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	Kommentare zu: »Negroes«	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 May 2018 08:27:36 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>
		Von: Anselm Bühling		</title>
		<link>https://tell-review.de/negroes/#comment-151</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anselm Bühling]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2016 12:19:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/negroes/#comment-147&quot;&gt;Anonym&lt;/a&gt;.

(Entschuldigung für die Redundanz in meinem vorigen Kommentar! Dass meine Argumentation die von Frank Heibert teilweise wiederholt, liegt daran, dass ich seinen Kommentar erst gesehen habe, nachdem ich meinen abgeschickt hatte.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/negroes/#comment-147">Anonym</a>.</p>
<p>(Entschuldigung für die Redundanz in meinem vorigen Kommentar! Dass meine Argumentation die von Frank Heibert teilweise wiederholt, liegt daran, dass ich seinen Kommentar erst gesehen habe, nachdem ich meinen abgeschickt hatte.)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Anselm Bühling		</title>
		<link>https://tell-review.de/negroes/#comment-149</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anselm Bühling]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2016 11:58:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=810#comment-149</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/negroes/#comment-147&quot;&gt;Anonym&lt;/a&gt;.

Das Wort „Negro“ hat ja auch keine positive Konnotation. Es wurde einfach über lange Zeit als vermeintlich neutrale Bezeichnung verwendet, genau wie „Neger“ im Deutschen. Der größte Unterschied ist, dass „Neger“ wahrscheinlich kaum als Selbstbezeichnung verwendet worden ist. Das hat auch damit zu tun, dass es in Deutschland sehr viel weniger Schwarze gibt. 
Wäre es wirklich besser gewesen, das Wort „Negro“ unübersetzt zu lassen? Wenn eine Romanfigur in einem deutschsprachigen Text ihr Baby liebt, gern Rock&#039;n&#039;Roll tanzt und abends Soul hört, während sie im Internet surft, ist das ganz unauffällig, weil es sich um Wörter handelt, die aus dem Englischen ins Deutsche übernommen worden sind. Aber Sätze wie „Ein paar übriggebliebene Negroes haben durchgehalten – aber mit Hängen und Würgen“ oder „Er wurde der erste Negro, der auf hoher Ebene bei Bell Laboratories arbeitete“ würden sehr seltsam klingen und vor allem vermitteln, dass hier ein Übersetzer versucht, sich aus der Affäre zu ziehen, indem er das Wort mit spitzen Fingern anfasst. Dem Text hätte das nicht gut getan.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/negroes/#comment-147">Anonym</a>.</p>
<p>Das Wort „Negro“ hat ja auch keine positive Konnotation. Es wurde einfach über lange Zeit als vermeintlich neutrale Bezeichnung verwendet, genau wie „Neger“ im Deutschen. Der größte Unterschied ist, dass „Neger“ wahrscheinlich kaum als Selbstbezeichnung verwendet worden ist. Das hat auch damit zu tun, dass es in Deutschland sehr viel weniger Schwarze gibt.<br />
Wäre es wirklich besser gewesen, das Wort „Negro“ unübersetzt zu lassen? Wenn eine Romanfigur in einem deutschsprachigen Text ihr Baby liebt, gern Rock&#8217;n&#8217;Roll tanzt und abends Soul hört, während sie im Internet surft, ist das ganz unauffällig, weil es sich um Wörter handelt, die aus dem Englischen ins Deutsche übernommen worden sind. Aber Sätze wie „Ein paar übriggebliebene Negroes haben durchgehalten – aber mit Hängen und Würgen“ oder „Er wurde der erste Negro, der auf hoher Ebene bei Bell Laboratories arbeitete“ würden sehr seltsam klingen und vor allem vermitteln, dass hier ein Übersetzer versucht, sich aus der Affäre zu ziehen, indem er das Wort mit spitzen Fingern anfasst. Dem Text hätte das nicht gut getan.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Frank Heibert		</title>
		<link>https://tell-review.de/negroes/#comment-148</link>

		<dc:creator><![CDATA[Frank Heibert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2016 10:44:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/negroes/#comment-147&quot;&gt;Anonym&lt;/a&gt;.

Das ist allerdings schnell beantwortet. &quot;negro&quot; hat, wie ausgeführt, ja changierende Konnotationen, zwischen abwertend und, je nach Kontext und historischem Zeitpunkt der Verwendung, &#039;unschuldig&#039;. Das deutsche &quot;Neger&quot; kriegt das, wenn der Kontext entsprechend gebaut ist, wohl auch hin. Dass deutschen Lesern aber spontan klar sein sollte, welche changierenden Konnotationen &quot;negro&quot; im Englischen hat (die man auf diesem Wege ins Deutsche importieren will), bezweifle ich. Die erste Reaktion wäre, vermute ich, Irritation über ein nicht übersetztes Wort, für das es doch (auf den ersten Blick) eine Übersetzung gibt, die nicht weltfremd wirkt (wie &quot;Weltnetz&quot;). Die hergestellte Analogie zu Baby, Rock&#039;n&#039;Roll, Soul und Internet funktioniert für mich nicht, weil der Gebrauch von &quot;negro&quot; ein anderer und im Kontext komplexerer ist.
Oder nochmal anders gesagt: Mit &quot;negro&quot; könnte man genausowenig garantieren, dass die changierenden Konnotationen alle sicher verstanden werden, wie mit &quot;Neger&quot;, hätte sich aber zusätzlich noch die Irritation an Bord geholt, dass der Übersetzer hier anscheinend übersetzerisch &#039;kneift&#039;, ohne dass es einen erkennbaren Gewinn dadurch gibt. (Vergessen wir nicht: Es geht um literarische Prosa, nicht um einen Film- oder Songtitel.)
Wobei die Idee (einen spezifischen Begriff als Fremdwort einzuführen) nicht grundsätzlich zu verwerfen ist, sie sollte im Einzelfall immer mit geprüft werden und zum Instrumentarium beim Übersetzen gehören. Nur hier erscheint sie mir nicht überzeugend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/negroes/#comment-147">Anonym</a>.</p>
<p>Das ist allerdings schnell beantwortet. &#8222;negro&#8220; hat, wie ausgeführt, ja changierende Konnotationen, zwischen abwertend und, je nach Kontext und historischem Zeitpunkt der Verwendung, &#8218;unschuldig&#8216;. Das deutsche &#8222;Neger&#8220; kriegt das, wenn der Kontext entsprechend gebaut ist, wohl auch hin. Dass deutschen Lesern aber spontan klar sein sollte, welche changierenden Konnotationen &#8222;negro&#8220; im Englischen hat (die man auf diesem Wege ins Deutsche importieren will), bezweifle ich. Die erste Reaktion wäre, vermute ich, Irritation über ein nicht übersetztes Wort, für das es doch (auf den ersten Blick) eine Übersetzung gibt, die nicht weltfremd wirkt (wie &#8222;Weltnetz&#8220;). Die hergestellte Analogie zu Baby, Rock&#8217;n&#8217;Roll, Soul und Internet funktioniert für mich nicht, weil der Gebrauch von &#8222;negro&#8220; ein anderer und im Kontext komplexerer ist.<br />
Oder nochmal anders gesagt: Mit &#8222;negro&#8220; könnte man genausowenig garantieren, dass die changierenden Konnotationen alle sicher verstanden werden, wie mit &#8222;Neger&#8220;, hätte sich aber zusätzlich noch die Irritation an Bord geholt, dass der Übersetzer hier anscheinend übersetzerisch &#8218;kneift&#8216;, ohne dass es einen erkennbaren Gewinn dadurch gibt. (Vergessen wir nicht: Es geht um literarische Prosa, nicht um einen Film- oder Songtitel.)<br />
Wobei die Idee (einen spezifischen Begriff als Fremdwort einzuführen) nicht grundsätzlich zu verwerfen ist, sie sollte im Einzelfall immer mit geprüft werden und zum Instrumentarium beim Übersetzen gehören. Nur hier erscheint sie mir nicht überzeugend.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<item>
		<title>
		Von: Anonym		</title>
		<link>https://tell-review.de/negroes/#comment-147</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anonym]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2016 10:27:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Und was hinderte ihn daran, das Wort &quot;Negro&quot; unübersetzt zu lassen,  da es - was ja niemand bestreitet - keine deutsche Übersetzung mit positiver Konnotation gibt, das N-Wort also schlicht eine Falschübersetzung ist, aber sehr wohl eine deutsche Rezeption des Fremdworts? Genau so, wie niemand Baby, Rock&#039;n&#039;Roll, Soul oder Internet &quot;übersetzt&quot;? Wer letzteres als &quot;Weltnetz&quot; bezeichnet, macht sich im heutigen Deutschland kenntlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Und was hinderte ihn daran, das Wort &#8222;Negro&#8220; unübersetzt zu lassen,  da es &#8211; was ja niemand bestreitet &#8211; keine deutsche Übersetzung mit positiver Konnotation gibt, das N-Wort also schlicht eine Falschübersetzung ist, aber sehr wohl eine deutsche Rezeption des Fremdworts? Genau so, wie niemand Baby, Rock&#8217;n&#8217;Roll, Soul oder Internet &#8222;übersetzt&#8220;? Wer letzteres als &#8222;Weltnetz&#8220; bezeichnet, macht sich im heutigen Deutschland kenntlich.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Frank Heibert		</title>
		<link>https://tell-review.de/negroes/#comment-146</link>

		<dc:creator><![CDATA[Frank Heibert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2016 09:57:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wie spannend diese Frage auch in der Literaturgeschichte ist, zeigen ja die vorherigen Kommentare -- danke! Ich finde Herwig Finkeldeys Argumentation absolut schlüssig; Twains sprachliche Gestaltung ist ein impliziter Positionsbezug zur Rassismusfrage, und den darf man nicht ignorieren und &quot;stubenrein&quot; machen. Auch wenn Twain nicht primär über Rassismus schreiben wollte, bildet er etwas Diesbezügliches aus seiner Zeit ab, das heutige Leser auch wahrnehmen (dürfen) sollen. Natürlich übersetzen wir mit der Sprachsensibilität von heute und mit sorgfältiger Reflexion über eine angestrebte Wirkungsäquivalenz. Wenn zu dej kulturellen Unterschieden aber noch ein zeitlicher, historischer Abstand kommt, wäre es illusorisch, eine Wirkung erzielen zu wollen, die der angenommenen Wirkung auf die Leser &quot;damals&quot; äquivalent wäre. Heutige Leser von älteren Texten wissen, dass sie etwas über vergangene Zeiten erfahren (und wollen vermutlich auch genau das); die heutige sprachliche und politische Sensibilität reagiert dann zwar vielleicht allergisch auf früher selbstverständliche, heute z.T. schwer erträgliche Formulierungen -- aber doch wohl hoffentlich nicht mit einer Kritik an der Formulierung, sondern an den Zuständen, für die die Formulierung steht.
Kurz, keine Angst vor &quot;bösen&quot; Worten, wo sie ein Stück Wirklichkeit abbilden, zu dem man sich verhalten kann und soll (das ist ja etwas Anderes als affirmative Meinungsäußerungen). Diese Herausforderung an die denkenden Leser macht es doch gerade spannend. Und, wieder aufs Übersetzen zugespitzt: Es käme mir unsinnig vor, hier aus vorauseilender Rücksicht auf die (damit unterschätzten) Leser sprachlich zu purgieren oder zensieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie spannend diese Frage auch in der Literaturgeschichte ist, zeigen ja die vorherigen Kommentare &#8212; danke! Ich finde Herwig Finkeldeys Argumentation absolut schlüssig; Twains sprachliche Gestaltung ist ein impliziter Positionsbezug zur Rassismusfrage, und den darf man nicht ignorieren und &#8222;stubenrein&#8220; machen. Auch wenn Twain nicht primär über Rassismus schreiben wollte, bildet er etwas Diesbezügliches aus seiner Zeit ab, das heutige Leser auch wahrnehmen (dürfen) sollen. Natürlich übersetzen wir mit der Sprachsensibilität von heute und mit sorgfältiger Reflexion über eine angestrebte Wirkungsäquivalenz. Wenn zu dej kulturellen Unterschieden aber noch ein zeitlicher, historischer Abstand kommt, wäre es illusorisch, eine Wirkung erzielen zu wollen, die der angenommenen Wirkung auf die Leser &#8222;damals&#8220; äquivalent wäre. Heutige Leser von älteren Texten wissen, dass sie etwas über vergangene Zeiten erfahren (und wollen vermutlich auch genau das); die heutige sprachliche und politische Sensibilität reagiert dann zwar vielleicht allergisch auf früher selbstverständliche, heute z.T. schwer erträgliche Formulierungen &#8212; aber doch wohl hoffentlich nicht mit einer Kritik an der Formulierung, sondern an den Zuständen, für die die Formulierung steht.<br />
Kurz, keine Angst vor &#8222;bösen&#8220; Worten, wo sie ein Stück Wirklichkeit abbilden, zu dem man sich verhalten kann und soll (das ist ja etwas Anderes als affirmative Meinungsäußerungen). Diese Herausforderung an die denkenden Leser macht es doch gerade spannend. Und, wieder aufs Übersetzen zugespitzt: Es käme mir unsinnig vor, hier aus vorauseilender Rücksicht auf die (damit unterschätzten) Leser sprachlich zu purgieren oder zensieren.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Herwig Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/negroes/#comment-145</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herwig Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2016 06:18:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Tom Saywer und Huck Finn ist das passende Stichwort: Wie sieht Frank Heibert die Übersetzung dort? Eierte man dort beim N-Wort rum, so wäre doch der Kontrast zwischen Tom und Huck einerseits und der Umwelt andererseits entschärft. 
Gerade damit, dass die Beiden Jim Jim, also bei seinem Namen nennen, und eben nicht &quot;N...&quot; wie alle anderen, sagt Mark Twain etwas aus. Diese Aussage würde ein &quot;korrekt&quot; übersetzter Text verlieren. Oder sehe ich da etwas falsch? 
(Wobei mir auch das Argument geläufig ist, Jim sei ja nur der Name, den ihm ein Sklavenhändler gab). Schwierig. Aber eben weil schwierig nicht tauglich für moralisch eindeutigen Schaum vor dem Mund.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tom Saywer und Huck Finn ist das passende Stichwort: Wie sieht Frank Heibert die Übersetzung dort? Eierte man dort beim N-Wort rum, so wäre doch der Kontrast zwischen Tom und Huck einerseits und der Umwelt andererseits entschärft.<br />
Gerade damit, dass die Beiden Jim Jim, also bei seinem Namen nennen, und eben nicht &#8222;N&#8230;&#8220; wie alle anderen, sagt Mark Twain etwas aus. Diese Aussage würde ein &#8222;korrekt&#8220; übersetzter Text verlieren. Oder sehe ich da etwas falsch?<br />
(Wobei mir auch das Argument geläufig ist, Jim sei ja nur der Name, den ihm ein Sklavenhändler gab). Schwierig. Aber eben weil schwierig nicht tauglich für moralisch eindeutigen Schaum vor dem Mund.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hartmut Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/negroes/#comment-143</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hartmut Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2016 17:18:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/negroes/#comment-142&quot;&gt;Hartmut Finkeldey&lt;/a&gt;.

Ich meinte jetzt das noch schlimmere Wort. &quot;Neger&quot; war schon Kant geläufig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/negroes/#comment-142">Hartmut Finkeldey</a>.</p>
<p>Ich meinte jetzt das noch schlimmere Wort. &#8222;Neger&#8220; war schon Kant geläufig.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Hartmut Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/negroes/#comment-142</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hartmut Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2016 17:14:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hallo,

bereits in Henny Kochs 1890er Übersetzung von Twains Huckleberry Finn taucht das besagte Wort auf, meines Wissens. Beleg: http://gutenberg.spiegel.de/buch/huckleberry-finns-abenteuer-und-fahrten-1670/1

Definitiv bekannt, und auch damals schon massiv abwertend, war es in der Weimarer Republik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>bereits in Henny Kochs 1890er Übersetzung von Twains Huckleberry Finn taucht das besagte Wort auf, meines Wissens. Beleg: <a href="http://gutenberg.spiegel.de/buch/huckleberry-finns-abenteuer-und-fahrten-1670/1" rel="nofollow ugc">http://gutenberg.spiegel.de/buch/huckleberry-finns-abenteuer-und-fahrten-1670/1</a></p>
<p>Definitiv bekannt, und auch damals schon massiv abwertend, war es in der Weimarer Republik.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Gregor Runge		</title>
		<link>https://tell-review.de/negroes/#comment-141</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gregor Runge]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2016 14:58:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/negroes/#comment-139&quot;&gt;Frank Heibert&lt;/a&gt;.

@Frank Heibert: Danke für diese Hintergründe. Zu dem Postscriptum fällt mir folgendes ein: Die afrodeutsche Community  (vor allem im Zusammenhang mit der Blackface-Debatte und der Debatte um die sprachliche &quot;Bereinigung&quot; von Kinderbüchern gesellschaftspolitisch in Erscheinung getreten) scheint mir den N-Begriff im Großen und Ganzen abzulehnen. Sie lehnt das Wort selbst nicht nur ab, sie schreibt und spricht es auch nicht aus und bevorzugt analog zum Englischen die abgekürzte N-Variante. Eine positive Umwertung  – wie im Falle von &quot;schwul&quot; – scheint mir das N-Wort nicht zu erleben, außer vielleicht in bestimmten Rap-Registern. Die oben genannte Community ist durch einen postkolonialen linken politischen Konsens geprägt und steht deswegen nicht notwendigerweise für die sehr viel größere, nicht organisierte afrodeutsche Community. Nach allem, was ich aber bisher in persönlichen Gesprächen mit schwarzen Menschen erfahren habe, weist man die Fremdbezeichnung durch das N-Wort entschieden zurück. (In diesem Zusammenhang fallen mir auch der &quot;faggot&quot; und die &quot;Schwuchtel&quot; ein, die durchaus als schwule Selbstbezeichnung Verwendung finden, deren Nutzer eine Fremdbezeichnung mit eben diesen Wörtern aber auch entschieden zurückweisen.)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/negroes/#comment-139">Frank Heibert</a>.</p>
<p>@Frank Heibert: Danke für diese Hintergründe. Zu dem Postscriptum fällt mir folgendes ein: Die afrodeutsche Community  (vor allem im Zusammenhang mit der Blackface-Debatte und der Debatte um die sprachliche &#8222;Bereinigung&#8220; von Kinderbüchern gesellschaftspolitisch in Erscheinung getreten) scheint mir den N-Begriff im Großen und Ganzen abzulehnen. Sie lehnt das Wort selbst nicht nur ab, sie schreibt und spricht es auch nicht aus und bevorzugt analog zum Englischen die abgekürzte N-Variante. Eine positive Umwertung  – wie im Falle von &#8222;schwul&#8220; – scheint mir das N-Wort nicht zu erleben, außer vielleicht in bestimmten Rap-Registern. Die oben genannte Community ist durch einen postkolonialen linken politischen Konsens geprägt und steht deswegen nicht notwendigerweise für die sehr viel größere, nicht organisierte afrodeutsche Community. Nach allem, was ich aber bisher in persönlichen Gesprächen mit schwarzen Menschen erfahren habe, weist man die Fremdbezeichnung durch das N-Wort entschieden zurück. (In diesem Zusammenhang fallen mir auch der &#8222;faggot&#8220; und die &#8222;Schwuchtel&#8220; ein, die durchaus als schwule Selbstbezeichnung Verwendung finden, deren Nutzer eine Fremdbezeichnung mit eben diesen Wörtern aber auch entschieden zurückweisen.)</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Reinhard Matern		</title>
		<link>https://tell-review.de/negroes/#comment-140</link>

		<dc:creator><![CDATA[Reinhard Matern]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Apr 2016 13:25:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=810#comment-140</guid>

					<description><![CDATA[Zunächst wäre meines Erachtens Literatur und Alltag zu differenzieren. Literatur an der Umgangsprache zu messen, ist zwar aus moralischer Sicht wieder aktuell geworden, aber ich könnte nicht erkennen, dass dies von Belang wäre. Vor diesem Hintergrund kann ich die Überlegungen von Frank Heibert gut verstehen: das Original ist bei einer Übersetzung relevanter, als die umgangssprachliche Bedeutung von Worten in der Sprache, in die übersetzt wird. Auch im Deutschen ist übrigens &quot;Neger&quot; nicht per se eine Beleidigung, sondern vom Kontext abhängig. Eine allgemeingültige Aufladung könnte ich nicht nachvollziehen. Aber in Deutschland bestand seit je her eine Tendenz, alles möglichst sozial &quot;richtig&quot; zu machen, Konventionen viel zu wichtig zu nehmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst wäre meines Erachtens Literatur und Alltag zu differenzieren. Literatur an der Umgangsprache zu messen, ist zwar aus moralischer Sicht wieder aktuell geworden, aber ich könnte nicht erkennen, dass dies von Belang wäre. Vor diesem Hintergrund kann ich die Überlegungen von Frank Heibert gut verstehen: das Original ist bei einer Übersetzung relevanter, als die umgangssprachliche Bedeutung von Worten in der Sprache, in die übersetzt wird. Auch im Deutschen ist übrigens &#8222;Neger&#8220; nicht per se eine Beleidigung, sondern vom Kontext abhängig. Eine allgemeingültige Aufladung könnte ich nicht nachvollziehen. Aber in Deutschland bestand seit je her eine Tendenz, alles möglichst sozial &#8222;richtig&#8220; zu machen, Konventionen viel zu wichtig zu nehmen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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