<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	
	>
<channel>
	<title>
	Kommentare zu: Page-99-Test: Gertrud Leutenegger	</title>
	<atom:link href="https://tell-review.de/page-99-test-gertrud-leutenegger/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://tell-review.de/page-99-test-gertrud-leutenegger/</link>
	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Wed, 24 Jun 2026 14:36:25 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	
	<item>
		<title>
		Von: Jochen Schimmang		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-gertrud-leutenegger/#comment-67133</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jochen Schimmang]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 14:36:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120210#comment-67133</guid>

					<description><![CDATA[Ganz wunderbar, dass tell dieser großartigen Schriftstellerin gedenkt, die zwar in der Rezeption nicht übergangen wurde, aber nie die Anerkennung gefunden hat, die sie eigentlich verdient gehabt hätte. Ihre Bücher gehören zu denen, die eine zweite, oft auch dritte Lektüre lohnen. Hoffentlich erinnert sich das literarische Gedächtnis, das ja schon lange schwächelt, noch eine Weile an sie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz wunderbar, dass tell dieser großartigen Schriftstellerin gedenkt, die zwar in der Rezeption nicht übergangen wurde, aber nie die Anerkennung gefunden hat, die sie eigentlich verdient gehabt hätte. Ihre Bücher gehören zu denen, die eine zweite, oft auch dritte Lektüre lohnen. Hoffentlich erinnert sich das literarische Gedächtnis, das ja schon lange schwächelt, noch eine Weile an sie.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Margarete Schwind		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-gertrud-leutenegger/#comment-67113</link>

		<dc:creator><![CDATA[Margarete Schwind]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 20:04:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120210#comment-67113</guid>

					<description><![CDATA[wow. da lernt man echt was...großartige 98f und so gut auf den punkt erklärt,wieso das gut ist. Dem ungarischen Jungenie empfohlen. Seinen Erstling musste ich weit vor S. 99 weglegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wow. da lernt man echt was&#8230;großartige 98f und so gut auf den punkt erklärt,wieso das gut ist. Dem ungarischen Jungenie empfohlen. Seinen Erstling musste ich weit vor S. 99 weglegen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-gertrud-leutenegger/#comment-67110</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 12:20:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120210#comment-67110</guid>

					<description><![CDATA[Vielen Dank, lieber Frank, für das Weiterschreiben meines Tests. Ich kann mich deiner Kritik gerne anschließen: Das Huhn ist in der Tat noch halbwegs frisch, und vielleicht hat Gertrud Leutenegger auch unbewusst an die Schweizer Redewendung &quot;es gschtobes Huen&quot; gedacht, wobei das eher eine Bezeichnung für eine hysterische Frau ist, die herumwuselt wie ein aufgescheuchtes (oder eben &quot;aufstiebendes&quot;) Huhn. 
Und ich stimme dir zu: Rhythmisch brauchte es in dem Satz noch was.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank, lieber Frank, für das Weiterschreiben meines Tests. Ich kann mich deiner Kritik gerne anschließen: Das Huhn ist in der Tat noch halbwegs frisch, und vielleicht hat Gertrud Leutenegger auch unbewusst an die Schweizer Redewendung &#8222;es gschtobes Huen&#8220; gedacht, wobei das eher eine Bezeichnung für eine hysterische Frau ist, die herumwuselt wie ein aufgescheuchtes (oder eben &#8222;aufstiebendes&#8220;) Huhn.<br />
Und ich stimme dir zu: Rhythmisch brauchte es in dem Satz noch was.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Frank Heibert		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-gertrud-leutenegger/#comment-67109</link>

		<dc:creator><![CDATA[Frank Heibert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 11:43:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120210#comment-67109</guid>

					<description><![CDATA[Wie so oft ein sehr aufschlussreicher, lehrreicher Page-99-Test, vielen Dank! Beobachtungs- und Beschreibungsgabe der Autorin unter einem Brennglas, nicht von irgendeiner Handlung ins dekorative Auch-Dabei verdrängt -- das lässt sich eben mit einem Page-99 besser erkennen. Einen kleinen Einwand habe ich aber. Das gackernde Huhn, der eine Schönheitsfehler (kritikertypisch als abschließende Aber-Pointe gesetzt) -- ich teile die Allergie gegen den irgendwo bellenden Hund, der unter Übersetzer:innen mittlerweile zum Insiderjoke geworden ist, weil er in der angelsächsisch-amerikanischen Literatur so gern als Zäsur oder Pausenfüller eingesetzt wird. Hier jedoch gibt es zwei wichtige Unterschiede, die zumindest bei mir die Allergie verhindert haben: das aufgeschreckt gackernde Huhn ist inhaltlich nicht so verbraucht wie der bellende Hund, es passt konnotativ auch in die ländliche Szenerie; vor allem aber ist es Teil des rhythmischen Aufbaus im letzten Satz. Der zentrale Satz &quot;Il male sta con le persone&quot; hallt nach, wird am Schluss wiederholt, vor allem die Aussage, dass die Menschen das Problem sind, le persone; und dazwischen, verzögernd, den Hallraum wie in einem Kameraschwenk kurz mit drei Tupfern skizzierend, öffnet sich die Tiefe des Abgrunds dieser Szene, ausgestorbenes Dorf, schwere Hitze, gackerndes Huhn. Hier hat der eine lebendige Laut am ausgestorbenen Ort eine klare Funktion. In der Versatzstückverwendung, die allergisch macht, kriegt der bellende Hund einen eigenen Satz, manchmal sogar einen eigenen Absatz, wird aufgepumpt, bedeutungheischend, aber bedeutungslos -- ein situatives Klischee beansprucht Besonderheitscharakter. Das macht das englische Versatzstück so ärgerlich. Dafür allerdings kann die fabelhafte Gertrud Leutenegger nichts. Die Teilanalogie ihres Huhns zum Klischeehund lässt reflexhaft &quot;Schönheitsfehler&quot; denken, aber auch solche Reflexe wollen am Text überprüft sein, und hier erscheint er mir voreilig, das urteilende Etikett nicht zutreffend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie so oft ein sehr aufschlussreicher, lehrreicher Page-99-Test, vielen Dank! Beobachtungs- und Beschreibungsgabe der Autorin unter einem Brennglas, nicht von irgendeiner Handlung ins dekorative Auch-Dabei verdrängt &#8212; das lässt sich eben mit einem Page-99 besser erkennen. Einen kleinen Einwand habe ich aber. Das gackernde Huhn, der eine Schönheitsfehler (kritikertypisch als abschließende Aber-Pointe gesetzt) &#8212; ich teile die Allergie gegen den irgendwo bellenden Hund, der unter Übersetzer:innen mittlerweile zum Insiderjoke geworden ist, weil er in der angelsächsisch-amerikanischen Literatur so gern als Zäsur oder Pausenfüller eingesetzt wird. Hier jedoch gibt es zwei wichtige Unterschiede, die zumindest bei mir die Allergie verhindert haben: das aufgeschreckt gackernde Huhn ist inhaltlich nicht so verbraucht wie der bellende Hund, es passt konnotativ auch in die ländliche Szenerie; vor allem aber ist es Teil des rhythmischen Aufbaus im letzten Satz. Der zentrale Satz &#8222;Il male sta con le persone&#8220; hallt nach, wird am Schluss wiederholt, vor allem die Aussage, dass die Menschen das Problem sind, le persone; und dazwischen, verzögernd, den Hallraum wie in einem Kameraschwenk kurz mit drei Tupfern skizzierend, öffnet sich die Tiefe des Abgrunds dieser Szene, ausgestorbenes Dorf, schwere Hitze, gackerndes Huhn. Hier hat der eine lebendige Laut am ausgestorbenen Ort eine klare Funktion. In der Versatzstückverwendung, die allergisch macht, kriegt der bellende Hund einen eigenen Satz, manchmal sogar einen eigenen Absatz, wird aufgepumpt, bedeutungheischend, aber bedeutungslos &#8212; ein situatives Klischee beansprucht Besonderheitscharakter. Das macht das englische Versatzstück so ärgerlich. Dafür allerdings kann die fabelhafte Gertrud Leutenegger nichts. Die Teilanalogie ihres Huhns zum Klischeehund lässt reflexhaft &#8222;Schönheitsfehler&#8220; denken, aber auch solche Reflexe wollen am Text überprüft sein, und hier erscheint er mir voreilig, das urteilende Etikett nicht zutreffend.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
	</channel>
</rss>
