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	Kommentare zu: Übersetzen heißt antworten	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Tue, 13 Aug 2019 13:49:46 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Rainer Kohlmayer, Prof. Dr.		</title>
		<link>https://tell-review.de/uebersetzen-heisst-antworten/#comment-5277</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rainer Kohlmayer, Prof. Dr.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Aug 2019 13:49:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es freut mich, dass meine Antrittsvorlesung von 1995 zitiert wurde. Ich habe seitdem eine Menge Aufsätze und Übersetzungen publiziert...
Wer im Bereich des literarischen Übersetzens wirklich auf den Stand der Wissenschaft kommen möchte, müsste wohl mein neues Buch lesen, das im Juli 2019 erschienen ist und meine Forschungen aus vielen Jahrzehnten klar und deutlich (also in lesbarem Deutsch!) zusammenfasst: Rainer Kohlmayer: LITERATURÜBERSETZEN. ÄSTHETIK UND PRAXIS. Peter Lang, Berlin usw. 2019. Der hohe Preis von 44.95€ ersparte Ihnen immerhin viele Semester Studium (bei mir) in Germersheim. Inzwischen bin ich natürlich ausgemustert (em.).
Ehrgeizige lassen sich auch schenken: Rainer Kohlmayer: RHETORIK UND TRANSLATION. GERMANISTISCHE GRUNDLAGEN DES GUTEN ÜBERSETZENS. Peter Lang, 2018.
Viele besitzen bereits: Rainer Kohlmayer: DEUTSCHE SPRACHKOMIK. EIN ÜBERBLICK FÜR ÜBERSETZER UND GERMANISTEN. Peter Lang, 2017.
Herzliche Grüße, Rainer Kohlmayer
www.rainer-kohlmayer.de]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es freut mich, dass meine Antrittsvorlesung von 1995 zitiert wurde. Ich habe seitdem eine Menge Aufsätze und Übersetzungen publiziert&#8230;<br />
Wer im Bereich des literarischen Übersetzens wirklich auf den Stand der Wissenschaft kommen möchte, müsste wohl mein neues Buch lesen, das im Juli 2019 erschienen ist und meine Forschungen aus vielen Jahrzehnten klar und deutlich (also in lesbarem Deutsch!) zusammenfasst: Rainer Kohlmayer: LITERATURÜBERSETZEN. ÄSTHETIK UND PRAXIS. Peter Lang, Berlin usw. 2019. Der hohe Preis von 44.95€ ersparte Ihnen immerhin viele Semester Studium (bei mir) in Germersheim. Inzwischen bin ich natürlich ausgemustert (em.).<br />
Ehrgeizige lassen sich auch schenken: Rainer Kohlmayer: RHETORIK UND TRANSLATION. GERMANISTISCHE GRUNDLAGEN DES GUTEN ÜBERSETZENS. Peter Lang, 2018.<br />
Viele besitzen bereits: Rainer Kohlmayer: DEUTSCHE SPRACHKOMIK. EIN ÜBERBLICK FÜR ÜBERSETZER UND GERMANISTEN. Peter Lang, 2017.<br />
Herzliche Grüße, Rainer Kohlmayer<br />
<a href="http://www.rainer-kohlmayer.de" rel="nofollow ugc">http://www.rainer-kohlmayer.de</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Neeltje Forkenbrock		</title>
		<link>https://tell-review.de/uebersetzen-heisst-antworten/#comment-2810</link>

		<dc:creator><![CDATA[Neeltje Forkenbrock]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2019 07:45:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Interessante Sichtweise. Meine Tante ich Fachübersetzerin in Englisch. Sie sagt immer, wie viel literarischen Sinn man eigentlich benötigt, um einen Text zu übersetzen.  Es gibt bei Übersetzungen für viele Worte Interpretationsspielraum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessante Sichtweise. Meine Tante ich Fachübersetzerin in Englisch. Sie sagt immer, wie viel literarischen Sinn man eigentlich benötigt, um einen Text zu übersetzen.  Es gibt bei Übersetzungen für viele Worte Interpretationsspielraum.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Josef		</title>
		<link>https://tell-review.de/uebersetzen-heisst-antworten/#comment-1559</link>

		<dc:creator><![CDATA[Josef]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Sep 2018 07:34:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine &quot;einsame&quot; Entscheidung kann ganze Weltbilder prägen... Danke für diesen wunderbaren Beitrag zum Thema Übersetzen. Ich würde als Autor von weltbewegender Literatur immer prüfen, wessen Geistes Kind ist mein Übersetzer. Es gibt ziemlich oft ungewollte Mißdeutungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine &#8222;einsame&#8220; Entscheidung kann ganze Weltbilder prägen&#8230; Danke für diesen wunderbaren Beitrag zum Thema Übersetzen. Ich würde als Autor von weltbewegender Literatur immer prüfen, wessen Geistes Kind ist mein Übersetzer. Es gibt ziemlich oft ungewollte Mißdeutungen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Martin Krohs		</title>
		<link>https://tell-review.de/uebersetzen-heisst-antworten/#comment-1012</link>

		<dc:creator><![CDATA[Martin Krohs]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jun 2018 07:54:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke auch hier noch einmal für diesen Text. Ich hatte ihn auf facebook geteilt (wo solche komplexeren Beiträge allerdings leider oft etwas untergehen – ein zu schnelles Medium dafür) und kopiere meinen kleinen Kommentar einfach einmal hier herüber:

Sehr schöner und vielschichtiger Text über das Übersetzen, in dem Sieglinde Geisel die mitschaffende Rolle des Übersetzers im Dialog Autorin – Übersetzer als etwas geradezu &quot;Unheimliches&quot; qualifiziert – und den Wunsch äussert: &quot;Zu einer literarischen Übersetzung gehört m. E. ein Kommentar der Übersetzerin, denn ich möchte wissen, welche Entscheidungen sie getroffen hat.&quot; Dem schliesse ich mich an!

Auch sehr gefallen hat mir die Behandlung des sprachlichen Gender-Faktors im Text: flüssiger Genus-Wechsel statt Sternchen-Massaker. Wer neulich etwas ungläubig auf meine *-Gegnerschaft geschaut hat, kann ja hier mal probelesen. Ein sehr gender-inklusiver Text (ja, ich weiss, immer noch &quot;binär&quot;, aber das ist nochmal ein anderes Thema), der die Gleichwertigkeit der weiblichen und männlichen Rollen, finde ich, viel unmittelbarer erlebbar macht als jede formale Lösung (die, davon unabhängig, im kanzelarischen Bereich ja ihre Berechtigung haben mag, aber auch das ist etwas anderes ...).

Aber eigentlich geht es hier natürlich ums Übersetzen – dazu noch ein kleiner Nebengedanke: Der Dialog zwischen &quot;Autor&quot; und &quot;Übersetzerin&quot; findet ja nicht nur anlässlich des literarischen (oder auch wissenschaftlichen) Werkes statt, sondern ständig auch bei jedem im Kopf, der oder die gleichzeitig in mehreren Sprachen unterwegs ist. Mir jedenfalls geht es oft so, dass mir eine passende Wendung auf Russisch einfällt, auch wenn ich deutsch schreibe, und ich dann deutsche Äquivalente suche, was wiederum auch im Deutschen auf neue Pfade führen kann. Solch eine innere Polyphonie (oder das Gespräch des &quot;sprachlichen inneren Teams&quot;, wie Schulz von Thun es vielleicht nennen würde) erfordert auch ein ständiges Auslegen und Miterfinden – geht es euch auch so? Die Verantwortung dabei ist natürlich wesentlich geringer und punktueller, als wenn die Vorlage ein ganzer Text mit seinem eigenen inneren Funktionieren ist. Wie auch immer: Lohnt wirklich zu lesen (zumal es unter anderem auch um Russisch geht).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke auch hier noch einmal für diesen Text. Ich hatte ihn auf facebook geteilt (wo solche komplexeren Beiträge allerdings leider oft etwas untergehen – ein zu schnelles Medium dafür) und kopiere meinen kleinen Kommentar einfach einmal hier herüber:</p>
<p>Sehr schöner und vielschichtiger Text über das Übersetzen, in dem Sieglinde Geisel die mitschaffende Rolle des Übersetzers im Dialog Autorin – Übersetzer als etwas geradezu &#8222;Unheimliches&#8220; qualifiziert – und den Wunsch äussert: &#8222;Zu einer literarischen Übersetzung gehört m. E. ein Kommentar der Übersetzerin, denn ich möchte wissen, welche Entscheidungen sie getroffen hat.&#8220; Dem schliesse ich mich an!</p>
<p>Auch sehr gefallen hat mir die Behandlung des sprachlichen Gender-Faktors im Text: flüssiger Genus-Wechsel statt Sternchen-Massaker. Wer neulich etwas ungläubig auf meine *-Gegnerschaft geschaut hat, kann ja hier mal probelesen. Ein sehr gender-inklusiver Text (ja, ich weiss, immer noch &#8222;binär&#8220;, aber das ist nochmal ein anderes Thema), der die Gleichwertigkeit der weiblichen und männlichen Rollen, finde ich, viel unmittelbarer erlebbar macht als jede formale Lösung (die, davon unabhängig, im kanzelarischen Bereich ja ihre Berechtigung haben mag, aber auch das ist etwas anderes &#8230;).</p>
<p>Aber eigentlich geht es hier natürlich ums Übersetzen – dazu noch ein kleiner Nebengedanke: Der Dialog zwischen &#8222;Autor&#8220; und &#8222;Übersetzerin&#8220; findet ja nicht nur anlässlich des literarischen (oder auch wissenschaftlichen) Werkes statt, sondern ständig auch bei jedem im Kopf, der oder die gleichzeitig in mehreren Sprachen unterwegs ist. Mir jedenfalls geht es oft so, dass mir eine passende Wendung auf Russisch einfällt, auch wenn ich deutsch schreibe, und ich dann deutsche Äquivalente suche, was wiederum auch im Deutschen auf neue Pfade führen kann. Solch eine innere Polyphonie (oder das Gespräch des &#8222;sprachlichen inneren Teams&#8220;, wie Schulz von Thun es vielleicht nennen würde) erfordert auch ein ständiges Auslegen und Miterfinden – geht es euch auch so? Die Verantwortung dabei ist natürlich wesentlich geringer und punktueller, als wenn die Vorlage ein ganzer Text mit seinem eigenen inneren Funktionieren ist. Wie auch immer: Lohnt wirklich zu lesen (zumal es unter anderem auch um Russisch geht).</p>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/uebersetzen-heisst-antworten/#comment-995</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2018 13:46:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/uebersetzen-heisst-antworten/#comment-994&quot;&gt;Thomas Weiler&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für diesen Hinweis! Erstaunlich, dass das bereits vor über zwanzig Jahren so überzeugend formuliert wurde - und offenbar keinen Eingang in die Verlagspraxis gefunden hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/uebersetzen-heisst-antworten/#comment-994">Thomas Weiler</a>.</p>
<p>Vielen Dank für diesen Hinweis! Erstaunlich, dass das bereits vor über zwanzig Jahren so überzeugend formuliert wurde &#8211; und offenbar keinen Eingang in die Verlagspraxis gefunden hat.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Thomas Weiler		</title>
		<link>https://tell-review.de/uebersetzen-heisst-antworten/#comment-994</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weiler]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2018 11:15:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für den anregenden Vortrag und die Möglichkeit, ihn noch einmal nachzulesen. Mit Ihrem nachvollziehbaren Wunsch nach einem Kommentar der Übersetzerin entsprechen Sie einer Forderung von Rainer Kohlmayer in seiner Antrittsvorlesung an der Johannes Gutenberg−Universität Mainz für das Fach Interkulturelle Germanistik am 29. Juni 1995: 
&quot;Der Literaturübersetzer muß nicht nur in der Lage sein, zu übersetzen, sondern auch ein Vor− oder Nachwort zu schreiben, in dem er Rechenschaft ablegt, z.B. den Stil des Originals beschreibt und seine eigene Übersetzweise bzw. Übersetzungskonzeption als Reaktion darauf begründet. Der metatranslatorische Kommentar des Übersetzers sollte ein absolut unerläßlicher Bestandteil jeder literarischen Übersetzung sein. Gewiß, man kann auch im Kommentar die größten Dummheiten und gröbsten Lügen auftischen. Dennoch ist dies auch der einzige Ort, wo der Übersetzer seine übersetzerische Kompetenz explizit beweisen kann. Gleichzeitig bietet der metatranslatorische Kommentar die gute und oft einzige Gelegenheit, das Problem der Adressatenanonymität des literarischen Marktes teilweise zu überwinden, da man im Nachwort − da es sich um einen nicht−fingierten Text handelt − durchaus auf einige unterschiedliche Erwartungen einer ansonsten amorphen Leserschaft gezielt eingehen kann.
Wichtig dürfte auch die Möglichkeit sein, die Haltung der Rezensenten und
sonstigen Vermittlungsinstanzen zu beeinflussen. Das metatranslatorische
Nachwort des Übersetzers ist schließlich auch den Verlagen gegenüber ein
wirkungsvolles Mittel der Aufwertung des Übersetzerberufs.&quot;

Die gesamte Rede ist hier abrufbar: http://www.rainer-kohlmayer.de/downloads/files/wissen_koennen.pdf]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den anregenden Vortrag und die Möglichkeit, ihn noch einmal nachzulesen. Mit Ihrem nachvollziehbaren Wunsch nach einem Kommentar der Übersetzerin entsprechen Sie einer Forderung von Rainer Kohlmayer in seiner Antrittsvorlesung an der Johannes Gutenberg−Universität Mainz für das Fach Interkulturelle Germanistik am 29. Juni 1995:<br />
&#8222;Der Literaturübersetzer muß nicht nur in der Lage sein, zu übersetzen, sondern auch ein Vor− oder Nachwort zu schreiben, in dem er Rechenschaft ablegt, z.B. den Stil des Originals beschreibt und seine eigene Übersetzweise bzw. Übersetzungskonzeption als Reaktion darauf begründet. Der metatranslatorische Kommentar des Übersetzers sollte ein absolut unerläßlicher Bestandteil jeder literarischen Übersetzung sein. Gewiß, man kann auch im Kommentar die größten Dummheiten und gröbsten Lügen auftischen. Dennoch ist dies auch der einzige Ort, wo der Übersetzer seine übersetzerische Kompetenz explizit beweisen kann. Gleichzeitig bietet der metatranslatorische Kommentar die gute und oft einzige Gelegenheit, das Problem der Adressatenanonymität des literarischen Marktes teilweise zu überwinden, da man im Nachwort − da es sich um einen nicht−fingierten Text handelt − durchaus auf einige unterschiedliche Erwartungen einer ansonsten amorphen Leserschaft gezielt eingehen kann.<br />
Wichtig dürfte auch die Möglichkeit sein, die Haltung der Rezensenten und<br />
sonstigen Vermittlungsinstanzen zu beeinflussen. Das metatranslatorische<br />
Nachwort des Übersetzers ist schließlich auch den Verlagen gegenüber ein<br />
wirkungsvolles Mittel der Aufwertung des Übersetzerberufs.&#8220;</p>
<p>Die gesamte Rede ist hier abrufbar: <a href="http://www.rainer-kohlmayer.de/downloads/files/wissen_koennen.pdf" rel="nofollow ugc">http://www.rainer-kohlmayer.de/downloads/files/wissen_koennen.pdf</a></p>
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