Kategorie: Belletristik

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Bekenntnisse einer Ohrenzeugin

Unter der Bettdecke hört Hanna heimlich Radio. Eine Stimme im Nachtstudio fasziniert sie. Gisela von Wysockis Roman "Wiesengrund" ist eine ungewöhnliche Coming-of-Age-Geschichte über die Aneignung fremder Gedanken.

/ 24. Februar 2017

Raubtier und Opfer

Die traurige Liebesgeschichte zwischen Sylvia Plath und Ted Hughes ist zum Mythos geworden. Connie Palmen erzählt sie in ihrem Roman „Du sagst es“ aus der Sicht des Mannes. Leider entsteht dabei nur eine weitere Legende.

/ 6. Februar 2017

Der Paradiesblick

Der Roman „Der Trost des Nachthimmels“ erzählt von politischer Gewalt und von Angst. Dževad Karahasan unterläuft dabei unsere Lesegewohnheiten: Er mutet uns Entschleunigung zu und eine Spiritualität, die im Persien des 11. Jahrhunderts noch ganz selbstverständlich scheint.

/ 28. Januar 2017

Nicht nach Dinkelsbühl

In Freiburg feiert die deutsche Dummheit Triumphe, Paris ist abscheulich. Im Sammelband „Städtebeschimpfungen“ trifft Thomas Bernhards Lust am Schimpfen auf den leicht entflammbaren Lokalpatriotismus der Städtebewohner.

/ 18. Januar 2017

Trostlose Weiten

Wodka, Birken und ein Leichentransport mit der transsibirischen Eisenbahn. In „Der Alkohol und die Wehmut“ greift Mathias Énard fleißig auf Klischees der russischen Literatur zurück. Aber diese liest sich im Original besser.

/ 15. Dezember 2016

Kameradschaft, Zusammenhalt, Rache

Hooligans sind unsicher und gewalttätig. Sie haben ein antiquiertes Frauenbild und lieben den Fußball nicht. So viel ist bekannt. Erfahren wir in Philipp Winklers Roman "Hool" etwas Neues?

/ 23. November 2016

Eingesperrter Engel

Buenos Aires, 50er Jahre: In César Airas Novelle "Wie ich Nonne wurde" zwingt ein Mann seine Tochter, vergiftetes Erdbeereis zu essen. Wie ein Wunder überlebt die sechsjährige Erzählerin. Doch wie flieht man vor der traumatischen Wirklichkeit?

/ 15. November 2016

Wenn nichts mehr stimmt

In seinem Bericht "Die Welt im Rücken" tritt Thomas Melle eine Reise ins völlig Unbekannte an, den Absturz in die bipolare Störung. Die Ränder dieses Unbekannten kennen die meisten von uns. Gerade deshalb bedeutet die Lektüre Knochenarbeit.

/ 10. November 2016

Feuchtgebiete eines Philosophen

In Peter Sloterdijks "Das Schelling-Projekt" wollen fünf Wissenschaftler zu den "Gründen, Abgründen und Un-Gründen des Werden-Wollens" vordringen. Der Autor nennt das Buch einen "Bericht". Literatur oder Wissenschaftsessay?

/ 20. Oktober 2016

Bevor der Zaunkönig zu singen beginnt

Eine Mutter sitzt am Bett ihres soeben verstorbenen Sohnes und beginnt zu erzählen. Dabei offenbart sie nicht nur eigene Traumata, sondern die einer ganzen Generation. Eine Rezension von Hans-Ulrich Treichels Erzählung Tagesanbruch.

/ 8. September 2016