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	Kommentare zu: Satz für Satz 2: Aufladung	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
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	<item>
		<title>
		Von: Reinhard Matern		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-2-aufladung/#comment-144</link>

		<dc:creator><![CDATA[Reinhard Matern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2016 19:17:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/satz-fuer-satz-2-aufladung/#comment-135&quot;&gt;Jürgen Kiel&lt;/a&gt;.

Sprachliche Mehrdeutigkeiten können wissenschaftlich, philosophisch als auch umgangssprachlich meiner Ansicht nach tatsächlich zu Problemen führen, falls relevant ist, erfahren zu können, worüber gesprochen wird. Dieses &#039;über etwas sprechen&#039; verweist auf sprachliche Bezüge, die speziell in deutschen Sprachtheorien, aber auch &#039;kulturell&#039;, leider kaum eine Rolle spielen. Lediglich Bedeutungen anzuführen, also irgendwelche sprachliche Erläuterungen, wäre in diesem Kontext zu wenig, wenn die Bedeutungen nicht erläutern, worauf Bezug genommen wird. Doch außer der Empirie sind in allen angeführten Bereichen auch empirisch mögliche oder zumindest logisch mögliche Sachverhalte relevant, übrigens auch naturwissenschaftlich.

Wie belletristisch zu verfahren ist, hätte hingegen der jeweilige Autor zu entscheiden ... Ein größeres Maß an Autonomie ließe sich nicht einräumen. Leider wird es kaum genutzt! - Ob und wie eine Autonomie von der Kritik (oder gar &#039;normalen&#039; Lesern&#039;) aufgenommen wird, wäre dann eine andere Frage ...

Mark Ammern hat die Frage in einem Essay über &#039;Kultur&#039; gestellt: &quot;Worüber sprechen Sie?&quot; (https://markammern.blogger.de/), ohne jeweiligen Autoren die Aufgabe abzunehmen, mögliche Entwicklungen und Entscheidungen selber vornehmen zu müssen. Die Frage kann sich auch auf Sprache beziehen. Kritiker haben damit zu rechnen, dass ihre Sprachaufassung eventuell sekundär ist!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/satz-fuer-satz-2-aufladung/#comment-135">Jürgen Kiel</a>.</p>
<p>Sprachliche Mehrdeutigkeiten können wissenschaftlich, philosophisch als auch umgangssprachlich meiner Ansicht nach tatsächlich zu Problemen führen, falls relevant ist, erfahren zu können, worüber gesprochen wird. Dieses &#8218;über etwas sprechen&#8216; verweist auf sprachliche Bezüge, die speziell in deutschen Sprachtheorien, aber auch &#8218;kulturell&#8216;, leider kaum eine Rolle spielen. Lediglich Bedeutungen anzuführen, also irgendwelche sprachliche Erläuterungen, wäre in diesem Kontext zu wenig, wenn die Bedeutungen nicht erläutern, worauf Bezug genommen wird. Doch außer der Empirie sind in allen angeführten Bereichen auch empirisch mögliche oder zumindest logisch mögliche Sachverhalte relevant, übrigens auch naturwissenschaftlich.</p>
<p>Wie belletristisch zu verfahren ist, hätte hingegen der jeweilige Autor zu entscheiden &#8230; Ein größeres Maß an Autonomie ließe sich nicht einräumen. Leider wird es kaum genutzt! &#8211; Ob und wie eine Autonomie von der Kritik (oder gar &#8217;normalen&#8216; Lesern&#8216;) aufgenommen wird, wäre dann eine andere Frage &#8230;</p>
<p>Mark Ammern hat die Frage in einem Essay über &#8218;Kultur&#8216; gestellt: &#8222;Worüber sprechen Sie?&#8220; (<a href="https://markammern.blogger.de/" rel="nofollow ugc">https://markammern.blogger.de/</a>), ohne jeweiligen Autoren die Aufgabe abzunehmen, mögliche Entwicklungen und Entscheidungen selber vornehmen zu müssen. Die Frage kann sich auch auf Sprache beziehen. Kritiker haben damit zu rechnen, dass ihre Sprachaufassung eventuell sekundär ist!</p>
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		<title>
		Von: Jürgen Kiel		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-2-aufladung/#comment-135</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Kiel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Apr 2016 14:32:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sprache ist stets mehrdeutig und - auch wenn sie keine offensichtlichen Metaphern verwendet - durch und durch metaphorisch. Alltagskommunikation und Wissenschaft ist diese Tatsache nicht bewusst, oder sie wird als störend empfunden. Das Bewusstsein der Ambiguität und der Metaphorizität von Sprache ist Basis der Literatur. Hingegen ist die Unterhaltung versiert darin, einen bestimmten emotionalen Effekt hervorzurufen und eine als Romanliteratur getarnte Publizistik die von der Literatur entwickelten Formen instrumentell verwendet.
Nach meiner Erfahrung mit Rezensionen ist es für Rezensenten am einfachsten, eindimensionale, handwerklich mittelmäßige und meinungsgesteuerte Texte kritisch zu identifizieren und zu bewerten, während geschickt gemachtes Infotainment („ein unterhaltsamer Roman, der zum Nachdenken anregt“) häufig besser wegkommt. Die größte Herausforderung ist dann gegeben, wenn Texte bewusst und offensiv mehrdeutig und metaphorisch sind und der Rezensent/in begründen muss, ob es sich um Literatur im eigentlichen Sinne handelt oder ob mit bestimmten Schreibweisen lediglich vorgegeben wird es handle sich um solche (&quot;Kunstliteratur als Genre&quot;).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sprache ist stets mehrdeutig und &#8211; auch wenn sie keine offensichtlichen Metaphern verwendet &#8211; durch und durch metaphorisch. Alltagskommunikation und Wissenschaft ist diese Tatsache nicht bewusst, oder sie wird als störend empfunden. Das Bewusstsein der Ambiguität und der Metaphorizität von Sprache ist Basis der Literatur. Hingegen ist die Unterhaltung versiert darin, einen bestimmten emotionalen Effekt hervorzurufen und eine als Romanliteratur getarnte Publizistik die von der Literatur entwickelten Formen instrumentell verwendet.<br />
Nach meiner Erfahrung mit Rezensionen ist es für Rezensenten am einfachsten, eindimensionale, handwerklich mittelmäßige und meinungsgesteuerte Texte kritisch zu identifizieren und zu bewerten, während geschickt gemachtes Infotainment („ein unterhaltsamer Roman, der zum Nachdenken anregt“) häufig besser wegkommt. Die größte Herausforderung ist dann gegeben, wenn Texte bewusst und offensiv mehrdeutig und metaphorisch sind und der Rezensent/in begründen muss, ob es sich um Literatur im eigentlichen Sinne handelt oder ob mit bestimmten Schreibweisen lediglich vorgegeben wird es handle sich um solche (&#8222;Kunstliteratur als Genre&#8220;).</p>
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		<title>
		Von: Reinhard Matern		</title>
		<link>https://tell-review.de/satz-fuer-satz-2-aufladung/#comment-127</link>

		<dc:creator><![CDATA[Reinhard Matern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 08:24:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke für den historischen Rückblick auf die Präferierung von &#039;aufgeladener Sprache&#039;. Mehr als eine vergangene Bilderwelt entfaltet sich mir jedoch nicht. Besonders bemerkbar ist ein typischer Fall von Projektion, sprachlichen Kunstwerken ein Eigenleben zuzuschreiben. Doch die relevanten Texte ändern sich nicht. Bilder können arg missraten sein. Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, wird halt die Vokabel &#039;Sinn&#039; buchstabiert. 
Die Erwägungen von Auden sind nach meinem Ermessen relevanter, verweisen indirekt auf entwicklungspsychologische Sachverhalte, betreffen jedoch Sprache kaum. - 
Das zentrale Problem der Kritik und vieler Schriftsteller ist, aus theoretischer Sicht zu wenig mit Sprache anfangen zu können. In dieser Hinsicht bleibt die Arbeit mit Sprache ein sonderbares &#039;Bauchgeschäft&#039;, also der Amygdalae des Gehirns. Bereits die Eingangsfrage nach &#039;großer Literatur&#039; resultiert aus ihren Zuckungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für den historischen Rückblick auf die Präferierung von &#8218;aufgeladener Sprache&#8216;. Mehr als eine vergangene Bilderwelt entfaltet sich mir jedoch nicht. Besonders bemerkbar ist ein typischer Fall von Projektion, sprachlichen Kunstwerken ein Eigenleben zuzuschreiben. Doch die relevanten Texte ändern sich nicht. Bilder können arg missraten sein. Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, wird halt die Vokabel &#8218;Sinn&#8216; buchstabiert.<br />
Die Erwägungen von Auden sind nach meinem Ermessen relevanter, verweisen indirekt auf entwicklungspsychologische Sachverhalte, betreffen jedoch Sprache kaum. &#8211;<br />
Das zentrale Problem der Kritik und vieler Schriftsteller ist, aus theoretischer Sicht zu wenig mit Sprache anfangen zu können. In dieser Hinsicht bleibt die Arbeit mit Sprache ein sonderbares &#8218;Bauchgeschäft&#8216;, also der Amygdalae des Gehirns. Bereits die Eingangsfrage nach &#8218;großer Literatur&#8216; resultiert aus ihren Zuckungen.</p>
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