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	<title>Michael Braun &#8211; tell</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
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	<title>Michael Braun &#8211; tell</title>
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		<title>Heiliger Algorithmus, bitt´ für uns!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Braun]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 May 2018 09:56:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Einbahnstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Debattenkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Was kommt dabei heraus, wenn Algorithmen Bücher schreiben? Ein Kommentar zum Werk von Hannes Bajohr.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="su-note"  style="border-color:#e0e0e0;"><div class="su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim" style="background-color:#fafafa;border-color:#ffffff;color:#343E47;">In seiner Aphorismensammlung <em>Einbahnstraße</em> (1928) bezeichnet Walter Benjamin den Kritiker als &#8222;Strategen im Literaturkampf&#8220;. In der Rubrik &#8222;Einbahnstraße&#8220; beschäftigen wir uns mit den Literaturkämpfen und Scharmützeln der Gegenwart.</div></div>
<p><span class="dropcap">F</span>ür uns Gestrige soll es wohl eine Art Weckruf sein. In der Wunderkammer der digitalen Medientechniken, so die Fama, ist unlängst eine neue Weltformel für die Literatur gefunden worden. Sie lautet: <a href="http://0x0a.li/de/" target="_blank" rel="noopener">0x0a.li</a>, und wer sie im Internet ansteuert, lernt auch den Propheten der schönen neuen Literaturwelt kennen, den Philosophen und Literaturwissenschaftler Hannes Bajohr.</p>
<p>Auf 0x0a.li wird uns die frohe Botschaft verkündet, dass wir endgültig entlastet sind vom Gedanken an das Originalgenie und vom Mythos, dass der Schöpfungsprozess eines Autors nötig wäre, um ein Werk zu produzieren. Gewiss, bereits die französischen Meisterdenker Michel Foucault und Roland Barthes haben den „Tod des Autors“ prognostiziert. Vollzogen wird die Liquidierung des „Autors“ als eigenständigem Schöpfer aber erst von den Avantgardisten des Digitalen.</p>
<h3>Der Code generiert Literatur</h3>
<p>In diversen Veröffentlichungen zelebriert Hannes Bajohr die Pulverisierung des „Werk“-Begriffs. Weil uns das Internet mit einer unendlichen Menge von Texten, Bildern und Tönen beglücke, sei es letztlich nicht mehr der Autor selbst, sondern nur noch der von ihm konstruierte Code, der Literatur hervorbringt:</p>
<blockquote><p>Wo alles Text ist, gibt es kein Werk mehr, nur noch &lt;Halbzeug&gt;, jenes Übergangsprodukt zwischen Rohstoff und Fertigfabrikat, das weder ganz unbehauen noch endgültig abgeschlossen ist.</p></blockquote>
<p>Es genüge, wenn die Maschinen sprechen und wir mithilfe eines Algorithmus‘ Textstoff generieren.</p>
<p>Als <em>dernier cri </em>der postdigitalen Literatur darf der konzeptuelle Roman <em>Durchschnitt</em> gelten. Hier versucht Bajohr, die größten und anerkanntesten Romane der deutschen Literatur auf einen statistischen Mittelwert und auf handliche 260 Seiten zu bringen. Ausgangspunkt dafür sind die zwanzig Romane von Marcel Reich-Ranickis <em>Kanon</em> der deutschen Literatur. Mit einem Programmiercode hat der „Verfasser“ die durchschnittliche Satzlänge all dieser Romane bestimmt, nämlich genau 18 Wörter. Alle Sätze anderer Länge werden aussortiert, die Sätze mit jeweils 18 Wörtern werden alphabetisch sortiert – und fertig ist der Roman <em>Durchschnitt</em>.</p>
<h3>Simple Collagetechniken</h3>
<p>Längst sind solche absurden Experimente auf dem Höhenkamm der modernen Literaturdebatte angelangt. In einem Sonderdruck der „edition suhrkamp“ hat Bajohr gerade sein digitales Schatzkästlein mit <em>Halbzeug</em> geöffnet. Was finden wir darin? Das Eröffnungsgedicht des Bandes ist mit „20 Opfer“ betitelt und collagiert zwanzig Stellen aus Werken Kafkas, in denen das Wort „Opfer“ vorkommt.  In „Über mich selbst“ werden 7000 Profile männlicher heterosexueller Nutzer der Dating-Plattform Parship ausgewertet und alle Sätze, die mit „ich bin“ beginnen, zu einem litaneiartigen Text verknüpft. An einer anderen Stelle werden Elemente aus Hölderlins <em>Hyperion</em> mit einem „Zeit“-Artikel Josef Joffes kurzgeschlossen.</p>
<p>Der Vergnügungswert dieser simplen Collagetechniken ist denkbar gering. In dieser tristen neuen Welt der digitalen Literatur ist die Phantasie überflüssig geworden. Wenn diese algorithmengestützte Literatur mit ihren mauen Wörterlisten und blassen Collagen Schule macht, dürfen wir uns auf ein Zeitalter der Ödnis einstellen.<br />
<div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#83a300;border-radius:3px;max-width:none"><div class="su-box-title" style="background-color:#b6d600;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Angaben zum Buch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<div class="su-row"><div class="su-column su-column-size-2-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">
Hannes Bajohr<br />
<strong>Durchschnitt</strong><br />
Frohmann Verlag 2016 · 260 Seiten · 14 Euro<br />
Kindle Edition · 2,99 Euro<br />
ISBN:978-3944195506<br />
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</div></div>
<div class="su-column su-column-size-1-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" data-attachment-id="12919" data-permalink="https://tell-review.de/heiliger-algorithmus-bitt-fuer-uns/cover-durchschnitt/" data-orig-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Cover-Durchschnitt.jpg?fit=352%2C499&amp;ssl=1" data-orig-size="352,499" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Cover Durchschnitt" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Cover-Durchschnitt.jpg?fit=352%2C499&amp;ssl=1" class="alignleft size-medium wp-image-12919" src="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Cover-Durchschnitt.jpg?resize=212%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="212" height="300" srcset="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Cover-Durchschnitt.jpg?resize=212%2C300&amp;ssl=1 212w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Cover-Durchschnitt.jpg?resize=56%2C80&amp;ssl=1 56w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Cover-Durchschnitt.jpg?resize=300%2C425&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Cover-Durchschnitt.jpg?w=352&amp;ssl=1 352w" sizes="(max-width: 212px) 100vw, 212px" /></div></div></div>
<div class="su-row"><div class="su-column su-column-size-2-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">
Hannes Bajohr<br />
<strong>Halbzeug</strong><br />
Textverarbeitung<br />
edition suhrkamp 2018 · 109 Seiten · 16 Euro<br />
ISBN: 978-3518073582<br />
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</div></div>
<div class="su-column su-column-size-1-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" data-attachment-id="12916" data-permalink="https://tell-review.de/heiliger-algorithmus-bitt-fuer-uns/buchcover-bajohr/" data-orig-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Buchcover-Bajohr.jpg?fit=314%2C499&amp;ssl=1" data-orig-size="314,499" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Buchcover Bajohr" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Buchcover-Bajohr.jpg?fit=314%2C499&amp;ssl=1" class="alignleft size-medium wp-image-12916" src="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Buchcover-Bajohr.jpg?resize=189%2C300&#038;ssl=1" alt="" width="189" height="300" srcset="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Buchcover-Bajohr.jpg?resize=189%2C300&amp;ssl=1 189w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Buchcover-Bajohr.jpg?resize=50%2C80&amp;ssl=1 50w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Buchcover-Bajohr.jpg?resize=300%2C477&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2018/05/Buchcover-Bajohr.jpg?w=314&amp;ssl=1 314w" sizes="(max-width: 189px) 100vw, 189px" /></div></div></div>
</div></div>
<h6 style="text-align: right;">Beitragsbild:<br />
Von <a href="https://pixabay.com/de/users/geralt-9301/" target="_blank" rel="noopener">Gerd Altmann</a><br />
Via <a href="https://pixabay.com/de/bin%C3%A4r-digitalisierung-buch-2007353/" target="_blank" rel="noopener">Pixabay</a><br />
Lizenz: CC0 Creative Commons</h6>
<hr />
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		<title>Einen Schlussstrich ziehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Braun]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 09:14:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Einbahnstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Essay]]></category>
		<category><![CDATA[Debattenkritik]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Indifferenz des Literaturbetriebs kann Autoren zur Verzweiflung treiben. Statt um jeden Preis weiterzumachen, wählen einige eine Exitstrategie. Eine debattenkritische Betrachtung zu Wolfgang Hildesheimer, Reinhard Jirgl und Lothar Baier.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="su-note"  style="border-color:#e0e0e0;"><div class="su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim" style="background-color:#fafafa;border-color:#ffffff;color:#343E47;">In seiner Aphorismensammlung <em>Einbahnstraße</em> (1928) bezeichnet Walter Benjamin den Kritiker als &#8222;Strategen im Literaturkampf&#8220;. In der Rubrik &#8222;Einbahnstraße&#8220; beschäftigen wir uns mit den Literaturkämpfen und Scharmützeln der Gegenwart.</div></div>
<p><span class="dropcap">W</span>as am Ende eines Schriftstellerlebens bleibt, sind „letzte Zettel“, unleserliche Aufzeichnungen und – bestenfalls – das Ausweichen ins Bildkünstlerische. 1984 veröffentlichte der Schriftsteller Wolfgang Hildesheimer (1916-1991) ein Buch mit Collagen, dem er den Titel <em>Endlich allein</em> gab. Im Vorwort zu diesem Buch notiert er:</p>
<blockquote><p>Wer sagt, dass ich aus der Realität ausgestiegen bin, hat recht.</p></blockquote>
<p>Es war ein lange vorbereiteter Abschied von der Literatur. Bereits in Hildesheimers Roman <a title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" href="http://www.amazon.de/dp/3518379674/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="nofollow noopener"><em>Masante</em> </a>(1973) hatten sich die beiden Protagonisten Alain und Maxine, „zwei gescheiterte Existenzen“, in einer finalen Lage eingerichtet, am Rand einer Wüste, im Lokal „La dernière chance“, in dem sich das Leben „in einem stationären Stadium des Erlöschens zu bewegen“ scheint. Und in <em>Masante</em> finden sich auch schon die Formeln für jenes fatalistische Weltgefühl, für das Hildesheimer berühmt geworden ist:</p>
<blockquote><p>Meine Welt ist erkannt und ausgebeutet. Sie gibt keinen guten Satz mehr her. Den Punkt setzen, den Schlussstrich ziehen, meine Zeit ist vorbei.</p></blockquote>
<p>Den Schlussstrich zog Hildesheimer dann ein paar Jahre später. Angesichts der ökologischen Verwüstung und Ausplünderung der Erde, erklärte er 1984 in einem Interview, sei es an der Zeit, Abschied zu nehmen: „Ich glaube, dass in wenigen Generationen der Mensch die Erde verlassen wird“, da sei „der faktische Evidenzverlust der Literatur“ mit Händen zu greifen. Danach produzierte er nur noch Collagen, Schattenbilder vom eigenen Verstummen.</p>
<p>Einen Schlussstrich hat kürzlich auch der Schriftsteller Reinhard Jirgl gezogen. Auch das hat mit der Einsicht in den faktischen Evidenzverlust der Literatur zu tun, von dem Hildesheimer spricht. Der mittlerweile 65jährige Jirgl hatte erkannt, dass die Bereitschaft, sich mit seiner bis ins einzelne Satzzeichen eigensinnigen Literatur auseinanderzusetzen, auf beschämende Weise geschwunden ist. Niemand kann mehr zuhören, angesichts der digitalen Überinformiertheit schwindet die Lust an genauer Lektüre – angesichts dessen bleibt offenbar nur noch der Rückzug. „Mit Beginn des Jahres 2017“, so die lapidare Mitteilung auf der Homepage des <a href="https://www.hanser-literaturverlage.de/autor/reinhard-jirgl/" target="_blank" rel="noopener">Hanser Verlags</a>, „hat Reinhard Jirgl sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Er verzichtet auf Lesungen sowie andere Auftritte, desgleichen auf jede Publikation seiner auch weiterhin entstehenden Manuskripte. Alle neu geschriebenen Texte verbleiben in Privatbesitz.“ Jirgls Verleger Jo Lendle zeigte sich fassungslos. Ansonsten währte die Irritation über den Ausstieg des Büchnerpreisträgers von 2010 aber nur kurz, man geht zur literarischen Tagesordnung über. Doch deren Agenda wirft immer weniger Reizwerte ab.</p>
<p>Der Ekel vor den Mechanismen eines indifferenten Literaturbetriebs hatte um die Jahrtausendwende auch den Literaturkritiker Lothar Baier erfasst. Er, bis dahin einer der substanziellsten Publizisten Deutschlands, verließ das Land und zog nach Kanada in die Nähe von Montreal. Nach und nach verlor er seine Arbeitgeber in Deutschland, und der Verdruss über die Geschichtsblindheit seiner Kollegen nahm zu. Hinzu kam das Desaster einer gescheiterten Liebe. Seine Freundin hatte ihn gewalttätiger Übergriffe bezichtigt, und die kanadische Polizei hatte ihn vorübergehend inhaftiert. Erst nach einem zeitraubenden und kostspieligen Prozess konnte er, rehabilitiert, das Gefängnis verlassen.</p>
<blockquote><p>Neben dem physischen gibt es auch das soziale und kulturelle Altwerden und das scheint sich mir gerade in dem Maß zu beschleunigen, in dem ich Anstrengungen unternehme, den Anschluss nicht zu verlieren und neuen Entwicklungen zu folgen.</p></blockquote>
<p>So schreibt Baier in seinem Abschiedsbrief. Im Juli 2004 wurde er erhängt in seiner Wohnung aufgefunden – die Indifferenz des Literaturbetriebs mag, nebst den Depressionen, an denen er während seines ganzen Lebens gelitten hatte, dazu beigetragen haben. Der Schriftsteller Hans Christoph Buch hat im dritten Teil seines soeben erschienenen autobiografischen Romans an die tragische  Geschichte Lothar Baiers noch einmal erinnert. Der Titel von Buchs Werk <a title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" href="http://www.amazon.de/dp/3627002520/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="nofollow noopener"><em>Stillleben mit Totenkopf</em></a> wirkt wie ein Bild für die Agonie des Literaturbetriebs, die manche Autoren zur Verzweiflung treibt. Sie wählen dann eine Exitstrategie – als Alternative zum Weitermachen um jeden Preis.</p>
<hr />
<p><a href="https://steadyhq.com/tell-review?utm_source=publication&amp;;utm_medium=banner"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" class="aligncenter" style="height: 120px;" src="https://i0.wp.com/steady.imgix.net/gfx/banners/unterstuetzen_sie_uns_auf_steady.png?w=900&#038;ssl=1" alt="Unterstützen Sie uns auf Steady" /></a></p>
<h6 style="text-align: right;">Bildnachweis:<br />
<em>Von Haeferl (Eigenes Werk) [<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">CC BY-SA 3.0</a>], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABahnhof_Schrambach_-_altes_Ausgang-Schild.jpg">via Wikimedia Commons</a></em></h6>
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		<title>Liebe, Familie und Egoismus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Braun]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Mar 2017 09:34:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Adoption]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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					<description><![CDATA[In ihrem Roman "Was alles war" nimmt Annette Mingels das Thema Adoption zum Anlass, über ein dialektisches Lebensmodell nachzudenken. Im Interview spricht sie über das Konzept der Familie – und warum wir immer noch daran festhalten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="su-note"  style="border-color:#e0e0e0;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;"><div class="su-note-inner su-u-clearfix su-u-trim" style="background-color:#fafafa;border-color:#ffffff;color:#333333;border-radius:3px;-moz-border-radius:3px;-webkit-border-radius:3px;">In ihrem fünften Roman <em>Was alles war</em> nimmt die in Hamburg lebende Schriftstellerin Annette Mingels (*1971) Abschied vom Liebesegoismus ihrer Generation. Die Familie wird nicht mehr als kleinste kriminelle Vereinigung erfahren, sondern als ein Ort der Utopie, an dem sich die elementaren Dinge des Lebens ereignen: Geburt und Tod, Liebe und Abschied und der Zusammenprall von Autonomieanspruch und sozialer Verantwortung.</div></div>
<div id="attachment_7077" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7077" data-attachment-id="7077" data-permalink="https://tell-review.de/liebe-familie-und-egoismus/annette-mingels_klein-2/" data-orig-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1.jpg?fit=3832%2C3024&amp;ssl=1" data-orig-size="3832,3024" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Annette Mingels_klein" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1.jpg?fit=900%2C710&amp;ssl=1" class="wp-image-7077 size-medium" src="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1-300x237.jpg?resize=300%2C237" alt="" width="300" height="237" srcset="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1.jpg?resize=300%2C237&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1.jpg?resize=80%2C63&amp;ssl=1 80w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1.jpg?resize=768%2C606&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1.jpg?resize=1030%2C813&amp;ssl=1 1030w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1.jpg?resize=1200%2C947&amp;ssl=1 1200w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1.jpg?resize=1300%2C1026&amp;ssl=1 1300w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1.jpg?w=1800&amp;ssl=1 1800w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels_klein-1.jpg?w=2700&amp;ssl=1 2700w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-7077" class="wp-caption-text">Annette Mingels (©Hendrik Lüders)</p></div>
<p><strong>Michael Braun:</strong> <em>In einem Interview von 2005 haben Sie erklärt: „Das Autobiografische ist bei mir absolut minim.“ In Ihrem neuen Roman „Was alles war“ gibt es nun eine starke autobiografische Unterströmung mit dem Thema Adoption. Wie ist es dazu gekommen?</em><br />
<strong>Annette Mingels:</strong> Das stimmt. Ich habe bisher tatsächlich nie über mein eigenes Leben geschrieben. Aber das Thema Adoption ist für mich als Autorin ein verlockender Stoff. Ein Stoff, der unter gewissen Umständen dramatische Konstellationen mit sich bringt. Der Roman wäre sicher nicht entstanden ohne den Vorläufer-Text, einen persönlichen Essay, den ich 2007 zu diesem Thema geschrieben habe. Anlass für den damaligen Text war, dass mich die Art, in der das Thema Adoption in den Medien behandelt wird, zunehmend störte. Stets nach dem Klischeebild: Die Adoptierte tritt als Erwachsene einer fremden Frau gegenüber, ihrer biologischen Mutter, und spürt dann den Ruf des Blutes. Das kam mir fragwürdig vor. Ich bin damals mit der Geschichte meiner Adoption zum ersten Mal an die Öffentlichkeit gegangen und war gespannt, wie meine Eltern reagieren. Zu meiner Überraschung wussten sie diesen Schritt zu schätzen. Es war ein Thema, über das wir zuhause kaum sprachen, aus gegenseitiger Rücksichtnahme, glaube ich. Und diese Rücksichtnahme war in beiden Fällen nicht nötig. Für mich war die Adoption nie eine traumatische Angelegenheit. Der andere Punkt war: Ich hatte meine leibliche Mutter kurz zuvor getroffen, und es war so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich hatte keineswegs dieses Gefühl, nun angekommen zu sein und da zu sein, wo ich hingehöre. Es war eine fremde Frau, die nette Seiten hatte, aber vor allen Dingen auch anstrengende. Und bei der ich dachte: Gut, dass alles so gekommen ist, wie es gekommen ist, weil sie als Mutter nicht geeignet gewesen wäre. Sie war extrem auf sich selbst fokussiert und konnte davon auch gar nicht abrücken.</p>
<p><em>Der Roman setzt ein mit der Begegnung der Heldin Susanna mit ihrer leiblichen Mutter und bewegt sich dann thematisch in unterschiedlichste Richtungen. Hat sich das Roman-Konzept in all den Jahren der Arbeit an dem Buch verändert?<br />
</em>Ich folge in meinem Schreiben keinem strengen Bauplan. Ich fange mit dem ersten Satz an, dem ersten Bild, und weiß dann erstmal nicht, in welche Richtung es weitergeht. Bei diesem Buch wusste ich schon, welche Themen integriert werden sollen: Das Thema Adoption, die Vatersuche, das Verhältnis Eltern und Kinder. Die Dinge, die im Buch passieren, geschehen alle im Kosmos Familie: Der Familie, die sich mit Henryk, Susa und den Kindern neu bildet, und jener, der Susa entstammt. Zwischen den rund fünfzehn Personen geschehen Dinge, die nie den ganzen Raum beanspruchen: Da gibt es Tod und Geburt in direkter Nachbarschaft, Streit und Liebe, auch ganz alltägliche Probleme, alltägliches Glück. Für mich ist dieses Buch organischer als meine vorherigen. Es brauchte länger, um zu wachsen – was bestimmt auch damit zu tun hat, dass ich mittlerweile drei Kinder und dadurch weniger Zeit habe.</p>
<p><em>Die Verlagsankündigung beschreibt „Was alles war“ als einen Familienroman. Aber es ist auch ein Roman über die letzten Dinge und über die Dialektik von Werden und Vergehen, über Leben und Tod. Die Etikettierung „Familienroman“ ist fast schon eine Verkleinerung des Buches.<br />
</em>Ich habe mir das Buch beim Autofahren als Hörbuch angehört – gelesen von der Schauspielerin Ulrike Tscharre – und habe es dann auch selbst noch deutlicher als einen Roman über Werden und Vergehen empfunden. Aber das ist ja letztlich auch etwas, was Familie auszeichnet: Diese Dialektik des (An-)Kommens und (Weg-)Gehens, der Freude und der Trauer. Familie ist ja kein statisches Gebilde, sondern eingebettet in eine Chronologie. Meine Eltern werden, wenn alles richtig läuft, vor mir sterben und ich werde, wenn alles richtig läuft, vor meinen Kindern sterben. Wenn Kinder kommen, wird einem diese Chronologie ganz wichtig. Eine gute Familie ist geprägt von Liebe, sie ist aber auch geprägt von Abschied. Wenn man selbst ein Kind bekommt, ist das von Beginn an eine zwiespältige Freude, der immer auch die Angst um das Kind eigen ist. Dieses Zwiespältige von Freude und Trauer, von Liebe und Abschied, ist im Familienkonzept drin.</p>
<p><em>Wenn man den Roman „Was alles war“ mit den Konstellationen Ihrer früheren Bücher vergleicht, hat sich einiges geändert. Die Figuren etwa im Roman „Die Liebe der Matrosen“ (2005) beziehen ihr Selbstgefühl oft aus der Flüchtigkeit von Affären. Der neue Roman liefert dazu einen Gegenentwurf: ein Bekenntnis zur Verlässlichkeit und Stabilität der Familie, zu einer Liebesethik der Verantwortung.<br />
</em>Das liegt daran, dass die Romanfiguren diesmal älter sind als die früheren Romanhelden, sie sind in einem anderen Lebensstadium. Wenn mich meine Freunde fragen, wovon meine Bücher handeln, sage ich gerne im Scherz: Früher ging es mehr um Sex – und heute viel weniger. Woran mag das wohl liegen? Andere Werte stehen jetzt im Mittelpunkt. Allerdings waren diese Werte auch für die früheren Romanfiguren präsent, auch da gab es die Suche nach etwas, das hält – und sich als haltbar erweist, auch wenn man dann nicht fähig ist, es zu bewahren. Die Figuren in <em>Romantiker</em>, meinem Geschichtenband von 2007, waren ja auch auf der Suche nach etwas, das ihnen Stabilität und Nähe und Loyalität und Zuverlässigkeit gibt, aber selber lösten sie es selten ein. Die Figuren meines neuen Romans sind nun welche, die sich ganz unromantisch in die Familie begeben und mit der Familie abplagen. Es ist ja nicht die reine Freude, diese ganzen Verbindlichkeiten, die da entstehen: diese Kämpfe mit dem Partner und die Auseinandersetzungen mit den Kindern und den Eltern. Und trotzdem wollen sie an der Familie festhalten und geben nicht gleich beim ersten Stimmungsumschwung auf.</p>
<p><em>Mir sprang der starke Satz von Cosmo ins Auge, dem Halbbruder der Hauptfigur Susanna: Der Egoismus sei die einzige Konstante der Evolution. Mir scheint, der Roman „Was alles war“ strebt danach, diesen Satz zu widerlegen.<br />
</em>Cosmo formuliert das im Roman in polemischer Zuspitzung. Es geht an dieser Stelle darum, dass Susa sich von ihrer leiblichen Mutter abgrenzt. Die leibliche Mutter ist offenbar eine egozentrische Person, die Verantwortung für andere ablehnt, und die, wenn sie dann doch welche übernimmt, wie für ihren Sohn Samuel, nicht gut damit klarkommt. Gleichzeitig wollte ich es mir nicht so einfach machen und Susa als die Gute und ihre leibliche Mutter Viola als die Böse darstellen. Cosmo ergänzt ja seinen Satz über den Egoismus: „Was übrigens auch für die gilt, die Kinder haben.“ Weil man Kinder nicht bekommt, um für andere etwas Gutes zu tun, sondern auch als eine Art von Selbsterfüllung. Wenn aber jeder in der Familie nur auf seinen Vorteil schaut, dann hält diese Familie höchstwahrscheinlich nicht. Das ist auch das Problem, das Henryk und Susa miteinander haben. Wenn Kinder hinzukommen, muss man die individuellen Ansprüche zurücknehmen, muss seine Zeit aufteilen, die eigenen und die Bedürfnisse der anderen irgendwie zusammen bringen. Ich habe den Satz von Cosmo nicht so programmatisch gesehen, aber ich glaube schon, dass eine Familie, die gelingt, den Cosmo-Satz vom Egoismus widerlegt.</p>
<h6 style="text-align: right;">Bildnachweise:<br />
Beitragsbild: Von Eric Ward, via <a href="http://flickr.com/people/94833286@N00" target="_blank">flickr</a>, Lizenz: <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0" target="_blank">CC BY-SA 2.0 </a><br />
Porträt Annette Mingels: ©Hendrik Lüders<br />
Buchcover: Knaus-Verlag</h6>
<h6><div class="su-box su-box-style-default" id="" style="border-color:#83a300;border-radius:3px;max-width:none"><div class="su-box-title" style="background-color:#b6d600;color:#FFFFFF;border-top-left-radius:1px;border-top-right-radius:1px">Angaben zum Buch</div><div class="su-box-content su-u-clearfix su-u-trim" style="border-bottom-left-radius:1px;border-bottom-right-radius:1px">
<div class="su-row"><div class="su-column su-column-size-2-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim">
Annette Mingels<br />
<strong>Was alles war</strong><br />
Roman<br />
Knaus Verlag 2017 · 288 Seiten · 19,99 Euro<br />
ISBN: 978-3813507553<br />
Bei <a title="Mit Ihrer Bestellung bei Amazon unterstützen Sie tell. Wir danken Ihnen!" href="http://www.amazon.de/dp/3401096826/ref=nosim?tag=wwwtellreview-21" target="_blank" rel="nofollow">Amazon</a>, <!-- BEGIN PARTNER PROGRAM - DO NOT CHANGE THE PARAMETERS OF THE HYPERLINK --><a href="http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=776227&amp;site=3780&amp;type=text&amp;tnb=14&amp;prd=yes&amp;suchwert=9783813507553" target="_blank">buecher.de</a><img loading="lazy" decoding="async" src="http://banners.webmasterplan.com/view.asp?site=3780&amp;ref=776227&amp;b=0&amp;type=text&amp;tnb=14" width="1" height="1" border="0" /><!-- END PARTNER PROGRAM --> oder im lokalen Buchhandel<br />
</div></div>
<div class="su-column su-column-size-1-3"><div class="su-column-inner su-u-clearfix su-u-trim"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" data-attachment-id="7065" data-permalink="https://tell-review.de/liebe-familie-und-egoismus/annette-mingels/" data-orig-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels.jpg?fit=350%2C560&amp;ssl=1" data-orig-size="350,560" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Annette Mingels" data-image-description="" data-image-caption="" data-large-file="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels.jpg?fit=350%2C560&amp;ssl=1" class="alignnone size-medium wp-image-7065" src="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels-188x300.jpg?resize=188%2C300" alt="" width="188" height="300" srcset="https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels.jpg?resize=188%2C300&amp;ssl=1 188w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels.jpg?resize=50%2C80&amp;ssl=1 50w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels.jpg?resize=300%2C480&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/tell-review.de/wp-content/uploads/2017/03/Annette-Mingels.jpg?w=350&amp;ssl=1 350w" sizes="auto, (max-width: 188px) 100vw, 188px" /></div></div></div>
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