Alle Artikel von Anselm Bühling

Anselm Bühling ist Übersetzer und Redakteur von tell.

Aufbruch in den Nachkrieg

Bernward Vespers Buch „Die Reise“ sollte ursprünglich „Der Trip“ heißen. Vesper hat den Romanessay unter LSD-Einfluss geschrieben und erkundet rauschhaft das eigene Bewusstsein. Dabei entsteht auch ein hellsichtiges Porträt der bis zum Bersten gespannten westdeutschen Gesellschaft in den sechziger Jahren.

/ 17. Dezember 2016

Die Ironie des menschlichen Treibens

E.T.A. Hoffmanns Märchen „Klein Zaches genannt Zinnober“ erzählt von der Macht der Zuschreibung und ist damit erstaunlich aktuell. Hoffmanns Erzählstil ist ein Balanceakt: Das Erhabene ist immer auch komisch, das Alltägliche zugleich fantastisch.

/ 27. November 2016

Verweile doch

Wisława Szymborskas Gedichte machen kein Geheimnis aus sich. Ohne Anstrengung beginnt man zu lesen und zu denken. Und dann erkennt man, wie viel in diesem poetischen Raum verborgen ist – obwohl es offen daliegt.

/ 21. Oktober 2016

Gefährliches Denken

Wie kommt es, dass Menschen Böses tun? Liegt es an unzulänglichem Denken? Keineswegs, meint Bettina Stangneth in ihrem philosophischen Essay Böses Denken. Sie plädiert dafür, Täter als Denker ernst zu nehmen.

/ 31. August 2016

Die Kunst des verschwenderischen Erzählens

Albert Vigoleis Thelen legt in „Insel des zweiten Gesichts“ eine zweite Landschaft über Mallorca

/ 26. August 2016

Emmanuel LeRoy Ladurie – Montaillou. Ein Dorf vor dem Inquisitor.

Die Lektüretipps, die wir in der Sommerpause erprobt haben, setzen wir als regelmäßige Rubrik fort. Wir weisen auf Bücher hin, die uns begeistert, erschüttert, erheitert haben: Klassiker, Entdeckungen, Kuriositäten.

/ 20. August 2016

Das Philosophenschiff

1922 werden dreißig Intellektuelle und Wissenschaftler aus dem jungen Sowjetrussland ausgewiesen. Trotzki spricht von einem Akt der "vorausschauenden Humanität" - später hätte man die unabhängigen Geister möglicherweise "nach dem Kriegsrecht erschießen müssen". In den Erinnerungen des Schriftstellers Michail Ossorgin, der...

/ 23. Juli 2016

Passagen aus der sowjetischen Literaturgeschichte (1): Das Narrenschiff

Wenige Jahre nach der Oktoberrevolution leben Ossip Mandelstam, Anna Achmatowa, Nikolaj Gumiljow und andere Schriftsteller, Gelehrte und Künstler gemeinsam im Petrograder Haus der Künste. Sie hungern und arbeiten zusammen. Und sie sind unterwegs in eine neue Zeit, in der nicht...

/ 21. Mai 2016

Eine Fundamentalkritik der Bürokratie?

Mit seinem neuen Buch „Bürokratie: Die Utopie der Regeln“ übt David Graeber Bürokratiekritik von links. Am Montagabend war er damit im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann zu Gast.

/ 5. April 2016