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	Kommentare zu: Die Menschenlawine	</title>
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	<description>Magazin für Literatur und Zeitgenossenschaft</description>
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		Von: Schröersche		</title>
		<link>https://tell-review.de/__trashed/#comment-455</link>

		<dc:creator><![CDATA[Schröersche]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Oct 2016 12:42:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das erste Zitat erinnert mich an Brueghelbilder. &quot;Masse&quot; ist ja ein fesselndes Thema, auch behandelt bei Canetti, Guardini, Ortega y Gasset, in Filmen wie Metropolis, etc. Aber am meisten wurde ich bei dieser Besprechung an &#039;Barnaby Rudge&#039; von Dickens erinnert, der eindringlich die Formierung der Revolte (Gegenbewegung zur &#039;Bloody Mary&#039; im England des 17.Jhdts.) schildert und thematisch einige Parallelen aufzuweisen scheint, auch was die Anführerfigur betrifft. Hier ist es Gordon, der mir als schwacher, unkluger Aristokrat in Erinnerung geblieben ist; der &#039;Held&#039; Reuben ist dagegen eine Art Simplizissimus, gar nicht unähnlich dem Franz Biberkopf, der mitgerissen wird. (Müsste ich alles nochmal prüfen, ist lange her. Der Leser arbeitet ja immer kreativ mit an der Literatur, wenn er liest.)

Noch stecke ich in &quot;Berlin Alexanderplatz&quot;, und auch da gefällt mir, wie Döblin die Bewegung sprachlich umsetzt, beispielsweise, wenn er Werbeplakate zitiert, wie sie nebeneinander an Häuserfassaden und auf Litfaßsäulen auftauchen mögen, während Franz Biberkopf sich durchs Viertel schiebt, und Geräusche des Verkehrs einflechtet.

Der Mensch als (leidende) Kreatur ist ein weiteres starkes Motiv. 

Ein schöner Anstoß zum Lesen und Denken. Danke.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das erste Zitat erinnert mich an Brueghelbilder. &#8222;Masse&#8220; ist ja ein fesselndes Thema, auch behandelt bei Canetti, Guardini, Ortega y Gasset, in Filmen wie Metropolis, etc. Aber am meisten wurde ich bei dieser Besprechung an &#8218;Barnaby Rudge&#8216; von Dickens erinnert, der eindringlich die Formierung der Revolte (Gegenbewegung zur &#8218;Bloody Mary&#8216; im England des 17.Jhdts.) schildert und thematisch einige Parallelen aufzuweisen scheint, auch was die Anführerfigur betrifft. Hier ist es Gordon, der mir als schwacher, unkluger Aristokrat in Erinnerung geblieben ist; der &#8218;Held&#8216; Reuben ist dagegen eine Art Simplizissimus, gar nicht unähnlich dem Franz Biberkopf, der mitgerissen wird. (Müsste ich alles nochmal prüfen, ist lange her. Der Leser arbeitet ja immer kreativ mit an der Literatur, wenn er liest.)</p>
<p>Noch stecke ich in &#8222;Berlin Alexanderplatz&#8220;, und auch da gefällt mir, wie Döblin die Bewegung sprachlich umsetzt, beispielsweise, wenn er Werbeplakate zitiert, wie sie nebeneinander an Häuserfassaden und auf Litfaßsäulen auftauchen mögen, während Franz Biberkopf sich durchs Viertel schiebt, und Geräusche des Verkehrs einflechtet.</p>
<p>Der Mensch als (leidende) Kreatur ist ein weiteres starkes Motiv. </p>
<p>Ein schöner Anstoß zum Lesen und Denken. Danke.</p>
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