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	<title>
	Kommentare zu: Page-99-Test: Orhan Pamuk	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Mon, 21 Mar 2022 08:05:11 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-orhan-pamuk/#comment-17566</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Mar 2022 12:24:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Manuel, 
in diesem Punkt gebe ich dir Recht: Hier wird in der Tat eine inhaltliche Spur gelegt, die sich dann bestätigt. 
Allerdings ist es sprachlich derart ineffektiv vermittelt, dass man schon sehr genau lesen muss, um die Spur zu erkennen. 
Aber das wiederum kann sehr gut ein Übersetzungsproblem sein. 
(Wie ich schon beim Houellebecq-Page-99-Test geschrieben habe, entstehen die Übersetzungen potenzieller Bestseller unter einem irren Zeitdruck.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Manuel,<br />
in diesem Punkt gebe ich dir Recht: Hier wird in der Tat eine inhaltliche Spur gelegt, die sich dann bestätigt.<br />
Allerdings ist es sprachlich derart ineffektiv vermittelt, dass man schon sehr genau lesen muss, um die Spur zu erkennen.<br />
Aber das wiederum kann sehr gut ein Übersetzungsproblem sein.<br />
(Wie ich schon beim Houellebecq-Page-99-Test geschrieben habe, entstehen die Übersetzungen potenzieller Bestseller unter einem irren Zeitdruck.)</p>
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		<title>
		Von: Manuel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-orhan-pamuk/#comment-17546</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Mar 2022 08:47:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Du hast ganz bestimmt recht, was das Buch betrifft (ich kenne es nicht, aber aus meiner fernen Erinnerung von Orhan-Pamuk-Lektüren würde ich dem Autor teils Ähnliches attestieren wie Du), aber der Test an sich ist für mich so nicht nachvollziehbar. Substantivierungen und Syntax gehen, wie Du selber einräumst, möglicherweise aufs Konto des Übersetzers; vom türkischen Satzbau und seinen Implikationen für die Welt-Anschauung habe zumindest ich keine Ahnung. Das andere aber: Natürlich könnte (!) es ein Hinweis auf die Psychologie der Hauptfigur sein, dass sie sich schnell an die neuen und aufwändigen Konventionen gewöhnt hat. Man könnte diese ja z. B. auch als lästig empfinden, Schwierigkeiten damit haben, sich an sie zu gewöhnen usw. Der Satz mit den Christen ist für mich sogar &#039;falsch gelesen&#039;, weil sein Hauptpunkt doch zu sein scheint, dass hier eben die Moslems KEINE Hüte und Krawatten tragen, während sie das in den drei genannten Städten eben doch (teilweise) tun. Also: Mir wird hier (mit ziemlichem und ja, etwas nervigem Aufzählungsaufwand vermittelt), dass diese Stadt zwar extrem &#039;multikulti&#039; ist, aber eben nicht &#039;europäisiert&#039; in einem Sinne wie z. B. Beirut (in den Augen des Autors oder der Hauptfigur). Und dass die Segregation ein Problem sein wird bei der Seuchenbekämpfung. Wie dieses Detail hier drohend aufscheint, aber von der Hauptfigur ganz rational registriert und &#039;für später abgeheftet&#039; wird, finde ich sogar ziemlich gelungen. Selbst das ganze Gewusel ist zwar lästig, aber schon auch funktional für die Charakterisierung einer Stadt, auf die offenbar eine hygienische Katastrophe zukommt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast ganz bestimmt recht, was das Buch betrifft (ich kenne es nicht, aber aus meiner fernen Erinnerung von Orhan-Pamuk-Lektüren würde ich dem Autor teils Ähnliches attestieren wie Du), aber der Test an sich ist für mich so nicht nachvollziehbar. Substantivierungen und Syntax gehen, wie Du selber einräumst, möglicherweise aufs Konto des Übersetzers; vom türkischen Satzbau und seinen Implikationen für die Welt-Anschauung habe zumindest ich keine Ahnung. Das andere aber: Natürlich könnte (!) es ein Hinweis auf die Psychologie der Hauptfigur sein, dass sie sich schnell an die neuen und aufwändigen Konventionen gewöhnt hat. Man könnte diese ja z. B. auch als lästig empfinden, Schwierigkeiten damit haben, sich an sie zu gewöhnen usw. Der Satz mit den Christen ist für mich sogar &#8218;falsch gelesen&#8216;, weil sein Hauptpunkt doch zu sein scheint, dass hier eben die Moslems KEINE Hüte und Krawatten tragen, während sie das in den drei genannten Städten eben doch (teilweise) tun. Also: Mir wird hier (mit ziemlichem und ja, etwas nervigem Aufzählungsaufwand vermittelt), dass diese Stadt zwar extrem &#8218;multikulti&#8216; ist, aber eben nicht &#8218;europäisiert&#8216; in einem Sinne wie z. B. Beirut (in den Augen des Autors oder der Hauptfigur). Und dass die Segregation ein Problem sein wird bei der Seuchenbekämpfung. Wie dieses Detail hier drohend aufscheint, aber von der Hauptfigur ganz rational registriert und &#8218;für später abgeheftet&#8216; wird, finde ich sogar ziemlich gelungen. Selbst das ganze Gewusel ist zwar lästig, aber schon auch funktional für die Charakterisierung einer Stadt, auf die offenbar eine hygienische Katastrophe zukommt.</p>
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