Unsere kommentierte Liste mit Neuerscheinungen erscheint zweimal im Monat. Am 1. des Monats stellen wir jeweils zehn Sachbücher vor, am 15. des Monats zehn Belletristik-Titel. Die Auswahl folgt unserer Neugier. Haben wir das Wichtigste übersehen? Dann lassen Sie es uns bitte wissen!

Jahrestage

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Uwe Soukup
Ein Schuss, der die Republik veränderte
Der 2. Juni 1967

Der Todesschuss eines Polizisten auf einen demonstrierenden Studenten war eine der wesentlichen biografischen Zäsuren in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Journalist Uwe Soukup erzählt den Tag des Mordes und analysiert seine politischen Folgen. Er hat auch den Täter Karl-Heinz Kurras befragt, einen ehemaligen Stasi-Spitzel, der von der Polizei jahrelang gedeckt worden war.

Transit, 191 Seiten, 20 Euro
(Erschienen im März 2017)
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Feindbild und Identität

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Reinhard Olschanski
Der Wille zum Feind
Über populistische Rhetorik

Reinhard Olschanski analysiert Feindbilder und ihre Attraktivität. Der populistische Redner ist einer, der es persönlich meint, so OlschanskisThese. Der Gegenstand der populistischen Rhetorik ist demnach der Feind, ihr Versprechen dagegen ist ein exklusives Wir.

Wilhelm Fink, 200 Seiten, 24.90 Euro
(Erschienen im Mai 2017)
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Peter Waldmann
Der konservative Impuls
Wandel als Verlusterfahrung

Wie gehen Menschen mit Veränderungen um? Anhand von neun Beispielen aus der ganzen Welt zeigt der Autor, dass Veränderungen sowohl Ängste auslösen als auch Entwicklungen befördern können. Ein Symptom für die Ängste ist das konservative „Wir-Gefühl“, das der Autor in der jüngsten Neuzeitgeschichte in unterschiedlichen Staaten diagnostiziert.

Hamburger Edition, 344 Seiten, 32 Euro
(Erschienen am 13. März 2017)
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Dieter Borchmeyer
Was ist deutsch?
Die Suche einer Nation nach sich selbst

Dieter Borchmeyer schildert, wie sich der Begriff des Deutschen gewandelt hat: von Goethe über Wagner bis zu Thomas Mann. Das deutsche Judentum, die Geschichte der Nationalhymne und die Sehnsucht der Deutschen nach dem Süden gehören zu den Themen dieser umfassenden Analyse.

Rowohlt Berlin, 1056 Seiten, 39.95 Euro
(Erschienen im Februar 2017)
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Charlotte Klonk
Terror
Wenn Bilder Waffen werden

Schon immer haben Terroristen sich der Bilder bedient, um ihre Ziele zu erreichen. In konkreten Falluntersuchungen beschreibt Charlotte Klonk Bildstrategien, ordnet sie historisch ein und fragt nach einem ethisch vertretbaren Umgang mit Terrorbildern.

S. Fischer, 352 Seiten (mit 80 Abbildungen), 25 Euro
(Erschienen im Mai 2017)
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Biografien

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Werner Biermann
Konrad Adenauer
Ein Jahrhundertleben

Man versteht die prägende Gestalt des Konrad Adenauer nur unter Einbezug seiner früheren Tätigkeiten als Kölner Oberbürgermeister und Reichstagspolitiker. Das aber wurde bisher kaum erforscht und dargestellt. Überdies konnte Werner Biermann letzte Zeugen für seine erzählerisch starke Biografie befragen.

Rowohlt Berlin, 614 Seiten, 29.95 Euro
(Erschienen im Februar 2017)
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Magnus Brechtken
Albert Speer
Eine deutsche Karriere

Wie gelang es Albert Speer, dem Rüstungsminister und Groß-Architekten des Dritten Reichs, nach dem Krieg die Legende des unpolitischen Nicht-Nazi zu verbreiten? Die Deutschen übernahmen seine Version, um sich auch die eigene Vergangenheit schönzureden. Eine detailliert recherchierte Biografie – und zugleich eine Reflexion über den Umgang der Deutschen mit ihrer Geschichte.

Siedler-Verlag, 600 Seiten, 40 Euro
(Erschienen am 5.6.2017)
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Helwig Schmidt-Glintzer
Mao Zedong
Es wird Kampf geben

War Mao ein Diktator oder ein Visionär? In seiner Biografie zeigt Helwig Schmidt-Glintzers, dass Mao weit weniger dogmatisch war als der Maoismus: er erklärt Mao vor dem historischen Hintergrund und zeichnet damit auch ein Panorama der chinesischen Geschichte.

Matthes & Seitz, 465 Seiten, 30 Euro
(Erschienen im März 2017)
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Geld

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Claudia Hammond
Erst denken, dann zahlen
Die Psychologie des Geldes
Aus dem Englischen von Dieter Fuchs

Unser Verhältnis zum Geld ist irrational: Wir sparen beim Discounter, akzeptieren jedoch bei großen Anschaffungen hohe Nebenkosten. In dem Buch geht es nicht nur um Kompetenz in Sachen Geld, sondern auch um die Frage, ob Geld uns manchmal glücklich macht.

Klett-Cotta, 432 Seiten, 18.95 Euro
(Erschienen im März 2017)
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Aaron Sahr
Das Versprechen des Geldes
Eine Praxistheorie des Kredits

Geld ist keine Ware, sondern nur ein Zahlungsversprechen, also ein Kredit – und damit Vertrauenssache. Der Autor untersucht den Siegeszug von Derivaten, erklärt die Rolle der Ratingagenturen und zeigt, wie Banken aus dem Nichts Geld kreieren.

Hamburger Edition, 390 Seiten, 35 Euro
(Erschienen im März 2017)
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Wir danken Knud von Harbou für die Hinweise!
Beitragsbild:
Buchhandlung Bodenbender, Berlin
Von Sieglinde Geisel

Von Redaktion

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