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	<title>Hype &#8211; tell</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
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	<title>Hype &#8211; tell</title>
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		<title>„Stella“ – eine erbauliche Geschichte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2019 09:25:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Hype]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalsozialismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie soll, kann und darf man über den Holocaust schreiben? Die Debatte um Takis Würgers Roman „Stella“ irritiert mindestens so sehr wie der Roman. Auf tell diskutieren wir über beides.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="su-note"  style="border-color:#e0e0e0;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;"><div class="su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim" style="background-color:#fafafa;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;">Als die Debatte zu Takis Würgers „Stella“ hochkochte, wäre ein Page-99-Test fällig gewesen. Zum ersten Mal fiel mir zu dieser Zufallsseite nichts ein. Doch Buch und Debatte ließen uns keine Ruhe. Hier die Schlussfolgerungen aus den Chats und Gesprächen der Redaktion.</p>
<p style="text-align: right;">Sieglinde Geisel</div></div>
<h4><a href="https://tell-review.de/author/lars-hartmann/" target="_blank" rel="noopener">Lars Hartmann</a></h4>
<p>Bereits der Anfang klingt entsetzlich langweilig, diese amtlichen Beglaubigungen, da fuchtelt ein großer Zeigefinger. Doch das scheint mir nicht skandalös, sondern eher bemüht.</p>
<p>Was mir in diesem Buch fehlt, ist das ästhetische Spiel mit den Möglichkeiten, nämlich aus dem dokumentarischen Material eine komplexe Geschichte zu schaffen, Fiktion und Dokument auf erzählerisch ansprechende, wenn nicht avancierte Weise zu verbinden. Wie solch biografisches Schreiben in der literarischen Konstruktion funktionieren kann, zeigt in einem ganz anderen Kontext Katja Petrowskajas <em>Vielleicht Esther</em>.</p>
<p>Bei Würger wirkt bereits die Aneinanderreihung von Hauptsätzen auf den ersten Seiten wie ein ermüdendes Protokoll. Solcher Dokumentarismus als Literatur wird dem im Grunde doch spannenden Stoff nicht gerecht. Weil das in der Sprache nicht besser wurde, habe ich die Lektüre nach den ersten zwanzig Seiten abgebrochen, ich las noch die Schlussseiten sowie die Seite 99 und bemerkte auch dort, dass der Stil dieses Romans und der Plot keine andere Färbung bekamen.</p>
<p>Weshalb sich allerdings an einem solchen Buch eine derartige Feuilleton-Debatte entzündete, teils in schrillen Tönen, bleibt mir rätselhaft.</p>
<h4><a href="https://tell-review.de/author/sieglinde-geisel/" target="_blank" rel="noopener">Sieglinde Geisel</a></h4>
<p>Das, was du „amtliche Beglaubigungen“ nennst, Lars, ist mir auch von Anfang an auf die Nerven gegangen. Stereotyp werden ein paar (möglichst „bunte“) Facts zum jeweiligen Monat aufgezählt, z.B. zum September 1942:</p>
<blockquote><p>Wolfgang Schäuble wird geboren. Der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A, Generalfeldmarschall Wilhelm List, wird entlassen; Adolf Hitler übernimmt die Führung der Heeresgruppe. Im Berliner Olympiastadion verliert die deutsche Fußballnationalmannschaft zwei zu drei gegen Schweden. Neuntes Gebot der zehn Gebote für jeden Nationalsozialisten des Dr. Joseph Goebbels: »Halte es mit dem Leben so, daß Du dereinst vor einem neuen Deutschland nicht zu erröten brauchst.«</p></blockquote>
<p>Der ganze Roman ist völlig schematisch gestrickt. Neben diesen historischen Stichwortlisten gibt es noch die Auszüge aus den Gerichtsprotokollen von 1946, die beliebig in die Romanhandlung eingestreut werden; sie sind derart stereotyp, dass ich sie mit der Zeit nur noch überflogen habe. Basteleien, die sich totlaufen. Kunstgewerbe.</p>
<h4><a href="https://tell-review.de/author/herwig-finkeldey/" target="_blank" rel="noopener">Herwig Finkeldey</a></h4>
<p>Mein Blick auf das Buch wurde zunächst von den Rezensionen im Feuilleton geprägt. Ich habe demnach erwartet, das Werk eines intellektuell, moralisch und ästhetisch komplett derangierten Autors zu lesen. Darüber hinaus hatte ich den Verdacht, die Fokussierung eines deutschen Schriftstellers auf eine jüdische Verräterin sei eine weitere Variante dessen, was Henryk Broder die „historische Entlastungsoffensive“ der deutschen Gesellschaft genannt hat. Als Beispiel für solche „Entlastungswerke“ seien die unsägliche Fernsehserie <em>Unsere Mütter, unsere Väter</em> oder der Film <em>Die Gustloff</em> und Günter Grass‘ Novelle <em>Im Krebsgang</em> genannt. Nun bietet <em>Stella</em> durchaus eine allzu allgemein formulierte Opferdefinition im Sinn von: In schlimmen Zeiten bleibt niemand sauber! Das ist eine Binse und gegenüber den jüdischen Opfern eine Unverschämtheit.</p>
<p>Damit liegt <em>Stella</em> zwar im allgemeinen Trend, auch die Deutschen zu Opfern zu erklären, doch ist das in diesem Roman nicht schlimmer als anderswo. Auch den allerorten behaupteten Kitsch konnte ich nicht durchgehend finden. Insgesamt scheint mir der karge, dialoglastige Stil des Romans nicht so sehr kitschig, er bedient vielmehr Erwartungen.</p>
<h4><a href="https://tell-review.de/author/hartmut-finkeldey/" target="_blank" rel="noopener">Hartmut Finkeldey</a></h4>
<p>Der Plot ist an sich stimmig: ein junger Schweizer mit Geld und vor allem mit jederzeit einsetzbarem Rückfahrticket kommt 1942 nach Berlin, u.a. um herauszufinden, ob die Gerüchte über die Judendeportationen per Möbelwagen wirklich stimmen. Auch scheint mir die Gestalt „Friedrich“ gut motiviert zu sein. Seine alkoholkranke Mutter, die Hitler bewundert und selbst malt, möchte ihn zu einem großen Künstler erziehen, wobei Würger sich ab und an bedenklich dem BDSM-Darkroom annähert: Mamis „Malunterricht“ in Reitstiefeln, mit Hilfe eines Teppichklopfers. Allerdings zitiert er damit wiederum eine tradierte Deutung: Faschismus als perverses, kaputtes Vergnügen. Der Vater, ein Schwächling, kann oder will Friedrich nicht vor der mütterlichen Gewalt schützen; er flieht vor seiner kaputten Ehe, indem er ständig reist.</p>
<p>Das ist alles m. E. literarisch in Ordnung so, zum Teil sogar richtig gut. Der Roman kippt, als Stella Goldschlag auftaucht. Ihre Authentizität wird ja forciert, wobei ich nicht verstanden habe, warum Würger – der sonst sehr gut recherchiert hat – hier einen absurd anmutenden Recherchefehler begeht: Stella Goldschlag begann ihre ‚Karriere‘ Anfang 1943, nicht Anfang 1942. Oder ist das Absicht?</p>
<p>Die Folterszene ist einfach nur abstoßend. Die Abendparty beim Reichsminister: albern. Das moralische Problem (verraten, um treu zu bleiben): fast nicht vorhanden, gelangweilt abgearbeitet. Zum Schluss findet sich Stella nochmals auf einer Nazifete beim Herrn Minister ein und trällert „Stardust“ – das ist dann der Tiefpunkt des Romans.</p>
<h4>Herwig Finkeldey</h4>
<p>Du hast Recht, Hartmut, Stellas Folterung fand 1943 statt, nachdem sie als sogenanntes U-Boot (so nannten sich die untergetauchten Juden selbst) aufgeflogen war. Sie wurde mit ihren Eltern zusammen interniert, floh, wurde auf der Flucht gefasst und dann durch Folter zur „Mitarbeit“ gepresst. Warum Takis Würger diese Geschichte nicht so erzählt, weiß ich nicht.</p>
<p>Wäre ich Würgers Lektor gewesen, so hätte ich Friedrich gestrichen, eine Liebesgeschichte zwischen dem SS-Mann Tristan von Appen und Stella erzählt, und ich hätte dann von Appen Stella verraten lassen. Worauf sich Stella rächt und von Appen anzeigt (wegen des Luxus-Käses in Kriegszeiten!). Das wäre eine „unerhörte Begebenheit“, eine Novelle. Im Epilog dann der Hinweis, dass Stella aus der Nummer nicht mehr rauskam. Und ich hätte sie nicht Stella genannt, sondern das ganze fiktional aufgebaut. Aber das wäre dann eine Geschichte ohne Helden, also nicht leinwandkompatibel.</p>
<p>Friedrich als Grundidee ist andererseits ideal für einen Roman aus dem Berlin des Jahres 1942: jemand, der immer wegkann, der ideale Chronist. Aber Chronisten müssen neutral sein, also keine Liebe, nirgends.</p>
<h4><a href="https://tell-review.de/author/anselm-buehling/" target="_blank" rel="noopener">Anselm Bühling</a></h4>
<p>Ich habe das Ding heute Nacht in drei Stunden durchgelesen. Ist flott geschrieben, liest sich flüssig weg und hat mich völlig unberührt gelassen. Der Anfang ist noch am stärksten. Da werden ein paar Motive eingeführt, die erwarten lassen, dass später was damit passiert: Friedrichs Farbenblindheit nach Gewalteinwirkung, der dadurch geschärfte Geruchssinn, die Rettung des Ziegenbocks Hieronymus, der dann wegen rassischer Minderwertigkeit von seinem Besitzer erschossen wird.</p>
<p>Aber Würger macht dann damit nicht viel mehr, als dass er es immer mal wieder einflicht, wohl in der Hoffnung darauf, dass sich dadurch schon irgendwie eine literarische Wirkung ergeben wird. Das Strickmuster ist wirklich bestürzend einfach. Man hat es nach dem zweiten Kapitel kapiert, und dann passiert nichts mehr, es wird einfach abgearbeitet. Die einleitenden Facts sind willkürlich ausgewählt und nebeneinandergestellt, wieder im Vertrauen darauf, dass schon irgendein Effekt eintreten wird. Goebbels „Gebote für jeden Nationalsozialisten“, die da zitiert werden, sind von 1929 und passen teilweise ganz offensichtlich nicht in den zeitlichen Kontext („Sei kein Radauantisemit, aber hüte Dich vor dem Berliner Tageblatt.“). Auch die Ausschnitte aus den Gerichtsakten wirken beliebig eingestreut und gleichen sich – mit Ausnahme der Aussage von Stella Goldschlag selbst im Prozess 1946, das ist die einzige Stelle im ganzen Buch, die mir wirklich den Atem verschlagen hat.</p>
<p>Die Figur Stella im Buch bleibt eine Leerstelle. Sie gewinnt kein Profil und keine Tiefenschärfe, sie wird nicht lebendig. Würger versucht, sie im Laufe des Buchs immer wieder von neuen Seiten zu beleuchten – erst als „Kristin“, dann als rassisch verfolgte Stella, dann als Verräterin und zu allem als Geliebte. Aber da gibt es nichts zu beleuchten. Das Zentrum der ganzen Geschichte, Stellas Verrat und seine Motivierung, wird über ein paar flache Dialoge und Räsonnements hinaus überhaupt nicht gestaltet. Stella geht morgens fort und kommt abends zurück, der Erzähler muss sich immer mal wieder erbrechen. Alles andere wird an die Gerichtsakten delegiert, die keinerlei Bezug zu der erzählten Geschichte haben. Sie stehen einfach im Text herum.</p>
<p>Das Ganze ist, wie gesagt, flott und gekonnt erzählt. Kein Wunder, dass Daniel Kehlmann den Blurb geschrieben hat – das Buch ist nicht so weit weg von seiner <em>Vermessung der Welt</em>. Aber abgesehen davon, dass Kehlmann das ohnehin besser kann: Zwei Wissenschaftler im 19. Jahrhundert sind ein geeigneter Stoff für eine solche Herangehensweise. Die Geschichte von Stella Goldschlag ist es nicht.</p>
<h4>Sieglinde Geisel</h4>
<p>Hoch interessant, deine Ausführungen, Anselm, ich habe den ganzen Tag darüber nachgedacht. Ich versuche immer, bei einem Buch herauszufinden, worum es eigentlich geht, also jenes tiefe, strahlende Zentrum zu finden, aus dem das Buch seine Energie gewinnt. Doch hier greife ich ins Leere. Das Buch ist ganz auf den äußerlichen Effekt hin geschrieben, sprich Drehbuch. Ständig tippt jemand jemandem mit dem Finger an die Nasenspitze, und Männer küssen einander eins ums andere Mal auf die Stirn, als wäre das je Sitte gewesen. Die Liebesgeschichte wiederum würde genauso funktionieren, wenn Stella ihren Verrat nie begangen hätte. Sie ist zwar in ihren kleinen Verrücktheiten ganz reizend, hat aber überhaupt kein Innenleben. Und das bei einer historischen Figur, deren ganzes Leben offenbar unter diesem Verrat gestanden hat, so jedenfalls deute ich den Selbstmord der historischen Stella Goldschlag mit 72 Jahren, 1994, fast 50 Jahre nach Kriegsende.</p>
<h4>Anselm Bühling</h4>
<p>Genau das ist es: Das Buch versucht gar nicht erst, die Geschichte in ihrer Problematik zu ergründen. Sie ist bloß Anlass zu erbaulichen moralischen Betrachtungen und Räsonnements. Ohne Anlehnung an die historische Geschichte würde dieses Buch viel besser funktionieren. Es würde dann einfach in seiner Gewichtsklasse spielen: gehobene literarische Unterhaltung. Man könnte immer noch darüber streiten, ob man so was unbedingt im Berlin von 1942 ansiedeln muss – aber erst dadurch, dass Würger die historische Geschichte benutzt, setzt er einen Maßstab, dem er mit diesen Mitteln nicht gerecht werden kann.</p>
<h4>Herwig Finkeldey</h4>
<p>Umso dringlicher die Frage: Wieso eine derart gereizte, überdrehte Reaktion der Kritik? Meine vorläufige Interpretation: Das Thema &#8222;Wie über den Holocaust schreiben?&#8220; ist noch nicht geklärt, es wird möglicherweise auch nicht zu klären sein. Takis Würgers Rolle ist die eines Pappkameraden. Wohlfeil konnten die Rezensenten sich vom angeblich unsensiblen Autor abheben, eine Differenz behaupten. Ein Distinktionsgewinn gewissermaßen.</p>
<p>Dann wären die Rezensionen nicht die Analyse der Schwierigkeit, über den Holocaust zu schreiben, sondern ein weiteres Symptom dieser Schwierigkeit.</p>
<h4>Sieglinde Geisel</h4>
<p>Sehe ich auch so. Ich würde sogar noch weitergehen. Mit dem Sterben der Zeitzeugen beginnt eine neue Phase im Schreiben über den Holocaust. Es gibt niemanden mehr, der sich daran erinnern kann, es gibt nur noch das Gedenken. Uns entgleitet etwas. Mir scheint, die Kritikerhysterie habe auch damit zu tun.</p>
<h6 style="text-align: right;">Beitragsbild: Sieglinde Geisel</h6>
<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#83a300;border-radius:3px;max-width:none"><div class="su-box-title" style="background-color:#b6d600;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Angaben zum Buch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<div class="su-row"><div class="su-column su-column-size-2-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">
Takis Würger<br />
<strong>Stella</strong><br />
Roman<br />
Hanser 2019 · 224 Seiten · 22 Euro<br />
ISBN: 978-3446259935<br />
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<hr />
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		<title>Page-99-Test: Simon Strauß</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jan 2018 11:28:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst der Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Page-99-Test]]></category>
		<category><![CDATA[Hype]]></category>
		<category><![CDATA[Konservatismus]]></category>
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					<description><![CDATA[An Simon Strauß' Text "Sieben Nächte" hat sich eine Debatte entzündet. Muss man dieses Buch gelesen haben, um mitreden zu können? Ein Kommentar mit integriertem Page-99-Test.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="su-note"  style="border-color:#e0e0e0;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;"><div class="su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim" style="background-color:#fafafa;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;">Wenn Sie gleich zum Page-99-Test springen wollen, klicken Sie bitte <a href="#sprungmarke">hier</a>.</div></div>
<span class="dropcap">D</span>ie Debatte um Simon Strauß ist nur deshalb entflammt, weil der Debattenbetrieb auf einen wie ihn gewartet hat. Alles passt: Als Sohn seines <a href="http://tell-review.de/in-beschwerten-zungen-reden/" target="_blank" rel="noopener">Vaters</a> ist Simon Strauß von vornherein verdächtig, in seinem Buch <em>Sieben Nächte</em> findet man die richtigen Schlüsselreize, dann kommt auch noch der Name Götz Kubitschek ins Spiel – und schon lassen sich solche Sätze formulieren, die nicht ganz falsch sind und doch tendenziös:</p>
<blockquote><p>Ebenso wie ­Kubitschek sehnt sich Simon Strauß nach dem Gegenentwurf, nach Unversöhnlichkeit, nach echter Trauer und echtem Zorn. Und ebenso wie Kubitschek will Simon Strauß Geschichte wieder als Schicksal, als Kampf, als Konfrontation und Elend, als Größe und Zusammenbruch begreifen.</p></blockquote>
<p>So steht es in dem Artikel von Alem Grabovac, der die Debatte in der <a href="http://www.taz.de/!5472546/">taz</a> losgetreten hat; der <a href="https://www.theguardian.com/world/2017/nov/10/compromises-compromise-merkel-generation-reinvents-german-romanticism" target="_blank" rel="noopener">Guardian</a> hatte schon im November 2017 auf ein Revival der Romantik in der jüngeren deutschen Gegenwartsliteratur hingewiesen.</p>
<p>Dass Simon Strauß dem Phantombild des neurechten bösen Buben nicht entspricht, hat sich inzwischen herumgesprochen. Doch um Simon Strauß geht es in der Debatte gar nicht: Er ist nur ein Pappkamerad zum Draufhauen, also Anlass dafür, dass endlich wieder einmal alle Gelegenheit haben zu sagen, was sie immer schon einmal sagen wollten. Das kannten wir bisher vor allem von der anderen Seite: Man <a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/die-barbaren-sie-lauern-ueberall-ld.1324642" target="_blank" rel="noopener">schwadroniert</a> etwa von Feministinnen, die angeblich das Recht der Frau auf Vollverschleierung einfordern, um sich dann so richtig darüber aufregen zu können.</p>
<p>Ich muss gestehen, dass Simon Strauß für mich bis zu seinem Auftritt als Pappkamerad eher ein Gerücht war. Natürlich hatte ich mitbekommen, wie <em>Sieben Nächte</em> im letzten Sommer als das neue heiße Ding durch die Feuilletons gereicht wurde:</p>
<ul>
<li>Ein „grandioses Debüt, der Generationenroman der aktuellen Endzwanziger schlechthin“ (<a href="https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/von-der-ohnmacht" target="_blank" rel="noopener">Der Freitag</a>)</li>
<li>„Strauß ist mit diesem literarischen Aufruf ein überaus großer Wurf gelungen.“ (<a href="https://www.berliner-zeitung.de/kultur/literatur/-sieben-naechte--ein-gewaltiges-literarisches-debuet-von-simon-strauss-28021980" target="_blank" rel="noopener">Berliner Zeitung</a>)</li>
<li>„Schon wenn man dieses Buch in die Hand nimmt, spürt man, dass es für Furore sorgen wird.“ (<a href="http://www.zeit.de/2017/29/sieben-naechte-simon-strauss" target="_blank" rel="noopener">Die Zeit</a>)</li>
<li>&#8222;<em>Sieben Nächte</em> ist eine Suche nach dem guten, wilden Leben, ein Manifest wider den Zeitgeist.“ (<a href="http://www.spiegel.de/kultur/literatur/sieben-naechte-von-simon-strauss-dringlichkeit-besteht-immer-buchkritik-a-1157515.html" target="_blank" rel="noopener">Spiegel Online</a>)</li>
</ul>
<p>Immerhin die <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/sieben-naechte-der-klaps-des-windgottes-1.3584140?reduced=true" target="_blank" rel="noopener">SZ</a> relativierte: Es fehle „an den sprachlichen Mitteln, um über die bloße Behauptung hinauszureichen“.</p>
<p>In solchen Fällen werfe ich gern einen Blick in die <a href="https://www.amazon.de/Sieben-N%C3%A4chte-Simon-Strau%C3%9F/dp/3351050410/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1516547009&amp;sr=8-1&amp;keywords=Sieben+N%C3%A4chte" target="_blank" rel="noopener">Kundenrezensionen</a> auf Amazon. Hier kommt das Buch auf 3,2 Sterne. Unter den 1- und 2-Stern-Rezensionen finden sich Aussagen wie diese:</p>
<ul>
<li>„Das Buch hat erschreckend wenig zu sagen.“</li>
<li>„Liest sich, als hätte ein lauwarmer Fruchtzwerg beschlossen, Autor zu werden.“</li>
<li>„Unfassbare inhaltliche Langeweile.“</li>
<li>„So plätschert das Buch mal peinlich, mal belanglos vor sich hin.“</li>
</ul>
<p>Muss man dieses Buch gelesen haben, um mitreden zu können?</p>
<hr />
<h3 id="sprungmarke">Page 99-Test</h3>
<p><a href="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/S.99_Sieben_N%C3%A4chte.png" target="_blank" rel="noopener"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="12060" data-permalink="https://tell-review.de/page-99-test-simon-strauss/s-99_sieben_naechte/" data-orig-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/S.99_Sieben_N%C3%A4chte.png?fit=960%2C1280&amp;ssl=1" data-orig-size="960,1280" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="S.99_Sieben_Nächte" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/S.99_Sieben_N%C3%A4chte.png?fit=773%2C1030&amp;ssl=1" class="size-medium wp-image-12060 aligncenter" src="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/S.99_Sieben_N%C3%A4chte-225x300.png?resize=225%2C300" alt="" width="225" height="300" srcset="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/S.99_Sieben_N%C3%A4chte.png?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/S.99_Sieben_N%C3%A4chte.png?resize=60%2C80&amp;ssl=1 60w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/S.99_Sieben_N%C3%A4chte.png?resize=768%2C1024&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/S.99_Sieben_N%C3%A4chte.png?resize=773%2C1030&amp;ssl=1 773w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/S.99_Sieben_N%C3%A4chte.png?resize=300%2C400&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/S.99_Sieben_N%C3%A4chte.png?w=960&amp;ssl=1 960w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /></a>Als erstes fällt der lockere Satzspiegel ins Auge: Selbst für die 144 Seiten musste der Text offenbar gestreckt werden.</p>
<p>Auf der Seite 99 beginnt ein Kapitel. Wir platzen in eine unheimliche Szenerie hinein, düster geradezu. Der Ich-Erzähler begegnet zwei Männern im Anzug,</p>
<blockquote><p>die Hände hinter dem Rücken verschränkt wie griechische Philosophen [&#8230;].</p></blockquote>
<p>Kein Mensch weiß, ob die Peripatetiker bei ihren Wandelgängen die Hände hinter dem Rücken verschränkten, auch nicht der Altphilologe Simon Strauß. Der Vergleich dient einem Zweck: Der Ich-Erzähler will uns damit zeigen, dass er einer ist, der, wenn er zwei Männer mit hinter dem Rücken verschränkten Händen sieht, an griechische Philosophen denkt.</p>
<p>Im Weiteren haben diese Männer dann nichts Philosophisches mehr an sich:</p>
<blockquote><p>sie tragen schwarze Masken und der Schweiß steht ihnen auf der Stirn.</p></blockquote>
<p>Dass ich an Darth Vader denke, dürfte im Sinne des Autors sein. Ich soll mich gruseln. Gruseln geht nur im Dunkeln, und dunkel ist denn auch das Treppenhaus, durch das die beiden Männer den Ich-Erzähler geleiten. Es geht durch „einen Hinterhof ohne Katzen“, bis zu einer alten Holztür mit Milchglasfenster.</p>
<blockquote><p>„Dreimal klopfen, bitte – viel Vergnügen.“</p></blockquote>
<p>Das verheißt nichts Gutes. Eine Frau öffnet die Tür (lächelnder Mund, berechnender Blick):</p>
<blockquote><p>Ihre weiße Haut spiegelt den flackernden Kerzenschein, es kommt mir vor, als ob sie zittere.</p></blockquote>
<p>Und dann ein Blick in die nahe Zukunft, der Grusel-Trick par excellence:</p>
<blockquote><p>Aber später, am Ende, wenn sie neben mir auf der Tischpyramide liegt und die Hand über meinen Hinterkopf gleiten lässt, wird das Zittern vorbei sein. Dann ist da nur noch Ruhe und Glück.</p></blockquote>
<p>Was – nur über den Hinterkopf gleitet diese Hand? Ich dachte, ich hätte mich verlesen. Jetzt möchte ich aber wirklich wissen, was sich auf den nächsten Seiten abspielt. Und was wohl eine Tischpyramide sein soll?</p>
<p>Leider sind wir am Ende der Seite angelangt. Der letzte Satz ist vollends rätselhaft:</p>
<blockquote><p>Ein dunkler Garten aus Pailletten und Samt, Irrlichter, ein Idyll des Rauschs und der Musik.</p></blockquote>
<p>Ein Garten aus Pailletten und Samt, ein Garten der Lüste also, in dem schlanke Maiden wachsen, gewandet in Blütenblätter aus Pailletten und Samt? Ein „Idyll des Rauschs“, ein „Idyll der Musik“? Das ist purer Theaternebel. Mir fällt der fiese Spruch eines Schauspielers über einen Regisseur ein: „Wenn ich nicht mehr weiter weiß: Trockeneis, Trockeneis.“ Das einzige ehrliche Wort in diesem letzten Satz ist „Irrlichter“.</p>
<h4>Fazit:</h4>
<p>Dieser Text ist viel zu unscharf geschrieben, als dass man unter der Lupe des Page-99-Tests etwas sehen könnte: Alles verschwimmt.</p>
<p>Auf <a href="https://www.54books.de/simon-strauss-sieben-naechte/" target="_blank" rel="noopener">54books</a> hat Katharina Herrmann eine Stilanalyse des ganzen Texts unternommen (in der zweiten Hälfte des sehr langen Beitrags); die Autorin distanziert sich zwar eingangs von ihrer Rezension, doch der Befund hält stand.</p>
<hr />
<h3>Ein Kind seiner Zeit</h3>
<p>Seit ich weiß, wie <em>Sieben Nächte</em> entstanden ist, wundere ich mich nicht mehr über den Stil:</p>
<a href="https://tell-review.de/page-99-test-simon-strauss/"><img decoding="async" alt="YouTube Video" consent-original-src-_="https://tell-review.de/wp-content/plugins/wp-youtube-lyte/lyteCache.php?origThumbUrl=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FIpIDfTWkHvk%2Fhqdefault.jpg" consent-required="104322" consent-by="services" consent-id="104323"></a><br /><br /></p>
<p>Eine Art Challenge: Der Verlag stellt seinem Autor an sieben Abenden jeweils eine Überraschungsaufgabe, indem er Ort und Zeit nennt, wo sich der Autor der betreffenden Todsünde aussetzen soll (Steakhouse, Swinger-Club, Trabrennbahn etc.). Am nächsten Morgen um sieben liefert der Autor dann sieben Seiten Text zu seiner Sünden-Erfahrung ab, hinterherredigieren gilt nicht. Hier soll die nackte, rohe Erfahrung eingefangen werden, direkt vom Bauch (der Seele, dem Unbewussten) aufs Papier bzw. den Bildschirm.</p>
<p>Ich gestehe, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe. Eine Erschütterung, die man bestellt, ist keine. Immer seichter, weicher und harmloser werden die Sünden, während der Autor sich im Wollen, Sehnen, Reden erschöpft. Dieser autofiktionale Ich-Erzähler ist halt auch nur ein Kind der Zeit, an der er leidet.</p>
<p>Mich wundert kein bisschen, dass einer so etwas schreibt. Mich wundert, dass ein Verlag so etwas druckt. Noch mehr wundert mich, dass so etwas zum Hype des Tages wird (5. Auflage!). Und am allermeisten wundert mich, dass sich alle im <em>larger-than-life</em>-Modus darüber aufregen.</p>
<p>Das allerdings wollte ich schon immer einmal sagen.<br />
<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#83a300;border-radius:3px;max-width:none"><div class="su-box-title" style="background-color:#b6d600;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Angaben zum Buch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<div class="su-row"><div class="su-column su-column-size-2-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">
Simon Strauß<br />
<strong>Sieben Nächte</strong><br />
Blumenbar 2017 · 144 Seiten · 16 Euro<br />
ISBN: 978-3351050412<br />
Bei <a title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" href="http://www.amazon.de/dp/3351050410/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="nofollow noopener">Amazon</a>, <!-- BEGIN PARTNER PROGRAM - DO NOT CHANGE THE PARAMETERS OF THE HYPERLINK --><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=776227&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=9783351050412" target="_blank" rel="noopener">buecher.de</a><img loading="lazy" decoding="async" style="display: none !important;" hidden="" src="http://banners.webmasterplan.com/view.asp?site=3780&amp;ref=776227&amp;b=0&amp;type=text&amp;tnb=14" width="1" height="1" border="0" /><!-- END PARTNER PROGRAM --> oder im lokalen Buchhandel<br />
</div></div>
<div class="su-column su-column-size-1-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="12067" data-permalink="https://tell-review.de/page-99-test-simon-strauss/cover-6/" data-orig-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/Cover-1.jpg?fit=303%2C499&amp;ssl=1" data-orig-size="303,499" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Cover" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/Cover-1.jpg?fit=303%2C499&amp;ssl=1" class="alignnone size-medium wp-image-12067" src="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/Cover-1-182x300.jpg?resize=182%2C300" alt="" width="182" height="300" srcset="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/Cover-1.jpg?resize=182%2C300&amp;ssl=1 182w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/Cover-1.jpg?resize=49%2C80&amp;ssl=1 49w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/Cover-1.jpg?resize=300%2C494&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/01/Cover-1.jpg?w=303&amp;ssl=1 303w" sizes="auto, (max-width: 182px) 100vw, 182px" /></div></div></div>
</div></div>
<hr />
<p><a href="https://steadyhq.com/tell-review?utm_source=publication&amp;utm_medium=banner"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="aligncenter" style="height: 120px;" src="https://i0.wp.com/steady.imgix.net/gfx/banners/unterstuetzen_sie_uns_auf_steady.png?w=900&#038;ssl=1" alt="Unterstützen Sie uns auf Steady" /></a></p>
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