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	Kommentare zu: Die Langeweile einer Möchtegern-Schriftstellerin	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Mon, 16 Feb 2026 13:20:36 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>
		Von: Wolfgang Stahl		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-langeweile-einer-moechtegern-schriftstellerin/#comment-65950</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wolfgang Stahl]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2026 13:20:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Sehr geehrte Frau Wille,

auch von mir ein großes Dankeschön für Ihre ausführliche und kluge Analyse. Jeder Satz von Ihnen ist nachvollziehbar und Ihr Text zeigt eine genaue und eigenständige Argumentation, die nicht den üblichen leeren Floskeln der übrigen Kritikerinnen folgt.Das ist leider eine Ausnahme und erfodert auch den Mut eine eigene Haltung zu formulieren und zu publizieren.
Mit den besten Grüßen!
Wolfgang Stahl]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Frau Wille,</p>
<p>auch von mir ein großes Dankeschön für Ihre ausführliche und kluge Analyse. Jeder Satz von Ihnen ist nachvollziehbar und Ihr Text zeigt eine genaue und eigenständige Argumentation, die nicht den üblichen leeren Floskeln der übrigen Kritikerinnen folgt.Das ist leider eine Ausnahme und erfodert auch den Mut eine eigene Haltung zu formulieren und zu publizieren.<br />
Mit den besten Grüßen!<br />
Wolfgang Stahl</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roman Eder		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-langeweile-einer-moechtegern-schriftstellerin/#comment-51393</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roman Eder]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2025 09:31:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=119481#comment-51393</guid>

					<description><![CDATA[Ich habe die früheren Romane von Kaiser-Mühlecker gelesen und war von ihnen sehr beeindruckt. Deshalb habe ich mich schon auf &quot;Brennende Felder&quot; gefreut. Umso enttäuschter war ich dann, als ich das Buch gelesen hatte. Ich fand darin nichts von dem, was mich zum Beispiel am &quot;Wilderer&quot; in den Bann gezogen hat. Dieses Buch wirkte sehr authentisch, während Handlung und die Hauptfigur von &quot;Brennende Felder&quot; auf mich nicht greifbar und nachvollziehbar sind.
Nach dem Lesen suchte ich nach Rezensionen und war über deren positiven Inhalt nahezu entsetzt (auch über den Buchpreis)! Was hätte wohl Reich-Ranicky dazu gesagt.
Es freut mich, dass ich doch noch jemanden gefunden habe, der meine Ansicht teilt und sie auch gekonnt und sachlich darlegt.

Vielen Dank und 
freundliche Grüße
aus Österreich

Roman Eder]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe die früheren Romane von Kaiser-Mühlecker gelesen und war von ihnen sehr beeindruckt. Deshalb habe ich mich schon auf &#8222;Brennende Felder&#8220; gefreut. Umso enttäuschter war ich dann, als ich das Buch gelesen hatte. Ich fand darin nichts von dem, was mich zum Beispiel am &#8222;Wilderer&#8220; in den Bann gezogen hat. Dieses Buch wirkte sehr authentisch, während Handlung und die Hauptfigur von &#8222;Brennende Felder&#8220; auf mich nicht greifbar und nachvollziehbar sind.<br />
Nach dem Lesen suchte ich nach Rezensionen und war über deren positiven Inhalt nahezu entsetzt (auch über den Buchpreis)! Was hätte wohl Reich-Ranicky dazu gesagt.<br />
Es freut mich, dass ich doch noch jemanden gefunden habe, der meine Ansicht teilt und sie auch gekonnt und sachlich darlegt.</p>
<p>Vielen Dank und<br />
freundliche Grüße<br />
aus Österreich</p>
<p>Roman Eder</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Marianne Wille		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-langeweile-einer-moechtegern-schriftstellerin/#comment-45898</link>

		<dc:creator><![CDATA[Marianne Wille]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2025 17:42:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/die-langeweile-einer-moechtegern-schriftstellerin/#comment-45859&quot;&gt;Thorn Kray&lt;/a&gt;.

Sehr geehrter Herr Kray

Vielen Dank für Ihre Bemerkungen zu meiner Rezension von „Brennende Felder“. Zum Hintergrund: Ich bin keine Feuilletonredakteurin, die professionell Rezensionen verfasst, sondern Literaturwissenschaftlerin und - vermittlerin sowie leidenschaftliche Leserin seit frühster Kindheit. Den Roman von Reinhard Kaiser-Mühlecker habe ich bereits im Spätsommer gelesen, nach einer sehr positiven Kritik von Paul Jandl (den ich als Kritiker sehr schätze) in der NZZ. Bei der Lektüre habe ich mich immer wieder sehr geärgert, und ich konnte es nicht glauben, dass man/frau diesen Roman positiv rezensiert (er wurde ja fast ausschliesslich positiv besprochen, gerade heute ist das wieder der Fall, im neuen SRF-Literaturletter). Frau Sieglinde Geisel hat mich daher aufgefordert, selber eine Rezension zu verfassen. Dazu musste ich das Buch ein zweites Mal lesen (was ich sonst bestimmt nicht getan hätte), während einer Grippe Anfang November hatte ich dann Zeit.
Der Zufall wollte es, dass ich meine Rezension genau in der Woche an „tell“ sandte, als RKM den österreichischen Literaturpreis erhielt…

Zu Ihrer Frage: Ich bin immer der Meinung, dass sog. „schlechte“ Charaktere für die Literatur viel mehr hergeben als „liebe“ Menschen. So ist beispielsweise Franz Moor in Schillers „Räubern“ weitaus die interessantere Figur als sein Bruder Karl mit seinen hohe und hehren revolutionären Zielen - letztlich ein jugendlicher Heisssporn. Franz dagegen, zugegebenermassen abgrundtief böse, spiegelt in seinen langen Monologen die Ziele der Aufklärung: „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Richtig so. Aber wenn man diesen Imperativ zu Ende denkt, ohne jegliches menschliche Gefühl, ohne religiöse oder moralische Verpflichtungen, landet man genau dort, wo Franz steht: Was soll einen daran hindern, den Vater oder den Bruder (und am liebsten beide) umzubringen? Franz ist eben ein vielschichtig und interessant angelegter Charakter, was bei der Figur Luisa in „Brennende Felder“ nicht der Fall ist. Bestimmt ist Macbeth für Franz Pate gestanden, als Schiller das Stück konzipiert hat. Die Shakespeare-Begeisterung der jungen nStürmer und Dränger ist ja kein Geheimnis.

Und zu Raskolnikov in „Verbrechen und Strafe“: Ein Mörder, gewiss, ein Doppelmörder gar - aber welch differenzierte, interessante Figur, mit ihrem wackeligen Motiv, das dann doch nicht trägt, mit ihrem Leiden und Zweifeln; ein armer Hund in einer Mansarde, einem Sarg gleich (die Lazarus-Geschichte!), der fast an seiner Schuld zugrunde geht und nach vielen Gesprächen mit dem Untersuchungsrichter endlich seine Schuld bekennen und die Strafe auf sich nehmen darf, auch mithilfe der wunderbaren Figur Sonja, die ihn in seine Verbannung begleitet. Bei Dostojewskij gäbe es übrigens in den anderen grossen Romanen noch etliche interessante „Bösewichter“ zu entdecken. Und ich muss gestehen: Unsympathisch ist mir der Mörder Raskolnikov nicht…

Und was bei beiden Autoren, bei Schiller und Dostojewskij (bei Shakespeare sowieso), noch dazukommt, sind Stil und Sprache. Und beides ist bei RKM ein Ärgernis.

Zu Benedikt Wells kann ich leider nichts sagen, da ich ihn nicht gelesen habe, zu anderen Bösewichtern in der Literatur (und im Film) dagegen sehr viel, aber ich muss jetzt enden.
Mit freundlichen Grüssen
Marianne Wille]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/die-langeweile-einer-moechtegern-schriftstellerin/#comment-45859">Thorn Kray</a>.</p>
<p>Sehr geehrter Herr Kray</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Bemerkungen zu meiner Rezension von „Brennende Felder“. Zum Hintergrund: Ich bin keine Feuilletonredakteurin, die professionell Rezensionen verfasst, sondern Literaturwissenschaftlerin und &#8211; vermittlerin sowie leidenschaftliche Leserin seit frühster Kindheit. Den Roman von Reinhard Kaiser-Mühlecker habe ich bereits im Spätsommer gelesen, nach einer sehr positiven Kritik von Paul Jandl (den ich als Kritiker sehr schätze) in der NZZ. Bei der Lektüre habe ich mich immer wieder sehr geärgert, und ich konnte es nicht glauben, dass man/frau diesen Roman positiv rezensiert (er wurde ja fast ausschliesslich positiv besprochen, gerade heute ist das wieder der Fall, im neuen SRF-Literaturletter). Frau Sieglinde Geisel hat mich daher aufgefordert, selber eine Rezension zu verfassen. Dazu musste ich das Buch ein zweites Mal lesen (was ich sonst bestimmt nicht getan hätte), während einer Grippe Anfang November hatte ich dann Zeit.<br />
Der Zufall wollte es, dass ich meine Rezension genau in der Woche an „tell“ sandte, als RKM den österreichischen Literaturpreis erhielt…</p>
<p>Zu Ihrer Frage: Ich bin immer der Meinung, dass sog. „schlechte“ Charaktere für die Literatur viel mehr hergeben als „liebe“ Menschen. So ist beispielsweise Franz Moor in Schillers „Räubern“ weitaus die interessantere Figur als sein Bruder Karl mit seinen hohe und hehren revolutionären Zielen &#8211; letztlich ein jugendlicher Heisssporn. Franz dagegen, zugegebenermassen abgrundtief böse, spiegelt in seinen langen Monologen die Ziele der Aufklärung: „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Richtig so. Aber wenn man diesen Imperativ zu Ende denkt, ohne jegliches menschliche Gefühl, ohne religiöse oder moralische Verpflichtungen, landet man genau dort, wo Franz steht: Was soll einen daran hindern, den Vater oder den Bruder (und am liebsten beide) umzubringen? Franz ist eben ein vielschichtig und interessant angelegter Charakter, was bei der Figur Luisa in „Brennende Felder“ nicht der Fall ist. Bestimmt ist Macbeth für Franz Pate gestanden, als Schiller das Stück konzipiert hat. Die Shakespeare-Begeisterung der jungen nStürmer und Dränger ist ja kein Geheimnis.</p>
<p>Und zu Raskolnikov in „Verbrechen und Strafe“: Ein Mörder, gewiss, ein Doppelmörder gar &#8211; aber welch differenzierte, interessante Figur, mit ihrem wackeligen Motiv, das dann doch nicht trägt, mit ihrem Leiden und Zweifeln; ein armer Hund in einer Mansarde, einem Sarg gleich (die Lazarus-Geschichte!), der fast an seiner Schuld zugrunde geht und nach vielen Gesprächen mit dem Untersuchungsrichter endlich seine Schuld bekennen und die Strafe auf sich nehmen darf, auch mithilfe der wunderbaren Figur Sonja, die ihn in seine Verbannung begleitet. Bei Dostojewskij gäbe es übrigens in den anderen grossen Romanen noch etliche interessante „Bösewichter“ zu entdecken. Und ich muss gestehen: Unsympathisch ist mir der Mörder Raskolnikov nicht…</p>
<p>Und was bei beiden Autoren, bei Schiller und Dostojewskij (bei Shakespeare sowieso), noch dazukommt, sind Stil und Sprache. Und beides ist bei RKM ein Ärgernis.</p>
<p>Zu Benedikt Wells kann ich leider nichts sagen, da ich ihn nicht gelesen habe, zu anderen Bösewichtern in der Literatur (und im Film) dagegen sehr viel, aber ich muss jetzt enden.<br />
Mit freundlichen Grüssen<br />
Marianne Wille</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Thorn Kray		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-langeweile-einer-moechtegern-schriftstellerin/#comment-45859</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thorn Kray]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jan 2025 08:18:57 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=119481#comment-45859</guid>

					<description><![CDATA[Ein gut geschriebener Verrriss mit einigen Beispielen. 
Ich bin froh, dass man sich hier traut, solche Rezensionen zu verfassen, obwohl das Buch mit einem so großen Preis geehrt wurde.

Eine &quot;fachliche&quot; Frage hätte ich -- nur um der Diskussion und Neugier willen -- doch: Es gibt in der Literaturgeschichte viele Bücher, die unsympathische Charaktere haben (Schuld und Sühne, MacBeth, Madame Bovary), die trotz leicht zu empfindenden Antipathie im Gedächtnis bleiben, den man gerne folgt, und sei es nur, um Zeuge des Untergangs zu werden. 
Gleichzeitig gibt es Figuren, die absolute Symathieträger sind oder sein müssten (ich denke an die Romane von Benedikt Wells, allen voran: &quot;Fast genial&quot;) und doch nicht mitreißen, obwohl sie genauso innere Konflikte und Widersprüche haben, wie die &quot;bösen&quot; auch. 

Hier nun die Frage: Wann wird ein unsympathischer Charakter mitreißend? 

Liebe Grüße]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gut geschriebener Verrriss mit einigen Beispielen.<br />
Ich bin froh, dass man sich hier traut, solche Rezensionen zu verfassen, obwohl das Buch mit einem so großen Preis geehrt wurde.</p>
<p>Eine &#8222;fachliche&#8220; Frage hätte ich &#8212; nur um der Diskussion und Neugier willen &#8212; doch: Es gibt in der Literaturgeschichte viele Bücher, die unsympathische Charaktere haben (Schuld und Sühne, MacBeth, Madame Bovary), die trotz leicht zu empfindenden Antipathie im Gedächtnis bleiben, den man gerne folgt, und sei es nur, um Zeuge des Untergangs zu werden.<br />
Gleichzeitig gibt es Figuren, die absolute Symathieträger sind oder sein müssten (ich denke an die Romane von Benedikt Wells, allen voran: &#8222;Fast genial&#8220;) und doch nicht mitreißen, obwohl sie genauso innere Konflikte und Widersprüche haben, wie die &#8222;bösen&#8220; auch. </p>
<p>Hier nun die Frage: Wann wird ein unsympathischer Charakter mitreißend? </p>
<p>Liebe Grüße</p>
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