Alle Artikel von Lars Hartmann

Bloggt auf Aisthesis, freier Autor beim Freitag

Taubgelutschte Zonen

Rotlicht und Milieu wecken Verheißungen. Selten jedoch halten sie, was sie versprechen. Dies gilt auch für Nora Bossongs Sachbuch "Rotlicht".

/ 22. April 2017

Bekenntnisse einer Ohrenzeugin

Unter der Bettdecke hört Hanna heimlich Radio. Eine Stimme im Nachtstudio fasziniert sie. Gisela von Wysockis Roman "Wiesengrund" ist eine ungewöhnliche Coming-of-Age-Geschichte über die Aneignung fremder Gedanken.

/ 24. Februar 2017

Mit Cognac vollgeschüttete Jazzfans

Im besetzten Paris der 40er wird wild gefeiert. Auf zwei Dinge kommt es an: guten Jazz und hübsche Mädchen. Was tun, wenn's an beidem mangelt? Boris Vian empfiehlt den Gang ans Buffet und den Diebstahl von Möbeln.

/ 31. Dezember 2016

„Mondlicht in einem Baugerüst …“

Rolf Dieter Brinkmann brachte in den 1970er-Jahren Pop in die deutsche Literatur. Seine Gedichte halten Augenblicke fest, ohne sie zu bewerten, wie ein Seismograph. Zum Beispiel das Mondlicht.

/ 4. November 2016

Autonauten auf der Kosmobahn

Julio Cortázar und Carol Dunlop fahren in einem alten VW-Bus von Paris nach Marseille und legen sich dabei strenge Regeln auf. Dabei entsteht ein Buch, das reich an Witz ist und mit einem Hauch Melancholie endet.

/ 27. Oktober 2016

Feuchtgebiete eines Philosophen

In Peter Sloterdijks "Das Schelling-Projekt" wollen fünf Wissenschaftler zu den "Gründen, Abgründen und Un-Gründen des Werden-Wollens" vordringen. Der Autor nennt das Buch einen "Bericht". Literatur oder Wissenschaftsessay?

/ 20. Oktober 2016

Die feine wienerische Bosheit

Gerhard Roths „Reise in das Innere von Wien“ ist der ideale Reiseführer für Flaneure.

/ 9. September 2016

Aus dem Leben gefallen

Die Kriegseinsätze der Bundeswehr haben in der Literatur bisher erstaunlich wenig Widerhall gefunden. In "Lange Fluchten" von Daniela Danz begegnen wir einem Soldaten, der am Krieg zerbrochen ist. Subtil erforscht die Autorin die Abgründe einer Depression.

/ 18. August 2016

Blinde Zeichen

Valmira stammt aus dem Kosovo, Senthil aus Sri Lanka. Als Kinder kamen sie mit ihren Eltern nach Deutschland. Sieben Tage lang lässt ihr Autor sie miteinander chatten. Senthuran Varatharajahs "Vor der Zunahme der Zeichen" ist ein Roman aus Facebook-Dialogen. Funktioniert...

/ 14. Juni 2016

Schule des Sehens

Die Welt des Grafen ist die Schönheit: Die Ausstellung "Harry Graf Kessler – Flaneur der Moderne" zeigt uns den Ästheten und Tagebuchschreiber Kessler.

/ 30. Mai 2016