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	Kommentare zu: Die Idylle trügt	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Wed, 31 Jan 2018 12:09:32 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Susanne		</title>
		<link>https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-129</link>

		<dc:creator><![CDATA[Susanne]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2016 21:17:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mich irritiert die abgeschabte Samtjacke des Mannes mittleren Alters - und die Fahne die am Boden liegt - all das gehört so nicht in den Garten eines Doktors - und die Frau Doktor tut demostrativ geschäftig im Hintergrund, wie wenn nichts wäre - da läuft doch was zwischen den beiden ?!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mich irritiert die abgeschabte Samtjacke des Mannes mittleren Alters &#8211; und die Fahne die am Boden liegt &#8211; all das gehört so nicht in den Garten eines Doktors &#8211; und die Frau Doktor tut demostrativ geschäftig im Hintergrund, wie wenn nichts wäre &#8211; da läuft doch was zwischen den beiden ?!</p>
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		<title>
		Von: Sabine Paqué		</title>
		<link>https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-123</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sabine Paqué]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Apr 2016 08:00:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-118&quot;&gt;Peter&lt;/a&gt;.

P.S. Das irritierend Beziehungslose wird verstaerkt durch die Bewegungslosigkeit. Zwar macht sich Ballested am Fahnenmast zu schaffen, aber die Fahne liegt am Boden. Frau Wangel tritt aus dem Haus, aber mit &quot;toten&quot; Blumen. Ansonsten statuarische Stille, kein Segel knattert, kein Wind regt sich, kein Maler malt ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-118">Peter</a>.</p>
<p>P.S. Das irritierend Beziehungslose wird verstaerkt durch die Bewegungslosigkeit. Zwar macht sich Ballested am Fahnenmast zu schaffen, aber die Fahne liegt am Boden. Frau Wangel tritt aus dem Haus, aber mit &#8222;toten&#8220; Blumen. Ansonsten statuarische Stille, kein Segel knattert, kein Wind regt sich, kein Maler malt &#8230;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Peter		</title>
		<link>https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-118</link>

		<dc:creator><![CDATA[Peter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Apr 2016 17:37:41 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Beobachtung der Beziehungslosigkeit finde ich sehr interessant. Das habe ich bisher gar nicht so gesehen. Es ist leider das Problem jeder Frage, daß sie den Blickwinkel verändert, dadurch daß sie auf etwas deutet. In gewisser Weise ist unbefangenes Lesen dann nicht mehr möglich. Nur ein bewußteres, das sich einerseits der Verengung des Blickwinkels entzieht und andererseits die Frage nicht ausklammert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beobachtung der Beziehungslosigkeit finde ich sehr interessant. Das habe ich bisher gar nicht so gesehen. Es ist leider das Problem jeder Frage, daß sie den Blickwinkel verändert, dadurch daß sie auf etwas deutet. In gewisser Weise ist unbefangenes Lesen dann nicht mehr möglich. Nur ein bewußteres, das sich einerseits der Verengung des Blickwinkels entzieht und andererseits die Frage nicht ausklammert.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Sabine Paqué		</title>
		<link>https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-112</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sabine Paqué]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2016 16:59:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sie haben mit Ihrer Frage (oder Regieanweisung) bereits Argwohn gestreut. Daher fällt unbefangenes Lesen schwer. Was mir auffällt, ist die Beziehungslosigkeit der präzise beschriebenen Orte, Personen und Handlungen. Jeder- jedes steht getrennt für sich, nichts kommuniziert mit dem anderen - das irritiert, denn heile Welt funktioniert durch Beziehungen + Miteinander.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie haben mit Ihrer Frage (oder Regieanweisung) bereits Argwohn gestreut. Daher fällt unbefangenes Lesen schwer. Was mir auffällt, ist die Beziehungslosigkeit der präzise beschriebenen Orte, Personen und Handlungen. Jeder- jedes steht getrennt für sich, nichts kommuniziert mit dem anderen &#8211; das irritiert, denn heile Welt funktioniert durch Beziehungen + Miteinander.</p>
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		<title>
		Von: Manuel Rivera		</title>
		<link>https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-99</link>

		<dc:creator><![CDATA[Manuel Rivera]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2016 15:01:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-50&quot;&gt;Peter Gößwein&lt;/a&gt;.

Dass er  mit der Fahnenstange bisserl ungeschickt ist, würde für mich eher sogar noch zur Idylle mit beitragen anstatt sie zu stören (leicht vertrottelter Künstler). Einen Kontrast im Beschriebenen selber nehme ich eigentlich nur zwischen der Grandeur der Fjordkulisse und der Kleinteiligkeit der häuslichen Szenerie war. Kontraste stören potenziell eine &#039;Idylle&#039;, von daher könnte man sagen dass im Kontrast zwischen großer, wilder Natur und bürgerlichem Haushalt schon etwas Beunruhigendes liegt... aber das ist natürlich bereits im Hinblick darauf gesprochen auch, dass ich das Stück kenne. Eine Fahne aufziehen im Angesicht der Naturgröße hat natürlich auch bisschen was Lächerliches, vergeblicher Nationalknabenstolz, und das Motiv der Staffel doppelt das Motiv der INSZENIERUNG, das die ganze Regieanweisung qua Genre schon vorgibt (es wird eine Szene künstlich dargestellt, wo eine künstliche Darstellung vorbereitet wird). Von daher: ja, es gibt etwas Idyllisches und gleichzeitig Nicht-Idyllisches in dem Text...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-50">Peter Gößwein</a>.</p>
<p>Dass er  mit der Fahnenstange bisserl ungeschickt ist, würde für mich eher sogar noch zur Idylle mit beitragen anstatt sie zu stören (leicht vertrottelter Künstler). Einen Kontrast im Beschriebenen selber nehme ich eigentlich nur zwischen der Grandeur der Fjordkulisse und der Kleinteiligkeit der häuslichen Szenerie war. Kontraste stören potenziell eine &#8218;Idylle&#8216;, von daher könnte man sagen dass im Kontrast zwischen großer, wilder Natur und bürgerlichem Haushalt schon etwas Beunruhigendes liegt&#8230; aber das ist natürlich bereits im Hinblick darauf gesprochen auch, dass ich das Stück kenne. Eine Fahne aufziehen im Angesicht der Naturgröße hat natürlich auch bisschen was Lächerliches, vergeblicher Nationalknabenstolz, und das Motiv der Staffel doppelt das Motiv der INSZENIERUNG, das die ganze Regieanweisung qua Genre schon vorgibt (es wird eine Szene künstlich dargestellt, wo eine künstliche Darstellung vorbereitet wird). Von daher: ja, es gibt etwas Idyllisches und gleichzeitig Nicht-Idyllisches in dem Text&#8230;</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Peter Gößwein		</title>
		<link>https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-50</link>

		<dc:creator><![CDATA[Peter Gößwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Mar 2016 17:50:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Formulierung &quot;sich an etwas zu schaffen machen&quot; bedeutet für mich entweder, an etwas herummachen, das ich nicht verstehe, wo mir die Kompetenz fehlt, oder bei dem es mir nicht zusteht, daran zu rühren, weil es nicht zu meinem Bereich gehört. Soweit ich sehe, die einzige Formulierung in der Regieanweisung, die (ab)wertend klingt. Insofern lese ich das auch so: &quot;Er hantiert (ungeschickt?) an der Fahnenstange&quot;, obwohl sonst doch der Morgen so schön vollkommen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Formulierung &#8222;sich an etwas zu schaffen machen&#8220; bedeutet für mich entweder, an etwas herummachen, das ich nicht verstehe, wo mir die Kompetenz fehlt, oder bei dem es mir nicht zusteht, daran zu rühren, weil es nicht zu meinem Bereich gehört. Soweit ich sehe, die einzige Formulierung in der Regieanweisung, die (ab)wertend klingt. Insofern lese ich das auch so: &#8222;Er hantiert (ungeschickt?) an der Fahnenstange&#8220;, obwohl sonst doch der Morgen so schön vollkommen ist.</p>
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		<title>
		Von: Anselm Bühling		</title>
		<link>https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-49</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anselm Bühling]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Mar 2016 16:36:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-48&quot;&gt;Barbara Pinheiro&lt;/a&gt;.

Soviel ist auf jeden Fall klar: In einer ordentlichen Idylle würde der Künstler natürlich an die Staffelei gehören und nicht an der Fahnenstange herumfummeln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-48">Barbara Pinheiro</a>.</p>
<p>Soviel ist auf jeden Fall klar: In einer ordentlichen Idylle würde der Künstler natürlich an die Staffelei gehören und nicht an der Fahnenstange herumfummeln.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Barbara Pinheiro		</title>
		<link>https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-48</link>

		<dc:creator><![CDATA[Barbara Pinheiro]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Mar 2016 11:00:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Vielleicht wird so ein Schuh draus: Der Künstler ist nicht mit dem beschäftigt, was ihm gemäß ist: Malen. Er hantiert (ungeschickt?) an der Fahnenstange: Phallus-Symbol. Am Boden die Fahne: Sie bedeutet Identität und Stolz/Selbstachtung, die anscheinend darnieder liegen..
Das ist meine subjektive Interpretation. Ich kenne das Stück nicht und hab&#039;s jetzt nicht extra gegoogelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht wird so ein Schuh draus: Der Künstler ist nicht mit dem beschäftigt, was ihm gemäß ist: Malen. Er hantiert (ungeschickt?) an der Fahnenstange: Phallus-Symbol. Am Boden die Fahne: Sie bedeutet Identität und Stolz/Selbstachtung, die anscheinend darnieder liegen..<br />
Das ist meine subjektive Interpretation. Ich kenne das Stück nicht und hab&#8217;s jetzt nicht extra gegoogelt.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Peter		</title>
		<link>https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-46</link>

		<dc:creator><![CDATA[Peter]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Mar 2016 14:44:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Zeilen &quot;durch die Bäume sieht man das Wasser des Fjords und in der Ferne die Gipfel hoher Berge. Es ist ein warmer und strahlend klarer Sommermorgen&quot; höre ich schon idyllisch. Die Fahnenstange ist wirklich merkwürdig, ein Fehler? Unwahrscheinlich. Mir stellt sich die Frage, ob die Erwartungshaltung gewissermaßen mit zum Text gehört. Wenn ich davon ausgehen kann, daß mein Publikum Drama erwartet, ist es nur nötig die Idylle zu skizzieren, der Rest setzt sich dann zur Bedrohung zusammen. Danke für die Anregungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeilen &#8222;durch die Bäume sieht man das Wasser des Fjords und in der Ferne die Gipfel hoher Berge. Es ist ein warmer und strahlend klarer Sommermorgen&#8220; höre ich schon idyllisch. Die Fahnenstange ist wirklich merkwürdig, ein Fehler? Unwahrscheinlich. Mir stellt sich die Frage, ob die Erwartungshaltung gewissermaßen mit zum Text gehört. Wenn ich davon ausgehen kann, daß mein Publikum Drama erwartet, ist es nur nötig die Idylle zu skizzieren, der Rest setzt sich dann zur Bedrohung zusammen. Danke für die Anregungen.</p>
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		<title>
		Von: Anselm Bühling		</title>
		<link>https://tell-review.de/falsche-idylle/#comment-45</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anselm Bühling]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Mar 2016 14:04:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist natürlich schwer bis unmöglich, beim Lesen von der eigenen Erwartungshaltung zu abstrahieren. Was mir in dem Text auffällt, ist die Fahnenstange. Erst steht sie nur vor der Veranda. Dann kommt Ballested ins Bild, der sich „an der Leine zu schaffen“ macht. Dann die Fahne, die daneben auf dem Rasen liegt. Ist sie gerade abgenommen worden? Soll sie hochgezogen werden? Ist die Leine kaputt? Die Beschreibung verrät es nicht. Vielleicht ist es das, was irritiert, was die Ordnung stört.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist natürlich schwer bis unmöglich, beim Lesen von der eigenen Erwartungshaltung zu abstrahieren. Was mir in dem Text auffällt, ist die Fahnenstange. Erst steht sie nur vor der Veranda. Dann kommt Ballested ins Bild, der sich „an der Leine zu schaffen“ macht. Dann die Fahne, die daneben auf dem Rasen liegt. Ist sie gerade abgenommen worden? Soll sie hochgezogen werden? Ist die Leine kaputt? Die Beschreibung verrät es nicht. Vielleicht ist es das, was irritiert, was die Ordnung stört.</p>
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