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	Kommentare zu: Vorweihnacht in Plötzensee	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Jan 2023 10:39:37 +0000</lastBuildDate>
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		Von: Laubeiter		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laubeiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 10:39:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Müller und @Finkeldey: Diese Webseite tell-review ist für mich klasse wegen der Debatten, Danke! Meine Sicht: Im Essay von Müller wird Peter Weiss&#039; künstlerische Auseinandersetzung mit Gewalt rezensiert unter Einsatz von Zitaten aus Weiss&#039; magnum opus (in einem Theaterstück beschäftigte Weiss sich ebenfalls damit). Im Kommentar von Finkeldey wird mehreres verhandelt, einmal die subjektive Abneigung gegen die Lektüre von Weiss&#039; Gewaltbeschreibungen (die Zitate dienen da als pars pro toto), dann die allgemeine Frage, was Weiss&#039; Text LeserInnen geben kann. Ich finde künstlerische Auseinandersetzung mit Gewalt, wie z.B. bei Weiss, die produktivere Form als die philosophische, wie Adorno sie demonstriert, und denke daher, dass eine Lektüre etwas bewirken kann. Warum behandelte Weiss Gewalt so explizit? Moritz Baßler hat ausgeführt, dass LeserInnen Texte, die sogenannte schwere Bedeutungszeichen, für literarischer halten als welche, die triviale Gegenstände wählen. Für mich ist Weiss&#039; Buch Die Ästhetik des Widerstands ein Versuch, die Gewalt der Nazis marxistisch zu erzählen. Weiss hatte als Kommunist die Hoffnung auf eine kommunistische Revolution. Adornos Ästhetik war sicher nicht marxistisch, vielleicht fehlte ihm deshalb die Hoffnung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Müller und @Finkeldey: Diese Webseite tell-review ist für mich klasse wegen der Debatten, Danke! Meine Sicht: Im Essay von Müller wird Peter Weiss&#8216; künstlerische Auseinandersetzung mit Gewalt rezensiert unter Einsatz von Zitaten aus Weiss&#8216; magnum opus (in einem Theaterstück beschäftigte Weiss sich ebenfalls damit). Im Kommentar von Finkeldey wird mehreres verhandelt, einmal die subjektive Abneigung gegen die Lektüre von Weiss&#8216; Gewaltbeschreibungen (die Zitate dienen da als pars pro toto), dann die allgemeine Frage, was Weiss&#8216; Text LeserInnen geben kann. Ich finde künstlerische Auseinandersetzung mit Gewalt, wie z.B. bei Weiss, die produktivere Form als die philosophische, wie Adorno sie demonstriert, und denke daher, dass eine Lektüre etwas bewirken kann. Warum behandelte Weiss Gewalt so explizit? Moritz Baßler hat ausgeführt, dass LeserInnen Texte, die sogenannte schwere Bedeutungszeichen, für literarischer halten als welche, die triviale Gegenstände wählen. Für mich ist Weiss&#8216; Buch Die Ästhetik des Widerstands ein Versuch, die Gewalt der Nazis marxistisch zu erzählen. Weiss hatte als Kommunist die Hoffnung auf eine kommunistische Revolution. Adornos Ästhetik war sicher nicht marxistisch, vielleicht fehlte ihm deshalb die Hoffnung.</p>
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		Von: Hartmut Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/vorweihnacht-in-ploetzensee/#comment-23586</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hartmut Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2023 09:54:55 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe ästhetische und moralische Bedenken - ich will so etwas nicht lesen, auch nicht bei Peter Weiss. Und ich glaube, wir müssen so etwas auch nicht lesen, um zu wissen, was der NS war. Ja, der Mensch zappelt, wenn er von seinesgleichen gequält wird, das ist wohl so... 

Nebenbei: &quot;Die Prozedur des Erhängens habe ich nie mit angesehen, da sie sich im geschlossenen Raum abspielte. ich durfte die Verurteilten immer nur bis zum Schuppen begleiten.&quot; Harald Poelchau, Die letzten Stunden, Berlin, Volk und Welt, 1949, p. 54. Kam mir zufällig gerade unter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ästhetische und moralische Bedenken &#8211; ich will so etwas nicht lesen, auch nicht bei Peter Weiss. Und ich glaube, wir müssen so etwas auch nicht lesen, um zu wissen, was der NS war. Ja, der Mensch zappelt, wenn er von seinesgleichen gequält wird, das ist wohl so&#8230; </p>
<p>Nebenbei: &#8222;Die Prozedur des Erhängens habe ich nie mit angesehen, da sie sich im geschlossenen Raum abspielte. ich durfte die Verurteilten immer nur bis zum Schuppen begleiten.&#8220; Harald Poelchau, Die letzten Stunden, Berlin, Volk und Welt, 1949, p. 54. Kam mir zufällig gerade unter.</p>
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