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	Kommentare zu: Wie man Menschen zu Fremden macht	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
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		Von: Herwig Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/wie-man-menschen-zu-fremden-macht/#comment-635</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herwig Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2017 04:30:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie immer ist auch hier die Historie nicht 1:1 aufs Heute zu übertragen. So haben wir unter anderem auch mit einem islamistischen Terror zu tun, für den es damals kein vergleichbares Muster gab.
Dennoch sind die Ähnlichkeiten der beiden Epochen ausgeprägter als die Unterschiede. Vor allem zwei Sachen fallen auf: Die unbestreitbare Tatsache, dass den Zugewanderten abgesprochen wird, in irgend einer Weise dazugehören zu KÖNNEN. &quot;Die&quot; sind eben anders. Und weiterhin wird ihnen damals wie heute irgend ein Masterplan zur Kaperung der Gesellschaft unterstellt. &quot;Die&quot; (wer ist das?) sind hier, um &quot;uns&quot; (wen?) zu überrollen, uns an den Rand zu drängen. Dadurch werden &quot;wir&quot; anders, uns selbst entfremdet. Die Angst vor dem Fremden ist wie immer die Angst vor dem Fremden in mir selbst...
Und wenn ein wenig später in medizinischen Büchern der Weimarer Republik dann die &quot;Sexualmoral und das Geburtenproblem unserer Tage&quot; (Wolf) in dem Sinn abgehandelt wird, dass die &quot;unteren Schichten&quot; mehr Kinder bekommen als die oberen, und dass deswegen die Dummheit obsiegen wird, dann lugt da schon der Hobbygenetiker Sarrazin um die Ecke. Bei den &quot;Neuen Rechten&quot; ist kein &quot;Argument&quot; frischer als einhundert Jahre. Wieso neu, wenn alles so alt ist?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie immer ist auch hier die Historie nicht 1:1 aufs Heute zu übertragen. So haben wir unter anderem auch mit einem islamistischen Terror zu tun, für den es damals kein vergleichbares Muster gab.<br />
Dennoch sind die Ähnlichkeiten der beiden Epochen ausgeprägter als die Unterschiede. Vor allem zwei Sachen fallen auf: Die unbestreitbare Tatsache, dass den Zugewanderten abgesprochen wird, in irgend einer Weise dazugehören zu KÖNNEN. &#8222;Die&#8220; sind eben anders. Und weiterhin wird ihnen damals wie heute irgend ein Masterplan zur Kaperung der Gesellschaft unterstellt. &#8222;Die&#8220; (wer ist das?) sind hier, um &#8222;uns&#8220; (wen?) zu überrollen, uns an den Rand zu drängen. Dadurch werden &#8222;wir&#8220; anders, uns selbst entfremdet. Die Angst vor dem Fremden ist wie immer die Angst vor dem Fremden in mir selbst&#8230;<br />
Und wenn ein wenig später in medizinischen Büchern der Weimarer Republik dann die &#8222;Sexualmoral und das Geburtenproblem unserer Tage&#8220; (Wolf) in dem Sinn abgehandelt wird, dass die &#8222;unteren Schichten&#8220; mehr Kinder bekommen als die oberen, und dass deswegen die Dummheit obsiegen wird, dann lugt da schon der Hobbygenetiker Sarrazin um die Ecke. Bei den &#8222;Neuen Rechten&#8220; ist kein &#8222;Argument&#8220; frischer als einhundert Jahre. Wieso neu, wenn alles so alt ist?</p>
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