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	<title>Jugoslawien &#8211; tell</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
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	<title>Jugoslawien &#8211; tell</title>
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		<title>Verlassen und Verlassenwerden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jörg Plath]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2019 11:39:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Jugoslawien]]></category>
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					<description><![CDATA[Goran Vojnovićs Roman „Unter dem Feigenbaum“ handelt von der Unbehaustheit in der (post-)jugoslawischen Gesellschaft. Die familiäre Gemeinschaft bietet so wenig Schutz wie die nationale. Um sich selbst zu verstehen und um lieben zu können, braucht es die Fiktion.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Manchmal dichten auch Lektoren. Im Klappentext des neuen Romans von Goran Vojnović heißt es, sein Romandebüt <em>Cefuri raus!</em> über den brutalen Umgang mit Ex-Jugoslawen in Slowenien habe „den Rücktritt des slowenischen Innenministers zur Folge“ gehabt. Vojnović, befragt nach den dramatischen Ereignissen vor etwa zehn Jahren, schüttelt amüsiert den Kopf und erzählt von einem Polizeipräsidenten, der ihn zum Verhör einbestellte und ihm – immerhin! – einen Prozess androhte. Nach zwei Tagen und einer kleinen Protestwelle kassierte man das Vorhaben gegen den damals 28-jährigen. Seitdem gilt Vojnović in seinem Heimatland als Enfant terrible.</p>
<h3>Jugoslawien als Teil der Kindheit</h3>



<p>Mit dem nächsten Buch <em>Vaters Land</em> hielt er den ehemaligen Bewohnern von Titos Volksrepublik ihre Lebenslügen vor, nach denen der Balkan immer woanders sei und alle Kriegsverbrecher tot, wenn sie denn überhaupt Kriegsverbrecher gewesen seien… Und auch in Vojnović‘s neuem Roman <em>Unter dem Feigenbaum</em> geht es wieder um Jugoslawien, von dem nicht nur in Slowenien die meisten nichts mehr hören wollen. Einen „Jugoromantiker“ kann man den Autor freilich nicht schimpfen. Vojnović, der erst 1980, kurz vor Titos Tod, geboren wurde, will nicht zurück. Er will nur wiedererlangen, was ihm vorenthalten wird: Jugoslawien als Teil seiner Kindheit und Jugend sowie des Lebens seiner Eltern und Großeltern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine auseinandergerissene Familie</h3>



<p><em>Unter dem Feigenbaum</em> erzählt von drei Generationen zwischen 1955 und der nahen Gegenwart in Jugoslawien bzw. seinen Nachfolgestaaten. Die Beerdigung des Großvaters Aleksandar im kroatischen Zagreb bringt die auseinandergerissene Familie noch einmal zusammen. Die Beisetzung wird auf gut fünf Seiten im letzten Drittel des Buches abgehandelt. Davor und danach erzählt Vojnović in aufgelöster Chronologie wichtige Szenen aus dem Leben der Toten und der Lebenden. Sie bleiben fragmentarisch und unklar, ja geheimnisvoll, verbinden aber alle Familienmitglieder miteinander.</p>



<p>Geprägt wird ihr Leben durchs Verlassensein und -werden. 1955 lässt sich Großvater Aleksandar, wiewohl Kommunist, ins nördliche Istrien versetzen, um der Politik fern zu sein. Der Landstrich ist soeben zwischen Italien und Jugoslawien aufgeteilt worden. Das ihm angebotene Haus in Buje lehnt Aleksandar ab, weil in den Schränken noch die Mäntel der vertriebenen Italiener hängen, er baut im fünf Kilometer entfernten Momjan ein eigenes. Seine Frau Jana aber, die ihren Familiennamen Benedejčić nach der Heirat behalten hat und dazu ihren eigenen Kopf, bleibt und richtet das Haus der Italiener her. Später lässt sich Aleksandar überraschend für ein Jahr nach Ägypten versetzen, weshalb Jana erwägt, sich scheiden zu lassen. Dieser sperrige Mann habe, als er Jahrzehnte später von den damaligen Scheidungsplänen seiner inzwischen verstorbenen Ehefrau erfuhr, Selbstmord begangen, vermutet sein Enkel Jadran, der knapp 40-jährige Ich-Erzähler des Romans.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Schicksal des Unbehaustseins</h3>



<p>Trennungen prägen auch das Leben der Verwandten. Safet, der Mann von Aleksandars Tochter Vesna, verschwindet spurlos in seiner Heimat Bosnien, als die jugoslawischen Kriege ausbrechen, und Safets Sohn Jadran wird vor Aleksandars Beerdigung von Anja verlassen. Und zu Beginn des Romans werden die Großeltern 1955 in Istrien von einem serbischen Politkommissar erwartet, der sich ebenfalls fremd und verloren fühlt. Aleksandars serbischer Familienname lässt ihn auf Gesellschaft hoffen. Der Kommissar kann nicht ahnen, dass Aleksandar und seine Familie allesamt Unbehauste sind.</p>



<p>Das nationale serbische Kollektiv bietet ihnen so wenig Schutz wie das jugoslawische oder das familiäre. Darin unterscheidet sich das Leben in der Volksrepublik nicht von dem in den Nachfolgestaaten, weshalb der Enkel Jadran gern Großvaters Klage wiederholt: „Du musst nicht allein sein, um einsam zu sein.“ Vojnović erzählt, wie auch in seinen anderen Romanen, nicht von politischen, sondern von existenziellen Erfahrungen. Suchte in seinem zweiten Roman <em>Vaters Land</em> nur der jugendliche Erzähler nach seiner Identität, so ist es nun die ganze Familie. Nur Anja, die Geliebte des Ich-Erzählers, verhält sich anders: Sie nutzt wie in alten Zeiten die Kontakte ihres Vaters als Karriereleiter, so notiert Jadran kopfschüttelnd.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Wahrheit von Fiktionen</h3>



<p>Goran Vojnović, der auch als Filmregisseur erfolgreich ist, entwirft in starken Bildern ein Sittengemälde der postjugoslawischen Gesellschaften. Zuweilen löst den Ich-Erzähler ein allwissender Erzähler ab, der sich am Ende überraschenderweise als Sprachrohr Jadrans erweist. Denn auf den Vorwurf der zurückgekehrten Anja, er habe sich ja alles nur ausgedacht, bekennt Jadran: Ja, das stimme, denn Fiktionen seien notwendig, um sich selbst zu verstehen und um sie, Anja, lieben zu können – um also, anders als Großvater Aleksandar, anders als Safet und viele andere, die „unfrei“ machende Liebe auszuhalten. Jadrans Rechtfertigungsmonolog ist Vojnović, der auch an manch anderen Stellen vor Sentiment und Pathos nicht zurückscheut, entschieden zu lang geraten. Und die Rede von der „unfrei“ machenden Liebe überrascht. Sie soll all die Schicksale über drei Generationen hinweg verklammern, die sich weder vom serbischen Kollektiv noch vom jugoslawischen einfangen ließen – und ebenso wenig von der Liebe zu einem Menschen. Das klingt wie eine ziemlich spätpubertäre Interpretation des Lebens im sozialistischen Vielvölkerstaat. Viel überzeugender ist die Antwort Jadrans auf die altehrwürdige Frage nach der Wahrheit von Fiktionen. Sie verbindet das Bekenntnis zur Widersprüchlichkeit von Gefühlen (und Gedanken) mit gleich zwei Liebeserklärungen – einer an Anja und einer ans diskontinuierliche Erzählen voller Geheimnis und Spannung. Letzteres beherrscht Goran Vojnović bemerkenswert gut.</p>
<h6 style="text-align: right;">Bildnachweis:<br />Beitragsbild: Jože Gal: Družina Lepej (Familie Lepej) 1961 [Public domain], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dru%C5%BEina_Lepej_1961.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">via Wikimedia Commons</a><br />Buchcover: <a href="https://www.folioverlag.com/info/belletristik/roman/de/978-3-85256-749-5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Folio Verlag</a></h6>


<hr class="wp-block-separator" />

<p>&nbsp;</p>
<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#83a300;border-radius:3px;max-width:none"><div class="su-box-title" style="background-color:#b6d600;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Angaben zum Buch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px"> <div class="su-row"><div class="su-column su-column-size-2-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim"> Goran Vojnović <strong><br />
Unter dem Feigenbaum</strong><br />
Roman · Aus dem Slowenischen von Klaus Detlef Olof<br />
Folio Verlag. Wien/Bozen 2018 · 334 Seiten · 35,90 Euro<br />
ISBN: 978-3852567495 </p>
<p>Bei <a title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" href="https://www.amazon.de/dp/3852567491/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Amazon</a>, <!-- BEGIN PARTNER PROGRAM - DO NOT CHANGE THE PARAMETERS OF THE HYPERLINK --><a href="https://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=776227&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=9783852567495" target="_blank" rel="noopener noreferrer">buecher.de</a><img decoding="async" style="display: none !important;" hidden="" src="https://banners.webmasterplan.com/view.asp?site=3780&amp;ref=776227&amp;b=0&amp;type=text&amp;tnb=14" width="1" height="1" border="0" /><!-- END PARTNER PROGRAM --> oder im lokalen Buchhandel </div></div> <div class="su-column su-column-size-1-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim"><a href="https://www.amazon.de/dp/3852567491/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="15284" data-permalink="https://tell-review.de/verlassen-und-verlassenwerden/unter_dem_feigenbaum_vojnovic/" data-orig-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2019/03/Unter_dem_Feigenbaum_Vojnovic.jpg?fit=709%2C1079&amp;ssl=1" data-orig-size="709,1079" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Unter_dem_Feigenbaum_Vojnovic" data-image-description="&lt;p&gt;Goran Vojnovic: Unter dem Feigenbaum&lt;br /&gt;
Folio 2018&lt;br /&gt;
Cover&lt;/p&gt;
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<p>&nbsp;</p>


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		<title>Das Trauma wachhalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jörg Plath]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Feb 2019 08:40:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Jugoslawien]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
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					<description><![CDATA[Zoltán Danyis Roman „Der Kadaverräumer“ schildert eindringlich das Trauma des Jugoslawienkriegs. Im unaufhörlichen Monolog versucht der Protagonist, sich sein Leben zu erzählen. Doch es will sich nicht mehr zu einer Geschichte fügen lassen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span class="dropcap">I</span>n diesem Roman herrscht ununterbrochen Traumazeit. Ein junger Mann lebt in einem Danach. Die traumatisierenden Ereignisse liegen lange zurück, doch die „alles verwüstenden, alles ausbeinenden Jahre“ sind ständig präsent. Wortreich versucht der Verwüstete und Ausgebeinte in Zoltán Danyis Roman <em>Der Kadaverräumer</em>, die Stücke seines zerbrochenen Lebens zusammenzuklauben.</p>
<p>Der junge Mann aus Novi Sad, Angehöriger der ungarischen Minderheit im nördlichen Serbien wie auch der Autor selbst, schmuggelt in den ersten Monaten der jugoslawischen Kriege Benzin aus Ungarn über die nahe Grenze. Als Soldat bricht er den Widerstand in den durch die Serben eroberten Gebieten: Er plündert, vergewaltigt und wird Zeuge von Exekutionen. Mit zwei Kollegen räumt er Tierkadaver von den serbischen Straßen; einmal gerät er zwischen gärende menschliche Kadaver in Plastiksäcken, zuhauf abgeworfen in einem Straßengraben. Er reist nach Berlin, um von dort in die USA auszuwandern.</p>
<p>Die Reihenfolge dieser Erlebnisse ist unklar. Sicher ist nur, dass der in einem fort redende junge Mann bei jeder Gelegenheit furzen und ständig „dringend pissen“ muss, ohne sich je erleichtern zu können. Der Grund für diese Funktionsstörung kommt bald zur Sprache: Im Krieg wurde der junge Mann Zeuge zweier Morde. Als er gerade an eine Hauswand pinkeln will, wird ein Kroate, der die serbischen Soldaten verhöhnte, indem er die Hose herunterzog und grinsend furzte, umstandslos erschossen. Auch eine Kroatin wird während ihrer Vergewaltigung erschossen, und beide Male durchdringen die Kugeln auf ihrem Weg zum Kopf die Geschlechtsorgane. Die Szenen gehören zum Schockierendsten, was ich bisher gelesen habe.</p>
<p>Zoltán Danyi, der 1972 geborene Lyriker, Lektor, Hochschullehrer und Rosenzüchter, hat selbst nicht in den Kriegen gekämpft. Er erzählt also nicht von seinen, sondern von den Traumata einer Gesellschaft. Wie diese auf <em>Der Kadaverräumer</em> reagiert, wenn die gegenwärtig entstehende Übersetzung ins Serbische gedruckt ist, mag ich mir nicht ausmalen. In Ungarn ist der Roman bereits mit dem angesehenen Miklós-Mészöly-Preis ausgezeichnet worden.</p>
<p>Von der brutalen Gewalt, der Drastik der Ereignisse sowie den körperlichen Funktionsstörungen in der Sexualität und bei der Produktion von Fäkalien erzählt Zoltán Danyi auf höchst raffinierte Weise. Die Logorrhoe des jungen Mannes erzeugt keinen routinierten Bernhardschen Monolog, wie er unter manch jüngeren Schriftstellern in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens Nachahmer gefunden hat. Zoltán Danyi lässt seine Hauptfigur im fortwährenden Sprechen nicht zu sich finden. Er hält das Trauma wach durch einen Erzähler. Dieser ist dem jungen Mann nah und gibt seine Monologe und Gedanken mal in direkter, mal in indirekter Rede wieder, seien sie nun vor einem halb schlafenden und nichts verstehenden deutschen Obdachlosen oder in einer Bar über Eiswürfeln vor sich hingesprochen oder auch nur gedacht. Der beständige Wechsel zwischen Innen- und Außenperspektive, Gegenwart und Vergangenheit, von Terézia Mora rhythmisch und zupackend übertragen, verweigert dem Traumatisierten die Wiedererlangung der verlorenen Einheit.</p>
<p>Auch dem Leser wird jede beruhigende Eindeutigkeit versagt. Der Kadaverräumer ist sowohl Opfer wie Täter, er war Soldat, brandschatzte und vergewaltigte – und wurde doch durch die perfiden Morde an der vergewaltigten Frau und dem Mann, der sich über die Angreifer lustig machte, traumatisiert. Auf den Straßen von Novi Sad verziert er das Staatswappen Serbiens heimlich mit Penissen, in der protzigen Villa eines serbischen Mafioso in Split verlegt er das Staatswappen wiederum als Mosaik. Beides ist nicht ungefährlich – in Serbien wird das Hoheitszeichen von vielen hymnisch verehrt, im kroatischen Split ist es verhasst. Aber auch die Kadaverräumer kümmerten sich wohl – der mit allen Traumawassern gewaschene Erzähler vermag es nur anzudeuten – nicht nur um Tiere auf den Straßen, sondern auch um Menschen. Mit Bulldozern.</p>
<h6 style="text-align: right;">Bildnachweis:<br />
Beitragsbild: Exhumierungsort im Čančari-Tal.<br />
Aus dem Dokumentarmaterial des Internationalen Strafgerichtshofs der UN für das ehemalige Jugoslawien.<br />
[<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0">CC BY 2.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Exhumation_Site_in_%C4%8Can%C4%8Dari_valley.jpg">via Wikimedia Commons</a></h6>
<p><div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#83a300;border-radius:3px;max-width:none"><div class="su-box-title" style="background-color:#b6d600;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Angaben zum Buch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px"><div class="su-row"><div class="su-column su-column-size-2-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">Zoltán Danyi<br />
<strong>Der Kadaverräumer<br />
</strong>Roman · Aus dem Ungarischen von Terézia Mora<br />
Suhrkamp Verlag 2018 · 256 Seiten · 24,00 Euro<br />
ISBN: 978-3-518-42835-1<br />
Bei <a title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" href="https://www.amazon.de/dp/3518428357/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="nofollow noopener">Amazon</a>, <!-- BEGIN PARTNER PROGRAM - DO NOT CHANGE THE PARAMETERS OF THE HYPERLINK --><a href="https://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=776227&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=9783518428351" target="_blank" rel="noopener">buecher.de</a><img decoding="async" style="display: none !important;" hidden="" src="https://banners.webmasterplan.com/view.asp?site=3780&amp;ref=776227&amp;b=0&amp;type=text&amp;tnb=14" width="1" height="1" border="0" /><!-- END PARTNER PROGRAM --> oder im lokalen Buchhandel</div></div><div class="su-column su-column-size-1-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim"><a href="https://www.amazon.de/dp/3518428357/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="14865" data-permalink="https://tell-review.de/das-trauma-wachhalten/danyi_kadaverraeumer_cover/" data-orig-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2019/02/Danyi_Kadaverr%C3%A4umer_Cover.jpg?fit=1453%2C2409&amp;ssl=1" data-orig-size="1453,2409" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Danyi_Kadaverräumer_Cover" data-image-description="&lt;p&gt;Zoltán Danyi&lt;br /&gt;
Der Kadaverräumer&lt;br /&gt;
Suhrkamp 2018&lt;br /&gt;
Cover&lt;/p&gt;
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<hr />
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		<title>Achterbahnfahrten der Existenz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jörg Plath]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Dec 2017 09:02:44 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
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					<description><![CDATA[Was hat Literatur mit Schuld zu tun? In David Albaharis Roman „Das Tierreich“ geht es um ein Verbrechen in der Jugoslawischen Volksarmee. Der Erzähler ist weder Täter noch Opfer. Er ist Zeuge – bis er unwiderruflich die Seiten wechselt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Seit gestern ist die Welt ein etwas besserer Ort. In ihr gibt es nämlich Dimitrije Donkić nicht mehr. Ich habe ihn getötet.</p></blockquote>
<p><span class="dropcap">A</span>n Klarheit sind die ersten drei Sätze des wuchtigen Kurzromans <em>Das Tierreich</em> von David Albahari kaum zu überbieten. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht, ahnt der Leser. Hat er doch bereits eine „Einleitung“ hinter sich, die das Buch als ein anonymes, in einem Papierkorb gefundenes Manuskript ausweist, und drei weitere Abschnitte vor sich: „Geschichte“, „Epilog“ sowie „Endnoten“. Der Mörder ist offenbar sowohl philosophisch bewandert als auch ästhetisch versiert und meint, seine Tat erklären zu müssen.</p>
<p>Der Mord an Dimitrije Donkić hat eine Vorgeschichte: Vierzig Jahre zuvor ließ Donkić in der Jugoslawischen Volksarmee einen Soldaten ermorden und exekutierte unmittelbar danach die zwei Henker. Der Erzähler sah allen drei Morden zu – und wurde verschont. Warum? Er weiß es nicht.</p>
<h3>Der Einzelgänger als Erzähler</h3>
<p>Hatte er doch mit dem Mörder und den drei Toten in der Armee eine Freundesgruppe gegründet, die sich das „Tierreich“ nannte: Redžep hieß die Schlange, Goran die Zecke, Miša der Spatz, Donkić der Waschbär und der Erzähler der Tiger. Die Tierreichgruppe soll den Mitgliedern Sicherheit bieten, doch in ihr herrscht Lebensgefahr: Donkić, anziehend und abstoßend zugleich, schürt Konflikte. Er lässt Miša mehrmals durch Redžep und Goran zusammenschlagen, bevor er seine Ermordung anordnet. Der Erzähler, immerhin Tiger genannt, sieht zu und rührt keinen Finger.<span class="pull-left">Der Axolotl steht außerhalb aller Bezüge – nicht anders als der Tiger.</span></p>
<p>Der Waschbär erweist sich also als Löwe. Er ist ein Geheimdienstler, befürchtet der Tiger-Erzähler, und hat einen Auftrag: die Anführer der 1968 von der Partei niedergeschlagenen Studentenproteste aufzuspüren und hinzurichten. Bei den Protesten war der Tiger nur ein Mitläufer, doch seine Furcht vor Entdeckung ist groß. Miša, einer der Köpfe von 1968, charakterisiert ihn als einen Axolotl, einen Lurch, der nicht die ganze Metamorphose zum Erdtier durchmacht, sondern im Wasser bleibt. Der Axolotl steht außerhalb aller Bezüge – nicht anders als der Tiger, der in einem Gedicht William Blakes „in furchtbar schöner“ Flammenpracht erscheint. Albahari hat einen Einzelgänger als Erzähler gewählt, der nur widerstrebend Mitglied des „Tierreichs“ wird, der weder Täter noch Opfer ist. Er ist Zeuge, er erzählt. Bis er 40 Jahre später Dimitrije Donkić ermordet.</p>
<h3>Der Mensch selbst ist der Abgrund</h3>
<p>Der Autor David Albahari ist 1994 nach Kanada ausgewandert, nach Jahren als Vorsitzender der jüdischen Gemeinden in Serbien; er floh vor der nationalistischen „Zwangspolitisierung“ in den jugoslawischen Kriegen. Alle seine Bücher sind existenzielle Vexierspiele. Die letzten Romane „Der Bruder“ und „Der Brief“ schildern auf betont unspektakuläre Weise umstürzende Ereignisse, die Lebensgeschichten wie Luftblasen zerplatzen lassen. Was eben noch Halt gab, erweist sich mit einem Mal als Lüge. Nicht der Mensch steht vor einem Abgrund, er selbst ist der Abgrund. Albaharis Bücher, seit Jahren von Mirjana und Klaus Wittmann in ein elegantes, zurückhaltendes Deutsch übertragen, erzählen Achterbahnfahrten der Existenz.</p>
<p>In der ersten Endnote von <em>Das Tierreich</em> heißt es:</p>
<blockquote><p>[&#8230;] die Geschichten leben nur dort, wo es mehr als einen Zeugen gibt, weil die Wahrheit immer mindestens zwei Gesichter haben muss. Hat sie nur eines, dann stimmt etwas nicht – mit der Geschichte oder mit der Wahrheit.</p></blockquote>
<p>Der Roman „Das Tierreich“ ist eine solche Geschichte. Der zweite Zeuge, Mišas Mörder, war vierzig Jahre verschwunden. Als er in Kanada dem ersten Zeugen gegenübersteht, erschießt dieser ihn, bevor seine sich öffnenden Lippen eine andere Version der Ereignisse formulieren können.</p>
<h3>Der Geburtsmakel der Literatur</h3>
<p>Vierzig Jahre war der Erzähler auf sich allein gestellt und hat in dieser Zeit an allem zu zweifeln begonnen: an seiner Geschichte vom Tierreich, an der Wahrheit und – an sich selbst. Daher der aufwändige Aufbau seines Berichts mit Einleitung, Prolog, Geschichte, Epilog und Endnoten. Die Spiegelungen, Aufteilungen, Reflektionen sollen die Wahrheit eines von Morden gezeichneten Lebens einholen, dem das bezeugende Gegenüber fehlt: der Mörder der Kameraden. Es handelt sich um ästhetische Versuche, die andere Perspektive zu ersetzen. All das erweist sich nach dem Schuss auf Dimitrije Donkić als verlorene Liebesmüh. Der Erzähler hat unwiderruflich die Seiten gewechselt: Er hat gehandelt, statt zu erzählen. Das Manuskript landet im Papierkorb eines Flughafens, diese Lebens<em>geschichte </em>ist am Ende. Nun kann eine andere beginnen, sie hat schon begonnen mit der mehrmals knapp erwähnten Frau an der Seite des Erzählers.</p>
<p>„Das Tierreich“ ist, trotz unerträglicher Szenen, ein vergleichsweise leises Buch, das unübersehbar an Jorge Luis Borges anknüpft und die Parallelität, ja:<span class="pull-left">Literatur ist ein Erzählen &#8222;danach&#8220;.</span> Identität von Leben und Erzählung mit existentieller Dringlichkeit auflädt. Seine Sprengkraft erschließt sich spät, dann nämlich, wenn man sich fragt, warum, um Himmels willen, wir diesem Erzähler eigentlich trauen. Schließlich ist er ein geständiger Mörder. Und er bringt einen Mann um, der möglicherweise gar nicht Donkić ist, nur „schwarze Ringe um die Augen wie ein Waschbär“ hat. Und der zudem der einzige lebende Zeuge seiner erniedrigenden Feigheit, seines passiven Mittuns ist.</p>
<p>Man kann den verwickelten und dichten Roman als Summe des Nachdenkens von David Albahari über Literatur lesen – und über seine Auswanderung aus Slobodan Milosević&#8216; gewalttätigem Jugoslawien. Sein Tiger-Erzähler wandert ebenfalls aus, und er preist die Emigration keineswegs als moralische Lösung an. Schuldig ist in <em>Das Tierreich</em> der Mörder, schuldig wird aber auch der Zeuge: Er lässt den Mörder gewähren, er wird Komplize. Der Zeuge-Komplize aber hat keine Wahl: Er kann nicht nur erzählen, er muss es tun, für sich, als Schuldiger. Die Literatur besitzt einen Geburtsmakel, der zugleich ihre Notwendigkeit begründet: Sie ist ein Erzählen „danach“, sie verdankt sich der unterlassenen Handlung und der Notwendigkeit, mit der Schuld umzugehen. So deutlich, so beunruhigend zwingend hat David Albahari vielleicht noch nie seine Auffassung von Literatur formuliert.</p>
<p><div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#83a300;border-radius:3px;max-width:none"><div class="su-box-title" style="background-color:#b6d600;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Angaben zum Buch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px"><br />
<div class="su-row"><div class="su-column su-column-size-2-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim"><br />
David Albahari<br />
<strong>Das Tierreich</strong><br />
Roman · Aus dem Serbischen von Mirjana und Klaus Wittmann<br />
Schöffling &amp; Co. 2017 · 155 Seiten · 20 Euro<br />
ISBN: 978-3-89561-428-6<br />
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Schöffling &amp;#038; Co.&lt;br /&gt;
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</div></div></p>
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<h6 style="text-align: right;"><em>Bildnachweis:</em><br />
<em> Beitragsild: <a href="https://www.pexels.com/photo/man-in-camouflage-suit-holding-shotgun-669277/" target="_blank" rel="noopener">Pexels</a>, <a href="https://www.pexels.com/photo-license/" target="_blank" rel="noopener">CC0-Lizenz</a> (bearbeitet)</em><br />
<em>Buchcover: <a href="https://www.schoeffling.de/buecher/david-albahari/das-tierreich" target="_blank" rel="noopener">Schöffling &amp; Co.</a></em></h6>
<hr />
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