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	Kommentare zu: Page-101-Test: Friederike Mayröcker	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 Jun 2021 11:31:51 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Udo Houben		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-101-test-friederike-mayroecker/#comment-14556</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo Houben]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2021 11:31:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sprachspiel als Baptisterium der Wiedergeburt oder
Ein paar Zeilen Mayröcker, und man liest wie neugeboren.

selbstzitate / selbstauferlegte Regel / springen eine gute Metapher / Ich darf mitspielen / eine Übersetzung ist nicht erlaubt /„Schweine“ nur eine Verständnishilfe / ein dritter Punkt ist überflüssig / willkürliche Rechtschreibung /
sorgfältig inszenierte Willkür / voller Rätsel / singt ein Bild von Giotto / Der Doppelpunkt von einem Leerschlag gepolstert / der Text etwas leicht Widerständiges / Rucksackwolken ein unpoetisches Wort / profane Verwendungsformen der Sprache / Das ist natürlich alles spekulativ. / Ich wühle den Satz herum. / „steghart“  - erhalte über 3000 Treffer / Jedes Wort schaut anders zurück. /
Und nun?
Während des Sprach-Spiels mit dem „Gedicht“ nach einem Sinn zu fragen, 
ist fast ungehörig. Trägt doch das Spiel seinen Sinn in sich selbst, oder? Die Seite 100 gefällt mir besonders. Spiel- und Sinnfrei!  Ich habe verkostet. --
Frau Mayröcker habe ich vor einigen Jahren in einer Kirche lesen gehört.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sprachspiel als Baptisterium der Wiedergeburt oder<br />
Ein paar Zeilen Mayröcker, und man liest wie neugeboren.</p>
<p>selbstzitate / selbstauferlegte Regel / springen eine gute Metapher / Ich darf mitspielen / eine Übersetzung ist nicht erlaubt /„Schweine“ nur eine Verständnishilfe / ein dritter Punkt ist überflüssig / willkürliche Rechtschreibung /<br />
sorgfältig inszenierte Willkür / voller Rätsel / singt ein Bild von Giotto / Der Doppelpunkt von einem Leerschlag gepolstert / der Text etwas leicht Widerständiges / Rucksackwolken ein unpoetisches Wort / profane Verwendungsformen der Sprache / Das ist natürlich alles spekulativ. / Ich wühle den Satz herum. / „steghart“  &#8211; erhalte über 3000 Treffer / Jedes Wort schaut anders zurück. /<br />
Und nun?<br />
Während des Sprach-Spiels mit dem „Gedicht“ nach einem Sinn zu fragen,<br />
ist fast ungehörig. Trägt doch das Spiel seinen Sinn in sich selbst, oder? Die Seite 100 gefällt mir besonders. Spiel- und Sinnfrei!  Ich habe verkostet. &#8212;<br />
Frau Mayröcker habe ich vor einigen Jahren in einer Kirche lesen gehört.</p>
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		<title>
		Von: Manuel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-101-test-friederike-mayroecker/#comment-14533</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manuel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2021 15:36:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein wunderbares Gedicht - und ein wunderbarer &quot;Test&quot;, hier sehr im Sinne einer Verkostung. Die zwei statt drei Pünktchen finden sich übrigens schon bei Stefan George, mit dem Mayröcker auf den ersten Blick wenig, auf den zweiten aber einiges teilt, vor allem die Ablehnung von Poesie als kommunikativen &quot;Austausch&quot; von Wörtern. In diesem Sinne lese ich auch die Stelle mit den Hökerwolken: Kritik am Markt (der Armut produziert)und eben &quot;leichter Kommunikation&quot;. Aber das ist natürlich genauso spekulativ wie Deine Lesart mit der simplen Rucksackform oder -funktion der Wolken. Aber dass Kommunikation immer wieder als scheiternde, frappierende, in die Irre führende inszeniert wird: Dafür sprechen ja auch die Anakoluthe. Hier korrespondiert es schön dem Motiv der Ikonographie, finde ich: ein Bild (Giotto) lesen, im Raum, indem sie das Auge zwischen verschiedenen Punkten in diesem Bild hin und her springen lässt und dabei, wie unabsichtlich, doch auch Zeit (Musik) entfaltet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wunderbares Gedicht &#8211; und ein wunderbarer &#8222;Test&#8220;, hier sehr im Sinne einer Verkostung. Die zwei statt drei Pünktchen finden sich übrigens schon bei Stefan George, mit dem Mayröcker auf den ersten Blick wenig, auf den zweiten aber einiges teilt, vor allem die Ablehnung von Poesie als kommunikativen &#8222;Austausch&#8220; von Wörtern. In diesem Sinne lese ich auch die Stelle mit den Hökerwolken: Kritik am Markt (der Armut produziert)und eben &#8222;leichter Kommunikation&#8220;. Aber das ist natürlich genauso spekulativ wie Deine Lesart mit der simplen Rucksackform oder -funktion der Wolken. Aber dass Kommunikation immer wieder als scheiternde, frappierende, in die Irre führende inszeniert wird: Dafür sprechen ja auch die Anakoluthe. Hier korrespondiert es schön dem Motiv der Ikonographie, finde ich: ein Bild (Giotto) lesen, im Raum, indem sie das Auge zwischen verschiedenen Punkten in diesem Bild hin und her springen lässt und dabei, wie unabsichtlich, doch auch Zeit (Musik) entfaltet.</p>
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