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	Kommentare auf tell	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
	<lastBuildDate>Sun, 27 Sep 2026 06:43:23 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Kommentar zu Thomas Mann 1949 von wonderman		</title>
		<link>https://tell-review.de/thomas-mann-1949/#comment-67446</link>

		<dc:creator><![CDATA[wonderman]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Sep 2026 06:43:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich sah den Film und las diese tolle Rekonstruktion der Lage des realen Autors 1x vor und 1x nach dem Filmbesuch. Tolles Essay, vielen Dank! Der Film ist in übersteuertem schwarzweiss gedreht und war für mich eine Serie von Standbildern, wie das Genie im Sessel sitzt, im 8-Zyinder Wagen mal hinte, mal vorne sitzt oder schläft und wie es als Redner das große Wort schwingt, vor großen Massen. Im Film tritt auch Becher auf, Dichter des Textes der Hymne der DDR, die zum Zeitpunkt des Films noch die SBZ ist. Ich meine zu Mann, dass seine Apologetik für eine antifaschistische deutsche Staatsgründung doch etwas verblasst gegenüber den dienenden Rollen seiner Kollegen, Brecht, Döblin, Arnold Zweig. Der Film ist für mich ein Versuch, etwas dem Publikum zu bieten, was mehrdeutig ist. Die Figuren verletzen einander nicht vor laufender Kamera, doch laufen zwischen Ruinen herum und möchten sich auf die Kunst des Autors des vorangegangenen Jahrhunderts beziehen als Gründer eienr freien Kunst. Wenn ich im Film die Bilder vom Westen, Jazz, Enlgand und Frankreich als Besatzer,  verglichen habe den Bilder vom Osten, russische Volksmusik, Militarismus, dann führt mir der Film vor, was ich am Westen genossen habe bis 1989. Der Regisseur hat mit dem Film vielleicth auch etwas sagen wollen über seine Wanderung vom Osten (Polen) in den Westen (UK, D).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sah den Film und las diese tolle Rekonstruktion der Lage des realen Autors 1x vor und 1x nach dem Filmbesuch. Tolles Essay, vielen Dank! Der Film ist in übersteuertem schwarzweiss gedreht und war für mich eine Serie von Standbildern, wie das Genie im Sessel sitzt, im 8-Zyinder Wagen mal hinte, mal vorne sitzt oder schläft und wie es als Redner das große Wort schwingt, vor großen Massen. Im Film tritt auch Becher auf, Dichter des Textes der Hymne der DDR, die zum Zeitpunkt des Films noch die SBZ ist. Ich meine zu Mann, dass seine Apologetik für eine antifaschistische deutsche Staatsgründung doch etwas verblasst gegenüber den dienenden Rollen seiner Kollegen, Brecht, Döblin, Arnold Zweig. Der Film ist für mich ein Versuch, etwas dem Publikum zu bieten, was mehrdeutig ist. Die Figuren verletzen einander nicht vor laufender Kamera, doch laufen zwischen Ruinen herum und möchten sich auf die Kunst des Autors des vorangegangenen Jahrhunderts beziehen als Gründer eienr freien Kunst. Wenn ich im Film die Bilder vom Westen, Jazz, Enlgand und Frankreich als Besatzer,  verglichen habe den Bilder vom Osten, russische Volksmusik, Militarismus, dann führt mir der Film vor, was ich am Westen genossen habe bis 1989. Der Regisseur hat mit dem Film vielleicth auch etwas sagen wollen über seine Wanderung vom Osten (Polen) in den Westen (UK, D).</p>
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		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test: Karen Köhler von Mei Kobayashi		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-karen-koehler/#comment-67420</link>

		<dc:creator><![CDATA[Mei Kobayashi]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2026 15:19:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine faszinierende Analyse dafür, wie stark eine scheinbar einfache Form den Inhalt prägen kann. Besonders die wiederholten „Wie man“-Sätze zeigen eindrucksvoll, wie Sprache zugleich kindlich, rhythmisch und bedrückend wirken kann. Beim Lesen solcher literarischen Texte merke ich oft, dass ein Vergleich mit anderen Sprachen neue Nuancen sichtbar macht. Wer dabei Japanisch als Ausgangspunkt nutzen und schrittweise englische Texte lesen möchte, kann &lt;a href=&quot;https://mazelingo.org/
&quot;&gt;日本語から始める英語リーディング&lt;/a&gt; ausprobieren: Dort werden eigene japanische Texte in einen Japanisch-Englisch-Mix übertragen, sodass Kontext und Lesefluss erhalten bleiben. Eine interessante Ergänzung für alle, die gerne genau auf Sprache und Struktur achten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine faszinierende Analyse dafür, wie stark eine scheinbar einfache Form den Inhalt prägen kann. Besonders die wiederholten „Wie man“-Sätze zeigen eindrucksvoll, wie Sprache zugleich kindlich, rhythmisch und bedrückend wirken kann. Beim Lesen solcher literarischen Texte merke ich oft, dass ein Vergleich mit anderen Sprachen neue Nuancen sichtbar macht. Wer dabei Japanisch als Ausgangspunkt nutzen und schrittweise englische Texte lesen möchte, kann <a href="https://mazelingo.org/
">日本語から始める英語リーディング</a> ausprobieren: Dort werden eigene japanische Texte in einen Japanisch-Englisch-Mix übertragen, sodass Kontext und Lesefluss erhalten bleiben. Eine interessante Ergänzung für alle, die gerne genau auf Sprache und Struktur achten.</p>
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		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test Caroline Wahl von Jürgen Kiel		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-caroline-wahl/#comment-67357</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jürgen Kiel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2026 11:43:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein interessanter Fall. Kritik bedeutet, einen Text an seinen literarischen (künstlerischen) Intentionen zu messen. Doch wenn gar kein literarisches Ziel auszumachen ist, kann die Kritik nur sagen, dass es sich um einen Roman handelt, der in korrektem Deutsch verfasst ist - und ihn an die Welt des Marketings und der Influencer weiterreichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein interessanter Fall. Kritik bedeutet, einen Text an seinen literarischen (künstlerischen) Intentionen zu messen. Doch wenn gar kein literarisches Ziel auszumachen ist, kann die Kritik nur sagen, dass es sich um einen Roman handelt, der in korrektem Deutsch verfasst ist &#8211; und ihn an die Welt des Marketings und der Influencer weiterreichen.</p>
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			</item>
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		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test Tony Tulathimutte von Clara F. Janning		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-tony-tulathimutte/#comment-67352</link>

		<dc:creator><![CDATA[Clara F. Janning]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2026 11:09:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120360#comment-67352</guid>

					<description><![CDATA[Dass es ausgerechnet Hände sind, die von Einsamkeitswogen schwach werden, hat mich als Organwahl am meisten beeindruckt und überzeugt: Der Autor hat fürwahr ein Händchen für Psychologie, und er scheint fast zu bersten vor Empathie. Das zeigt sich auch, so wie i c h  das lese, in der ebenso subtilen wie enthaltsamen Befindlichkeitsumschreibung jener Figur namens &quot;sie&quot;, der „die Lust vergangen“ ist, ihren Körper „durch die Welt zu manövrieren“. Nein, antworte ich auf die Frage, ob es vielleicht auch ein bisschen kleiner &quot;geht&quot; Denn spätestens der letzte Satzteil („und sie entsprechend plump herumstolpert“), offenbart, wie  sehr der Autor darum ringt, &quot;sie&quot; nicht als schwer adipös alias Mega Thicc zu outen. Dàs ist es, was er weggelassen h a t, der Autor. Und das ist bei der ganzen voll megakrassen digitalen Ablehnerei heutzutage doch &quot;großartig und sehr gelungen&quot;. Dies Lob habe ich aber nur geklaut: Von der rbb-Kritikerin. Für das deutsche Übersetzungsteam. Ich selbst halte es hier nämlich sehr wohl mit &quot;rejection&quot; und würde diesen tome vor lauter Langeweile einfach zuklappen. Und Ihre - wie mir scheint - vor lauter Evidenz leicht ratlos angehauchte Rezension, liebe Sieglinde Geisel von tell, die würde ich mir hintern Spiegel stecken, als Glanzleistung in Kürze, Deutlichkeit u n d  Zurückhaltung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es ausgerechnet Hände sind, die von Einsamkeitswogen schwach werden, hat mich als Organwahl am meisten beeindruckt und überzeugt: Der Autor hat fürwahr ein Händchen für Psychologie, und er scheint fast zu bersten vor Empathie. Das zeigt sich auch, so wie i c h  das lese, in der ebenso subtilen wie enthaltsamen Befindlichkeitsumschreibung jener Figur namens &#8222;sie&#8220;, der „die Lust vergangen“ ist, ihren Körper „durch die Welt zu manövrieren“. Nein, antworte ich auf die Frage, ob es vielleicht auch ein bisschen kleiner &#8222;geht&#8220; Denn spätestens der letzte Satzteil („und sie entsprechend plump herumstolpert“), offenbart, wie  sehr der Autor darum ringt, &#8222;sie&#8220; nicht als schwer adipös alias Mega Thicc zu outen. Dàs ist es, was er weggelassen h a t, der Autor. Und das ist bei der ganzen voll megakrassen digitalen Ablehnerei heutzutage doch &#8222;großartig und sehr gelungen&#8220;. Dies Lob habe ich aber nur geklaut: Von der rbb-Kritikerin. Für das deutsche Übersetzungsteam. Ich selbst halte es hier nämlich sehr wohl mit &#8222;rejection&#8220; und würde diesen tome vor lauter Langeweile einfach zuklappen. Und Ihre &#8211; wie mir scheint &#8211; vor lauter Evidenz leicht ratlos angehauchte Rezension, liebe Sieglinde Geisel von tell, die würde ich mir hintern Spiegel stecken, als Glanzleistung in Kürze, Deutlichkeit u n d  Zurückhaltung.</p>
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		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test Caroline Wahl von Elke Heinemann		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-caroline-wahl/#comment-67351</link>

		<dc:creator><![CDATA[Elke Heinemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Sep 2026 09:03:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Phänomen Caroline Wahl ließe ich mir gern erklären. Danke für den Test!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Phänomen Caroline Wahl ließe ich mir gern erklären. Danke für den Test!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test Caroline Wahl von Marianne Wille		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-caroline-wahl/#comment-67348</link>

		<dc:creator><![CDATA[Marianne Wille]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 19:37:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/page-99-test-caroline-wahl/#comment-67347&quot;&gt;Clara F. Janning&lt;/a&gt;.

Liebe Sieglinde Geisel
Danke.
Meines Erachtens liegt der Textausschnitt noch weit unterhalb vom &quot;bewährten Durchschnittsdeutsch&quot;. Ich würde sagen: Eine Fünftklässlern (10jährig) hat Freude am Schreiben und denkt sich eine Geschichte aus. Auch bei ihr (der Fünftklässlern) würde ich nachfragen, wen oder was sie meint (unklare Satzbezüge). In der Tat: Ein seltsam leerer Textausschnitt. Und das Phänomen kann ich mir auch nicht erklären. 
Herzliche Grüsse
Marianne]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/page-99-test-caroline-wahl/#comment-67347">Clara F. Janning</a>.</p>
<p>Liebe Sieglinde Geisel<br />
Danke.<br />
Meines Erachtens liegt der Textausschnitt noch weit unterhalb vom &#8222;bewährten Durchschnittsdeutsch&#8220;. Ich würde sagen: Eine Fünftklässlern (10jährig) hat Freude am Schreiben und denkt sich eine Geschichte aus. Auch bei ihr (der Fünftklässlern) würde ich nachfragen, wen oder was sie meint (unklare Satzbezüge). In der Tat: Ein seltsam leerer Textausschnitt. Und das Phänomen kann ich mir auch nicht erklären.<br />
Herzliche Grüsse<br />
Marianne</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Page-99-Test Caroline Wahl von Clara F. Janning		</title>
		<link>https://tell-review.de/page-99-test-caroline-wahl/#comment-67347</link>

		<dc:creator><![CDATA[Clara F. Janning]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 10:16:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120349#comment-67347</guid>

					<description><![CDATA[B ä n d e spricht der diagnostische Befund, den Sieglinde Geisel anhand dieser Caroline-Wahl-Seite 99 über die Caroline-Wahl-Sprache erhebt. Und en passent ist es auch ein soziologischer Befund, der sich gewaschen hat: den Zeitgeist ebenso betreffend wie den Horizont und den Lese-Geschmack der Caroline-Wahl-community. 
Zwei Sieglinde-Geisel-Sätze (betr. das Nichts-Sagende in eigen¬schaftsloser Sprache) habe ich mir abgeschrieben und meinem Lesefrüchte-&quot;Cahier&quot; einverleibt, als Beispiel ihrer hohen Kunst der Kritik, hier supersubtil abgeliefert als wohlwollende Vernichtung, gewandet in Lob &#038; Humor. Und dabei ebenso kurz &#038; bündig wie lehrreich &#038; erhellend. Auch d a s muss man erst einmal schaffen! Grand merci fürs Lichtmachen, und: Chapeau, Mylady! -]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>B ä n d e spricht der diagnostische Befund, den Sieglinde Geisel anhand dieser Caroline-Wahl-Seite 99 über die Caroline-Wahl-Sprache erhebt. Und en passent ist es auch ein soziologischer Befund, der sich gewaschen hat: den Zeitgeist ebenso betreffend wie den Horizont und den Lese-Geschmack der Caroline-Wahl-community.<br />
Zwei Sieglinde-Geisel-Sätze (betr. das Nichts-Sagende in eigen¬schaftsloser Sprache) habe ich mir abgeschrieben und meinem Lesefrüchte-&#8222;Cahier&#8220; einverleibt, als Beispiel ihrer hohen Kunst der Kritik, hier supersubtil abgeliefert als wohlwollende Vernichtung, gewandet in Lob &amp; Humor. Und dabei ebenso kurz &amp; bündig wie lehrreich &amp; erhellend. Auch d a s muss man erst einmal schaffen! Grand merci fürs Lichtmachen, und: Chapeau, Mylady! &#8211;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Thomas Mann 1949 von Herwig Finkeldey		</title>
		<link>https://tell-review.de/thomas-mann-1949/#comment-67345</link>

		<dc:creator><![CDATA[Herwig Finkeldey]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Sep 2026 04:01:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120330#comment-67345</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://tell-review.de/thomas-mann-1949/#comment-67338&quot;&gt;laubeiter&lt;/a&gt;.

Danke für den Kommentar. Nur kurz: Ja, Klaus Manns Selbstmord als rein epochenbedingt zu erklären (Heinrich Mann schrieb im Gedenkbuch für Klaus Mann ja, sein Neffe sei „von der Epoche getötet“ worden) trifft es nicht. Im Film sagt der Vater zunächst, Klaus sei ein „lebensmüder Drogensüchtiger“ gewesen. Was sicher irgendwie auch stimmt, aber ebenso wenig erklärt. Und selbst beide „Erklärungen“ zusammen ergeben noch kein Ganzes. 
Der Film deutet noch Klaus Manns letzten Essay an „Die Heimsuchung des europäischen Geistes“, in dem er einen kollektiven Selbstmord der „nutzlosen“ Intellektuellen vorschlägt. 

Der Film beschreibt den Besuch aus der subjektiven Sicht der Manns. Vor allem Thomas verteilte hierbei seine Sympathien sehr ungleich gewichtet auf Ost und West. Der Osten kam in seiner Sicht trotz einiger unbestreitbar unschöner Dinge deutlich besser weg als der Westen. Den er wie der Film auch als eine Melange aus Mickey Mouse, Moneymakertum und Auffangbecken für alte Nazis sah.
Deswegen wurde unhistorisch Gustav Gründgens in ihn eingebaut. Historisch korrekter wäre Eugen Kogon gewesen. Dann aber wäre das Bild vom opportunistischen Westen nicht haltbar gewesen. Dabei wäre es dramaturgisch so leicht gewesen, Kogon auf der Pressekonferenz sprechen zu lassen: „Eugen Kogon, Frankfurter Blätter! Herr Mann! Sie wollen auch nach Weimar fahren. Ist Ihnen bewusst, dass in Weimar das ehemalige KZ Buchenwald von den Stalinisten weiter betrieben wird. Wollen Sie wirklich wie schon einmal geschehen 8 KM neben einem politischen Verbrechen über Goethe reüssieren?“
Dieses Bild, dass es eben auch im Westen Menschen gab, die mehr von der Neuordnung nach dem moralischen und politischen Wahnsinn wollten als Amnesie, Amnestie und Money, dieses Bild fehlt im Film.
Na gut. Deswegen bekommt er von mir auch nur drei von fünf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://tell-review.de/thomas-mann-1949/#comment-67338">laubeiter</a>.</p>
<p>Danke für den Kommentar. Nur kurz: Ja, Klaus Manns Selbstmord als rein epochenbedingt zu erklären (Heinrich Mann schrieb im Gedenkbuch für Klaus Mann ja, sein Neffe sei „von der Epoche getötet“ worden) trifft es nicht. Im Film sagt der Vater zunächst, Klaus sei ein „lebensmüder Drogensüchtiger“ gewesen. Was sicher irgendwie auch stimmt, aber ebenso wenig erklärt. Und selbst beide „Erklärungen“ zusammen ergeben noch kein Ganzes.<br />
Der Film deutet noch Klaus Manns letzten Essay an „Die Heimsuchung des europäischen Geistes“, in dem er einen kollektiven Selbstmord der „nutzlosen“ Intellektuellen vorschlägt. </p>
<p>Der Film beschreibt den Besuch aus der subjektiven Sicht der Manns. Vor allem Thomas verteilte hierbei seine Sympathien sehr ungleich gewichtet auf Ost und West. Der Osten kam in seiner Sicht trotz einiger unbestreitbar unschöner Dinge deutlich besser weg als der Westen. Den er wie der Film auch als eine Melange aus Mickey Mouse, Moneymakertum und Auffangbecken für alte Nazis sah.<br />
Deswegen wurde unhistorisch Gustav Gründgens in ihn eingebaut. Historisch korrekter wäre Eugen Kogon gewesen. Dann aber wäre das Bild vom opportunistischen Westen nicht haltbar gewesen. Dabei wäre es dramaturgisch so leicht gewesen, Kogon auf der Pressekonferenz sprechen zu lassen: „Eugen Kogon, Frankfurter Blätter! Herr Mann! Sie wollen auch nach Weimar fahren. Ist Ihnen bewusst, dass in Weimar das ehemalige KZ Buchenwald von den Stalinisten weiter betrieben wird. Wollen Sie wirklich wie schon einmal geschehen 8 KM neben einem politischen Verbrechen über Goethe reüssieren?“<br />
Dieses Bild, dass es eben auch im Westen Menschen gab, die mehr von der Neuordnung nach dem moralischen und politischen Wahnsinn wollten als Amnesie, Amnestie und Money, dieses Bild fehlt im Film.<br />
Na gut. Deswegen bekommt er von mir auch nur drei von fünf.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Thomas Mann 1949 von laubeiter		</title>
		<link>https://tell-review.de/thomas-mann-1949/#comment-67338</link>

		<dc:creator><![CDATA[laubeiter]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Sep 2026 10:06:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=120330#comment-67338</guid>

					<description><![CDATA[Ich finde es schön, dass sich dieser Kommentar von Ihnen Zeit nimmt, die Entwicklung Revue passieren zu lassen und die Lage zu rekonstruieren, in der die fiktive Handlung des Films angesiedelt ist, vielen Dank! Die Sammlung der Zitate Manns finde ich krass, weil er zu so groben Begriffen greift und anscheinend ganz selbstverständlich die Kategorie faschistisch verteilt und voraussetzt, dass die Definition dieser Kategorie von allen geteilt wird - anders als heute. Zur zeitlichen Verlegung des Selbstmords des Kinds in den Ablauf der Reise des Kindes mit seinem Vater, die der Film vornimmt, habe ich eine andere Meinung. Das Kind war erwachsen und schrieb Bücher, eins die &quot;Kindernovelle&quot; über die Stimmung in seiner Familie. Wenn der Film den Selbstmord als politisch motiviert verkauft, verfälscht er nach meiner Meinung dessen Motiv und verharmlost ihn damit auch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde es schön, dass sich dieser Kommentar von Ihnen Zeit nimmt, die Entwicklung Revue passieren zu lassen und die Lage zu rekonstruieren, in der die fiktive Handlung des Films angesiedelt ist, vielen Dank! Die Sammlung der Zitate Manns finde ich krass, weil er zu so groben Begriffen greift und anscheinend ganz selbstverständlich die Kategorie faschistisch verteilt und voraussetzt, dass die Definition dieser Kategorie von allen geteilt wird &#8211; anders als heute. Zur zeitlichen Verlegung des Selbstmords des Kinds in den Ablauf der Reise des Kindes mit seinem Vater, die der Film vornimmt, habe ich eine andere Meinung. Das Kind war erwachsen und schrieb Bücher, eins die &#8222;Kindernovelle&#8220; über die Stimmung in seiner Familie. Wenn der Film den Selbstmord als politisch motiviert verkauft, verfälscht er nach meiner Meinung dessen Motiv und verharmlost ihn damit auch.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Kommentar zu Literatur für Journalisten von Schweinfurt		</title>
		<link>https://tell-review.de/literatur-fuer-journalisten/#comment-67328</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schweinfurt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 22:07:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://tell-review.de/?p=101632#comment-67328</guid>

					<description><![CDATA[Ich finde den Gedanken interessant, dass Literatur für Journalisten nicht nur eine zusätzliche Informationsquelle sein kann, sondern auch dabei hilft, Themen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Gerade Romane können gesellschaftliche Entwicklungen oder menschliche Erfahrungen vermitteln, die in klassischen Nachrichten oft nur kurz angesprochen werden. Dadurch bekommt man vielleicht einen besseren Zugang zu bestimmten Themen und kann sie auch differenzierter einordnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde den Gedanken interessant, dass Literatur für Journalisten nicht nur eine zusätzliche Informationsquelle sein kann, sondern auch dabei hilft, Themen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Gerade Romane können gesellschaftliche Entwicklungen oder menschliche Erfahrungen vermitteln, die in klassischen Nachrichten oft nur kurz angesprochen werden. Dadurch bekommt man vielleicht einen besseren Zugang zu bestimmten Themen und kann sie auch differenzierter einordnen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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