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	Kommentare zu: Was macht der russische Angriffskrieg mit uns?	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
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		Von: Laubeiter		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laubeiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Mar 2023 12:33:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Matthias Platzeck hat am 25.02.22 der Chefredaktion der Sächsischen Zeitung ein Interview gegeben, das man nachhören kann. Mich hat Platzecks Reaktion befreit von mehreren Sorten von Druck. Zum Beispiel der Druck, eigene Klugheit zu zeigen. Wie soll ich das? Da mit Platzeck jemand, der mehr Ahnung hat als ich, seine Ahnungslosigkeit bekennt, bin ich dann gern unklug. Der zweite Druck ist etwa, dass ich denke, wie kann ich klagen, bedauern, wenn in Ukraine durch die Invasion Menschen sterben und mein Leben hier kaum an Gemütlichkeit verliert. Da mit Platzeck jemand davon spricht, dass er sich entgleist fühlt, erkenne ich mich und halte meine Gefühle für weniger deplatziert.

Platzeck schildert seinen Schock udn spricht unter Schock. Er fragt, wie heute Vereinbarungen mit einer Regierung getroffen werden sollen, die vor der unprovozierten und illegalen Invasion die deutsche und französische Regierung angelogen hat. Er passt, als er nach Vorhersagen und Szenarien gefragt wird. Und er stellt seine Bewertung seiner eigenen Lage mehrfach dar. Er arbeitete für einen Verein, der Jugendaustausch zwischen Russland und Deutschland bot. Platzeck sagt, dass die Gewalt der Raketen und Panzer die vorher gesprochenen Worte und auch die aktuell gesprochenen Worte wertlos machen. Er sagt dann noch, wenn, ja wenn Raketen und Panzer einmal zum Stillstand gebracht werden, ja dann kann man überlegen, wieviele Jahre und Jahrzehnte es dauert, bis es zu einem Vertrauen,  das verloren wurde, wieder kommt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Matthias Platzeck hat am 25.02.22 der Chefredaktion der Sächsischen Zeitung ein Interview gegeben, das man nachhören kann. Mich hat Platzecks Reaktion befreit von mehreren Sorten von Druck. Zum Beispiel der Druck, eigene Klugheit zu zeigen. Wie soll ich das? Da mit Platzeck jemand, der mehr Ahnung hat als ich, seine Ahnungslosigkeit bekennt, bin ich dann gern unklug. Der zweite Druck ist etwa, dass ich denke, wie kann ich klagen, bedauern, wenn in Ukraine durch die Invasion Menschen sterben und mein Leben hier kaum an Gemütlichkeit verliert. Da mit Platzeck jemand davon spricht, dass er sich entgleist fühlt, erkenne ich mich und halte meine Gefühle für weniger deplatziert.</p>
<p>Platzeck schildert seinen Schock udn spricht unter Schock. Er fragt, wie heute Vereinbarungen mit einer Regierung getroffen werden sollen, die vor der unprovozierten und illegalen Invasion die deutsche und französische Regierung angelogen hat. Er passt, als er nach Vorhersagen und Szenarien gefragt wird. Und er stellt seine Bewertung seiner eigenen Lage mehrfach dar. Er arbeitete für einen Verein, der Jugendaustausch zwischen Russland und Deutschland bot. Platzeck sagt, dass die Gewalt der Raketen und Panzer die vorher gesprochenen Worte und auch die aktuell gesprochenen Worte wertlos machen. Er sagt dann noch, wenn, ja wenn Raketen und Panzer einmal zum Stillstand gebracht werden, ja dann kann man überlegen, wieviele Jahre und Jahrzehnte es dauert, bis es zu einem Vertrauen,  das verloren wurde, wieder kommt.</p>
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