)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus Weimar		</title>
		<link>https://tell-review.de/der-literarische-akzess/#comment-55068</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Weimar]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 23:10:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Liebe Frau Geisel,
es ist ja schön und recht, daß auch Sie etwas Gutes zum Andenken an Peter von Matt beitragen wollen. Aber mit der Leseliste &quot;Der literarische Akzess&quot; und und dem Akzessbrief, auf die Sie sich beziehen, hat er nichts zu tun. Sie sind nicht ein &quot;Dokument seines &quot;Selbstverständnisses als Professor&quot;, sondern stammen von Arthur Zimmermann (bis 1981 Assistent von Rolf Tarot), der wohl nicht als einziger damaliger Assistent alle Studenten geduzt hat, was Peter von Matt, damals längst Professor, zeitlebens nie in den Sinn gekommen wäre.
Sollten Sie sich unversehends herzlich gegrüßt fühlen, dann kommt das von mir.

Klaus Weimar]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Geisel,<br />
es ist ja schön und recht, daß auch Sie etwas Gutes zum Andenken an Peter von Matt beitragen wollen. Aber mit der Leseliste &#8222;Der literarische Akzess&#8220; und und dem Akzessbrief, auf die Sie sich beziehen, hat er nichts zu tun. Sie sind nicht ein &#8222;Dokument seines &#8222;Selbstverständnisses als Professor&#8220;, sondern stammen von Arthur Zimmermann (bis 1981 Assistent von Rolf Tarot), der wohl nicht als einziger damaliger Assistent alle Studenten geduzt hat, was Peter von Matt, damals längst Professor, zeitlebens nie in den Sinn gekommen wäre.<br />
Sollten Sie sich unversehends herzlich gegrüßt fühlen, dann kommt das von mir.</p>
<p>Klaus Weimar</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stephanie Jaeckel		</title>
		<link>https://tell-review.de/der-literarische-akzess/#comment-55044</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Jaeckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 08:28:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie ungeheuer schön und lebensnah. Ich bekam an der Uni eine Leseliste von 200 Titeln auf das Pult geknallt: Nebenfach Romanistik. Und natürlich im Original zu lesen. Ab dem 16. Jahrhundert. Ich wundere mich noch heute, dass ich das geschafft habe. Ein Vergnügen war es leider nicht. Hier aber spricht eine große Liebe zur Literatur UND zu den Studierenden. Und natürlich auch ein großes Vertrauen in die Fähigkeiten der neu heranwachsenden Germanist*innen. Was für ein Glück, dass Peter von Matt auch unterrichtet hat!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ungeheuer schön und lebensnah. Ich bekam an der Uni eine Leseliste von 200 Titeln auf das Pult geknallt: Nebenfach Romanistik. Und natürlich im Original zu lesen. Ab dem 16. Jahrhundert. Ich wundere mich noch heute, dass ich das geschafft habe. Ein Vergnügen war es leider nicht. Hier aber spricht eine große Liebe zur Literatur UND zu den Studierenden. Und natürlich auch ein großes Vertrauen in die Fähigkeiten der neu heranwachsenden Germanist*innen. Was für ein Glück, dass Peter von Matt auch unterrichtet hat!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Bernhard Echte		</title>
		<link>https://tell-review.de/der-literarische-akzess/#comment-55043</link>

		<dc:creator><![CDATA[Bernhard Echte]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 08:08:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=119668#comment-55043</guid>

					<description><![CDATA[Liebe Frau Geisel, herzlichen Dank für die Veröffentlichung dieses bemerkenswerten Dokuments – grossartig. Und selbst noch für den anregend, der ein jahrzehntelanges Germanisten-Leben hinter sich hat. Neugierde und Lust des Lesens – wie hat dies von Matt immer verkörpert – und in uns entfacht. Nochmals vielen Dank und herzliche Grüsse Bernhard Echte]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Frau Geisel, herzlichen Dank für die Veröffentlichung dieses bemerkenswerten Dokuments – grossartig. Und selbst noch für den anregend, der ein jahrzehntelanges Germanisten-Leben hinter sich hat. Neugierde und Lust des Lesens – wie hat dies von Matt immer verkörpert – und in uns entfacht. Nochmals vielen Dank und herzliche Grüsse Bernhard Echte</p>
]]></content:encoded>
		
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