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	Kommentare auf tell	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Fri, 26 Jun 2026 14:22:33 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Nelio Biedermann von Thierry Borel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-nelio-biedermann/#comment-67135</link>

		<dc:creator><![CDATA[Thierry Borel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jun 2026 14:22:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich bin jedes Mal neugierig, wenn ein Seite-99-Test erscheint. Und dieses Mal habe ich mich besonders gefreut, denn er hat die Punkte aufgenommen, die mich auch gestört haben. Ich habe den undifferenzierten Hype der Literaturkrtik nicht verstanden. Im SRF-Literaturclub stiess Lukas Bärfuss mit seiner fundierten Kritik, immerhin, bei den anderen Teilnehmern auf kein Verständnis. Allerdings darf man schon im Kopf behalten, in welchem Alter Biedermann den umfrangreichen Roman geschrieben hat. Und inhaltlich war er für mich schon eine ganz interessante Unterhaltung. Was nicht zur Literaturkritik gehört, aber gesagt werden darf: Ich war an einer Lesung dabei, die von Nora Zukker moderiert wurde. Der Autor war erschien meiner Frau und mir überaus sympathisch, bescheiden und unprätentios. Soviel noch zur subjektiven Seite des Ganzen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin jedes Mal neugierig, wenn ein Seite-99-Test erscheint. Und dieses Mal habe ich mich besonders gefreut, denn er hat die Punkte aufgenommen, die mich auch gestört haben. Ich habe den undifferenzierten Hype der Literaturkrtik nicht verstanden. Im SRF-Literaturclub stiess Lukas Bärfuss mit seiner fundierten Kritik, immerhin, bei den anderen Teilnehmern auf kein Verständnis. Allerdings darf man schon im Kopf behalten, in welchem Alter Biedermann den umfrangreichen Roman geschrieben hat. Und inhaltlich war er für mich schon eine ganz interessante Unterhaltung. Was nicht zur Literaturkritik gehört, aber gesagt werden darf: Ich war an einer Lesung dabei, die von Nora Zukker moderiert wurde. Der Autor war erschien meiner Frau und mir überaus sympathisch, bescheiden und unprätentios. Soviel noch zur subjektiven Seite des Ganzen&#8230;</p>
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			</item>
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		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Gertrud Leutenegger von Jochen Schimmang		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-gertrud-leutenegger/#comment-67133</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jochen Schimmang]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2026 14:36:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ganz wunderbar, dass tell dieser großartigen Schriftstellerin gedenkt, die zwar in der Rezeption nicht übergangen wurde, aber nie die Anerkennung gefunden hat, die sie eigentlich verdient gehabt hätte. Ihre Bücher gehören zu denen, die eine zweite, oft auch dritte Lektüre lohnen. Hoffentlich erinnert sich das literarische Gedächtnis, das ja schon lange schwächelt, noch eine Weile an sie.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz wunderbar, dass tell dieser großartigen Schriftstellerin gedenkt, die zwar in der Rezeption nicht übergangen wurde, aber nie die Anerkennung gefunden hat, die sie eigentlich verdient gehabt hätte. Ihre Bücher gehören zu denen, die eine zweite, oft auch dritte Lektüre lohnen. Hoffentlich erinnert sich das literarische Gedächtnis, das ja schon lange schwächelt, noch eine Weile an sie.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Nelio Biedermann von Blattlaus		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-nelio-biedermann/#comment-67129</link>

		<dc:creator><![CDATA[Blattlaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2026 20:28:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Danke sehr für die Sichtung – ich hatte es mit der Leseprobe versucht und fand sie so platten hollywoodesken Schund ( trotz eigener grosser k.u.k -Themenaffinität;), dass mir fast übel wurde. . Dass seriöse Feuilletons diesen Reisser als literarischen Text behandeln, anstatt ihn eben genau so scharf zu kritisieren, wie es sich gehört, wenn’s denn selber gar kein Schmöker sein will. Aber wer weiss, vielleicht soll’s gar nicht mehr sein.:) Aber wieso dann sowas Langweiliges im LIT.feuilleron? Weilceiner 22 ist &#038; das Buch dick &#038; längere Zeit umspannt? Hm.  die Markeringabteilung hat  geschickt lanciert, und alle springen drauf an. (DasZeit Magazin Cover ist grauenhaft, visuell platt, also dumm, sogar, wenn man wie ich ungarische Volkstracht Stickereien schätzt.:) – Aber nichteinmal Rainald Goetz, der sonst so wache, hat gemerkt wie öde das Zeit-Cover ist, geschweigedenn, wie vorhersagbar der Roman, den hat er nur unter Novität verbucht, dabei ists gar keine. … So geht (und wirkt) Hype…:/       (..Wenigstens Denis Scheck sagte mal kurz &#038; klar, wie öd es ist.. Kitsch halt… – Genre kann gut sein, und Vergbügen ms hen, Pulp Fiction eben. aber leider ist nichtmal das gegeben, also interessant nicht.). – Also Danke:)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke sehr für die Sichtung – ich hatte es mit der Leseprobe versucht und fand sie so platten hollywoodesken Schund ( trotz eigener grosser k.u.k -Themenaffinität;), dass mir fast übel wurde. . Dass seriöse Feuilletons diesen Reisser als literarischen Text behandeln, anstatt ihn eben genau so scharf zu kritisieren, wie es sich gehört, wenn’s denn selber gar kein Schmöker sein will. Aber wer weiss, vielleicht soll’s gar nicht mehr sein.:) Aber wieso dann sowas Langweiliges im LIT.feuilleron? Weilceiner 22 ist &amp; das Buch dick &amp; längere Zeit umspannt? Hm.  die Markeringabteilung hat  geschickt lanciert, und alle springen drauf an. (DasZeit Magazin Cover ist grauenhaft, visuell platt, also dumm, sogar, wenn man wie ich ungarische Volkstracht Stickereien schätzt.:) – Aber nichteinmal Rainald Goetz, der sonst so wache, hat gemerkt wie öde das Zeit-Cover ist, geschweigedenn, wie vorhersagbar der Roman, den hat er nur unter Novität verbucht, dabei ists gar keine. … So geht (und wirkt) Hype…:/       (..Wenigstens Denis Scheck sagte mal kurz &amp; klar, wie öd es ist.. Kitsch halt… – Genre kann gut sein, und Vergbügen ms hen, Pulp Fiction eben. aber leider ist nichtmal das gegeben, also interessant nicht.). – Also Danke:)</p>
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		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Nelio Biedermann von Jochen Brachmann		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-nelio-biedermann/#comment-67114</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jochen Brachmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2026 05:09:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120191#comment-67114</guid>

					<description><![CDATA[„Genauso rückt man einem Text zu Leibe.“

Wow! Na danke, aber ich habe wahrlich keinen Bedarf, mich hier belehren zu lassen und wusste auch nicht, dass ich hier in einer Lehranstalt für „korrekte Literaturkritik“ gelandet bin.

Sie machen einen „erste Seite Test“ (wie dürftig!) und beschließen daraufhin, den Roman nicht lesen zu wollen. Ihr gutes Recht. Und dann liefern Sie hier so einen unglaublichen Ausstoß ab. Und ohne das Werk gelesen zu haben, erlauben Sie sich die Äußerung „Inhalt und Sprache schlicht unerträglich“ zu finden, „und es wäre zum Lachen (zum Beispiel die Sache mit dem Penis), wenn es nicht so ernst wäre.“ Noch dürftiger!

Oh my god, Ihren ganzen Salmon, den Sie hier von sich geben, muss ich mir echt nicht antun. Zumindest künftig nicht mehr. Denn hiermit bin ich hier raus. Ich werde dieses Forum nun verlassen und auch nicht mehr öffnen, keine weiteren Kommentare mehr lesen und auch selber keine weiteren mehr hier posten.

Bleiben Sie hier gern unter ihresgleichen.

Ich finde mich derweil bestens aufgehoben unter meinesgleichen wieder (wie z.B. in Bezug auf LAZAR bei FR, FAZ, SZ, Zeit, 2 x Deutschlandfunk Kultur, u.a.). Vor allem auch bei meiner hochgeschätzten Ursula März. Das ist dann doch schon ein anderes Kaliber, als das, was Sie hier absondern.

Ihnen weiterhin viel gute und erbauliche Literatur und Lektüren, die Ihren Vorgaben standhalten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Genauso rückt man einem Text zu Leibe.“</p>
<p>Wow! Na danke, aber ich habe wahrlich keinen Bedarf, mich hier belehren zu lassen und wusste auch nicht, dass ich hier in einer Lehranstalt für „korrekte Literaturkritik“ gelandet bin.</p>
<p>Sie machen einen „erste Seite Test“ (wie dürftig!) und beschließen daraufhin, den Roman nicht lesen zu wollen. Ihr gutes Recht. Und dann liefern Sie hier so einen unglaublichen Ausstoß ab. Und ohne das Werk gelesen zu haben, erlauben Sie sich die Äußerung „Inhalt und Sprache schlicht unerträglich“ zu finden, „und es wäre zum Lachen (zum Beispiel die Sache mit dem Penis), wenn es nicht so ernst wäre.“ Noch dürftiger!</p>
<p>Oh my god, Ihren ganzen Salmon, den Sie hier von sich geben, muss ich mir echt nicht antun. Zumindest künftig nicht mehr. Denn hiermit bin ich hier raus. Ich werde dieses Forum nun verlassen und auch nicht mehr öffnen, keine weiteren Kommentare mehr lesen und auch selber keine weiteren mehr hier posten.</p>
<p>Bleiben Sie hier gern unter ihresgleichen.</p>
<p>Ich finde mich derweil bestens aufgehoben unter meinesgleichen wieder (wie z.B. in Bezug auf LAZAR bei FR, FAZ, SZ, Zeit, 2 x Deutschlandfunk Kultur, u.a.). Vor allem auch bei meiner hochgeschätzten Ursula März. Das ist dann doch schon ein anderes Kaliber, als das, was Sie hier absondern.</p>
<p>Ihnen weiterhin viel gute und erbauliche Literatur und Lektüren, die Ihren Vorgaben standhalten.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Gertrud Leutenegger von Margarete Schwind		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-gertrud-leutenegger/#comment-67113</link>

		<dc:creator><![CDATA[Margarete Schwind]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 20:04:37 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[wow. da lernt man echt was...großartige 98f und so gut auf den punkt erklärt,wieso das gut ist. Dem ungarischen Jungenie empfohlen. Seinen Erstling musste ich weit vor S. 99 weglegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wow. da lernt man echt was&#8230;großartige 98f und so gut auf den punkt erklärt,wieso das gut ist. Dem ungarischen Jungenie empfohlen. Seinen Erstling musste ich weit vor S. 99 weglegen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Nelio Biedermann von Marianne Wille		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-nelio-biedermann/#comment-67112</link>

		<dc:creator><![CDATA[Marianne Wille]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 18:14:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120191#comment-67112</guid>

					<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Brachmann
Genau so rückt man einem Text zu Leibe, mit einer genauen Analyse. Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich „tell“ mag und die Beiträge jeweils richtiggehend ersehne. Leider sind Frau Geisel und die anderen Rezensent*innen im &quot;tell&quot;, wie ich meine, immer noch Rufer und Ruferinnen in der Wüste, weil auch in Rezensionen achtbarer Feuilletons häufig inhaltliche und biographische Aspekte überwiegen und solche sprachlich-stilistischer Art eher vernachlässigt werden.

Ich muss zugeben, dass ich den Roman nicht gelesen habe (ausser die erste Seite, die für mich immer eine „Visitenkarte“ eines Textes ist, und die hat mich nicht veranlasst, weiterzulesen), und ich habe auch nicht vor, dies zu tun. Ich war allerdings erschüttert über das grosse Medienecho, das der Roman erhielt, noch bevor er überhaupt erschienen war (ein geschickter Coup des Verlags, und das erst noch kurz vor Weihnachten... überhaupt  habe ich den Eindruck, dass da ein junger Mann vermarktet wird - sogar in New York. Hoffen wir, dass er den Hype unbeschadet übersteht), und noch mehr über die vielen Menschen in meiner Umgebung, darunter Freunde und Bekannte, auch Germanist*innen, deren literarisches Urteil ich zum Teil sehr schätze, die den Roman gut fanden und finden.

Ich musste lange suchen, um im Netz eine kritische Rezension zu finden. (wurde aber fündig). Nach der Lektüre der Rezension Frau Geisel wusste ich wieder, weshalb ich einen grossen Bogen um den Roman mache: Ich finde Inhalt und Sprache schlicht unerträglich, und es wäre zum Lachen (zum Beispiel die Sache mit dem Penis), wenn es nicht so ernst wäre.

Übrigens kümmert es mich herzlich wenig, ob der Autor oder die Autorin 22 oder 82 Jahre alt ist. Das tönt etwas hart, ich weiss, aber das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Meines Erachtens dürfen auch an einen Jungautor bzw. dessen Erstling (oder Zweitling) dieselben Massstäbe angelegt werden wie an das Werk eines gestandenen Autors bzw. einer bereits etablierten Autorin. Da dürfen wir ja auch kritisch hinschauen und müssen das neue Werk nicht einfach durchwinken, nur weil der Autor oder die Autorin bereits Beachtliches geleistet hat. Es gibt Beispiele von berühmten Autoren, die auch mal danebengegriffen haben (Rilke, Hesse), was ihren Ruhm und ihre Bedeutung in keiner Weise schmälert.

Ich schliesse mich Frau Geisel an in Bezug auf die Bedeutung von &quot;Kritik&quot;, und die nimmt eben, gerade im &quot;Seite 99-Test&quot; (man könnte irgendeine andere Seite nehmen), jedes Wort, jeden Satz, jede richtige oder falsche Metapher, jeden schiefen oder geraden Vergleich etc. unter die Lupe. Das nennt man übrigens &quot;Handwerk&quot; (des Autors und des Kritikers) oder, einfacher: &quot;genau Hinschauen&quot;. Das ist es, was mich interessiert: Ob da jemand das Vehikel für eine spannende Handlung gefunden hat, das trägt und die Leserin nicht bei jeder Kurve aus der Fahrbahn wirft. Man kann den besten Plot mit einer missglückten Sprache, einem kruden Stil etc. verschenken - und man kann aus einer kargen Handlung Weltliteratur schaffen, zum Beispiel: &quot;Mann erwacht als Käfer, dämmert vor sich hin  und stirbt am Ende.&quot; So ungefähr. Oder: &quot;Frau begeht Ehebruch und schluckt Arsen&quot; (Variante: &quot;Wirft sich unter die Eisenbahn).
Es gäbe Tausende von Beispielen.
Mit freundlichen Grüssen
Marianne Wille]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Brachmann<br />
Genau so rückt man einem Text zu Leibe, mit einer genauen Analyse. Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich „tell“ mag und die Beiträge jeweils richtiggehend ersehne. Leider sind Frau Geisel und die anderen Rezensent*innen im &#8222;tell&#8220;, wie ich meine, immer noch Rufer und Ruferinnen in der Wüste, weil auch in Rezensionen achtbarer Feuilletons häufig inhaltliche und biographische Aspekte überwiegen und solche sprachlich-stilistischer Art eher vernachlässigt werden.</p>
<p>Ich muss zugeben, dass ich den Roman nicht gelesen habe (ausser die erste Seite, die für mich immer eine „Visitenkarte“ eines Textes ist, und die hat mich nicht veranlasst, weiterzulesen), und ich habe auch nicht vor, dies zu tun. Ich war allerdings erschüttert über das grosse Medienecho, das der Roman erhielt, noch bevor er überhaupt erschienen war (ein geschickter Coup des Verlags, und das erst noch kurz vor Weihnachten&#8230; überhaupt  habe ich den Eindruck, dass da ein junger Mann vermarktet wird &#8211; sogar in New York. Hoffen wir, dass er den Hype unbeschadet übersteht), und noch mehr über die vielen Menschen in meiner Umgebung, darunter Freunde und Bekannte, auch Germanist*innen, deren literarisches Urteil ich zum Teil sehr schätze, die den Roman gut fanden und finden.</p>
<p>Ich musste lange suchen, um im Netz eine kritische Rezension zu finden. (wurde aber fündig). Nach der Lektüre der Rezension Frau Geisel wusste ich wieder, weshalb ich einen grossen Bogen um den Roman mache: Ich finde Inhalt und Sprache schlicht unerträglich, und es wäre zum Lachen (zum Beispiel die Sache mit dem Penis), wenn es nicht so ernst wäre.</p>
<p>Übrigens kümmert es mich herzlich wenig, ob der Autor oder die Autorin 22 oder 82 Jahre alt ist. Das tönt etwas hart, ich weiss, aber das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Meines Erachtens dürfen auch an einen Jungautor bzw. dessen Erstling (oder Zweitling) dieselben Massstäbe angelegt werden wie an das Werk eines gestandenen Autors bzw. einer bereits etablierten Autorin. Da dürfen wir ja auch kritisch hinschauen und müssen das neue Werk nicht einfach durchwinken, nur weil der Autor oder die Autorin bereits Beachtliches geleistet hat. Es gibt Beispiele von berühmten Autoren, die auch mal danebengegriffen haben (Rilke, Hesse), was ihren Ruhm und ihre Bedeutung in keiner Weise schmälert.</p>
<p>Ich schliesse mich Frau Geisel an in Bezug auf die Bedeutung von &#8222;Kritik&#8220;, und die nimmt eben, gerade im &#8222;Seite 99-Test&#8220; (man könnte irgendeine andere Seite nehmen), jedes Wort, jeden Satz, jede richtige oder falsche Metapher, jeden schiefen oder geraden Vergleich etc. unter die Lupe. Das nennt man übrigens &#8222;Handwerk&#8220; (des Autors und des Kritikers) oder, einfacher: &#8222;genau Hinschauen&#8220;. Das ist es, was mich interessiert: Ob da jemand das Vehikel für eine spannende Handlung gefunden hat, das trägt und die Leserin nicht bei jeder Kurve aus der Fahrbahn wirft. Man kann den besten Plot mit einer missglückten Sprache, einem kruden Stil etc. verschenken &#8211; und man kann aus einer kargen Handlung Weltliteratur schaffen, zum Beispiel: &#8222;Mann erwacht als Käfer, dämmert vor sich hin  und stirbt am Ende.&#8220; So ungefähr. Oder: &#8222;Frau begeht Ehebruch und schluckt Arsen&#8220; (Variante: &#8222;Wirft sich unter die Eisenbahn).<br />
Es gäbe Tausende von Beispielen.<br />
Mit freundlichen Grüssen<br />
Marianne Wille</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Gertrud Leutenegger von Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-gertrud-leutenegger/#comment-67110</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 12:20:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120210#comment-67110</guid>

					<description><![CDATA[Vielen Dank, lieber Frank, für das Weiterschreiben meines Tests. Ich kann mich deiner Kritik gerne anschließen: Das Huhn ist in der Tat noch halbwegs frisch, und vielleicht hat Gertrud Leutenegger auch unbewusst an die Schweizer Redewendung &quot;es gschtobes Huen&quot; gedacht, wobei das eher eine Bezeichnung für eine hysterische Frau ist, die herumwuselt wie ein aufgescheuchtes (oder eben &quot;aufstiebendes&quot;) Huhn. 
Und ich stimme dir zu: Rhythmisch brauchte es in dem Satz noch was.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank, lieber Frank, für das Weiterschreiben meines Tests. Ich kann mich deiner Kritik gerne anschließen: Das Huhn ist in der Tat noch halbwegs frisch, und vielleicht hat Gertrud Leutenegger auch unbewusst an die Schweizer Redewendung &#8222;es gschtobes Huen&#8220; gedacht, wobei das eher eine Bezeichnung für eine hysterische Frau ist, die herumwuselt wie ein aufgescheuchtes (oder eben &#8222;aufstiebendes&#8220;) Huhn.<br />
Und ich stimme dir zu: Rhythmisch brauchte es in dem Satz noch was.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Gertrud Leutenegger von Frank Heibert		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-gertrud-leutenegger/#comment-67109</link>

		<dc:creator><![CDATA[Frank Heibert]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 11:43:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120210#comment-67109</guid>

					<description><![CDATA[Wie so oft ein sehr aufschlussreicher, lehrreicher Page-99-Test, vielen Dank! Beobachtungs- und Beschreibungsgabe der Autorin unter einem Brennglas, nicht von irgendeiner Handlung ins dekorative Auch-Dabei verdrängt -- das lässt sich eben mit einem Page-99 besser erkennen. Einen kleinen Einwand habe ich aber. Das gackernde Huhn, der eine Schönheitsfehler (kritikertypisch als abschließende Aber-Pointe gesetzt) -- ich teile die Allergie gegen den irgendwo bellenden Hund, der unter Übersetzer:innen mittlerweile zum Insiderjoke geworden ist, weil er in der angelsächsisch-amerikanischen Literatur so gern als Zäsur oder Pausenfüller eingesetzt wird. Hier jedoch gibt es zwei wichtige Unterschiede, die zumindest bei mir die Allergie verhindert haben: das aufgeschreckt gackernde Huhn ist inhaltlich nicht so verbraucht wie der bellende Hund, es passt konnotativ auch in die ländliche Szenerie; vor allem aber ist es Teil des rhythmischen Aufbaus im letzten Satz. Der zentrale Satz &quot;Il male sta con le persone&quot; hallt nach, wird am Schluss wiederholt, vor allem die Aussage, dass die Menschen das Problem sind, le persone; und dazwischen, verzögernd, den Hallraum wie in einem Kameraschwenk kurz mit drei Tupfern skizzierend, öffnet sich die Tiefe des Abgrunds dieser Szene, ausgestorbenes Dorf, schwere Hitze, gackerndes Huhn. Hier hat der eine lebendige Laut am ausgestorbenen Ort eine klare Funktion. In der Versatzstückverwendung, die allergisch macht, kriegt der bellende Hund einen eigenen Satz, manchmal sogar einen eigenen Absatz, wird aufgepumpt, bedeutungheischend, aber bedeutungslos -- ein situatives Klischee beansprucht Besonderheitscharakter. Das macht das englische Versatzstück so ärgerlich. Dafür allerdings kann die fabelhafte Gertrud Leutenegger nichts. Die Teilanalogie ihres Huhns zum Klischeehund lässt reflexhaft &quot;Schönheitsfehler&quot; denken, aber auch solche Reflexe wollen am Text überprüft sein, und hier erscheint er mir voreilig, das urteilende Etikett nicht zutreffend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie so oft ein sehr aufschlussreicher, lehrreicher Page-99-Test, vielen Dank! Beobachtungs- und Beschreibungsgabe der Autorin unter einem Brennglas, nicht von irgendeiner Handlung ins dekorative Auch-Dabei verdrängt &#8212; das lässt sich eben mit einem Page-99 besser erkennen. Einen kleinen Einwand habe ich aber. Das gackernde Huhn, der eine Schönheitsfehler (kritikertypisch als abschließende Aber-Pointe gesetzt) &#8212; ich teile die Allergie gegen den irgendwo bellenden Hund, der unter Übersetzer:innen mittlerweile zum Insiderjoke geworden ist, weil er in der angelsächsisch-amerikanischen Literatur so gern als Zäsur oder Pausenfüller eingesetzt wird. Hier jedoch gibt es zwei wichtige Unterschiede, die zumindest bei mir die Allergie verhindert haben: das aufgeschreckt gackernde Huhn ist inhaltlich nicht so verbraucht wie der bellende Hund, es passt konnotativ auch in die ländliche Szenerie; vor allem aber ist es Teil des rhythmischen Aufbaus im letzten Satz. Der zentrale Satz &#8222;Il male sta con le persone&#8220; hallt nach, wird am Schluss wiederholt, vor allem die Aussage, dass die Menschen das Problem sind, le persone; und dazwischen, verzögernd, den Hallraum wie in einem Kameraschwenk kurz mit drei Tupfern skizzierend, öffnet sich die Tiefe des Abgrunds dieser Szene, ausgestorbenes Dorf, schwere Hitze, gackerndes Huhn. Hier hat der eine lebendige Laut am ausgestorbenen Ort eine klare Funktion. In der Versatzstückverwendung, die allergisch macht, kriegt der bellende Hund einen eigenen Satz, manchmal sogar einen eigenen Absatz, wird aufgepumpt, bedeutungheischend, aber bedeutungslos &#8212; ein situatives Klischee beansprucht Besonderheitscharakter. Das macht das englische Versatzstück so ärgerlich. Dafür allerdings kann die fabelhafte Gertrud Leutenegger nichts. Die Teilanalogie ihres Huhns zum Klischeehund lässt reflexhaft &#8222;Schönheitsfehler&#8220; denken, aber auch solche Reflexe wollen am Text überprüft sein, und hier erscheint er mir voreilig, das urteilende Etikett nicht zutreffend.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Nelio Biedermann von Jochen Brachmann		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-nelio-biedermann/#comment-67108</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jochen Brachmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 08:37:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120191#comment-67108</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-99-test-nelio-biedermann/#comment-67107&quot;&gt;Sieglinde Geisel&lt;/a&gt;.

Liebe Frau Geisel, Stilkritik entscheidet sich für mich eben nicht am einzelnen Satz! Ich mag diesen, Ihren Ansatz einfach nicht. Und ich halte ihn auch nicht nur für problematisch, sondern auch für inakzeptabel. Sie ziehen aus isolierten Textstellen weitreichende Schlüsse über ein ganzes Werk. Das lehne ich gänzlich ab. Und Sie wissen genau: Diese Einwände tauchen in Diskussionen über Ihre „Methode“ immer wieder auf. Und in dieser Haltung finde auch ich mich wieder. Und ja: ich habe in der Tat keine Lust (und auch meine Zeit ist mir dafür zu schade) mich mit Ihrem so genannten Befund auseinander zusetzen, weil es eben, wie ich schon sagte, einfach nicht mein Ding ist. Nochmals viele Grüße, Jochen Brachmann <img alt="😎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f60e.png" consent-required="104319" consent-by="services" consent-id="104320"/>

P.S.: Mir wird (wirklich!) speiübel und ich bekomme wahre Ohnmachtsanfälle und eine Vollkrise, wenn ich in der Oper „Die Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss sitze und auf der Übertitelungsanlage den Text von Hugo von Hofmannsthal mitlese. Was dieser Mann da für ein schreckliches, abartiges Zeug verzapft/geschrieben hat, ist unfassbar und einfach nur elendig-grottenschlecht! Und dennoch gilt das Werk (Musik+Text) bei vielen als Meisterwerk. Und daher – nochmals: wenn Sie einzelne Sätze bei Autoren der Weltliteratur auseinandernehmen, werden Sie mit ihrer „Methode“ unendlich viele Beispiele finden. Und dennoch gelten diese Autoren als heilige, unantastbare Schöpfer von Meisterwerken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-99-test-nelio-biedermann/#comment-67107">Sieglinde Geisel</a>.</p>
<p>Liebe Frau Geisel, Stilkritik entscheidet sich für mich eben nicht am einzelnen Satz! Ich mag diesen, Ihren Ansatz einfach nicht. Und ich halte ihn auch nicht nur für problematisch, sondern auch für inakzeptabel. Sie ziehen aus isolierten Textstellen weitreichende Schlüsse über ein ganzes Werk. Das lehne ich gänzlich ab. Und Sie wissen genau: Diese Einwände tauchen in Diskussionen über Ihre „Methode“ immer wieder auf. Und in dieser Haltung finde auch ich mich wieder. Und ja: ich habe in der Tat keine Lust (und auch meine Zeit ist mir dafür zu schade) mich mit Ihrem so genannten Befund auseinander zusetzen, weil es eben, wie ich schon sagte, einfach nicht mein Ding ist. Nochmals viele Grüße, Jochen Brachmann 😎</p>
<p>P.S.: Mir wird (wirklich!) speiübel und ich bekomme wahre Ohnmachtsanfälle und eine Vollkrise, wenn ich in der Oper „Die Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss sitze und auf der Übertitelungsanlage den Text von Hugo von Hofmannsthal mitlese. Was dieser Mann da für ein schreckliches, abartiges Zeug verzapft/geschrieben hat, ist unfassbar und einfach nur elendig-grottenschlecht! Und dennoch gilt das Werk (Musik+Text) bei vielen als Meisterwerk. Und daher – nochmals: wenn Sie einzelne Sätze bei Autoren der Weltliteratur auseinandernehmen, werden Sie mit ihrer „Methode“ unendlich viele Beispiele finden. Und dennoch gelten diese Autoren als heilige, unantastbare Schöpfer von Meisterwerken.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Nelio Biedermann von Sieglinde Geisel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-nelio-biedermann/#comment-67107</link>

		<dc:creator><![CDATA[Sieglinde Geisel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jun 2026 08:21:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lieber Herr Brachmann,
vielen Dank für Ihre Antwort. Nun verstehe ich Ihren Ärger besser. Einerseits ist eine konstruktive Haltung gegenüber der Literatur natürlich richtig - Elke Erb hat einmal zu einer Lektorin gesagt: &quot;Du musst wollen, dass es gelingt.&quot; Das bezog sich allerdings auf die Situation des Lektorierens: die Entwicklung eines Texts, der gelingen soll.
Als Kritikerin habe ich eine andere Rolle. Wenn ich mir da Kritik verbieten würde, wären wir bei Elisabeth Hardwicks &quot;our old faithful, the eternally &#039;favorable review&#039;&quot; (in einem Text &quot;The Decline of Book Reviewing&quot; von 1959). Dass Sie bei Ihrer Veranstaltung SEITENSTURM (toller Name!) Kritik von vornherein verboten haben, ist Ihr gutes Recht. Doch zugleich schreiben Sie, dass jeder sich seine eigene Meinung bilden solle. Wie soll das gehen ohne Kritik? 
Das Wort Kritik heißt im ursprünglichen Sinn bekanntlich &quot;Unterscheiden&quot;. Mir geht es ums genaue Hinschauen. Und Stilkritik entscheidet sich nun einmal am einzelnen Satz. Es geht mir dabei nicht um das Haar in der Suppe (da gebe ich Ihnen recht: Das findet man bei jedem Autor), sondern um stilbildende sprachliche Verfahren. Die müssen den Autoren nicht bewusst sein, aber sie stehen nun einmal da. 
Was selbstverständlich nicht heißt, dass mich die ganzen anderen Ebenen (Stoff, Dramaturgie, Atmosphäre, Milieu, Gesellschaftskritik etc.) nicht interessieren würden, bei einer Rezension gehe ich selbstverständlich auch darauf ein. Aber diese Dinge stehen beim Page-99-Test nicht im Fokus.
Ich finde es immer noch schade, dass sie auf meinen Befund nicht eingehen wollen. (Und ich gestehe, ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, dass Sie darauf keine Lust haben, weil er Ihr Urteil nicht bestätigt...)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr Brachmann,<br />
vielen Dank für Ihre Antwort. Nun verstehe ich Ihren Ärger besser. Einerseits ist eine konstruktive Haltung gegenüber der Literatur natürlich richtig &#8211; Elke Erb hat einmal zu einer Lektorin gesagt: &#8222;Du musst wollen, dass es gelingt.&#8220; Das bezog sich allerdings auf die Situation des Lektorierens: die Entwicklung eines Texts, der gelingen soll.<br />
Als Kritikerin habe ich eine andere Rolle. Wenn ich mir da Kritik verbieten würde, wären wir bei Elisabeth Hardwicks &#8222;our old faithful, the eternally &#8218;favorable review'&#8220; (in einem Text &#8222;The Decline of Book Reviewing&#8220; von 1959). Dass Sie bei Ihrer Veranstaltung SEITENSTURM (toller Name!) Kritik von vornherein verboten haben, ist Ihr gutes Recht. Doch zugleich schreiben Sie, dass jeder sich seine eigene Meinung bilden solle. Wie soll das gehen ohne Kritik?<br />
Das Wort Kritik heißt im ursprünglichen Sinn bekanntlich &#8222;Unterscheiden&#8220;. Mir geht es ums genaue Hinschauen. Und Stilkritik entscheidet sich nun einmal am einzelnen Satz. Es geht mir dabei nicht um das Haar in der Suppe (da gebe ich Ihnen recht: Das findet man bei jedem Autor), sondern um stilbildende sprachliche Verfahren. Die müssen den Autoren nicht bewusst sein, aber sie stehen nun einmal da.<br />
Was selbstverständlich nicht heißt, dass mich die ganzen anderen Ebenen (Stoff, Dramaturgie, Atmosphäre, Milieu, Gesellschaftskritik etc.) nicht interessieren würden, bei einer Rezension gehe ich selbstverständlich auch darauf ein. Aber diese Dinge stehen beim Page-99-Test nicht im Fokus.<br />
Ich finde es immer noch schade, dass sie auf meinen Befund nicht eingehen wollen. (Und ich gestehe, ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, dass Sie darauf keine Lust haben, weil er Ihr Urteil nicht bestätigt&#8230;)</p>
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