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	Kommentare zu: Die Ironie des menschlichen Treibens	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Mon, 23 Apr 2018 07:14:44 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Herwig Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-ironie-des-menschlichen-treibens/#comment-558</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herwig Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2016 06:43:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;König Alkohol erzählt die schönsten Geschichten.&quot; dem London, dem Hofmann, dem Capote. Es gab mal bei Wohltat ein Buch: &quot;Rauschgiftesser erzählen&quot; - die Kapitel aufgelistet nach dem Stoff, aus dem die Träume sind. Schöner Titel, Rauschgift erzählt wäre vielleicht noch besser gewesen.
Leider macht der Rausch nicht nur gute Bücher und himmlische Erbauung, sondern auch die schlechtesten Tweets. Nachts, wenn der Teufel kam...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;König Alkohol erzählt die schönsten Geschichten.&#8220; dem London, dem Hofmann, dem Capote. Es gab mal bei Wohltat ein Buch: &#8222;Rauschgiftesser erzählen&#8220; &#8211; die Kapitel aufgelistet nach dem Stoff, aus dem die Träume sind. Schöner Titel, Rauschgift erzählt wäre vielleicht noch besser gewesen.<br />
Leider macht der Rausch nicht nur gute Bücher und himmlische Erbauung, sondern auch die schlechtesten Tweets. Nachts, wenn der Teufel kam&#8230;</p>
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		<title>
		Von: Anselm Bühling		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-ironie-des-menschlichen-treibens/#comment-557</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anselm Bühling]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2016 10:10:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Genau, der „goldene Topf“ ist da das Paradebeispiel. Er ist in Russland übrigens bekannter als hier; oft kommt die Rede darauf, wenn jemand erfährt, wie ich mit Vornamen heiße. ;-)

Und ja, die Romantik als Postaufklärung hat viel mit der Postmoderne zu tun. Es ist kein Zufall, dass die Derrida-Schülerin Sarah Kofman über Hofmann geschrieben hat.

Vielen Dank auch von mir an Jürgen Müller für den wichtigen Hinweis auf Fühmann!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Genau, der „goldene Topf“ ist da das Paradebeispiel. Er ist in Russland übrigens bekannter als hier; oft kommt die Rede darauf, wenn jemand erfährt, wie ich mit Vornamen heiße. ;-)</p>
<p>Und ja, die Romantik als Postaufklärung hat viel mit der Postmoderne zu tun. Es ist kein Zufall, dass die Derrida-Schülerin Sarah Kofman über Hofmann geschrieben hat.</p>
<p>Vielen Dank auch von mir an Jürgen Müller für den wichtigen Hinweis auf Fühmann!</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Lars Hartmann		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-ironie-des-menschlichen-treibens/#comment-556</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lars Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2016 08:17:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@ Anselm: Du denkst dabei sicherlich an Hoffmanns Erzählung &quot;Der goldene Topf&quot;. Ein Stück postmoderne Literatur, ein Rausch der Einbildung, der sich aus dem Punschtopf entspinnt. Zumindest wenn man das Ende liest, stellt sich dieser Eindruck ein. Nichts geschehen, alles imaginiert, beim Ausschlafen des Rausches. König Alkohol erzählt die schönsten Geschichten.
________________

Danke auch, Jürgen Mueller, für den Hinweis auf Fühmann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Anselm: Du denkst dabei sicherlich an Hoffmanns Erzählung &#8222;Der goldene Topf&#8220;. Ein Stück postmoderne Literatur, ein Rausch der Einbildung, der sich aus dem Punschtopf entspinnt. Zumindest wenn man das Ende liest, stellt sich dieser Eindruck ein. Nichts geschehen, alles imaginiert, beim Ausschlafen des Rausches. König Alkohol erzählt die schönsten Geschichten.<br />
________________</p>
<p>Danke auch, Jürgen Mueller, für den Hinweis auf Fühmann.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Juergen Mueller		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-ironie-des-menschlichen-treibens/#comment-555</link>

		<dc:creator><![CDATA[Juergen Mueller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2016 16:17:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Hier möchte ich unbedingt auf den schönen Text von Franz Fühmann &quot;Klein Zaches genannt Zinnober&quot; aus dem Band &quot;Essays, Gespräche, Aufsätze. 1964-1981&quot; (Hinstorff 1983) bzw. als Nachwort in: Hoffmann, E.T.A. (1978): Klein Zaches genannt Zinnober. Leipzig: Insel Verlag 1978 (= Insel-Bücherei. 618) hinweisen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier möchte ich unbedingt auf den schönen Text von Franz Fühmann &#8222;Klein Zaches genannt Zinnober&#8220; aus dem Band &#8222;Essays, Gespräche, Aufsätze. 1964-1981&#8220; (Hinstorff 1983) bzw. als Nachwort in: Hoffmann, E.T.A. (1978): Klein Zaches genannt Zinnober. Leipzig: Insel Verlag 1978 (= Insel-Bücherei. 618) hinweisen.</p>
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		<title>
		Von: Anselm Bühling		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-ironie-des-menschlichen-treibens/#comment-554</link>

		<dc:creator><![CDATA[Anselm Bühling]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2016 13:48:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/die-ironie-des-menschlichen-treibens/#comment-552&quot;&gt;Lars Hartmann&lt;/a&gt;.

Ja, das wäre noch mal ein ganz anderer Aspekt: Die Geburt der psychedelischen Literatur aus dem Geiste des Punsches.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/die-ironie-des-menschlichen-treibens/#comment-552">Lars Hartmann</a>.</p>
<p>Ja, das wäre noch mal ein ganz anderer Aspekt: Die Geburt der psychedelischen Literatur aus dem Geiste des Punsches.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lars Hartmann		</title>
		<link>https://tell-review.de/die-ironie-des-menschlichen-treibens/#comment-552</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lars Hartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Nov 2016 10:47:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://tell-review.de/?p=5883#comment-552</guid>

					<description><![CDATA[Zeitgenossenschaft eben - genau solche Texte sind ja mit diesem Terminus gemeint, alt und doch immer wieder aktuell. Jenes Bild von des Kaisers neuen Kleidern. Und es ist ja nicht nur Trump, der lediglich ein Spezialfall der USA ist: Im Kleinsten zeigt sich das Ganze. Klein Zaches lehrt, bei allem, was uns begegnet, genau hinzuschauen, die Idealisierungen und Moralisierungen, die Menschen vornehmen, zu prüfen. Oder mit Kant gesprochen: Es ist allein der kritische Weg noch offen. 

Daß E.T.A. Hoffmann dabei eine Neigung zum Alkohol besaß, (pokalieren, wie er es in seinen Tagebüchern nannte) macht die Angelegenheit genußvoll und manchmal auch komisch. Insofern ist dann auch dieser Satz aus &quot;Klein Zaches&quot; eine feine Persiflage auf die Wissenschaftsbetriebe aller Zeiten ist: „Ebenso schreibt er jetzt (wenigstens gibt er es vor) eine Abhandlung darüber, warum der Wein anders schmeckt als Wasser und auch andere Wirkungen äußert, …“ Um diese Wirkungen, wie auch die Wirkung der unbändigen Phantasie wußte Meister Hoffmann sehr gut. Eine wundervolle Geschichte und ein Lektüretipp, dem ich mich nur anschließen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeitgenossenschaft eben &#8211; genau solche Texte sind ja mit diesem Terminus gemeint, alt und doch immer wieder aktuell. Jenes Bild von des Kaisers neuen Kleidern. Und es ist ja nicht nur Trump, der lediglich ein Spezialfall der USA ist: Im Kleinsten zeigt sich das Ganze. Klein Zaches lehrt, bei allem, was uns begegnet, genau hinzuschauen, die Idealisierungen und Moralisierungen, die Menschen vornehmen, zu prüfen. Oder mit Kant gesprochen: Es ist allein der kritische Weg noch offen. </p>
<p>Daß E.T.A. Hoffmann dabei eine Neigung zum Alkohol besaß, (pokalieren, wie er es in seinen Tagebüchern nannte) macht die Angelegenheit genußvoll und manchmal auch komisch. Insofern ist dann auch dieser Satz aus &#8222;Klein Zaches&#8220; eine feine Persiflage auf die Wissenschaftsbetriebe aller Zeiten ist: „Ebenso schreibt er jetzt (wenigstens gibt er es vor) eine Abhandlung darüber, warum der Wein anders schmeckt als Wasser und auch andere Wirkungen äußert, …“ Um diese Wirkungen, wie auch die Wirkung der unbändigen Phantasie wußte Meister Hoffmann sehr gut. Eine wundervolle Geschichte und ein Lektüretipp, dem ich mich nur anschließen kann.</p>
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